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Mittwoch, 20. April 2011

ただいま!Bin wieder da!

Nun ist es soweit: nachdem ich mich einschieden hatte nach Japan zurückzukehren, trotz einiger Vorbehalte einiger leute udn sämtlichen Versprechungen, wie "Nicht einen tagestrip nach Fukushima machen", "Nicht nördlicher als Tokyo" oder "Nicht wie blöde nur rohen Fisch in mich reinstopfen". Aber kein Ding: versprochen! Auch ein versprochener Arschvoll bei Verstrahlheit ist verstanden und von mir unterschrieben worden.
Also ab ins Flugzeug der Swiss Air und nach Zürich. Von dort dann weiter nach Tokyo. Hat jetzt insgesamt nicht so lange gedauert und man kann auch zufrieden sein. Gut, das Unterhaltungsprogramm war nicht so dolle, aber weil es nur halb belegt war, hatte man dafür Platz zum Schlafen. Und lustigerweise kennt die eine japanische Stewardess meine Uni. Ich hab ihr immer auf Japanisch geantwortet. Man kann ja schon mal üben. Mein Japanisch sei ja sooo gut. Ja klar. Ich hab dann erklärt, dass ich in Japan studiere und wo. Die Musashi kennt sie, weil sie gerne an der Hauptstraße davor langgeht, gerade bei der Kirschblüte. Die Welt ist so klein.
Ohne Probleme lief der Flug ab, weder Bombenalarm, noch Fummeleien, keine Turbulenzen und keine nennenswerte Verspätung.
Und weil es so schön passt hab ich sofort meinen Bus ohne Sprachprobleme und Zeitverlust bekommen. So muss das laufen. Manche Japaner müssen dann im Bus gedacht haben, dass die olle Ausländerin spinnt, so wie die grinst.
Es ist unbeschreiblich wie glücklich ich bin. Nicht nur das alles geklappt hat, anscheinend ist mein Sprachlevel nicht so extrem gesunken wie gedacht, dazu hat die Sonne geschienen und es einfach nur natürlich das ich hier bin. Die Minik, das Verhalten der Japaner ist so vertraut, die Architektur...einfach alles.
Vom Bus in die Bahn und von der unter Ächzen und Stöhnen weil der Koffer eine Rolle locker hat ins Wohnheim. Sofort kamen die Officeleute, naja nur Masuda-san war da, heraus und haben mich begrüßt. Und Zack, stand Tanaka-san auch da. Wie schön es ist "Tadaima" zu rufen (ich bin wieder zu Hause!). Man hat mir dann schon gleich erkärt, dass nur Midori, eine Brasilianerin, da ist. Das ließ mich schlucken. Aber zum Glück haben die nicht mal ne Ahnung wer hier wohnt. Im Mädchentrakt sind wir schon 5 und nen neuen Kerl hab ich auch schon gesehen.
Als ich ins Zimmer bin, kam ein wunderbares nostalgisches Gefühl auf. Es roch nach Wohnheim. Und in meinem Zimmer nach meinem Zimmer. Mir ist der Geruch nie bewusst gewesen. Und auch nicht, dass ich es so aufgeräumt zurückgelassen hab. Aber darüber will ich mich nicht beschweren.
Kurz den Koffer aufs Bett geschmissen, Oberteil gewechselt, da bin ich schon zum Miete zahlen runter und weiter zu Yo. Udn weil er zur Uni wollte hab ich mich einfach mal angeschlossen weil ich auch hinwollte.
Und alles was vertraut war ist auf einmal anders. Hier steht ein Haus, da ist eins weg, oder wird gebaut, dort fehlt Gebüsch. Unglaublich was Japaner in 5 Wochen anstellen können. Auch das eine Unigebäude ist nun fast ganz weg, ich dachte, dass sie das in den Ferien schaffen sollten, aber nö. Sieht lustig aus hinter den letzten blühenden Kirschbäumen die den Weg säumen. Und auch der Campus ist anders in seiner Vertrautheit.
Zuletzt war ich nur noch zum Sporten in den Semesterferein dort und nun ist alles voller Studenten. Die Ersties sind zur Orientierung dort. Ich ja auch, also zumindestens was meinen Stundneplan angeht. Sieht jetzt ziemlich voll aus, aber ich bin ja zum studieren hier. Ich trau mich sogar an ein ganz japanisches Seminar. Es ist einfach perfekt "Japanische Ethnologie", leider ist der interessantere Teil im zweiten Semester, aber ich nehm es auch so, sofern mich der Prof zulässt. Man muss so als Vollpfosten der Sprache, sprich als Sprachtrottel Yvonne, vorsichtshalber anfragen.
Und dann kam David dazu. Ich hab ihn nicht gesehen und auf einmal springt mich was an, drückt mich, lässt mich nicht los und dann bekomm ich auch noch nen Kuss auf die Wange. Woah! Überrumpelt. Aber ja, ich hab sie vermisst, die beiden Franzmänner.
Und weil der Tag eigentlich nicht schönner werden kann, geh ich schnell die Zeiten für den Trainigsraum checken, und da steht Kazuki, mein favourisierster Trainer allein drin, sieht mich und winkt. Da muss ich doch den Kopf zur Tür reinstecken und mal "久しぶり" (Lange nicht gesehen) reinrufen -nur den Kopf, weil ich zum betreten des Trainigsraums die Schuhe ausziehen muss und da hatte ich keinen Bock zu-. Tja, ich sag es mit einem Grinsen: ich bin anscheinend im Trainigsraum vermisst worden. Sehr schön, ratet mal was ich morgen nach dem Unterricht mache...

