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Montag, 31. März 2025

One day in Osaka

 Der Touristentrip geht wieder voll weiter. Nachdem wir uns über das Wochenende mit wenigen Schritten und sehr bedächtigen aber historisch schweren Sehenswürdigkeiten beschäftigt haben, sind wir wieder in einer Großstadt voller verrückter Dinge.


Wir haben uns entschieden für zwei Tage den Amazing Osaka Pass zu kaufen. Der beinhaltet 40 Sehenswürdigkeiten die kostenlos sind, sämtliche Busse und Bahnen und ein paar Vergünstigungen. Als ich damals einen Tag hier war, hatte ich den auch. Lohnt sich komplett. Und weil man vieles umsonst nutzen kann, will man auch mehr sehen. Wir haben uns gedacht, dass wir klassisch mit der Burg von Osaka starten. Das dachten sich allerdings auch sehr viele andere Personen. Der Spaziergang durch den Burggarten war sehr schön und ruhig. Die Kirschblüte ist in Osaka noch nicht ganz da, aber fast. Aber kaum kommt man in den näheren Burgbereich, sind da unglaublich viele Menschen. Mit dem Amazing Pass hat man aber die Chance schneller rein zu kommen, weil man den Kaufprozess überspringt. Also sind wir fix rein, konnten aber den Menschen natürlich nicht entfliehen. So schön die Burg von außen ist, so langweilig ist sie von innen. Innen drinnen ist es ein Museum. Es werden allerdings größtenteils Schriftstücke ausgehängt und. Uns hätte es viel mehr interessiert, wie die Burg damals von innen aussah. Wenn man kein Japanisch kann, ist es ziemlich monoton sich alles anzuschauen. Trotzdem war der Blick von oben sehr schön.

Spot 1 war abgearbeitet. Weiter sollte es zum Tsutenkaku gehen. Einem sehr alten Fernsehturm der zur Sehenswürdigkeit umgearbeitet wurde. Er ist alt, aber passt in die Gegend Shinsekai. Mittlerweile haben sie auch noch eine Riesenrutsche und "Dive&Walk" hinzugefügt. Dazu später. Auf dem Weg dorthin sind wir erstmal fast in zwei Deutsche gerannt, die neben uns im Flugzeug saßen. Wir hatten sie auch schon auf dem SkyTree getroffen. Japan ist wirklich klein. Auf dem Rückflug werden wir sie allerdings nicht sehen, da sie Mitte der Woche zurückfliegen.

Auf dem Weg zum Tsutenkaku wollten wir den Touristenströmen noch entfliehen und sind am Shitenno-ji gelandet. Das ist ein buddhistischer Tempel mit einem großen Friedhof. Neben einer Pagode hat es noch zwei Schildkrötenteiche und weitere zahlreiche Bethäuser wo Trauernde für ihre Verstorben beten können. Leider war der Haupttempel in Restauration. Generell kann man sagen, das die shintoistischen Schreine für die Lebenden sind und die buddhistischen Tempel für die Toten. So auch der nächste Schrein, der uns auf dem Weg durch seine sehr moderne und beeindruckenden Oni am Eingangstor aufgefallen ist. Dieser Isshin-ji hat eine Buddha-Statue der zu den Knochenbuddhas gehört. Wikipedia erklärt, dass damals Ton und Knochen von Verstorbenen vermischt wurden und daraus die Statuen gefertigt wurden. Nun gut, dass hab ich jetzt erst bei der Recherche zu dem Tempel erfahren. 


