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Mittwoch, 25. Mai 2011

Isogashii 忙しい~

Ja, da haben wir es, ich hab keine Zeit meinen Blog zu schreiben. Hoffen wir mal, dass ich nicht jede Woche so spät zu Hause bin.
Neben dem normalen Unterricht bin ich letzte Woche zu zwei Academic Talks gegangen. Im Grunde ist das eine kleine wissenschaftliche Präsentation mit anschließender Diskussion. Es kann echt spannend sein, aber die Themen zu denen ich gegangen bin waren eher hilfreich für den Unterricht für den ich hinmusste, und da ich politisch echt mal so gut wie garnichts drauf habe, war es auch nicht spannend. Der Talk diese Woche verspricht toll zu werden: Tepco and Rethinking Nuclear Energy. Mal schauen.
Freitag hat Yo Geburtstag gehabt und ich hab ihn noch nach dem einen Talk getroffen und er schleppte mich in ein Restaurant um die Ecke. Wow, wie toll ist das denn? Angenehmes Flaire und die haben eher italienische Spezialitäten und Brot. Aber nicht das Japanische, nein, die machen das selber und dann mit Nüssen drin und es knackt...mjam. Und sie machen ihre Wurst selber, zwar die itaienische aber uaaahhhh, lecker. Wir haben uns mit dem Besitzer unterhalten (der Laden hatte erst einen Tag vorher aufgemacht) da stellt sich heraus, dass die Yo's Arbeitsplatz kennen und auch dass der Besitzer ein Musashistudent war. Die Welt ist klein.

Samstag bin ich dann nach Shibuya gefahren um Nancy und Franzi zu treffen. Endlich mal eine reale Unterhaltung in Deutsch. Es war nett und Purikuras durften natürlich nicht fehlen. Da sie aber noch zum Unterricht mussten, hab ich nen Zwischenstopp bei Book Off gemacht und bin nach Hause um dann abends für Yo's Feier wieder nach Shibuya zu fahren.
Wir haben in einem Aquariumrestaurant gegessen, nur sein engster Freundeskreis. Endlich hab ich seinen besten Kumpekl kennengelernt. Er kam mir so bekannt vor und auch Hitomi hat es gesagt...unglaublich, zwei Yos. Es war toll. Und weil es ein Highschool-Uniform-Kostüm für Männer für Yoann gab, musste er es anziehen und dann haben wir noch ein zweiters Izakaya gesucht.
Und nun stellt euch einen schlaksigen Franzosen mit Pornosonnenbrille und Lederschuhen in einer klassischen Schulmädchenuniform vor. Herzallerliebst. Wir haben so gelacht. Und weil die Welt wirklich klein ist, haben wir noch zwei Kumpels von Yo in Shibuya getroffen die wir mit ins nächste Restaurant geschleppt haben. Wiederholt frage ich mich: warum mögen wir Deutsche die Franzosen nicht? Die sind sooo lustig und *Überraschung* alle sind der englischen Sprache mächtig. Ja, die Party hat sich gelohnt.
Am Sonntag wollte ich eigentlich Ausschlafen und danach nach Asakusa zum Festival fahren, aber es gibt da jemanden der es mir nicht gönnt, dass ich länger schlafe. Yo hat mich wach geklingelt und gefragt, ob ich nicht mit ihm und Htomi ins kleine Restaurant gehen will und danach nach Komagome in den Rosengarten möchte. Och ja. So ein italienisches Frühstück ist schon verlockend. Wir mussten auch ordentlich warten, und dummerweise haben sie uns ein falsches Essen gegeben, wodurch wir noch extra die Wurst probieren konnten. Ja, da geh ich häufiger hin^^
Da das Wetter ätzend war hab ich dann spontan zugesagt mit in den Rosengarten anstatt ins überfüllte Asakusa zu gehen.
Der Rosengarten war auch schön. Gut, ehrlich gesagt sind Rosen nicht meine Lieblingsblumen und von daher versteh ich die Faszination und einzelnen Züchtungen nicht. Für mich war es eine Blume in vielen, vielen Farben. Aber der restliche

Garten dazu war echt schön. Und es gab eine "Konrad Henkel"-Rose (die rote). Unsinnige Information, aber das ist der einzige Blumenname, der mir im Gedächtnis geblieben ist.
Wir sind gerade durch mit unserem Spaziergang, da ging die Welt unter. Von jetzt auf gleich schüttete es. Dicke, fette und viele Regentropfen. Wir hatten zwar Schirme mit, aber viel hat es auc nichtgeholfen. Wir waren pitschenass.