Wir haben dann in der Mensa gegessen und uns die Neulinge angeschaut. Da es eh so schön in der Sonne war, haben wir uns auch Zeit gelassen. Ich bin echt der Mienung am Ende des letzten Semesters 70% aller Studenten vom Gesicht her zu kennen, aber jetzt, nicht mal 20%. Yo musste dann zur Arbeit und ich bin einkaufen, bzw. noch die zweite Miete bezahlen. Mit Glück, ich hoffe es wirklich, wird die mir aber noch zurückgezahlt. Ken Wunder das Tanaka-san mich mag, wenn ich jedes mal 500€ auf den Tisch lege^^.

Während des Zimmereinräumens klingelt das Telefon und Alice ist dran. Die Malaysierin ist momentan nur da um ihren Kram abzuholen. Schade, ich hab sie echt lieb gewonnen, aber Yan Fei, eine Indonesierin, ist auch noch da. Und dann saßen wir in fast alter Manier in der Küche und haben gekocht. Als wäre man nie weg gewesen und das Leben schon immer so gewesen wär. Hätte ich spontan nichts dagegen.

Soweit zu meinem strahlenden Tag. Was Strahlen angeht: ich sehe nichts und merke nichts. Und auch überhaupt nicht im Verhalten der Japaner. Sie geniessen die Sonne, der Supermarkt ist sogar recht menschenleer gewesen, alles zu haben (außer meinen Joghurt und Kaffee, aber das ist meistens so). Der Kindergarten nebenan kommt mir auch voller vor. Hier geht das leben weiter. Knallhart. Mal schauen was man noch so beobachten kann.

Freitag, 18. März 2011

Shô ga nai – Eine Woche nach dem Beben in Sicherheit

Es ist jetzt eine Woche her, dass wir in Tokyo das Erdbeben mitbekommen haben. Ich denke ich brauche die Tatsachen, das Fukushima mit seinen vier Reaktoren kurz vor dem GAU steht nicht unbedingt weiter vertiefen.
Ich will nur unsere „Flucht“ unsere Erlebnisse beschreiben.
Das Beben am Freitag und der Tsunami waren in keinster Weise gefährlich für uns, meines Erachtens ist Tokyo nicht irgendwo wirklich beschädigt und auch das Wasser ist weit genug entfernt. Das Telefonat mit meiner Mutter hat auch mein Eltern beruhigt, aber am Samstag kam dann die Neuigkeit das es arge Probleme in Fukushima, Werk I., gibt. Tabea hat mir ihrer Freundin entschlossen schnell zu fliehen und ist am Sonntag aufgebrochen. Wir verbliebenen vier Mädels, Nicole, Sophia und ich im Wohnheim und Caroline bei ihrem Freund, wollten ausharren. Es erschien uns in keinster Weise bedrohlich. Auch die Franzosen sind soweit angehalten worden in Japan zu bleiben.
Abends hatte ich noch ein Gespräch mit beiden meiner Eltern per Skype, und das war einer der Momente, dich mich gebrochen haben. Beide meiner Elternteile war in Panik, hätte ich es gesehen, hätten sie mich bekniet zurückzukehren, aber ich hat sich in mir gesperrt. Ich wollte nicht. Ich kann das alles doch nicht zurücklassen, was ich hier aufgebaut habe, auch wenn es vergleichsweise wenig ist. Die Tränen meiner Eltern haben mich gebrochen, ich habe angefangen zu weinen und ja, ich wäre bereit gewesen in ein Flugzeug zu springen. Aber das Herz hat NEIN! geschrien.
Ich habe um eine Pause gebeten um mit den Mädels zu diskutieren, wir bewegen uns nur in der geschlossenen Gruppe. An sich waren sie auch der Meinung, dass wir bleiben, aber wir haben uns auf eine Diskussion nächsten Tag geeinigt, so schnell kommen wir eh nicht aus dem Land. Ich habe Yo weinend angerufen er möge bitte zu mir kommen und kurz zur Seite stehen. Er kam sofort. Und er ist bisher (neben meiner Familie) der Einzige dem ich es soweit erlaubt habe mich wirklich am Boden zerstört zu sehen und mich auch trösten zu dürfen, ich war fertig.
Ich habe ihn gebeten mir beim Skyperückruf an meine Eltern nur Seite zu sitzen und er hat es für mich getan. Damit konnte ich meinen Eltern sagen, dass wir am nächsten Tag, Sonntag, nochmals eingehend darüber sprechen werden und einen Entschluss fassen werden. Momentan, so konnte ich es ihnen versichern, war ich ja in Sicherheit.