Am Ende führte es zum Tsutenkaku. Wir haben erstmal wieder die Aussichtsplattform genossen. Allerdings hat es uns nach all den bisherigen Türmen nicht geflasht. Mich hat nur Chance der zahlreichen Stempel erfreut. Heute war generell ein hervorragender Stempeltag. Ich habe 12 sammeln können. Mit Glück waren es sonst vielleicht vier am Tag (das Tolle daran versteht man wahrscheinlich erst, wenn man in Japan ist). Mit dem Pass wollten wir aber noch die neuen Features am Turm ausprobieren. Die Powerslide ist eine Riesenrutsche. Allerdings war die Warteschlange da schon bei 50 Minuten und die Rutschpartie hat rund 10 Sekunden gedauert. Das haben wir lieber gelassen. Dafür haben wir "Dive&Walk" gemacht. Dazu bekommen man einen Kletteranzug und Helm, wird an ein Seil gehängt und dann darf man auf der unteren Plattform oben auf dem Dach einmal herum laufen. An drei Stellen gibt es kleine Hindernisse über die man klettern kann und Fotos von sich schießt, aber nichts Anstrengendes. Es geht eher um den Nervenkitzel, weil es nebenan rund 26m tief runter geht. Ganz ehrlich, hat uns nicht so gefetzt. 


Der nächste Teil jedoch war schon ne Herausforderung. Aus einer Höhe von 40 Meter springt man auf die 26 Meter runter. Natürlich hängt man an dem Seil, aber ein Großteil ist freier Fall, bis man vom Seil aufgefangen wird. Marcel hatte dazu zu großen Respekt. Ich habe mich getraut. Und zum Glück ist der Anweiser recht rigoros gewesen. Denn auf einer winzigen Metallbrücke durch die man durchschauen kann zu stehen ist ziemlich unangenehm. Wenn man dann noch nachdenkt, dann ist es vorbei. Also bis zum Rand laufen, auf den angezählten Countdown hören und einen Schritt nach vorne machen.... Oh man, das hat ordentlich Puls gegeben. Danach war es sehr schwer die Treppen hinunter zu steigen, weil die Knie so weich waren.

Um dem Touristentag ein würdiges Ende zu geben, sind wir nach Dotonbori. Das Highlight dort ist die belebte Stadt um den Fluss herum und der Glico-Mann ist so ziemlich das Wahrzeichen von Osaka. Glico ist eine der ältesten Schokoladenfirmen hier und der Glico-Mann ist wie der Tsutenkaku aus einer anderen alten Zeit und hat mit einigen Modernisierungen überlebt. Unser Plan war mit dem Amazing Pass eine Bootstour zu machen und die Lichter der Läden zu betrachten. Aber es hat uns dort eigentlich nicht gefallen. Natürlich viele Touristen, aber es war auch relativ ranzig da und tatsächlich gab es dort einige Jugendgruppen die uns stark an Halle Neustadt oder Silberhöhe erinnert haben, nur japanisch. Daher haben wir uns spontan entschieden das Ebisu Turm Riesenrad von Don Quijote zu nutzen. Das ist besonders, weil man gefühlt in so einer Hamsterkugel sitzt und sich seitlich außen am Rad bewegt. Es ist wirklich ein komisches Gefühl, da vor einem nur eine abgerundete Glasscheibe ist und man nach vorne weg schauen kann, nicht wie im normalen Riesenrad über die Band seitlich hinweg. Dummerweise fällt einem auf dem Weg nach oben immer ein, dass man Riesenräder doch eigentlich nicht mag. Tja, wieder ein bisschen den Puls gefordert. Aber natürlich haben wir die Umrundung ohne Probleme geschafft, sodass wir dann den heutigen Touristentrip beenden konnten.


Nach Tokyo, Yokohama und Shizuoka sind wir bisher nicht übermäßig von Osaka begeistert. Ich habe eine ganz andere Erinnerung daran. Es ist hier vergleichsweise schmutzig und es wirkt alles irgendwie alt und heruntergekommen. Die Menschen sind hier auch ganz anders drauf. Aber vielleicht liegt das auch daran, dass wir erst von unserer liebevollen japanischen Familie gekommen sind.

