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Montag, 6. Dezember 2010

Nature live

Lang, lang ist es her und ich habe schon einige Nachfragen bekommen was los ist.
Es tut mir Leid. Ich habe mein Ladekabel für den Laptop kaputt bekommen und konnte dadurch den Rechner nicht nutzen. Außerdem war ich am Wochenende auf weiter Tour. Das ist soweit auch das einzige Mitteilenswerte, was das breite Publikum erfahren darf^^.

Am Wochenende stand ein Bustrip nach Yokohama, Kamakura und Hakone an. Ich hatte zwar Yokohama und Kamakuraschon vorher besucht (man erinnere sich, im Frühjahr hab ich einen Monat in Yokohama gewohnt) und an sich war der Trip auch nicht in meinem Budget, aber durch die Zahlung der Versicherung hab ich es mir einfach gegönnt. Ein Glück.

Am Freitag ging es um 17 Uhr los und wir sind zu unserem Hotel in Yokohama gefahren, direkt an Minato Mirai, meinem Lieblingsort in Japan -bisher-. Dort haben wir gemischte Zimmer gehabt,also Japanisch und Ausländisch gemischt. Naja, im Endeffekt war es bei der Party im Jungenzimmer auch geschlechtergemischt. Mann, war das lustig. Unglaublich wie mich zwei japanische Drinks aus der Bahn werfen können, aber immer wieder erhellend wie flüssig das Japanisch wird, oder das Englisch der nicht-englisch-sprechenden Japanern^^. Nur kurz erwähnt: es waren fast nur japanische Mädchen dabei und ein (!) japanischer Kerl. Dafür dann Rushelle, Mark (Engländer), Yoann, David (Franzosen), Ryan (Ami), Sophia, Tabea, Nicole und ich. Ziemlich gerecht aufgeteilt^^

Naja, spät ins Bett und ein früher Weckruf um halb 7. Meines Erachtens passt das nie. Aber muss man durch. Nach einem ausgiebigen Frühstück vom Buffet wo ich mir dreimal Brot (Baguette und Croissant) nachgeholt habe, weil man hier so selten unsüßes Brot bekommt, ging es dann nach Minato Mirai.
Ich liebe diesen Stadtteil. Unser Führer, ein Alumni der Musashi, hat leider alles auf Japanisch erzählt. Wenn ich mich angestrengt hab, konnte ich es verstehen, aber ehrlich gesagt, wollte ich nicht wissen was er im Archiv von Yokohama erzählt. Das über den tollen Hafen des 21. Jahrhunderts, mit dem Riesenrad und dem höchsten Gebäude Japans wusste ich eh schon, weil ich mich in den Stadtteil verliebt habe.
Aber die Aussicht! Nach einer kleinen Wanderung bei schönstem Sonnenschein morgens um 9 haben wir dann ne Pause am Kai gemacht. Blick aufs Meer. Die Siloutte von Minato Mirai am Horizont, Blau am Himmel und ein Eis in der Hand. Glücklicher kann man nicht sein. Aber unglaublichweiser spricht mich ein Japaner an "Wo seid ihr denn her?" "Deutschland!" Aha...und dann ging es los. Der Herr ist Zeuge Jehovas, in Japan, und hat tatsächlich versucht mit mit auf Japanisch über Gott zu diskutieren. Ich hab ihn verstanden, aber diskutieren kann ich leider noch nicht auf Japanisch. Warum kommen die immer bei mir an?

Naja, danach ging es dann nach China Town in Yokohama. Bunt, laut, eng, vollgestopft. Mehr braucht man eigetnlich nicht sagen. Und weil es Mittag war sind wir dort in ein großes, edles Restaurant und haben chinesisch gegessen. Nicht schlecht. Mann kann schon sagen, dass es wie in Deutschland beim Chinesen geschmeckt hat, aber hier gab es noch das asiatische Feeling gratis dazu.

Mit dem Bus ging es dann weiter mach Kamakura. Eigentlich wollte ich dort Jumpei treffen, der lustigerweise an dem gleichen Tag auch da war, aber unser Zeitplan war so gestrafft, dass das nicht ging.
An sich kann ich nicht viel Neues über Kamakura sagen, außer dass wir alte Tempel besucht haben (was gibt es auch anderes in Kamakura?) und die Herbstfärbung echt der Hammer ist. Dadurch das Kamakura sehr wäldlich liegt ist das kombiniert mit der Sonne sehr schön gewesen.

