Sonntag, 3. Oktober 2010

Haniwa und Dogu

Nach einem verdammt ruhigen Samstag sind wir dann heute zum Tôkyôkokuritsuhakubutsukan gefahren. Ich liebe dieses Wort. Auf Deutsch ist es das National Museum in Tokyo, Ueno.

Pflichtmässig sollen wir für unsere Vorlesungen eh viele Meseen besuchen, zudem war heute der kostenlose Tag für Ausandsstudenten. Also mussten wir das nutzen. Ich war zwar schon drin, hab aber nur das Hauptgebäude begutachtet, sodass ich jetzt auch die archäologische Ausstellung sehen konnte. Vielleicht findet sich hier ja etwas für mien Forschungsthema Schamanismus?

Mit Karsten, den wir nach 15 Minuten Verspätung getroffen haben, weil wir zu doof waren, den richtigen Ausgang bein Bahnhof zu finden, ging es los. In dem "Löwengebäude" das uns wie schon im Frühjahr an das Löwengebäude in Halle erinnert, haben wir uralte Sachen aus verschiedenen Ländern, wie Indien, Ägypten und Korea gesehen. Lustigerweis eist in dem Museum insgesamt das Fotografieren erlaubt gewesen, jedoch nur bei Einzelstücken nicht. Komisch, aber gut für den Blog^^.

Im Hauptgebäude haben wir dan "den Weg des Buddhismus" entdeckt und seinen Spuren gefolgt. Da diese Religion eine sehr lange Geschichte in Japan hat, prägt sie natürlich auch die Kunst und Traditionen. Wandgemälde, Paravents und Schriftrollen spiegeln buddhistische Geschichten wieder. Ob das auch auf Kimono zutrifft weiß ich nicht genau, aber die sind definitv auch sehr spannend.



Mein persönliches Highlight an dem Museum war die archäologische Sammlung, wo man Dogu und Haniwa findet. Aha, denkt ihr jetzt , du mich auch. Dogu sind Tonstatuen, die in den ältesten Zeitaltern japans, Jomon-, Yayoi- und Kofunzeit (insgesamt 10.000 v. Chr. - 600 n.Chr.) als Grabbeigaben in Gräber gelegt wurden, Sie sollen Wächter sein. Besonders berühmt ist diese Figur mit der "Taucherbrille". Mit den Haniwa ist es ähnlich. Allerdings ist man ihrer Bedeutung nicht direkt klar, weil sie meist kaputt gefundee worden sind. Man geht also davon aus, dass sie, in Form von Pferden und Menschen, als Symbole der Kraft und Fruchtbarkeit erschaffen wurden sind, und als Symbol der Wiederauferstehen zerschlagen und ums Grab vertreut wurden. Oder vertu ich mich gerade mit beiden Figuren? Egal. Die Grundidee ist klar, denke ich.


Insgesamt hab ich allerdings nichts zu Schamanismus gefunden. War ja irgendwie klar. Dazu war das Ganze zu sehr auf Kunst ausgerichtet.

Nach dem Museum gab es dann endlich mein ersten Crepe. Mjam. Aber darüber hab ich vor langer Zeit ja schon zu genüge berichtet. Und der anschließende kleine Marsch durch Ueno hat uns kleine Motorradläden (mit einer heißen 1250 Bandit in schwarz) gezeigt und meinen Knöchel langsam erschöpft. Diese ewige langsame Gehen ist echt nervig und anstrengender als so mancher Sprint, finde ich.

1 Kommentar:

  1. Stichwort Ueno - warst du schon im du-weißt-schon-was? Geheimer Hinweis: SCHLEIM!! ;D

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