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Sonntag, 30. März 2025

Zuhause bei der (japanischen) Familie

 Freitag

Wie angekündigt sind wir über das Wochenende nach Shizuoka zu der Familie meiner Freundin gefahren. Ich kenne Mariko mittlerweile seit rund 17 Jahren. Ich hatte sie damals über eine Sprachlernseite angeschrieben und gefragt, ob wir schreiben wollen. Sie auf Englisch und ich auf Japanisch. Während des Studiums hat das auch so geklappt, danach bin ich auch ins Englische gefallen. 

In meinem Kurzzeitstipendium ist sie damals zu mir nach Tokyo zu Besuch gekommen und im Langzeitstipendium bin ich für eine Übernachtung zu ihr gefahren. Ich durfte bei ihr, bzw. im Haus der Eltern schlafen und hatte eine schöne Sightseeingtour mit Familienfeeling. Ich durfte noch die Schwester mit der frisch geborenen Nichte und die Cousine kennenlernen. Auch danach hat meine Mutter mit dem japanischen Dad über Facebook Kontakt aufgenommen. Sie schreiben sich jetzt auch schon seit Jahren mehr oder weniger regelmäßig, obwohl sie sich nie in echt kennengelernt haben. Mein Kontakt mit Mariko ist auch mal häufiger oder seltener, je nach dem was passiert oder wie man Lust hat zu schreiben. Als wir wussten, dass wir nach Japan fliegen, hat Mariko es als erste erfahren und wir haben um den Besuch herum die ganzen Sachen geplant.

Die Reise haben wir auf jeden Fall mit dem Shinkansen angefangen. Die Fahrt dauert eineinhalb Stunden und am Anfang der Reise ist dummerweise mein Handy runtergefallen. Diesmal muss es aber so ungünstig aufgekommen sein, dass es das Display zerstört hat. Es ist keine Spider-App, sondern nur ein Miniriss, aber es wird nichts mehr angezeigt, nur ein kleines Flackern. Grandios. Da hab ich ja voll Bock drauf. Nicht nur das einige Leute meine Bilder sehen möchten, ich habe auch das Handy zur Orientierung und Planung genommen. Marcel ist da ein wenig ausgeklammert gewesen. Aber nun ja, was soll man machen. Shou ga nai, wie der Japaner sagt. Immerhin habe ich den Laptop noch mit. Jetzt überlegen wir noch, ob wir hier ein neues Handy kaufen oder in Deutschland.

Unabhängig von diesem Missgeschick kommen wir natürlich superpünktlich in Shizuoka an und Mariko und ihr Vater Toshihide erwarten uns winkend am Bahnsteig. Das macht einen schon echt glücklich so herzlich begrüßt zu werden. Selbst Marcel haben sie herzlich wie einen alten Freund begrüßt, obwohl sie ihn ja gar nicht kannten. 

Zuerst haben wir das Gepäck nach Hause gebracht und danach sind sie mit uns nach außerhalb gefahren um den Shiraito-Taki, einen Wasserfall, zu besuchen. Wir kannten die Planung überhaupt nicht, daher saßen wir nur im Auto und haben uns über die Gegend gefreut. Shizuoka ist zwar Präfektur Hauptstadt, aber im Gegensatz zu Tokyo sehr flach und ländlich. Man hat von hier aus aber einen besonders guten Blick auf den Fuji, wenn er denn will. Vor 14 Jahren hat er sich geweigert sich zu zeigen, aber vom Shinkansen konnten wir ihn schon sehen. Der Wasserfall ist jetzt nicht so riesig wie die Niagara-Fälle, aber er war wunderschön in der Natur und mit den knospenden Kirschblüten war das Setting grandios. Das komplette Kontrastprogramm zu der digitalen modernen Welt in Tokyo. Und nach den Bahn- und Autofahrten war es schön sich wieder zu bewegen. 

Nach nem Happen zu essen ging es zu einem See, dem Tanuki See, von dem man eigentlich DEN Blick auf den Fuji hat, mit Wasser und im Idealfall noch mit Kirschblüten. Aber jetzt war Fuji ein bisschen schüchtern und hat sich hinter den Wolken versteckt. Der See war dennoch sehr idyllisch und ruhig.
 

Es ging zurück nach Hause. Mittlerweile ist auch die Mutti nach Hause gekommen, die konnten wir vorhin noch gar nicht begrüßen. Auch sie hat sich nicht wirklich verändert in den 14 Jahren. Die Eltern sind mittlerweile um die 70/75 Jahre alt. Aber das merkt man ihnen überhaupt nicht an. Und nun ging es erst einmal an den omiyage Austausch. Wir hatten aus Deutschland Haribo und Halloren mitgebracht und meine Mutter hat für alle Frauen der Familie (sieben insgesamt) kleine Kosmetiktaschen genäht, die ich dann noch mit Pröbchen von DM und kleinen Naschsachen befüllt habe. Für Toshi gab es stattdessen ein Bier. Da haben sie sich drüber gefreut. Vor allem weil es selbst genäht war. Ich war froh nun die Koffer leer bekommen zu haben aber nein, die omiyage für uns war enorm. Es lag bereits ein Haufen Naschereien bereit und in einer Tüte waren zahlreiche Pokemonsachen, kleine Tüten, Naschi, Sticker etc. vorbereitet. Dann gab es Socken und kleine Handtücher mit klassischen Japanmotiven .... Ich wusste schon länger, dass Mariko den Shizuoka Pokemon Store leer kauft. Sogar für meine Mutter ist ein kleines Geschenk dabei.

