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Freitag, 15. Oktober 2010

Alles hat ein Ende...

Eine neue und hoffentlich letzte Etappe der Krankenhaushorrorgeschichte ist sendebereit.
Na gut, gruselig ist es nicht, aber Sachen die gruselg sein sollten und es nicht sind, sind eigentlich nur nervig.
Heute Morgen, an dem Morgen an dem ich hätte ausschlafen können, weil der Unterricht ausfällt, bin ich mit meinen unbenutzten Krücken in der Hand ins Krankenhaus marschiert. Diesmal rechtzeitig zu meinem angegebenen Termin. Ich habe meinen Krankenhauspunktekarte (ja, man bekommmt auch hier Treuepunkte) unter die Selbstbedienungsmaschine gehalten und eine Nummer bekommen. Mit dieser Nummer habe ich mich an die Rezeption gestellt und sie der netten Dame gegben, zusammen mit meinen japanischen Versicherungskarte. Die Dame hat mir gesagt wo ich hin soll und ich fragte wo ich die Krücken loswerde. Das habe ich dann auch verstanden (bisher fehlerfreier Durchlauf), aber dann fragte ich, ob ich erst die Krücken wegschaffen soll oder zu meinem Doktor gehen soll. Jaaa, da haperte es dann mit der Kommunikation und eine englischsprachige Dame wurde zur Rate gezogen, die mir die Teile einfach abgenommen hat. Ich möge sie rufen, wenn ich durch bin. Klar, danke, mach ich.
Also ab in meinen Bereich. Dort setz ich mich dann hin udn warte. Sowie letzes Mal. Allerdings fällt mir auf, dass alle ihre grünen Umschläge an der Rezeption für diesen Bereich abgeben. Warum hat mich die Dame nicht aufgehalten udn das haben wir letztes Mal aber auch icht gemacht. Also Umschag abgegeben und nach 5 Minuten unter Singsand (Rihitasa~n!) zurückbekommen. Das ist einfach. Dann brüllt der Lautsprecher dass ich in Raum 2 kommen soll. Jo, wird auch gemacht.
Dort fragt der Doc ob alles in Ordnung ist. Ja, na klar." Dann machen Sie mal ihren Fuß nackig! ~ Tut das weh? Und das? Und wie ist das?" "Ah, hier ist es ein wenig unangenehm" Naja, das ist normal, weil der Fuß drei Wochen zur Regeneration braucht und mir dazu noch 2 Tage fehlen. Ich soll also noch 2 bis 3 Tage warten und dann kann ich machen was ich will: laufen, hüpfen, schwimmen....*hust* Okay, ich warte noch ^^ Fünf Minuten Untersuchung udn ich darf gehen. Das ist dochmal schön, das läuft hier echt schnell.
Also ab zur Kasse. Dort gebe ich mei grünes Teil ab - ich scheine das System durchschaut zu haben- und winke Yamada-san zu mir, die englischsprechende Helferin. Sie sagt mir nur, das sich warten soll, sie ruft mich. Okay. Aber ich höre dann nur "Thank you for waiting!" Englisch? Da kann nur ich gemeint sein. Also ab zur Kasse und ich bekomme meine 4000 Yen Pfand zurück. Allerdings muss ich noch meine heutige Gebühr bezahlen. Aber anstatt dass ich das an der Kasse mache, kommt Yamada-san rum, mit einem Zettel in der Hand, und geht mit mir zum Selbstbezahlautomaten -System doch nicht durchschaut- Dort scannt sie den Code von meiner Rechnung ein: 710 Yen. Lächerlich. Das zahl ich dann, bekomm eine Quittung und kann gehen. Was ich nicht verstanden habe: Warum hab ich das letzte Mal an der Kasse persönlich bezahlt, bekomme jetzt persönlich Geld zurück, muss aber den Rest an der Maschine bezahlen? Naja, ganz ehrlich, ich hab jetzt nicht unbedingt Lust das System weiter zu durchschauen.
Yamada-san meinte, sie könne sich sogar noch an mich erinnern, wie ich angehumpelt kam. Das sah ja so bösartig aus. Ist denn jetzt alles in Ordnung? Wow, ich bin echt eine Berühmheit. Ja, ich hab sie beruhigt, alles ist prima. Wenn das so grausam aussah, was sieht sie dann im Krankenhaus? Vielleicht hab ich meinen Zynischen, aber irgenwo muss der Verstand doch auch noch bleiben.