Montag, 1. August 2011

Shizuoka~ Shizuoka~

Ich habe ein wunderbares Wochenende Shizuoka verbracht. Dort wohnt meine Freundin Mariko, die ich im Internet kennengelernt hatte. Sie hatte mich als ich für einen Monat in Tokyo war hier mit ihrer Freundin besucht und nun war ich an der Reihe.
An sich hatten wir das Ganze schon früher geplant, aber wir hatten den Termin auf den Sonntag nach dem Erdbeben gelegt, da musste ich absagen, verständlicherweise.
Nun bin ich am Samstag um unchristliche halb 6 aufgestanden um mit dem Bus zu einem Spottpreis nach Shizuoka zu düsen. Dort wurde ich nach dreineinhlb Stunden von Mariko und ihrer Freundin Yasuko erwartet. Und der Vater kam auch noch mit, er war als Reiseführer eingeplant und sofort ging es in die Nachbarstadt Shimizu zum Mittagessen. Die Fahrt war recht ruhig. Es ist lange her das wir uns gesehen hatten und irgendwie wusste keiner so richtig wie er ein Gespräch anfangen sollte. Ist auch schon so ne Sache eine so gut wie unbekannte Ausländerin ins eigene Haus einzuladen.
Das Essen war der Hammer. Es war ein Donburi mit frischen Thunfisch, nicht dieses graue Zeug wie in Deutschland, Minigarnelen und allem Drum und Dran. Man hatte mich bei der Bestellung gefragt ob ich Probleme mit rohen Sachen hätte, nö. Auch nicht mit rohem Ei? Naja, ehrlich gesagt finde ich das ganz gut im Essen. Man staunte. Es war sooo lecker. Der Vater hat versucht während des Essens ein Gespräch zu führen, aber Mariko und Yasuko waren recht ruhig.
Danach ging es zu dem ersten Touristenspot in Shizuoka. Es handelt sich um den Kunozan Toshogu Schrein, der zu dem Herrscher Ieyasu gehört. Ieyasu, ich will jetzt nicht die ganze Geschichte hier erzählen, war einer der drei bekannten Reichseiniger und lebte damals in Shizuoka. Um allerdings zu dem Schrein zu kommen musste man mit der Seilbahn fahren. Und obwohl es langsam diesig wurde war die Aussicht gewaltig. Ich liebe es das Meer sehen zu können, aber mitten im Gebirge zu sein, also das was wir Deutsche als Gebirge bezeichnen. Und auch die Anlage des Schreins war wunderschön gelegen, mit vielen, vielen Treppen, aber wunderschön. Leider fing es leicht an zu regnen. Aber trotzdem knipsten wir fliessig Bilder und der Vater hat mir viel über die Anlage erklärt. Auf Japanisch versteht sich, zwar hat er englische Wörter eingestreut, aber die hätte ich auch im Japanischen verstanden.
Als wir zurück zu der Seilbahnanlage und dem Auto kamen, war es so extrem neblig geworden, dass wir die Fernsehmasten 20m vor uns kaum sehen konnten. Wir haben trotzdem versucht von der Aussichtsplattform den Fuji zu sehen. Da Shizuoka dicht am Fuji ist, gibt er einwunderbares Fotomotiv ab. Aber wir kommen da auf die Plattform und da war NICHTS. Echt, nur graue Suppe. Das mussten wir natürlich festhalten und ich hab herumgespaßt, dass ich euch hier ein graues Bild poste und ein roten Kreis male und behaupte, dass das der Fuji ist.
In der Halle haben wir aber noch eine super Aufnahme, vom Fuji gefundne und ich musste davor posen um zu beweisen, dass ich de Berg gesehen hab. Der Vater hat dadurch entdeckt dass ich dumme Fotos liebe und das passte hervorragend zu seinem Foto-Hobby.
Versuch Zwei den Fuji zu sehen was am Shizuoka Beach. Dort ist die Pinie zu finden, an der man einst ein kostbares Gewand fand. Es gehörte eine Göttin welche ohne da Gewand nicht zurückkehren konnte und sie tanzte im Austausch für das Kleid für den Mann der es fand. Ja, richtig, ich habe die Pinie dazu gesehen. Und lustigerweise gibt es eine alte und eine neue Pinie. Ich hab ne Vermutung warum man sie getauscht hat (die alte hatte nen Blitzschlag), abr ich find die Idee schon so toll, dass man ein Heiligtum einfach austauscht. Der Strand direkt an der Pinie war schwarz. Nicht weil es so dunkel war und es so wirkte, nein, der Sand war schwarz und viele schwarze Steine waren dort. Ich wollte in die Fluten springen, denn trotz des Regens war es warm und schwül, deswegen der heftige Nebel der mich wieder den Berg nicht sehen liess. Naja, egal, ich kann auch ohne Fuji Spaß haben.