Diese Woche ging es dann mit spannendem Unterricht weiter. In Brian Society Klasse sollten wir nen Artikel in Gruppen diskutieren. Ich erwähne: der Unterricht ist hauptsächlich für Japaner und in Englisch. Der Artikel ist naja, in meine Augen recht gemein. Lest selbst "Foreign students tareged for tours". Was die Gruppenarbeit angeht, das war harte Arbeit. Es ist mir leider bekannt, dass Japaner nicht unbedingt eine eigene Meinung haben, deswegen hab ich gleich am Anfang gefragt, ob sie die Idee in dem Artikel gut heißen. Alle drei bejahen. Gut, ich verneine. Ich frage warum sie das gut finden. Ich bekomm das Argument aus dem Text was ich sofort wiederlegen kann. Also hätte wiederlegen können wenn sie mich verstanden hätten. Ich hab es dreimal in langsamen, leichten, einfachem Englisch wiederholt...und nochmal im Krüppeljapanisch gesagt. Dann haben sie es verstanden. Meine drei Gruppenmitglieder konnten mich meistens nicht verstehen und sprechen ging auch nicht. Dementsprechend hab ich hauptsächlich auf Japanisch diskutiert.
Am Ende, nachdem wir eine Pro- und Contralise aufgestellt haben, hab ich nochmal nach ihrer Meinung gefragt. Alle drei finden jetzt die Idee schlecht. Ganz ehrlich: ich war nicht überrascht.
Da fragt man sich, warum sitzen die drei in dem Unterricht, wenn sie nichts verstehen. Ich hab gefragt ob sie den Lehrer verstehen: nein. Sie sind aber an der japanischen Kultur auf englischer Sprache interessiert. Na toll, das sie eine Präsentation halten müssen, ist ihnen wohl noch nicht klar.

Mal schauen wann ich wieder was spannendes erzählen kann.

Sonntag, 24. April 2011

Kirschblüten im Regen

Die erste Unterrichtswoche mit ganzen zwei Tagen ist zu Ende. Am Freitag hatte ich noch "East Asia Economy" und ich saß echt nur mit Chris, dem Amerikaner drin. Economy ist echt nicht mein Hauptinteressengebiet, aber ich denke, dass die kleine Anzahl von Studenten das gut kompensiert. War auch echt ne nette Runde, man redet einfach dem Prof rein wenn man was zu sagen hat.
Danach noch ne Runde Sport und ich war glücklich. Endlich ist die erste Runde Muskelkater seit heute vorbei, dafür Schmerzen die nächsten Muskeln aus der zweiten Runde. Schlimm, wieviel man an Muskeln abbaut wenn man mal pausiert. ja, ich weiß: Selbst Schuld!
In der Nacht hat es auf einmal fürchterlich zu regnen angefangen. Richtig Platzregen, als wären wir in der Monsunzeit. Passend dazu schüttelte es auf einmal wieder das ganze Haus. Wär ich nicht so müde gewesen, hätte es mich mehr gekratzt. So hab ich nur gedacht: Hehe, wie ein Weltuntergang.
Samstag hatten wir dann eine ne Orientation für uns Ausländer. Naja, wir anwesenden vier Europäer brauchten sie an sich nicht, aber die drei Chinesinnen, die dazugestossen sind. Aber was wir gelernt haben: Wie benimmt man sich im Falle eine Erdbebens. Danke, das wollte ich unbedingt wissen. Naja, gut ich weiß jetzt wie ich meinen Notfallrucksack packen muss und was ich am besten täglich bei mir tragen sollte. Ist auch nicht zu unterschätzen. Er hat uns auch erklärt, dass Nahrungsmittel und Wasser unter stetiger Kontrolle stehen. Man ist darauf bedacht die Metropole zu schützen. Auch was radioaktiven Regen angeht, brauchen wir uns momentan nicht fürchten. Selbst im Falle der Explosion, welche absolut unwahrscheinlich ist, besteht eine sehr geringe Wahrscheinlichkeit, dass die megabösen Plutoniumpartikel nach Tokyo gelangen. Natürlich sollen wir aufmerksam alles verfolgen, da die Nachrichtenerstattung immer noch gering ist, aber beim Wetter ist mittlerweile auch ein Radioaktivitätszähler für die jeweiligen Regionen zu sehen. Brian unterstützt uns auch, sofern wir helfen wollen, rät uns aber dringend davon ab, in Sendai helfen zu wollen oder anderen nördlichen Gegenden. Die Uni sorgt wirklich um uns, und freundlicherweise haben sie uns die Miete für April erstattet. Wenn man bedenkt, dass ich von meiner deutschen Uni rein garnichts höre, ist das unglaublich.
Nachdem wir dann für Brian noch einen seiner geliebten Aufsätze geschrieben haben (Wie war das Erdbeben, was für Erfahrungen haben wir gemacht, wie hat sich die Uni verhalten und was wir noch dazu sagen wollen), hab ich schnell meine Kurse angemeldet und dann ging es indisch Essen.
Das hatte ich noch nicht in Tokyo und war auch sehr lecker. Zwar mir mein Schärfegrad nicht scharf genug, aber für's nächste Mal. Man hat sich mit den Chinesinnen unterhalten, Fotos gemacht und dann bin ich nach Haue hausaufgabenmchen, schließlich ist Montag noch ein Vokabeltest.
Nach Hause ging es doch nicht so leicht wie gedacht, weil es echt schüttete. Wozu hab ich nen Schirm, wenn ich eh zur Hälfte nass bin. Meine Hose hat sich bis zu den Knien vollgesogen. Und der Wind ist fies und will einem den Schirm klauen. Glücklicherweise wohn ich nicht so weit weg und hab dann halbtrocken mit dem Office über die Zimmer der deutschen Mädels geredet. Viel ist nicht bei rausgekommen, aber ich hab Montag noch nen Termin mit der Chefin aus der Uni, die soll da mehr wissen.