Mit den Phantomnachbeben im Körper haben wir die Nacht überstanden und auf Anraten des Professors sind wir Vorräte einkaufen gegangen, weil ein nächtlicher Stromausfall gemeldet wurde. Wir haben gekocht, Nachrichten verfolgt und besprochen was nun zu tun ist. Wir haben uns geeinigt, festen Herzens, zu bleiben. Allerdings haben wir uns noch einräumt, das wir am nächsten Tag in der Uni ein Gespräch suchen um einen Rat der „offiziellen“ Seite einzuholen.
Es ist ja nicht nur das Herz das in Tokyo ist, auch die Kosten des Fluges sind nicht so unbedingt tragbar, man hört von Flugpreisen in Höhe von 2000€.
Ich habe schweren Herzens und weinend meinen Eltern meinen Entschluss gemailt: ich will bleiben, ABER wir warten das Uni-Gespräch ab.
Natürlich musste meine Mutter anrufen, da ich die ganze Zeit bei Skype online war um alle Deutschen zu beruhigen (ich danke wirklich allen, dass ihr euch Sorgen gemacht habt) und das Gespräch eskalierte. Wir haben uns beide weinend angeschrien und haben es unausgesprochen beendet.
Da wir die Mädchen im Wohnheim alle fertig waren aufgrund der Gespräch mit den Eltern, sind wir in das Studierzimmer rum uns abzulenken. Auch Yo sollte dazu kommen. Da hat auch alle soweit funktioniert, bis er dann rein stürmte und sagte, das ihn seine Botschaft angerufen hat, er soll jetzt sofort Tokyo verlassen. Es sei nicht mehr sicher. Yo's Panik in den Augen und die Tatsache das Frankreich, der Staat der seine Landsleute in Japan haben will, ihn aus der Stadt ruft, hat uns Angst gemacht. Auch die Mail von Caro, als ich ihr das erzählt hab, dass ein neues Erdbeben in Tokyo mit einer Stärke von 7 angekündigt worden ist, hat uns dann zu dem Entschluss gebracht Flüge zu buchen.
Erdbeben allein: kein Problem, aber Erdbeben und Reaktoren die nicht kontrolliert werden können: ungut.
Sofort haben wir Flüge heraus gesucht und auch Caro Bescheid gedacht das wir abhauen. Da ihr Freund keinen Pass hat, war ihr Plan in den Süden zu gehen. Als wir dann einen guten Flug (den Luxus uns 1000€ zu sparen haben wir uns gegönnt) gefunden haben, kam ein Anruf und Caro sagte unter Tränen, dass sie mitkommt. Kein Ding, wird mit gebucht. Sophia konnte es glücklicherweise per Kreditkarte bezahlen...
Ich bin schnell raus und wollte zu Yo um zu erzählen, dass wir einen Flug haben, da steht er bereits mit gepackten Koffern im Innenhof. Seine Familie hat ihre Macht genutzt und er soll SOFORT ein Taxi nehmen und abhauen. Das hat mich getroffen. Mein bester Kumpel ist so gut wie weg. Natürlich hab ich ihn zum Taxi geholfen, kein Ding. Aber es war hart wie schnell es doch jetzt alle geht.

Die Nacht hab ich bis auf drei Stunden genutzt, die habe ich mit Schlaf gefüllt um die „offiziellen“ Gänge des nächsten Tages (Montag) machen zu können, damit wir (Dienstag) vorbereitet fliegen können.
Ich habe im Wohnheim Bescheid gesagt und man konnte unsere „Panik“ nicht verstehen. Aber man hat uns geholfen mit Taxi rufen und allem Drum und Dran. In der Uni haben wir Bescheid gesagt und man hat es akzeptiert. Uns Deutschen war es wichtig eine Re-Entry-Erlaubnis zu haben, damit wir, wenn es sicher ist, wieder als Student zurückkommen können. Aber was uns die Chefin dort rausgesucht hat, hätte uns mindestens 4 Stunden Zeit gekostet, die Zeit hatten wir nicht, wenn wir abends noch den Bus zum Flughafen nehmen wollten. Der hat sich dann aber auch auf um 15 Uhr verschoben, sonst käme kein anderer. Soweit ich weiß, soll es auch der Letzte gewesen sein. Also hastig alle gepackt.. Und das war schwer. Was lässt man zurück? Was braucht man? Kommt man zurück? Was wenn nicht?
Ich hab eigentlich nur Unterlagen, Winterklamotten eingepackt, der Rest ist mit mir wichtigen Dingen gefüllt worden. Keine Zeit um Pakete zu packen.
Um 15 Uhr nehmen wir auch den Bus, ohne Caros Freud, der aber einen Flug in den Süden genommen hat und im Bus war auch einer von der Uni, der für uns sorgt. Er hat seine polnische Frau und Kind zum Flughafen gebracht, bleibt aber selber im Land.

Damit waren die brenzligen Sache geklärt und wir waren am Flughagen und hatten noch 15 Stunden zu überbrücken. Das hat man mit WiFi-Internet und aktuellen News gemacht, Gespräche mit Chinesinnen, das deutsche Radio hat mich angerufen uns interviewt und man hat versucht zu schlafen. Aber selbst das hat kaum funktioniert, weil es noch Problem mit den Tickets gab. Es wurde nicht abgebucht und wir haben den Eltern in D-Land gesagt sie mögen da mal Druck machen. Angeblich hätte Sophia die falschen Kreditkartendaten eingegeben, wodurch nichts abgebucht werden konnte. Lüge, da sie alle zweimal kontrolliert hat und ich auch, zudem sollten wir ne Kopie ihrer Karte einschicken, wo alle Zahlen korrekt drauf stehen. Zudem hieß es, dass der Wert nicht von der Kreditkarte angezogen werden konnte, zu hoch. Dann hat man es von Caros Mutter angezogen und wir waren offiziell im Kartenbesitz. Allerdings für den zweiten Flug drei Stunden später war.