Im Wohnheim bin ich dann gleich zu meiner Officelady, um den Versicherungskram zu erledigen. Um das mal zu kürzen: ich bekomme pro Krankenhausbesuch 2000 Yen. Egal wie hoch die Kosten waren. Insgesamt würd ich dann 8000 Yen bekommen, hätte aber noch rund 5800 Yen offen. Sie sagt, ich solle häufiger hingehen und mir das anrechnen lassen. Aber was soll ich im Krankenhaus, wenn es mir gut geht? Ich hab definitiv was besseres zu tun.
Ob den restlichen Teil denn nicht meine japanische Versicherung zahlt? Ne, die ist nur zu Regierungszwecken da. Aha, ich bezahle monatlich Geld (bisher noch nichts) damit die Regierung beruhigt ist? Gut, dann frag ich nochmal meine deutsche Versicherung. Ich hatte zwar schon vor 2 Wochen angefragt, aber die haben noch nicht genatwortet. Deutsche Bürokratie...
Und Tanka-san aus dem Büro im Wohnheim sagte., dass alle Leute um das Wohnheim herum immer wieder fragen "イヴォンは大丈夫?" (Yvonne ha daijôbu? Ist Yvonne wieder gesund?). Er hat echt gesagt, das sich hier in Kotake (unser "Viertel") eine Berühmtheit bin. Und dann hat er mich wieder angelacht. Ich betone das Anlachen, weil es für mich immer wie ein Auslachen rüberkommt. Ich lach einfach mit, wie in Deutschland ^^
Soweit von meinem Vormittag. Mittag/Nachmittag hab ich gepennt und der Abend wird auf der Bowlingbahn verbracht, davon erzähl ich bestimmt das nächste Mal^^.

Mittwoch, 6. Oktober 2010

Still alive

Unglaublich wie schnell sich so ein Alltag bilden kann. Morgens aufstehen, zur Uni, Unterricht, zurück nach Hause, Hausaufgaben, Einkaufen, Essen, zu Bett Gehen.

Das war's im Großen und Ganzen schon. Gut, ich könnte was zu dem Arzttermin am Montag sagen. Der Arzt sagte:"Komm nächsten Montag wieder!". Die Kassierein sagte:"Den Zettel bringen Sie nächstes Mal mit!". Gut, also bin ich mit Zettel am Montag nach der Uni hin. Da ich keine Peilung hab, was ich auf dem Selbstbedienungsterminal tippen soll, hab ich die Information gefragt. Die macht, zu schnell für mich langsamen Europäer, und Tadaaaaaa: ich hatte nen Termin um halb 10. Schön, dass mir das niemand gesagt hat. Den hab ich dann gekonnt verpasst. Nach einigem Hin udn Her, die Informatin hat mit der Bein-Aua-Abteilung gesprochen, und mich gefragt, wann ich dann zu den Sprechzeiten des einen und keinen anderen Arztes kann. Ich hab ihr meinen Stundenpan hingelegt, weil sie mich eh nicht verstanden hätte (mein Japanisch ist noch so ausgereift und ihr Englisch auch nicht). Da mein Arzt glücklicherweise nur vormittags da ist, hab ich freudigerweise nächste Woche Freitag erst nen Termin, ich muss ja auch zur Uni. Also trag ich das ranzige, zerfetzte, blaugefärbte Bandagenteil noch zwei Wochen. Oh, welch Freude! Ich hoffe inständig, dass das Teil vorher an meinem Bein verrottet und abfällt. Die Chancen stehen gut, ich hab die Binden schon fast durchgescheuert.^^

Udn dann auf dem Nachhauseweg, auf dem ich vor Ärger fast nicht mehr an mich halten kann -das liegt nur daran, das sich zu wenig Sport treibe momentan- hat mein Gemüseverkäufer keine Grapefruits für mich. Heute, am Mittwoch, hat er immer noch keine. Was ist denn das? Ich hab mich an meine beiden täglichen Vitaminbomben gewöhnt. Am Montag war die Welt gegen mich.