Und dann: Yo kam in mein Zimmer vorbei (uh, wie ungezogen) und dann haben wir wieder gekocht. "Yvonne, it's a pleasure to cook with you again." Oh, ja, das ist es. Das hab ich echt vermisst. Leider ist die Küche sehr ruhig geworden, aber wir haben die kranke Midori dazu geholt damit sie was isst und es war wie vorher. Danach ging es auch wieder ins Studierzimmer. Japanisch erfordert dieses Semester mehr Disziplin, also haben wir Vokabeln und Grammatik bearbeitet und sind danach in eine unseren wunderbaren Diskussionen abgedriftet. Mit Yo macht das echt Spaß. Er meint er hat keine Ahnung von Ethnologie, aber sein ganzer Blick auf Japan ist ethnologisch. Kombiniert mit einigen Elementen aus Politik, Wirtschaft oder Geschichte und wir können uns stundenlang unterhalten. Vergleichen Japan mit Deutschland und Frankreich oder einfach nur unserer Länder. Ja, ich bin wieder zu Hause.

Sonntag ging es dann ganz spontan nach Shinjikugyoen. Ich wollte mit Midori, die nur einen Tag vor mir wieder hierher gekommen ist, noch ein Hanami (Kirschblütenfest) machen. Wir haben ja die Hauptblüte verpasst. Aber leider ist sie krank und hat abgesagt, da bin ich los und hab Yo mitgenommen.
Shinjukugyoen liegt in Shinjuku. Ich wusste nicht, dass es an dem größten Bahnhof direkt ein großer Park liegt. Er kostet auch Eintritt, aber der war es wert. Es blüten an allen Ecken Kirschbäume. Weil es hier verschiedene gibt, blühen sie länger als an anderen Orten. Aber auch anderen Blüten und extrem kreischig pinken Büsche waren in voller Blütenpracht. Zwei angelegte Seen und ein französischer Garten sorgen für Abwechslung. In den Seen sind Schildkröten und Fische (Überraschung) und eine Familie hat Flusskrebse gefangen. Das zeigt das die Qualität des Wasser sehr gut ist. Auf den freien Plätzen zwischen den Kirschbäumen haben Familien gespielt, unter den Bäumen lagen die Japaner und haben sich ausgeruht. Man sah viele Paare -ja, neben dem Umeda Sky Building würde ich Shinjukugyoen im Frühjahr als Dating-Spot für gut befinden- aber trotzdem war es trotz der Fülle an Menschen friedlich und beruhigend. Nebenbei, es ist Ostern, aber das bekommt man hier nicht im Geringsten mit.
Es war ein schöner Tag. Yo meinte ich sei zwar sehr ruhig, aber was soll man sagen wenn man das Gesicht der Sonne entgegenstreckt, Blüten bewundert und einfach glücklich ist? Ich denke wie bei ihm, das sich mich selber noch ein wenig innerlich sortieren muss, obwohl ich mich wieder zu Hause fühle und alles so ist und besser wie ich es kenne.