Dann mit zwei härteren Nachbeben in der Nacht am Flughafen -Tokyo macht echt um 22 Uhr dicht und erst um 8 auf, uns wurden aber Schlafsäcke und Decken gegeben- haben wir alles überstanden und mussten uns nun um die Re-Entry kümmern, aber im Endeffekt war ach das kein Problem und um 13.10 am 15.03 sind wir geflogen und somit der radioaktiven Wolke genau entkommen.
In Kuala Lumpur mussten wir umsteigen und wir haben die News gecheckt. Es war grausam. Zwar sind wir in Sicherheit, aber was ist mit unseren Leuten. Über Facebook erfährt man einiges, aber nicht alle sind dort.
Von dort ging es dann mit weiteren 13 Stunden nach Frankfurt unsere Eltern waren alle da und ich konnte die Tränen, die ich seit dem Landeanflug hatte echt nicht mehr zurückhalten. Ich war sicher, aber mein Herz ist zurückgeblieben. Ich wollte sofort zurück ins Flugzeug. 6 Stunden Autofahrt in den Norden und nun sitze ich hier, ohne Internet, vor der Glotze, und mein Kopf bestätigt mir das es gut war zu fliehen. Aber mein Herz schreit noch immer. Wenn ich beim Nachbar ins Internet gehe, dann schau ich wer was in Japan macht, ob alle sicher sind. Man hat das Gefühl jemanden verraten zu haben. Erschreckend ist auch mein Gefühl, das es nun alle soweit weg ist, es berührt mich nicht mehr. Aber ich weiß genau, das sich nun in diesem Moment eine Sperre errichtet habe und mein Gefühlsausbruch noch bevor steht. Ich habe Angst um Japan, um meine Freunde um meine „Familie“ dort. Ich weiß nicht, wie meine Zukunft, das nächste Semester aussieht, ich weiß gar nichts. Ich kann nur das Beste hoffen, und selbst das scheint im Moment eher schlecht zu sein. Und ich kann nichts tun, ich kann nicht für meine Leute da sein.

Nachtbemerkung: Shô ga nai, heißt übersetzt soviel wie „Da kann man nichts machen“ „Passiert halt“. Mit diesem Spruch habe ich mich über Wasser gehalten uns die recht verschlossene Mentalität der Japaner übernommen. Es ist auch vorher schon zu meinem Lebensmotto dort geworden, und so bitter es ist, ich weiß, bzw. gehe stark davon aus, dass Japan so denkt und sollte es, was keiner hofft, zum GAU kommen, die Japaner es als Schicksalsschlag akzeptieren und wieder aus ihrer Asche neu und stark entstehen. „Man kann nichts machen, wir müssen damit leben und machen es jetzt wieder besser.“

Mittwoch, 15. September 2010

Gut Ding will Weile haben

Wie erzähle ich kurzweilig von 31,5 Stunden Reise?

Angefangen hat der spaßige Ausflug nach Japan mit einer 9stündigen Bahnfahrt von Lübeck nach Frankfurt. an sich wollte ich noch einen letzten langen Brief schreiben, aber das die Technik der Bahn dermassen ausgereift ist, dass kein Licht im Abteil funktioniert hat, hab ich einfach gepennt. So ging die Zeit auch recht schnell rum. Schnell noch nen Blick auf den bleuchteten Kölnr Dom bei Nacht geworfen -einfach irre schön- und eine Stunde mit einer Koblenzerin geschnackt und ich konnte in Frankfurt frohen Mutes aussteigen und einchecken.
Naja, so einfach war das nicht. Ich bin vorgewarnt worden, dass der Weg vom Bahnhof zum Flughafen eine dreiviertel Stunde dauert, aber obwohl ich langsam gegangen bin, ich hatte ja Zeit ohne Ende, bin ich in einer halben Stunde an meinem Schalter am weit entferntsten Terminal gewesen. Der hatte allerdings noch nicht auf, sodass ich auf einer Bank dort noch geratzt hab.
Der Check.In verlief einfach und anscheinend hatte ich kein Übergepäck, sodass ich mir noch rund 3 von 4 Stunden vertrödeln musst. Also ab zur aussichtsplattform. Gut, geplant war das nicht, ich wollte nur nen Kaffee von McD, aber warum nicht angenehmes miteinander verbinden? Dort saß ich nun in der schönen Morgensonne mit nem Kaffee und schrieb meine letzten Abschieds-SMS.
Zeitig ging ich dann zur Passkontrolle und zur Gepäckkontrolle. Wer hätte das gedacht: Bombenkontrolle an meiner externen Festplatte. Mit meinem Laptop htten sie dieses Mal Mitleid. Aber kein Problem, meine Blümchensticker haben den Beamten so fröhlich gestimmt, dass sie die Bombe nicht gefunden haben.
Die Watezeit im Vorraum will ich nicht erzählen, die ist langweilig. Im Flugzeug hatte ich wieder den Fensterplatz und einen Deutschen neben mir, mit dem ich nur ein "Hallo" und "Entschuldigung, ich müsste mal" getauscht habe. Ich war von dem Filmprogramm zu sehr abgelenkt. Topaktuelle Filme. Ich habe "Iron Man 2" auf englisch gesehen und "Valentinstag" auf deutsch. Es gab noch neuere wie "Prince of Persia", "Kick-Ass" etc. aber die kannte ich schon.
Der Service war super im Flugzeug: Essen a la carte. Ich hatte Talpia-Fisch auf Couscous. Und noch nen Kaffee, desert, Vorspeise, Snack....Und nen verdammt gut aussehenden Stewart. Ich bin zu dem Schluß gekommen, dass nur gutaussehende Leute im Flugzeug arbeiten dürfen und die Männer eigentlich alle schwul sind.