Gestern haben wir nach dem TOEFL-Untericht, ein Zuckerschlecken, unsere Alien Registration Card in Nerima abgeholt. Wir waren uns alle unsicher ob wir ohne Führung das Gebäude finden, aber ich muss mich selber loben: mein Orientierungssinn ist 1A. Ohne Zweifel sind wir ans Ziel gekommen. Udn die karten gab es auch ohen Probleme. Aber was machen wir mit der überschüssigen Zeit? Ich hatte erst in zwei Stunden wieder Untericht und die anderen schon Schluß. Also ab ins Book Off. Ich sage es gerne nochmal: ich liebe diesen Laden. Gebrauchte Bücher zum Spottpreis.
Und voller Reue habe ich mir sieben Manga gekauft. Ich nenn den Preis nicht, denn so günstig das auch war, das ist Luxus. Aber ich werde an denen garantiert ein Monat sitzen bis ich sie ausgelesen hab.

Der Unterricht ist dann nicht mehr erwähnenswert. Aber es ist toll über den Campus zu laufen, mit nem Japaner Handynummern auszutauschen und danach noch von einer weiteren niedlichen Japanerin gegrüßt zu werden die mich noch kennt und die ich noch kenne (gut, der Name ist weg, immer immerhin).

Heute hatten wir wieder interaktiven Sprachunterricht mit japanischen Partner für unsere Postersession. Diesmal durfte ich meinem Partner Gen mehr über Bodybuilding erzählen. Ich mag dieses Wort nicht, aber jeder weiß damit was gemeint ist. Wir haben zwischendurch auch mit der Nachbargruppe kommuniziert, weil das alles so "unglaublich" war,w as ic erzählt hab. Der Kumple von Gen, Yusuke aus der Nachbargruppe, geht nämlich auch in den Fitnessraum und ich hatte erzählt, dass mein Rekord im Bankdrücken bei 80 Kilo liegt. Tja, seiner nur bei 70 *muaharhar* Und das ich das in nur einem Monat geschafft habe, hat ein großes "Eeeeeee?" hervorgezaubert. Lustig, lustig.
Nach dem unsere Gruppen vergrößert wurden, wurde ich nach den dazugestossenen Japanern, auch wieder Yusuke, nach meinem Trainingsplan gefragt. Tjahahaha, also ich hab mittlerweile die Namen der Muskeln drauf, aber wie erklär ich bitte Splittraining mit unterschiedlicher Muskelbelastung? Ich hab Splittraining erklärt. Wenn ich ihn beim Sport treffe, darf er sich den Plan selber ansehen.^^
Eigentlich haben wir dann nur noch rumgeblödelt, aber das ist doch ein gutes Zeichen. was sagte Richard Rottenburg? "Man ist erst in eine Kultut integriert, wenn man über die Witze lachen kann." Dann hab ich das ja wohl schon geschafft.

Schön, jetzt hab ich unsinnigen Kram gecshreiben, euch mit langweiligen Details genervt und könnte noch meine Referatsthemen erzählen: In "Internationale Beziehungen": Das Nankingmassaker. In "Business" sofern sie es mir morgen absegnet: die Vermarktung deutscher Produkte auf dem deutschen Markt anhand von den Automobilmarken Audi und BMW (Motorrad). Hört sich so gewaltig an, weil es auch ein Hausarbeitsthema wird. Außerdem schreib ich Reaktionen zu den Museumsbesuchen, zum einen das vom Sonntag und am Freitag geht es ins das nächste.
Oh, ich höre euch vor Spannung zittern. Ich hoffe das hübsche Bild hat euch von dem Inhalt abgelenkt.^^