Donnerstag, 25. Februar 2010

Kaiser der Kirschblüten

Heute war wieder ein wunderschöner Tag. Die Sonne schien und es war sogar fast zu warm für den Pullover. Gut, dass "Böse" habe ich schon erzählt, jetzt geht es mit den Interessanten Dingen los: Heute ging es zum Kaiserpalast und Yasukunischrein. Alle die jetzt auf Pokémon gehofft haben, muss ich erstmal enttäuschen, die kommen ein ander Mal. Der Kaiserpalast war natürlich nicht zugänglich für uns, aber man konnte von dem Burggraben aus sehen wie er an einem Berghang liegt. Schon schick. Leider haben wir den Kaiser nicht gesehen, aber er wohnt dort auch nicht ständig und hat auch hoffentlich Besseres zu tun, als sich Touristen zu zeigen. Weil es an sich nicht spannendes zu knipsen gab, haben wir lustige Bilder von uns gemacht. Wir sind eindeutig der Meinung, sollten sie neue Power Ranger scouten, dann bekommen wir die Rollen^^ Man merkt, dass Juliane bei uns ist.

Weiter geht die Tour durch den kaiserlichen Garten. Der ist öffentlich und kostenlos zugänglich. Leider ist noch Frühling und wenig Grün vorhanden, aber es ist schon zu sehen, wie er im Somer aussieht. Gleich zu Anfang gab es eine Ausstellung von Staatsgeschenken, die Japan mal bekommen hat. Sa sind tolle Sachen bei gewesen, Kristallvasen aus Schweden, Schatullen aus Kenia etc. Von Deutschland gab es ein grottenhässliches Bild. Es sieht aus wie ein Linolschnitt den man in der vierten Klasse macht, nur mit roter Tusche. Hässlich. So macht sich Deutschland nicht gerade beliebt. Im Garten ist der Rasen lustigerweise überall verbrannt oder sie haben einen genmanipulierten Rasen, der beige aussieht, man weiß es nicht genau. Unser Theorie: der Rasen ist nicht grün, damit man sich beim Hinsetzen keine Grasflecken holt. Logisch, oder?

Das Beste ist: Wir haben doch noch einen Kirschbaum in Blüte gesehen. Er blühte noch nicht ganz, ABER wir haben Fotos die rosarot und blumig sind. Perfekt mit blauen Hintergrund. Shinobu war schon ganz gelangweilt, weil wir solange fotografiert haben.

Mittagspause: Diesmal gab es für mich Rndfelisch und Curry auf Reis. Ich wollte eigentlich nicht unbedingt Fleisch in Japan essen, weil das übelst fettig ist, aber diese Rindfleischstreifen waren sehr lecker. Und das Curry sowieso. Danach gab es noch ein Eis aus dem Conbini. Es war wie unser Sandwicheis in einer Waffel, aber die Waffel ging ganz herum, sodass man nicht kleckern kann und keine gefrorenen Finger bekommt. Ab zum Yasukuni-Schrein. Ich bin der Meinung ich habe ihn schon irgendwo mal erwähnt...Egal, der Yasukuni-Schrein kann einmal im Jahr vom Premierminister besucht werden. Wenn er besucht wird, dann gibt es jedesmal großes politisches Trara darum, weil im Yasukuni-Schrein alle Kriegsgefallenen verehrt werden, also auch die Kriegsverbrechen. Ich in der Meinung die Orthodoxen sind gegen den Besuch, auf alle Fälle China und Korea. Wir haben auch am Schrein gebetet. Sind wir jetzt Kriegsverbrechersymphatisanten? Interessant an diesem Schrein ist, dass das Haupt-tori (Tor) nicht aus Holz ist, sondern aus Stahl. Es ist auch besonders riesig. Wieder eine Thorie von uns: Es steht für den Stahl im Krieg. Wer weiß?