Nach 5,5 Stunden dann die Zwischenlandung in Abu Dhabi. Leider kann ich nichts dazu sagen, außer das es dunkel war. Ich konnte Palmen und Sand erkennen und es sollen 37 Grad gewesen sein. Ich hab mich allerdings nur drinnen aufgehalten udn das kostenlose W-LAN genutzt. Außerdem hab ich den Kerl aus der Reihe vor mir angequatscht der auch Auslandsstudent ist. Er geht an die Sophie (auch eine Uni von uns) und ist aus Trier, studiert allerdings Jura. Social Networking muss ja sein.
Im Flugzeug hab ich dann einfach nur versucht zu pennen, was eher schlecht als recht ging. Während des Essens hab ich dann noch den Film "Letters for Julia" angeschmissen -ja, den kannte ich auch noch nicht, ich weiß dasss das auch eine Schnulze ist-. Das Essen konnte ich mir auch wieder aussuchen und ich habe das Japanische Menü genommen, weil dort Soba-Nudeln waren. Aber leider hat es nicht ganz so gut geschmeckt.
Das Frühstück dann nachher war umso besser: Früchte, Croissant, Joghurt und Grüner Tee. Jetzt erst am Ende des 10stündigen Flus hab ich dann angefangen mit meinem italienischen Sitznachbar zu klönen. Er ist nur 4 Tage hier. Bis ich dann meinen Koffer hatte war das ne nette Unterhaltung. Und dann bin ich raus und abgeholt worden.
Mit 5 Deutschen sind wir dann durch Tokyo gecruist und ich bin dann mit Katja und ihrem Freund in unser Hostel angekommen. Es war ein "Wooden Capsule Hostel". Ich finde das sagt schon einiges und das Foto auch. War aber für eine Nacht definitiv in Ordnung, zumal sie eine Dusche hatten. Und der Common Room, also Aufenthaltssraum, mit dem kostenlosen Internet hat auch sein Übriges getan.


Aber der wurde erstmal nicht genutzt weil wir uns mit 12 weiten Leuten in Shinjuku getroffen haben, um zusammen zu trinken und essen. Kurz zusammengefasst: Pizza, Yakisoba (gebratene Nudeln), Takoyaki (Tintenfissbällchen), Hähnchen und Cocktails mit nichts an Alkohol drin.
Gegen halb 11 ging es zurück und trotz der Hitze (26 Grad)ist mein erster Einkauf ein Regenschirm gewesen. Naja, dann ein wenig Internet, Chatten und Nachricht abgeben und dann ging es auch schon ins Heiabettchen.
Morgens um 9 dann wieder raus und ab zum Wohnheim.

Aber das erzähl ich euch demnächst.

Montag, 9. August 2010

Kleiner Besuch in Japan

Was für ein Tag. Ich war zweimal in Japan, jeweils für ein paar Minuten, wir wollen ja nicht übertreiben.
Ja, ne. Da wir gerade zwei Kurzstipendiaten aus Japan hier haben, Roku und Kaho, ich hab sie bestimmt schon mal erwähnt, weil sie sich um uns in Japan gekümmert haben, sind wir wegen Kaho heute nach Berlin gefahren. Sie hat für ihren Aufenthalt in Deutschland das Forschungsthema "Waldorfschule" und hatte einen Interviewtermin in Berlin mit einem Lehrer oder so. Ich wurde gefragt ob ich mit will und da ich eh nach Berlin musste um mein Visum für das Jahr in Tokyo zu holen, hab ich das doch praktischerweise verknüpft.
Es ging um schreckliche 8 Uhr früh öos, was nach einen ziemlich schlaflosen Nacht anstrengend ist, aber nach einem gekonnten Koffeinschock, ließ sich das soweit ertragen. Eineinhalb Stunden Fahrt mit der Bahn, sie war pünktlich, und einer kleinen Odysee mit den Berlinern Bussen, ging es dann erstmal in die Japanische Botschaft, damit ich zeitnah das Visum mit Hilfe des Certificate of Egilibility (oder wie auch immer, ein grausames Wort) beantragen konnte, um es abends mitzunehmen. Kein Problem, Viertelstündchen Formular ausgefüllt und Erklärungen bekommen und dann ging es irgendwo hin, wo wir was gegessen haben.
Es nannte sich 100-Wasser Café und auch wirklich dem Künstler Hundertwasser gewidmet. Schick, aber der Burger war nicht so der Bringer. Kaho hat natürlich traditionelle deutsche Küche, sprich Kartoffeln, genossen.
Wir sind ein wenig umhergewandert und haben Kaho dann ein wenig zu spät zu ihrem Termin gebracht. Vorbei an dem Reichstag und dem Brandenburger Tor hatte sie den Termin im Gebäude der "Grünen". Irgendwie passend, oder?