Nach langer Wanderung ging es zum nächsten Hotel. Ganz ehrlich: ich denke, das was wir für die Tour bezahlt haben, reicht gerade für eine Nacht in dem Hotel. Edel ohne Ende.
Dort im Hotel sind wir wieder neu aufgeteilt worden und ich bin allein mit zwei Japanerinnen in einem Zimmer gewesen. Kein Ding, aber die beiden haben sich bisher voll abgekapselt und sahen nicht danach aus, als ob sie Kontakt wollten. Im Endeffekt hatte ich sehr lustige Gespräche mit ihnen, über die Angwohnheit nachts nen BH zu tragen oder Kerlen zu sagen, dass man sie mag.
Aber zurück zum Tagesprogramm: mit den Alumni haben wir noch ne "Pary" mit viel lecker Essen gehabt, wo wir uns mal wieder auf Japanisch vorstellen mussten. Diesmal aber auch die Japaner. Die sind alle so aufgeregt gewesen, udn das obwohl sie das in Japanisch machen durften.^^ Zur Belohnung gab es für uns Ausländer nen Fächer.
Und danach noch ne Teezeremonie. Aebr: die vom Wohnheim war bei Weitem besser.
Und danach war freie Zeit (um 21 Uhr endlich). Und weil es so schön war, haben die Jungs wieder zur Party geladen. Der Clou: es gab ein Biru-dô (Bier-Zeremonie). Teezeremonie heißt auf Japanisch Sa-dô (von cha für Tee, und für der Weg der Erleuchtung). Es gibt viele Dôs, z.B. Judô, Kyudô, Kendô. Die Jungs haben aber die Regeln der Teezeremonie auf das Biereinschenken umgewandelt. Perfekt!
Ich bin aber recht früh ins Zimmer zurück, weil der nächste Weckruf wieder um halb 7 kommen soll. Naja, bis um 1 hab ich mit den Mädels geklönt.

Sonntag: Was für ein Megafrühstück. Wieder gab es Brot und Croissants (auch Würstchen, aber das ess ich nicht so gerne zum Frühstück) aber es gab auch Obst und Kellogs. Ja, genau: Kellogs. Und supertollen Joghurt. Ich kam mir schon sehr unverschämt vor, aber ich musste ja nichts bezahlen^^.

Heute ging es dann nach Hakone mit Zwischenstopp in Odawara. Der Weg führte direkt am Meer entlang, so wie am Vorabend, wo wir den Sonnenuntergang mit dem Fuji erleben durften. Die Landschaft war großartig. Links vom Bus war das Meer, ich liebe das Meer, rechts vom Bus waren Berge und der Fuji. Man kann nicht beschreiben wie toll das war. Und bei der Pause auf einer Raststätte waren dort viele, viele Motorräder, und was für welche. Ich hatte so Bock mir eins zu schnappen und die Strecke zu fahren. Aber neee.
In Odawara, bei srahlender Sonne, haben wir dann das Schloß von irgendnem Shogun besucht. Hübsch sowas mal live zu sehen. Aber leider war es innen ein Museum. Ich hätte es spannend gefunden es von innen restauriert zu betrachten. Aber man kann nicht alles haben.


Mittags gab es dann japanische Fischgerichte. Ich will nicht wissen was das gekostet hat. Es gab: Reis mit Fischeiern, Tintenfisch, Fischkuchen (was auch immer), eine Seeschnecke oder Muschel und ne Krabbe in Misosuppe. Alles was das Meer so bietet. Und obwohl ich alles esse, die Schnecke war jetzt nicht mein Ding. Leider mochten mehrere aus der Gruppe keinen Fisch, für die war das dann doof.

Letzte Station: Hakone und traditionelle Holzarbeien. Ganz ehrlich: da hätte ich drauf verzichten können. Mir hat der Ausblick gereicht. Gerade mal 20 Kilometer vom Meer enfernt waren wir im Gebirge wie wir es nur in Bayern kennen. Und dann diese Laubfärbung. Boah.

Also die Bastelstunde ertragen und dann dachten wir alle, dass es noch ins Onsen, das berühmte Bad in Quellen geht, aber wir hatten wegen des Verkehrs keine Zeit mehr. Wir waren alle traurig.
Also sind wir 3 Stunden zurück gefahren. Mit nem Quiz, dass ich gewonnen hab, und viel Schlaf.

Die Fahrt war insgesamt toll, für die 150€ haben wir echt viel erlebt und unter Garantie nen Haufen gespart. Unsere Reiseführerin "Drogen-Miki" war auch toll. Zwar war ihr englisch so super japanisch freundlich, aber eigetnlich war sie cool. Wir haben neue Frende und das Sprachlevel sollte sich auch gehoben haben. (Naja, bei meinem Telefonat gerade hab ich trotzdem nichts verstanden^^)

Mittwoch, 15. September 2010

Gut Ding will Weile haben

Wie erzähle ich kurzweilig von 31,5 Stunden Reise?