Montag, 27. September 2010

Racergirl Yvo


Also dann: Um 8 wurde mir ein Taxi besorgt. Zum Glück kamen Tac und Katja mit ins Krankenhaus. Ohne Tac und seinen sehr guten Englischkenntnissen wäre ich verdammt aufgeschmissen gewesen.
Lustigerweis etut mir mein Knöchel heute kaum weh. Aber das heißt ja nicht, dass ich nichts hab. Also ab zur Rezeption wo wir, ich mit Tacs Unterstützung, Formulare ausfüllen dufte. Allergien, Operationen etc. Dann ab zum Bereich, wo man kaputte Füße untersucht. Nach nicht allzu langer Wartezeit bin ich dann aufgerufen worden (auf Japanisch, und ich hab es sogar verstanden^^) Der Arzt war echt nett, hat mir alles auf englisch erklärt udn was er nicht wusste hat Tac mir dann erklärt. Aber erstmal musste mein Super-Tape-Bomben-Verband ab und ich war belustigt wir geschwollen mein Knöchel war,als hätte man ein Ei drauf geklatscht. Er drückte mal hier und mal da und auf ein schüchternes "Itai!" von mir stand der Beschluß fest: Rollstuhl muss her (warum?) und ab zum レントゲン, der Japanischlesende wird schmunzeln, für den Unwissenden schreibe ich es um: Rentogen. Kommt da ein Verdacht auf? Ja, genau, dass Wort stammt von Röntgen ab. Mein Arzt hat auch Deutsch lernen müssen, hat er erzählt, nur kann er nichts mehr.
Mit Katha als Highspeedperson hinter dem Rollstuhl, sind wir dann ans andere Ende des Krankenhauses gedüst und ich habe mich rückwärts eingeparkt. Auch wenn das jetzt böse ist: aber Rollstuhl fahren macht Spaß. Also selber fahren. Geschoben werden ist wieder so eine Abhängigkeit, die ich nicht mag.
Ab unter die Kamera, vier Positionen, kein Problem und ab zurück zum Fußdoktor. Der sagte mir dann, dass er ältere Frakturen sieht und ich nun wieder nen angebrochenen Knöchel hab. Interessanterweise wusste ich nichts von den älteren Frakturen. Mir tat mal der linke Knöchel weh, so nach nem Umknicken, aber nie länger als ein Tag und Laufen ging auch immer. Schlußfolgerung: um das richtig verheilen zu lassen soll ich nun 2 Wochen lang einen Möchtegern-Gips tragen, also eine Art harte Binde und dann noch eine Woche Tape. Ihr könnt euch sicher denken wie ich mich gefreut hab.
Aber was soll man machen. Um dann aber bei dem Sauwetter mit den Binden rausgehen zu können, hat man mir neue Krücken gegeben und diesmal Zwei. Mit dem Rollstuhl ging es flott wieder Richtung Röntgen und dort gegenüber hat man mir nagelneue Krücken gegeben (bin halt eine außergewöhnlich Große ^^) Udn wir wärenja nicht inJapan, wenn ichd ann nicht och schnell einen Einweisungskurs gekomen hätte. Gehen, Treppe rauf udn Treppe runter. Passt schon und ab in die Freiheit.
Ja ne, noch nicht ganz. Ich muss erstmal meine Rechnung bezahlen. Dazu legt man den tollen Umschlag, in dem alle die man zwischendurch besucht eine beschreibung dessen was sie getan haben hineingelegt haben, auf denTresen, die rechenn alle sdurch udn man wird aufgerufen um Geld loszuwerden. Zuerst habe ich 4.000 Yen Pfand für die Krücken hinterlegt (gibt es also wieder) und dann hab ich frische 7.420 Yen für den Rest bezahlt. Nicht schlecht, oder?

Mit dem Taxi ging es dann zur Uni, wo ich mit meinen neuen Gehhilfen und Katja mit meiner alten, viel zu spät in den Japanischkurs gekommen sind und damit den Kanjitest verpasst haben (oh, oh). Nach ner kurzen Erklärung ging der Unterricht auch normal weiter und es war Pause, dei ich im nächsten Unterrichtraum verbracht hab, wo wir dann Geschichte hatten.
Nach der Uni hab ich mir wieder ein Taxi kommen lassen. Mit einem Umweg bei den gestrigen "Ärzten", um meine Krücke zurückzugeben und die Gebühr (160 Yen)zu zahlen, bin ich dann nach Hause. Für die Taxifahrten hab ich dann auch nochmal insgesamt rund 4.500 Yen bezahlt. Nach Adam Riese hab ich dann heute bereits 16.080 Yen ausgegeben, sprich so grob umgerechnet 150-160€. bkomm ich ja alles wieder...irgendwann.