Da wir in dieses offizielle Gebäude, wie bei der Botschaft, nicht zusammen rein durften, haben wir Martin als Dolmetscher mitgeschickt und haben uns dann zu fünft (Petra, Katha, Eva, Juri und ich) bei 'nem lecker Kaffe bei Starbucks das Brandenburger Tor begutachtet. Ich war jetz schon zweimal in Berlin, aber die "wichtigen" Sehenswürdigkeiten hatte ich noch nicht gesehen. Egal, nachgeholt.
Um die Zeit zu vertreiben und ein wenig den Östrogenüberschuß loszuwerden sind wir ein wenig zielos in der gGgend rumgewandert, haben ein wenig gezickt ^^ und dann als der Anruf kam, dass Kaho noch die Schule in einem anderen Teil der Stadt ansehen darf, auch wieder zur japanischen Botschaft. Natürlich haben wir unterwegs noch ordentlich Quatsch gemacht.
Unterwegs gab es dann einen Kreislauf der nicht mehr wollte sodass wir nach starken Verlusten zu dritt kurz noch mal "nach Japan rüber" sind, um das Visum zu holen. Ach, das sieht so hübsch aus. Um ein Potrait von mir sind Blümchen und Glitzerfächer. Ein wenig kitschig, aber auch irgendwie schick.
Back to Dunkin Donuts, wo wir uns getrennt haben und Yvonne konnte ja natürlich nicht an einem Donutladen vorbei und hat sich mit einem solchen einen zweiten Kaffee gegönnt. Keine gute Idee, also langfristig gesehen. Kurzfristig, auf der Suche nach den beiden Zurückgelassenen, die wir in einem Unterwäscheladen dann wieder aufgegabelt haben, hat sich der zweite Koffeinflash des Tages bemerkbar gemacht und ich habe über jeden Scheiß gegiggelt. Lachflash ahoi. Egal, Spaß ist immer super.
Alle zusammen sind wir von dem Reichstag weiter zum Alexanderplatz (auf dem Bild ist allerdings noch der Potsdamer Platz zu sehen), wo die schicke Gedächtniskirche mit dem potthässlichen Etwas daneben steht. Grund: wir wollten noch in einen Asialaden. Aber dieser Teil ist egal, lieber erzähl ich, dass als ich das erste Mal die Gedächtniskirche gesehen habe, gegen die Sonne als Silhuette (richtig geschrieben?), dachte: "Das ist der Dunkle Turm".

Wer "Der dunkle Turm" von Stephen King gelesen hat, weiß bestimmt was ich meine, für alle anderen: das ist der Mittelpunkt der Universen und das Ziel des Revolverhelden Roland Deschain, das er in 7 Bänden zu erreichen versucht. Das ist mein Lieblingsbuch, wenn ich alle Bände unverschämterweise zusammenzählen darf. Nur zu empfehlen.
Langsam müde und abgespannt, der Koffeinflash ließ auch wieder nach, ging es zurück zum Hauptbahnhof, unterwegs um zwei Leute erleichtert, die in Berlin blieben, und dann wieder um eine Person bereichert, weil die Welt so klein ist, und eine weitere Japanologin zu unserer Gruppe stossen ließ. Spannend. Mir aber mittlerweile egal, weil das Koffein endlich auf natürliche Weise bei mir zu wirken anfing: ich wurde müde. Tja, bei mir Kaffee eher ein Einschlafmittel, neben dem Genuß natürlich.
Also auf der Rückfahrt geratzt.

Es war ein schöner Tag, anstrengend aber schön und vor allem erfolgreich. Und wie immer kam mir der Gedanke: Hier möchte ich nicht wohnen....aber wer weiß, wo einen das Studium dann irgendwann hintreibt....

Sonntag, 30. Mai 2010

日本デー 2010



Ein Japanologie-Highlight im Jahr: Der Japan-Tag in Düsseldorf.
Da in Düsseldorf die größte in Deutschland lebende japanische Gemeinde ist, bzw. (zweitgrößte von Europa (größte sonst in London), findet hier jährlich m Rheinufer der Japan-Tag statt, der von den Japanern ausgerichtet wird und einen Einblick in deren Kultur gibt.
Gemeinsm mit 87 Mann ging es per Bus morgens um 6 Uhr los um dann um 12 anzukommen. Das lange Busreisen nicht der Bringer sind, muss ja nicht sonderlich erwähnt werden. am südlichen Rheinufer, an der Promenade sind die ganzen Pavillons aufgebaut. Ikebana (Blumenstecken), Origami (Faltkunst) oder Essen in sämtlichen Variationen. allerdings muss man leider sagen, dass der gaze Kram zu letztem Jahr teurer geworden ist. aber man gönntsich trotzdem das eine oder andere.

Bei der Ankunft auf der Promenade sind wir natürlich an den ersten Fressbuden entlang gekommen und ein freundliches いらっしゃいませ (Irasshaimase- Willkomen) ertönte. Es ist unglaublich, aber ich fühlte mich zu Hause. Das hat wirklich eine unglaublichen Fernweh hergestellt. Und der Genuß von Macha-Eis, also Eis mit Grünteegeschmack, liess diese Gefühl noch stärker werden. Ein Glück, dass ich bald wieder drüben bin.
Zu den restlichen Pavillons möchte ich nicht viel sagen, da die sich nicht sonderlich zum Vorjahr geändert haben und das Bühnenprogramm, habe ich bis auf eine Taiko-Vorstellung (Trommel) auch nicht verfolgt.
Diesmal haben wir mehr die Innenstadt von Düsseldorf unsicher gemacht und uns des herrlichen Wwetters erfreut. Zum Glück ist mein Sonnenbrand nicht als solcher zu erkennen und im Vergleich zum Vorjahr, wo es knapp Verbrennung 2ten Grades verfehlt hat, lächerlich.
Zu den Besuchern kann man noch sagen, dass das Cosplay (Costume Play) wesentlich besser war als letztes Jahr und meines Erachtens dieses Jahr auch viel mehr Japanern im Sommeryukata (bademantelähnliches traditionelles Kleidungsstück) und Kimono herumliefen. Wären diese Kleidungsstücke nicht so extrem teuer, würde ich mir auch noch eins gönnen. Zucker waren die kleinen Mädchen im Minikimono, da will man sich glatt eins in die Handtasche packen und mit nach Hause nehmen.