Dann ging es nach Hause. Wir haben Yasuko auf dem Weg rausgeschmissen. Sie hatte leider noch andere Termine und dann ging es direkt in die Villa Kameyama, also nach Hause zu Mariko. Obwohl sie schon 30 ist, wohnt sich noch bei ihren Eltern. Es ist ein wirklich schönes Haus. Frisch renoviert und ich durfte im Tatami-Zimmer schlafen. Ich mochte den Geruch von dem Tatami-Matten und auf einem Futon hab ich auch zum ersten Mal geschlafen.
Aber noch war es nicht Schlafenszeit, ich hab mir Marikos Zimmer angeschaut und sie scheint deutsche Künstler zu lieben. Gut zu wissen. Und dann kam das Essen. Woah. Die Familie hat ein super Sushi bestellt und die Mutter hat dazu noch Tempura-Ebi und eine Art Kartoffelsalat gezaubert. Ein Gedicht. Die Gespäche liefen endlich und ich konnte auch die ganze Kameyama Familie super verstehen. Es klingelte dann plötzlich und Marikos Cousine kam zu Besuch. Man hat sie eingeladen weil sie Englisch kann und schon mal in Deutschland war. Laut der Fotos die ich zu sehen bekam noch zur alten DM-Zeit. Lang, lang ist's her. Es war spaßig, die Cousine ist absolut flippig und hat superschnell gesprochen, aber ich kam hinterher. Die ganze Familie war durch sie anders und offener.
Aber sie musste natürlich schon bald gehen. War aber auch okay, weil ich echt kaputt war. Nach dem Genuss eines echten Japanischen Badeerlebnisses, sprich, auf nem Hocker sitzend sich und das ganze Badezimmer nass spritzen und danach in das vorbereitete Bad gleiten lassen, bin ich auch fast tot ins Futon gefallen.
Ich hab super geschlafen, aber morgens hab ich mich echt gefragt was das für ein Lärm ist, wer benutzt den so ne komisch Maschine am Sonntag? Es stellte sich beim Frühstück heraus, dass es sich im die Zikaden handelte. Die haben ein Höllenlärm veranstaltet.
In Tokyo sind sie mir nie so bewusst geworden aber nun, während ich hier gerade schreibe, zirpen (brüllen?) sie auch hier.