Danach sind wir in den nahegelegenen Park gegangen, vorbei an dem Budôkan, einem der größten Konzerthallen in Tokyo. Lustigerweise hat mein Vater einen Tag vor meinen Flug mir eine Live-CD vorgespielt, die im Budôkan aufgenommen worden ist. Die Halle wurde damals für die olympischen Spiele gebaut. Im Park haben wir uns in die Sonne gesetzt und uns unterhalten. Unter anderem über die Studiengebühren. Die Keio-Uni verlangt pro Semester (Festhalten!) 15.000 Euro. Sie soll die größte private Uni in Japan sein, deswegen auch so teuer. Aber wie die meisten hoffentlich wissen, haben Besucher von angesehenen Universitäten nahezu 100%ige Chancen auf dem Arbeitsmarkt, weil große Firmen an der Uni sich die Studenten rekrutieren. Shinobu hat nicht schlecht gestaunt, als wir von unseren 65€ Studiengebühren erzählt haben. Aber ganz ehrlich: Nicht das Halle schlecht ist, aber veglichen mit dem was wir dort in Japan an der Uni schon gesehen haben, haben die ein wesentlich besseres Lernangebot. Da hoffe ich doch stark, dass ich irgendwie mal an die Keio, oder meinetwegen irgendeine andere japanische Uni komme^^. Shinobu musste uns um 15 Uhr verlassen und wir sind am Shibuya-Bahnhof zur Hachikô-Statue gegangen. Hachikô ist in Japan und zum Teil auch in Deutschland, ein berühmter Hund. Es soll eine wahre Begebenheit sein, dass Hachikô eine sehr enge Beziehung zu seinem Herrchen hatte, dass er ihn jeden Tag vom Bahnhof angeholt hat. Eines Tages ist das Herrchen aber gestorben und der Hund ist trotzdem täglich zum Bahnhof gegangen. Solange bis er getorben ist. Weil die Menschen den Hund so sehr mochten, haben sie ihm zu Ehre dann die Statue aufgestellt. Wie schon erwähnt, wurde der Film gerade erst von Amerika verfilmt. Und nebenbei, die überall bekannte Kreuzung aus Japan, die man immer im Fernsehen sieht, oder bei Fast and Furious-Tokyo Drift, die scheint direkt in Shibuya zu sein. Es sind aber auch echt Massen, die da umherwandern.
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Juliane wollte noch ein wenig durch Shibuya nach Harakuju wandern, aber ich habe dann gemerkt, dass ich langsam Probleme bekomme und bin dann ab Harajuku alleine nach Hause. Es wunderte mich schon stark, das sich eineinhalb Wochen mit ein und denselben Menschen ausgehalten habe ohne aggressiv zu werden. Jetzt ist der Punkt erreicht gewesen, wo ich lieber weggegangen bin, anstatt pissig zu werden. Ich kriege mich noch ein und ich denke die anderen werden früher oder später auch diese Probleme haben, dass sie keinen Bock auf den Rest haben. Zum Abschluss noch eine weitere Theorie: In Hiyoshi gibt es auf der Straße, bei Kreuzungen, kleine rot blinkende Einlassungen in der Straße. Wir nennen sie liebevoll "Tore zur Hölle". Wir wissen aber nicht genau warum es sie gibt. Theorie 1: Sie kennzeichen im Dunkeln Kreuzungen. Abgelehnt, weil wir in derselben Straße auch Kreuzungen ohne Höllentore haben. Theorie 2: Sie sind nur an Kreuzungen an denen es besonders gefährlich ist. Noch nicht bestätigt, wäre aber bedenklich, weil wir genau vor dem Wohnheim eine Hölle haben. Schönes Schlusswort ^^

Montag, 22. Februar 2010

Kiddy, Kitty, PlemPlem

Ein weiter freier Tag. Diesmal ging es in die Shoppingmeile Harajuku.
Als wir aus der Bahn kamen haben wir verwundert festgestellt, dass wir direkt am Meiji-Schrein waren. Der liegt direkt in der Stadt und ist aber von ganz viel Natur umgeben. Da wir eh gerade dort waren, haben wir zuerst Kultur gemacht.
Der Weg zum Schrein führt durch drei große Tori und Wald. Der Weg ist von Steinlampen gesäumt und lustigen Schildern, die auf japnaisch sagen: "Beim Spazierengehen bitte nicht Trinken, Essen und Rauchen". Die englische Übersetzung lautet "No smoking". Es mag viellicht nur mir so erscheinen, aber der Text ist doch stark gekürzt, oder?