Nachdem wir uns gegenseitig beschenkt haben sind wir in ein Tonkatsu-Restaurant gefahren. Marcel hatte sich das gewünscht und ein alter Klassenkamerad von Marikos Schwester führt dieses Restaurant. Es war wieder unglaublich lecker. Das Gespräch war noch ein wenig holprig. Wir mussten und noch von meinem Sprachlevel finden und Marcel wollte auch immer mitreden, aber irgendwie hat keiner Deutsch verstanden. Das habe ich bestmöglich übersetzt und es ging ziemlich gut.


Samstag

Da Familie Kameyama viel geplant hat, sind wir früh aufgestanden. Viel früher als was man im Urlaub will. Aber die Mutti hatte für uns ein schönes Frühstück gezaubert. Ein kleiner Mix aus europäischem Frühstück mit Spiegelei und Bacon und japanischem Stil, nämlich kleine Schälchen mit beigelegten Gemüse oder Salat.

Auf dem Plan stehen heute traditionelle und historische Dinge. Zuerst ging es zur Okabe Station in Kashibaya. Das ist ein 600 Jahre altes Ryokan. Ein Ryokan ist eine Gaststätte im alten japanischem Stil mit Schiebewänden und Tatamimatten (klar, so war es damals halt). Dieses Ryokan hat man restauriert und in ein Museum umgebaut. Altes Reiseequipment wurde ausgestellt und ganz viele traditionelle Puppen. Die sind noch vom Hanamatsuri, dem Puppenfest, da gewesen. Es ist schon spannend wie klein die Menschen früher waren, aber wie weit die Kunstfertigkeiten schon waren. Generell wirkt das ganze Dorf sehr alt und es wirkt wie früher dort. So ist es auch, als wir zu einem berühmten Soba Restaurant gefahren sind. Wir mussten ein Stück laufen und die Häuser waren wirklich wunderschön alt. Es sah fast wie in Kyoto aus. Soba sind Buchweizennudeln die man gerne auch kalt isst. Sie gelten als erstes Fastfood in Japan und stammen aus der Edo-Zeit.

Gestärkt ging es dann ins Takumishuku, das Traditional Hand Craft Arts Center. Dieses Zentrum ist das was ich an Japan liebe: die Liebe zum Handwerk und der Kunst. Es ist eine sehr schöne und ästhetisch moderne Einrichtung, wo man sich in traditionellen Künsten wie Töpfern, Lackarbeiten, Färben oder Bambusarbeiten ausprobieren kann. Marcel war sehr vom Töpfern fasziniert, aber das hätten wir zeitlich und sprachlich nicht hinbekommen. Also haben wir, Marcel und ich, uns bei den Lackarbeiten ausgetobt und Stäbchen poliert. Dazu haben wir lackierte Stäbchen bekommen und mussten diese so schleifen, dass sie glatt werden. Dabei treten dann untere Lackschichten hervor und geben dann ein individuelles Muster frei, je nachdem für welche Farbe man sich entschieden hat und wie sehr man poliert. Wir saßen da ca. 40 Minuten und haben artig unsere Stäbchen poliert. Und wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Da schätzt man sämtliche Lackarbeiten mehr wert.

Die Zeit drängte langsam, denn für den Abend war noch eine Willkommens-Dinnerparty mit der gesamten Familie geplant. Ein kurzer Stopp noch bei einem Süßigkeitenverkäufer mit traditionellen Naschi wie Mochi, Daifuku oder Taiyaki ging es nach Hause. Dort wurden uns ALLE Süßigkeiten präsentiert. Wir haben uns durchaus zurückgehalten, aber der Berg war schon überwältigend.