Meine Officelady hat mich natürlich gefragt wie alles lief und ich hab versucht nachzufragen wie es ist, wenn ich nun täglich in die Uni muss. Das sind ja schon 15-20 Minuten Fußmarsch, also 35 Minuten jetzt mit Handicap (Footicap?). Sie fragt wie gut ich mit den Krücken kann. Naja, mir tun die Hände weh, weil sie so viel Körpergewicht tragen müssen -soviel zum Thema ich wollte trainieren- aber theoretisch geht es. Also möge ich nach Möglichkeit bitte zu Fuß gehen. Wenn ich aber Schmerzen hab, soll ich ein Taxi rufen. Ooookay, ist ja alles nachvollziehbar, mach ich. Aber wenn es regnet ist es dann echt spannend wie ich mit zwei Krücken nen Schirm halten soll. Lassen wir uns überraschen!

Ansonsten haben alle Dozenten mich mitleidig gefragt ob alles okay ist und was passiert ist, außer Brian, dem hatte ich vorsichtshalber ne Mail geschrieben, damit immerhin einer weiß was passiert ist. Und die japanischen Kommilitonen achten jetzt noch mehr auf mich Ausländer, weil ich auch noch so doof bin mir weh zu tun, dass ich Krücken brauche. Also lern ich jetzt ale nötigen Vokabeln für die Erklärung des Missgeschickes und ich bin aus dem Schneider und kann neue Leute kenenlernen.^^

Sonntag, 26. September 2010

Hauptsache ...versichert!

Yeah! Ein wunderschöner Sonntag scheint morgens ins Zimmer und voller Vorfreude stehe ich auf, überlege krampfhaft was ich anziehe und dann mache ich mich auf den Weg in die Küche, wo ich eine Wohnheimmitarbeiterin und andere Studenten treffe.
Zusammen geht es in den Besprechungsraum, wo einge rote Mänteludnein blauer Mantel liegen. Mir ewar sofort klar, dass ich den blauen bekomme. Man hatt anscheinend nichts Rotes in XL finden können und ist auf Männermode ausgewichen. Ach, ich hab micch ja nicht so. Allerdings ist dieser Mantel gerade so weit, dass sich die Enden mit Ach und Krach vor meinem Bauch berühren. Von den Brüsten will ich garnicht erst reden. Gürtel udn Täschchen bekomm ich später.
gebündelt machen wir usn auf den Weg zum Schrein, denn ein Matsuri staht an. udn das Schöne an diesem ist, dass ein Mikoshi getragen wird. Das ist ein kleiner Schrein, eine sogenannte Göttersänfte, die von Japanern unter auten Rufen durch die Stadt getargen wird. Udn einige aus dem Wohnheim sind eingeladen daran teilzunehmen. Yvonne konnte ja natürlich nicht "Nein" zu dieser einmaligen Chance sagen.
Vor dem Schrein waren viele Japaner in roten und blauen Mänteln versammelt und auch viele Kinder hüpften aufgeregt umher.