Der Schrein selber ist wieder sehr schön gewesen und zählt auch wieder zu den Tourstenattraktionen. Katha ist wieder abgefangen und fotografiert worden^^. Aber das hat unsere vorbildliche, gläubige Verhaltensweise nicht gestört. Wie Shinobu uns es am Anfang gezeigt hat, verbeugen wir uns richtig und klatschen in die Hände. ich finde es sehr schade, dass die Keiko, die Priesterinnen, leider Andenken und Talismane verkaufen. Was wiederum interessant ist, weil sich die Schreine und Tempel nur aus diesen Mitteln finanzieren.
Auf dem Weg zurück in die Zivilisation haben wir sogar echt Vögel gesehen. Natürlich, denkt der aufmerksame Leser, aber ich habe hier bis auf eine Krähe und Tauben nichts gesehen.
In Harajuku sind wir erst einmal an der Promenade entlang geschlendert und haben mit großen Augen die Schaufenster begutachtet. Manchmal blitzte ein Preis auf und wir haben uns dann nicht getraut in das Geschäft hinein zu gehen. Ein Laden schien ganz nett, aber er lag ganz am Anfang, da hofften wir noch auf günstigere Schnäppchen (die Hoffnung stirbt zuletzt). Ein pinkes Geschäft hat Katha in seinen Bann gezogen und innen merkten wir dann, das es wohl eine französische Marke ist. Unter den Sale-Produkten, habe ich dann ein Bling-Bling-Visitenkartenhalter gefunden, der läppische 150€ gekostet hätte: im Schlussverkauf. Ein Schnäppchen!

Udn dann kam unser Verhängnis: Kiddy Land! Kiddy Land ist ein Spielwarengeschäft. Wenn ich mich recht entsinne 5stöckig. Und wir haben im Erdgeschoss angefangen. Dort gab es Twinkle Twins und andere Kawaiiprodukte (kawaii=süß) die ich nicht sonderlich kannte. Also ging es dann eine Etage höher. Da war dann Kitty Land. Hello Kitty hier und dort, in Plüschform, als Sticker, Anhänger, Stäbchen, Portemonaies.....und natürlich alles in Pink. Ich bin lieber nach hinten, dort gab es Totoro-Artikel. Wer sich wie ich im Animebereich nicht auskennt (japanische Trickfilme), dem erklär ich kurz, dass Totoro der wichtigste Charakter des Trickfilmstudios Ghibli ist. In Deutschland dürfte der bekannstest Film "Prinzessin Mononoke" Oder "Chiriros Reise ins Zauberland" sein. Wie gesagt, ich kenne mich da nicht so aus, aber der Merchandise war echt Zucker. In der Etage waren auch viele Disney und Rilakkuma-Figuren (das neue Kitty nur als Bär) und gleich daneben waren auch ein paar Sesamstraßenfiguren, aber die Preise sind grausam. Deswegen habe ich mir auch keine Totoro-Bentôbox gekauft. Da wollte ich lieber eine Snoopy-, bzw. Woodstockbox haben, denn im nächsten Stock war wieder Snoopyland. Herrlich. Und die Boxen waren auch recht günstig, aber ich habe mir gedacht: Yvonne, du bist doch kein Kind mehr (ne, Mama und Papa?), außerdem sind dir die Boxen zu klein. Also nichts gekauft. Aber ein Glücksbärchi aus einem Gacha Gacha musste sein.

Im nächsten Stock sind dann "erwachseneere" Sachen gewesen. Star Wars Figuren udn Horrorpuppen, die haben mir mit ihren großen Augen Angst gemacht (oder war der das permanente Pink überall?). Das hat uns nicht so gefesselt. Also ab in den Keller, da gab es dann Lego und Spiele für Konsolen, aber da sie keinen DS hatten sind wir dann nach gefühlten 2 Stunden wieder raus. Ich denke es waren "nur" eineinhalb.
Kurze Essenpause, es gab Om-reis, kurz für Omelett-Reis. Lecker!
Ein Blick auf unsere Liste hat uns gesagt, dass wir neben dem Shoppen noch auf dem Ayoyama-Friedhof wollten. Für mich wieder sehr interessant, außerdem sollten dort viele bekannte Leute liegen, gut, ich habe niemanden gefunden. Im Frühjahr blühen dort auch sehr viele Kirschbäume, sodass es sehr schön aussehen soll. Ich fand den Friedhof auch so sehr schön. Er ist im Gegensatz zu den bisherigen sehr groß und die buddhistischen Gräber sind auch sehr ästhetisch. Unter den ganzen Gräbern, haben wir auch viele Kreuze und sogar eine Maria gefunden.

Und: die ersten Blüten. Gut, es sind noch keine Kirschblüten, aber zumindestens Pflaumenblüten. Die mussten wir natürlich fotografieren, wenn wir schon die Kirschblüte nicht miterleben dürfen. Mit diesen Fotos habe ich auch gleich mein Layout für den Blog geschückt. Aufgefallen?

Es dunkelte schon und wir machten uns auf den Heimweg.