Angefangen hat der spaßige Ausflug nach Japan mit einer 9stündigen Bahnfahrt von Lübeck nach Frankfurt. an sich wollte ich noch einen letzten langen Brief schreiben, aber das die Technik der Bahn dermassen ausgereift ist, dass kein Licht im Abteil funktioniert hat, hab ich einfach gepennt. So ging die Zeit auch recht schnell rum. Schnell noch nen Blick auf den bleuchteten Kölnr Dom bei Nacht geworfen -einfach irre schön- und eine Stunde mit einer Koblenzerin geschnackt und ich konnte in Frankfurt frohen Mutes aussteigen und einchecken.
Naja, so einfach war das nicht. Ich bin vorgewarnt worden, dass der Weg vom Bahnhof zum Flughafen eine dreiviertel Stunde dauert, aber obwohl ich langsam gegangen bin, ich hatte ja Zeit ohne Ende, bin ich in einer halben Stunde an meinem Schalter am weit entferntsten Terminal gewesen. Der hatte allerdings noch nicht auf, sodass ich auf einer Bank dort noch geratzt hab.
Der Check.In verlief einfach und anscheinend hatte ich kein Übergepäck, sodass ich mir noch rund 3 von 4 Stunden vertrödeln musst. Also ab zur aussichtsplattform. Gut, geplant war das nicht, ich wollte nur nen Kaffee von McD, aber warum nicht angenehmes miteinander verbinden? Dort saß ich nun in der schönen Morgensonne mit nem Kaffee und schrieb meine letzten Abschieds-SMS.
Zeitig ging ich dann zur Passkontrolle und zur Gepäckkontrolle. Wer hätte das gedacht: Bombenkontrolle an meiner externen Festplatte. Mit meinem Laptop htten sie dieses Mal Mitleid. Aber kein Problem, meine Blümchensticker haben den Beamten so fröhlich gestimmt, dass sie die Bombe nicht gefunden haben.
Die Watezeit im Vorraum will ich nicht erzählen, die ist langweilig. Im Flugzeug hatte ich wieder den Fensterplatz und einen Deutschen neben mir, mit dem ich nur ein "Hallo" und "Entschuldigung, ich müsste mal" getauscht habe. Ich war von dem Filmprogramm zu sehr abgelenkt. Topaktuelle Filme. Ich habe "Iron Man 2" auf englisch gesehen und "Valentinstag" auf deutsch. Es gab noch neuere wie "Prince of Persia", "Kick-Ass" etc. aber die kannte ich schon.
Der Service war super im Flugzeug: Essen a la carte. Ich hatte Talpia-Fisch auf Couscous. Und noch nen Kaffee, desert, Vorspeise, Snack....Und nen verdammt gut aussehenden Stewart. Ich bin zu dem Schluß gekommen, dass nur gutaussehende Leute im Flugzeug arbeiten dürfen und die Männer eigentlich alle schwul sind.


Nach 5,5 Stunden dann die Zwischenlandung in Abu Dhabi. Leider kann ich nichts dazu sagen, außer das es dunkel war. Ich konnte Palmen und Sand erkennen und es sollen 37 Grad gewesen sein. Ich hab mich allerdings nur drinnen aufgehalten udn das kostenlose W-LAN genutzt. Außerdem hab ich den Kerl aus der Reihe vor mir angequatscht der auch Auslandsstudent ist. Er geht an die Sophie (auch eine Uni von uns) und ist aus Trier, studiert allerdings Jura. Social Networking muss ja sein.
Im Flugzeug hab ich dann einfach nur versucht zu pennen, was eher schlecht als recht ging. Während des Essens hab ich dann noch den Film "Letters for Julia" angeschmissen -ja, den kannte ich auch noch nicht, ich weiß dasss das auch eine Schnulze ist-. Das Essen konnte ich mir auch wieder aussuchen und ich habe das Japanische Menü genommen, weil dort Soba-Nudeln waren. Aber leider hat es nicht ganz so gut geschmeckt.
Das Frühstück dann nachher war umso besser: Früchte, Croissant, Joghurt und Grüner Tee. Jetzt erst am Ende des 10stündigen Flus hab ich dann angefangen mit meinem italienischen Sitznachbar zu klönen. Er ist nur 4 Tage hier. Bis ich dann meinen Koffer hatte war das ne nette Unterhaltung. Und dann bin ich raus und abgeholt worden.
Mit 5 Deutschen sind wir dann durch Tokyo gecruist und ich bin dann mit Katja und ihrem Freund in unser Hostel angekommen. Es war ein "Wooden Capsule Hostel". Ich finde das sagt schon einiges und das Foto auch. War aber für eine Nacht definitiv in Ordnung, zumal sie eine Dusche hatten. Und der Common Room, also Aufenthaltssraum, mit dem kostenlosen Internet hat auch sein Übriges getan.


Aber der wurde erstmal nicht genutzt weil wir uns mit 12 weiten Leuten in Shinjuku getroffen haben, um zusammen zu trinken und essen. Kurz zusammengefasst: Pizza, Yakisoba (gebratene Nudeln), Takoyaki (Tintenfissbällchen), Hähnchen und Cocktails mit nichts an Alkohol drin.
Gegen halb 11 ging es zurück und trotz der Hitze (26 Grad)ist mein erster Einkauf ein Regenschirm gewesen. Naja, dann ein wenig Internet, Chatten und Nachricht abgeben und dann ging es auch schon ins Heiabettchen.
Morgens um 9 dann wieder raus und ab zum Wohnheim.

Aber das erzähl ich euch demnächst.