Da ich nun der auffälligste Gaijin war, der eine japanische Tracht an hatte, hab ich mich mit meiner Neugierde zurückgehalten. Man hat mir einen Gürtel besorgt und um 10 Uhr begann die Zeremonie, von der ich leider sehr wenig mitbekommen habe.
ls erstes sind dann die kleinen Kinder losgezogen udn hatten an einem seil einen großen Bollerwagen dabei, auf dem eine Trommel stand. danachkamen die größeren Kinder mit dem ersten Mikoshi und direkt danach die Erwachsenen mit dem großen Schrein. Es fingen die Männer an. Während des Laufens riefen sie immer Wa-shoi. Die Frage nach der Bedeutung ist im Laufe des Tages leider abhanden gekommen. Ich schätze das nach 15 Minutene eine Pause gemacht wurde, wo alle verköstigt worden, auch diejenigen, die nur mitgelaufen sind und rhythmisch geklatscht haben.
Die nächste Runde haben die Träger gewechselt und das gleiche Spiel begann. Hier wurd eich dann schon angesprochen, dass man selber gerade aus England gekommen ist udn der Sohn vorne mitträgt, dass ich bitte ind er nächste Runde bei den Frauen dabei sein soll. Sehr nett die Leute hier.
Jut, die nächste Runde ist meine Runde. Der Schrein ist an sich nicht schwer, aber diese Auf und Ab geht stark auf die Schulter. Denn wenn die Herren auch noch rütteln ist es noch stärker, besonders wenn ich als Größte das meiste Gewicht hatte. Das rhytmische Wa-shoi Rufen hat einen angenehmen Einfluß auf die Konzentrazion gehabt, man war irgendwie in Trance und hat die Anstrengung nicht gespürt. Schon wunderbar mystisch, bis....
Yvonne an der Kante des Fußweges umgeknickt ist udn gestürzt ist. Erstmal kein problem, aber die Tränen kamen, hielten sich aber noch zurück und das einzige was ich auf die ganzen Fragen sagen konnte war "Chotto matte!" (Wartet!) und dann "Itai!" (Aua) Unsere Mitarbeiterin aus dem Wohnheim hat sich sofort um mich gekümmert und von allen Seiten kamen Männer und haben Eis gebracht und Kühlpflaster und dann haben sie diskutiert und mich viele Sachen gefragt die ich einfach mal nicht verstanden habe. Kurz: Man hat mich mit dem Auto zu nem Arzt gefahren, der für mich wie ein Masseur wirkte, weil dort Frauen auf den Liegen lagen und massiert worden sind. Naja, die haben sich das angeguckt, nachdem ich meine tolle japanische Versichertenkarte gezeigt habe (ein Glück dass ich sie doch habe) und dann haben wir versucht zu diskutieren. Ich hatte kein Bock auf zwei Wochen Fußruhe weil ich studieren muss, Sport werde ich wohl überleben müssen, aber wie komme ich zur Uni? Und dann haben sie versucht mir zu erklären was ich hab. Sie schätzen auf eine Verstauchung. Da das Krankenhaus aber am Sonntag zu hat (!) muss ich morgen erst zum Röntgen. Dann gab es eine Krücke (Verdammt, warum nur eine?). Mit der kann ich aber nicht arbeiten und hüpf lieber auf einem Bein, das tut weniger weh. Auf jeden Fall soll ich täglich vorbei kommen und es anschauen lassen.


Interessant ist dann hier die Frage mit dem Bezahlen. In Japan bezahlt man nach der Behandlung bar und bekommt es von der Versicherung zu 70 oder 80% erstattet. n meinem Fall bekomm ich es komplett erstattet, weil dass Ganze über das Fest und deren Versicherung lief. Allerdings muss ich halt alles bezahlen und bekomm das dann in ungefähr 4 Wochen zurück. Besser als garnicht. Und ich kann mir da sogar Taxis rausleiern. Zumindestens für morgen zum Arzt und Uni. Das erspart mir dann viele Schmerzen.
Zuhause hat man mich auf meinZimme rverwiesen. Hey, an sich hab ich kein Problem damit den leiben langen tag im bett rumzugammeln udn Filem zu schauen, aber ich will mich bewegen, ich werde wahnsinnig.Also hab ich gerade schon Nicole terrorisiert und bin dann in die Küche gekrochen/ gekugelt/ ... Ich sollte ja nicht runter und ich weiß jett auch warum. Es gibt keine elegantere Möglichkeit als auf den Hinter runter zu rutschen. Und nachher auch wieder hoch. Wie gut, dass ich das jetzt und nicht erst morgen herausgefunden habe.
In der Küche hatte ich dann auch gerade einen herrlichen Lachflash, als Nicole meinte, dass als der Umzug nochmal am Wohnheim vorbeikam, ich ja hätte winken können. Bei dem gedanken, kam der Gedanke, dass ich dann nochmal umgekippt wäre, wie ein Käfer auf dem Rücken läge, die Hände gen Himmel heben würde um zu rufen "Warum?" Ein herrliches Bild in meinem Kopf. Dann erheitere ich mich solange, bis ich mir gleich Schmerztabletten einwerfe und schlafen gehe.
Lustigerweise haben die anderen Mädels auch mittragen dürfen, ich hab übrigens noch nen Bluterguss auf der Schulter, und die waren offiziell nicht versichert, weil sie nicht auf der Liste standen. Gut, dass es mich getroffen hat. Über die Theorien, warum es mich traf, will ich nicht reden.

Es freut mich euch einen interessanten Blog über das Gesunsheitswesen in Japan bieten zu kkönnen. Geplant war nur meine Einzigartigkeit bei den Traditionen in Japan uns sein Glanz, aber die kami (Götter) haben es wohl nicht gewollt.