Highlight des Abends war natürlich wieder das Feuerwerk. Diesmal war das Thema "Schubert". Das Feuerwerk dauerte 25 Minuten und enthielt 5 Akte. As ist unglaublich was Feuerwerl alles kann. Es sind Noten, Sterne, Herzen, Smiley (mehrfarbig) und Glücksklee in den Himmel gezaubert worden. Leuchtene Kugel umringt von Ringen (doppelgemoppelt ^^) und Goldregen der aussah wie eine riesiege Trauerweide waren phänomenal. Der Höhepunkt war auch goldregenähnliches Feuerwek was wie Korallen aussah und immer wieder "nachgewachsen " ist. Herrlich.
Und das Ganze haben wir bei pünktlich um 23 Uhr einsetztenden Regens, gesehen. Aber das war okay.
Um halb 1 morgens ging es dann wieder zurück nach Halle, und nach Punkt 24 Stunden Ausflug sind wir hier um 6 Uhr zurückgekehrt. Ich organisiere es gerne wieder, aber ich denke, aufgrund der kleinen ausstellungsbereiche werde ich wohl nicht mehr mitkommen. Einmal gesehen, weiß man was abläuft. Wobei das Feuerwerk trotzdem ein Grund dafür wäre.....
昨日5月29日はデュッセルドルフの「日本デー」と言うイベントに行きました。毎年にそのイベントはあります。 デュッセルドルフの中には一番多いドイツの日本人。その人はたくさん文化を見せました。例えば活花や折り紙や太鼓や書道です。
一番面白いものは日本のは花火ではありませんでした。とてもすごかったです。大好きです!!

Montag, 1. März 2010

Geläster

Da wir heute den Tag für absolut "sinnvolle" (Kochen und Soaps) und sinnvolle Sachen (Forschung) genutzt haben, gibt es nichts Erwähnenswertes. Um trotzdem ein paar Gedanken loszuwerden, die einen in Japan begleiten, schreibe ich heute mal darüber:

Wenn man unterwegs ist, dann sieht man überall Japaner. Und zwar Japaner in allen Lebenslagen und in sämtlichen Outfits die es gibt. Gerade die Frauen sind da sehr unterhaltsam. Was aber fast ale Frauen gemeinsam haben, sind die aussergewöhnlichen Schuhe und Gangarten. Grundsätzlich kann man sagen, dass 75% derFrauen hochhackige Schue tragen, die ungefähr 10 cm hoch sind, damit fällt es nicht auf, dass sie alle so klein sind. Allerdings sind diese Schuhe meistens zu groß. Wenn es also nicht umbedingt Stiefel oder Riemchensandalen sind, dann schlupfen die Damen gerne während des Gehens aus den Schuhen. Bei Pumps sieht das gerade schauderhaft aus. Aber selbst wenn sie nicht aus den Schuhen schlupfen, dann gehen sie auf den Schuhen wie ein Storch oder ein Pferd. Häufig knicken die Füßen nach außen weg, sodass leichte O-Beine entstehen. Meistens jedoch haben die Mädchen nach innen gerichtete Füße, sodass man denkt, dass sie jeden Moment über sich selber stolpern müssten. Dazu kommen auch gerne X-Beine. Gron geschätzt haben wahrscheinlich nur 20% der Frauen eine normale Gangart. Ein Paradies für Orthopäden.

Weiterhin haben alle Japaner, männliche und weibliche, Zähne, das ist schon unglaublich. Ich weiß noch, dass in der Schule bei uns mit festen Klammern gequält wurden. Aber keiner von uns hatte jemals ursprünglich solche Zähen gehabt wie die Japaner. Nicht ungepflegt, sondern krumm und schief. Gerade die hübschen bis zur Unendlichkeit geschminkten Mädchen haben ein Gebiss wie ein Pferd. Allerdigs auch die Models in den Werbungen und Plakaten haben nicht das perfekte Gebiss. Überraschenderweise haben wir aber auch schon 3 Mädels (unter Tausenden Japanern ^^) gesehen, die feste Spangen trugen. Ein neuer Trend?

In der Uni habe ich gelernt, dass die Geburtenrate (z.Zt. ~1,29 Kinder pro Familie)zurück geht und die Durschnittsfamilie dann wenn überhaupt nur ein Kind hat. Gut, Kinder sehen wir hier auch nicht so viele, aber wenn wir eine Familie oder Schwangere sehen, dann haben die meist mehrere Kinder. Und Familien an sich sehenwi r ziemlich häufig. Sogar mit Vater, von dem es heißt, dass der sowieso den ganzen Tag arbeitet. Aber, wenn die Männer alle den ganzen Tag arbeiten, dann haben wir uns auch schon gefragt, warum manche Bahnen den ganzen Tag lang voll sind von Bürolleuten. Tun die nur so? Oder ist das wie bei Ameisen: es wuseln soviele umher, dass man denkt die sind total fleissig, aber in Wirklichkeit pennt der Großteil im Hügel?

Eine weiter lustige Beobachtung ist auch, das wenn man Bahn fährt, die eine Hälfte pennt und die andere Hälfte mit dem Handy spielt. Da wir kein Handy haben, pennen wir. Das geht unglaublich schnell, dass wenn man in einer japanischen Bahn sitzt, man einschläft oder döst. Unser Vermutung: eine geringe Dosis an Schlafgas in der Bahn.

Das sind sponatn ein paar alltägliche Gedanken aus dem Leben in Japan. Voller Überraschung haben wir gerade festgestellt, dass es nächste Woche schon wieder zurück geht und wir längst Halbzeit hatten. Das bekommt man hier nicht unbedingt mit.