Der vater kutschierte uns heute wieder und die Mutter blieb wieder zu Hause, weswegen ich o-Miyage (Mitbrinsel) verteilt hab. Man freute sich, aber im Endeffekt komm ich mir vor als hätte ich nichts mitgebracht.
Die mächste Station war die Wohnung der großen Schwester von Mariko. Sie hat vor 5 Wochen ihr Kind bekommen und das musste man mir zeigen. So klein und so süß. Nun kenn ich die ganze Familie und als ich der Schwester ein Geschenk zur Geburt gegeben hab, hat sie Augen gemacht. Das scheint hier nicht so Gang und Gebe zu sein.
Nächster Halt Sumpu Castle. Hier resisierte Ieyasu vor einiger Zeit und heute sind nur noch die Wachtürme und Ruinen erhalten. Aber trotzdem einer der Toursitenspots in Shizuoka. Die Wachtürme sind auch noch super erhalten. Und es wurde heiß.
Quer durch die Innenstadt sind wie gewandert um dann beim letzten Schrein, bzw. Schreinanlage bestehend aus 4 Schreinen angekommen. Mir erscheinen die heiligen Gebäude hier anders als in Kyoto und Tokyo, irgendwie bunter und ein Tick chinesischer. Ich kann mich aber auch täuschen.
Bevor ich dann leider schon um 14 Uhr zu meinem Bus musste gab es noch ein lecker Mittagessen und einen Spaziergang durch die Shoppingmeile. Hier kam ich mir vor wie in Deutschland. Die Gebäude wirken gleich, die Struktur der Straße auch. Lustig, allein schon da Shizuoka und Tokyo so unterschiedlich sind. Beide sind eindeutig japanisch, aber Tokyo ist so eng und laut, während Shizuoka weniger hohe Gebäude hat und ich hab auch kein großes U-Bahn-Netz feststellen können.
Ich mag die Stadt, ehrlich. Und ich mag die Familie Kameyama. Es tat mir im Herzen weh in den Bus zu steigen. Ich hätte mehr Zeit dort verbringen wollen und auch die großzügigen o-Miyage die sie mir noch gegeben haben, trieben mir die Tränen in die Augen. Es häuft sich langsam, dass ich "Tschüß" sagen muss. Der Vater hat zu mir gesagt, wie auch die Mutter, ich solle gefälligst wiederkommen und länger bleiben, er bezahle mir den Shinkansen.
Ich bin so herzlich und offen aufgenommen worden, dass war wunderbar und es hieß am Ende "Nun bin ich dein japanischer Papa und wir sind deine japanische Familie!"

麻理子ちゃん!その週末は本当に楽しかった。このブログはあなたの家族について。麻理子ちゃんのお父さんは「今私たちはイヴォンの日本の家族だよ!」と言いた。その文のために嬉しくなった。
ありがとうございました!麻理子たち大好き!!

Samstag, 19. Februar 2011

Osaka

Tag 2 bricht an. Nach einem weniger erholsamen Schlaf, aufgrund seiner Kürze, stehen wir um 7 auf, um um 8 zu frühstücken, um um 9 nach Osaka zu fahren und um 10 anzukommen.



Es ist nicht schwer nach Osaka zu kommen und auch nicht schwer an das Touristenticket für 2000 Yen zu kommen. Damit können wir umsonst Bahn fahren und haben viele Vergünstigungen und einige Attraktionen frei. Wir haben es voll ausgenutzt. Zuerst sind wir zum Osaka Schloss gefahren. Das ist eine der Hauptattraktionen in Osaka. Aber wenn man ein Schloss gesehen hat, dann kennt man alle anderen in Japan auch. Sie ähneln sich alle stark. Hält uns trotzdem nicht ab dorthin zu fahren. Das Museum in dem Schloss ist sehr schön und informativ. Auch die Schlossanlage ist nett, die Mirbringselläden haben es uns angetan. Und die dort verkaufte Takoyaki, Osakas Spezialität -Tintenfischbällchen- sind auch hervorragend.
An sich wollten wir mit der kleinen Bimmelbahn, die um das Schloss herum fährt fahren, da wir aber auf der anderen Seite des Burggeländes rausgekommen sind, nicht mehr dorthin laufen wollten, haben wir spontan zu der Freikarte des Waterbus' gegriffen. Damit sind wir auf dem Fluss herum gefahren, haben die von gestern noch schmerzenden Beine entspannt und uns was über die am Fluss liegenden Sehenswürdigkeiten erzählen lassen.
Weiter mit der Freikarte des Zoos, welcher in der Nähe des nächsten wichtigen Punktes unseres Planes stand, sind wir also noch Tiere gucken gegangen. Aber ganz ehrlich: So gerne ich Zoos mag, sie sollten doch wenigstens tierfreundlich sein, wenn sie sie schon einsperren. Ich hab endlich nen echte Kiwi gesehen. Da denkt man, dass dieses Vogelvieh so groß ist wie eine Kiwi, bietet sich ja an bei dem Namen, und dann kommt ein halben Meter großes Vieh aus dem Minibusch. Hab ich wieder was dazu gelernt. Und auch, dass Biberratten exotisch genug für einen Zoo sind. In Halle schwimmen sie in der Saale.^^
Da der Zoo, wie so jede Sehenswürdigkeit in Japan, früh zu macht, ging es dann in

das Viertel "Shinsekai", was soviel wie "Neue Welt" bedeutet. Neben dem Osaka Tower, der seit 99 Jahren steht gibt es hier eine sehr interessante bunte Straße. Es sind dort eigetnlich nur Mitbringselläden und Izakayas, aber die Straße leuchet nachts schön und ein großes Fugurestaurant (Kugelfisch) ist dort zu finden. Die Preise waren okay, und ich war echt versucht dort zu essen. Aber ich hatte Hunger und das hätte ich dann doch nicht bezahlen können.
Der Osaka Tower war ebenfalls kostenfrei für uns, also sind wir hinauf gefahren. Nicole mit ihrer Höhenangst hat gelitten, aber die Aussicht war schön. Und der Andenkenbereich auch. Man merkt, dass die meiste Zeit für das Andenkenkaufen draufgeht, wenn man mit 5 Mädels unterwegs ist. Der Turm beherbergt den gruseligen Billiken. Das ist ein Glücksgott. Keiner von uns mag ihn, weil er echt gruselig ist.
Der letzte Punkt auf der To-Do-Liste der kostenfreien und sehenswerten Attrraktionen war der "Floating Garden" in Umeda. Dieses Viertel ist eher modern und mit Hochhäusern übersät. Das Umade Sky Building wo der Floating Garden zu finden ist hat eine Höhe von 173 Meter und bietet einen 360 Rundumblick im Freien über die Stadt. Nach einer kleinen Odysee durch Baugebiete bei leichtem Regen haben wir das Gebäude gefunden. Allein seine aussergewöhnliche Architektur macht es interessant. Und dann der Weg aufwärts. Nicole und Sophia, bei der die Höhenangst langsam kam, haben leiden müssen. Erst in den dritten Stock mit dem Fahrstuhl, aber dann mit dem Fahrstuhl (Glaswände) in den 35. Stock, von da eine Rolltreppe im Gebäude ins nächste Stockwerk, aber die letzten 30 Meter sind wir noch mit einer weiteren Rolltreppe von einem Turm des Gebäudes in den anderen gefahren. Mit Glas an den Seiten. Ich fand es super. Nicoel ist gestorben. Und dann sind wir oben. Aber, was wir nicht wussten: kein Dach, wir sind AUF dem Dach. Schick, schick. Es war windig und hat leicht genieselt. Aber der Blick über die leuchtende Stadt in der Nacht ist unbeschreiblich. Fotos können es nicht einfangen.



Ich persönlich fand es nervig, dass diese Aussicht als romantisch benannt worden istund verdammt viele Pärchen da waren. Die haben alles, aber auch alles auf Pärchen ausgelegt. Muss man es so mit der Romatik übertreiben? Ist ja echt schön den Ausblick zu zweit zu geniessen, streite ich auch nicht ab, dass das erstrebendswert ist, aber Herzenstühle? Herzleuchtbogen für Fotos? Nein, danke. Trotzdem war dieses Gebäude mein absolutes Highlight. Allein dafür würd ich nochmal in Japans Süden fahren. Der Abstieg war nochmal ne Mutprobe für Nicole und Sophia, aber ich bin stolz auf beide.
Da wir uns viel Zeit gelassen haben an dem Tag, waren wir auch erst gegen halb elf zu Hause. Duschen und wieder ab ins Bett. Der letzte Tag in Kyoto ruft.