Montag, 15. Februar 2010

Jungfernflug oder Als Terrorist nach Japan

Es ist vollbracht, ich bin in Japan und habe einen Internetanschluß. Für mich ist erst Abend, aber ich weiß, dass alle jetzt erst wieder zur Arbeit raus müssen..das erklärt auch warum ich so extrem müde bin.
Ich möchte euch meine ersten Erfahrungen mit dem Fliegen und Japan erzählen:
Wieder Erwarten war ich vor dem ersten Flug nicht im Geringsten aufgeregt, eher im Gegenteil, ich war gelangweilt. Viel zu früh am Flughafen gewesen und die Zeitschrift die ich mir gekauft hatte, hat auch nicht lange gehalten.
Der Check-In selber war kein Problem, aber die Kontrolle. Brav wie ich bin, habe ich alles in die hübschen Körbe gelegt und habe selber beim Durchgehen gepiept. Ganz ehrlich, habe ich auch nicht anders erwartet, wenn man seinen Schmuck und den Gürtel nicht abnehmen muss. An mir wurde nichts gefunden, aber an meinem Laptop. Den wollte man mir nicht aushändigen, ich dürfe ihn nicht weiter mitnehmen. Prima, ich habe ein wenig Panik gehabt. Da kommt ein netter und lustiger Herr vorbei, der meinen Rechner näher untersucht. Er zieht einen Streifen Irgendwas über das Gerät und prüft damit, ob er mit Sprengstoff gefüllt ist. Die Kabelage des Rechners sei äußerst ungewöhnlich heißt es. Mehr aber auch nicht, er tickt nicht und hat auch keine Sprengstoffspuren hinterlassen (bin nun mal ein gekonnter Terrorist ^^).
Dann steige ich in den ersten Flieger von Hamburg nach Kopenhagen und staune nicht schlecht wie klein das Teil ist. Der Flieger hat ungefähr die Größe eines Busses und genauso so viele Sitzreihen (13). Ich bin immer noch nicht aufgeregt gewesen und nach dem Flug wusste ich, dass ich das auchcnicht brauchte. Wer Achterbahnfahren mag, der mag auch Fliegen. Keine Probleme. Was soll auch bei 30 Minuten Flugzeit schief gehen?

In Copenhagen hatte ich auch keine Schwierigkeiten das richtige Gate zu finden und den Flieger zu besteigen. Leider hatte ich keinen sehr gespächigen Sitzpartner, aber imemrhin das Fenster. Das hat mich allerdings auch nicht zum Schlafen gebracht. Ich habe die ganze Zeit vor mich hingedämmert, weil mich auch das Filmprogramm nicht fesseln komnnte. Hier ist gerade kein Platz für Filmrezensionen, aber vielleicht hole ich das nach. Es gab "Surrogates" mit Bruce Willis und "Cloudy with a chance for meatballs". Essen ist auch gut gewesen und nett waren sie auch alle. Scandinavian Airlines sind zu empfehlen.

Meine größten Befürchtungen hatte ich am Narita Airport meinen Bus zu finden, aber der ist kleiner als gedacht, das ging alles fix, auch der Zoll und die Immigrationsfragen. Allerdings bin ich dadurch 2 Stunden früher durch gewesen als gedacht. Und nun findet mal ein Telefon am Flughafen. Laut Tafel war es da, aber irgendwie nicht dort wo ich gesucht habe. Und dann habe ich nur extrem großes Geld und keiner kann wechseln. Außerdem stand auf dem Telefon "Wählen Sie diese Nummer für den Anbieter, die Nummer für dieses Gebiet und die Nummer für was weiß ich was". Ich wollte doch nur auf Handy nrufen. Aber Dank meines perfekten Japanisch (助けて下さい-Bitte helfen Sie mir) lässt sich doch was machen. Aso habe ich bescheid gesagt, dass ich mit dem nächsten Bus ankomme und ich am Yokohama-Bahnhof abgeholt werden kann. Da hätte ich auch meine Orientierung verloren.
Auf der Busfahrt sind mir dann schon einige Dinge aufgefallen. Erstens, das Linksfahren ist irgendwie irritieren, dann sind wir 90 Minuten auf der Autobahn gefahren, obwohl Yokohama nicht so weit von Narita weg ist und alle ist Industriegebiet gewesen, außer dem Disneyland Resort, da bin ich auch vorbei gefahren ^^. An sich kan ich jetzt nicht behaupten, dass Japan mich bisher umgehauen hat. Ist vielleicht aber auch ganz gut so.
Von meinen leckeren Essenserfahrungen und Eindrücken schreibe ich lieber, wenn ich auch Bilder zu bieten habe....Japan ist ein Essparadie!
Nun gut, und dann mein Zimmer. Klein, ausreichend und definitiv sauberer als das in Halle. Die beiden Jungs, die hier Verwalter spielen, haben mir dann netterweise alles erklärt, mit Wäsche, Müll, Kochen, Schlüssel, Stromkosten und so weiter, und schön brav auf Japanisch. Ich kann sagen, dass ich nichts verstanden habe, aber andererseits habe ich verstanden was sie sagten. Ich denke, so soll das funktionieren.
Nach einem Kampf mit der Bettwäsche (wieso gibt es zwei Laken, zwei Decken , aber nicht einen richtigen Bezug?) und einer herrlichen Dusche, werde ich jetz schön ins Bett gehen.
Morgen geht das Abenteuer weiter...

Ich empfehle auch die beiden Blogs von Stefan und Katharina. Die mögen all das was ich schreibe ganz anders sehen^^.