Nun kam der Moment wo alle die ich bisher kennen gelernt habe zusammen kommen. Ich war ein bisschen aufgeregt, da auch die Nichten dabei sind, die ich noch gar nicht oder nur als Baby kenne. Marcel wusste auch noch nicht was ihn erwartet. Das Gefühl, dass die nur für uns kommen ist komisch. Es wurde Sushi für alle bestellt und Mutti hat noch Oden, Eintopf, gekocht. Zuerst kam Akiko, die Cousine. Ich mochte Akiko damals schon sehr, da sie eine sehr offene und extrovertierte Person ist. Sie wurde damals eingeladen, da sie mal in Deutschland war und Englisch kann. Wobei sie kein Wort Englisch gesprochen hatte. Es war direkt wie früher, man war sich wieder vertraut und sie ist immer noch so eine tolle Person. Auch mit Marcel hat sie sich auf Anhieb verstanden, soweit es sprachlich ging. Sie hatte ihm die alten Fotos von 1995 gezeigt und von ihren Erfahrungen berichtet. Dann kamen auch die große Schwester mit Mann und die zwei Nichten. Der Empfang war eher kühl, wie waren für die Kids weniger von Interesse und mit der Schwester hatte ich damals kaum Kontakt. Den Schwager hatte ich nicht kennen gelernt. Aber es gab eh erst einmal Essen. Da das Haus relativ klein ist, haben wir nicht alle an einem Tisch essen können. Und Essen gab es wirklich reichlich. Schon vorgesättigt von den Süßigkeiten hat das Sushi kaum Platz gefunden (jaja, wie dummer Kinder im Schlaraffenland).  Wie immer waren alle von Marcels Talent mit Stäbchen zu essen begeistert und dass er so ein netter Mann ist. Da er sprachlich ein wenig raus war, hatte er beim Tischdecken mit angefasst.

Dick und vollgefressen musste sich Akiko schon verabschieden. Da wir noch omiyage vorbereitet haben und ich dazu per Handy meine Mutter zuschalten wollte, habe ich sie per Videocall angerufen und Akiko ihr Geschenk überreicht. Danach ist alles, zumindest in meinem Kopf, laut und wild geworden. Ich habe meiner Mutter mit dem Handy alles gezeigt und allen meine Mutter gezeigt, dabei habe ich versucht bilingual alles gleichzeitig zu erzählen. Meine Mutter und Toshi haben sich so zum ersten Mal "in echt" gesehen. Und als ich der Familie, also den Teil der Schwester, erzählt habe, dass die Täschchen selbst genäht wurden, waren sie superglücklich und haben alle in die Kamera gerufen und gewunken. Wir haben dann damit Gruppenfotos gemacht und das Eis war gebrochen. Man kann aber leider nicht allen gerecht werden: der Mutter am Telefon und der Familie vor Ort die jetzt viele Fragen hat. Daher haben wir das Telefonat nach einem allgemeinem Tschüsssagen beendet. Mit den Nichten und dem Schwager haben wir uns dann noch ein bisschen unterhalten und die Nichten sind sehr neidisch, dass wir ins USJ (Universal Studio Japan) gehen. Es war ein schöner Abend und die Mädels haben uns noch Dankebilder gemalt und geschrieben. Da geht einem doch das Herz auf. Und ein bisschen stolz bin ich auch auf meine Leistung nach ca. 10 Jahren ohne Japanisch diesen Abend souverän überstanden zu haben. 

Sonntag

Der Tag ist ein bisschen später gestartet, da aufgrund unserer Abreise gen Osaka heute nicht mehr so viel auf den Plan stand. Erstmal mussten wir noch alle Katzen kennenlernen. Zwei kamen regelmäßig zum Futtern vorbei. Das waren aber Gemeindekatzen und die hat man an dem Sakura Cut am Ohr erkannt. Das sind so gesehen Streuner die aber kastriert wurden und zur Erkennung wurde das Ohr "beschnitten". Sie waren zutraulich, aber nicht kuschelig. Die Familie hat aber noch zwei Hauskatzen, wobei die nicht im Haus wohnen sondern ihr eigenen Katzenzimmer haben. Eine davon war scheu und ist gleich abgehauen, die andere ältere Katzendame war zutraulich und schmusig. Ich kann mich nicht mehr aktiv erinnern, aber ich habe sie tatsächlich schon vor 14 Jahren kennen gelernt. Ein bisschen traurig wurden wir schon, da wir schon so lange ohne unsere Babies sind. So lange waren wir noch nie getrennt. 

Zum Schluss sind wir in die Stadt. Erst ohne Gepäck, dass wollte Toshi später holen. In der Nähe des Bahnhofs ist zum einen das Präfekturgebäude, da gibt es eine kostenlose Aussichtsplattform. Und die Aussicht in Shizuoka ist eine ganz andere als in Tokyo. In Tokyo sieht man nur Häuser, Häuser und Stadt. In Shizuoka sieht man kleine Häuser, Berge, das Meer und mit Glück den Fuji. Es war nun ein wenig schüchtern hinter Nebel, aber klar zu erkennen. Zu dieser Aussicht haben wir Yasuko mitgenommen, die Freundin von Mariko. Sie war damals mit in Tokyo als Mariko mich besucht hat und war natürlich dabei, als ich in Shizuoka war. Zusammen haben wir diesmal noch die Kirschblüten bewundert. Sie ist am Sonntag in Shizuoka in voller Blüte und der Burggraben der Burgruine ist wunderschön mit den Blüten am Ufer. Ich hatte das als romantisches Märchen abgetan, aber es ist wirklich was besonderes. 

Als finalen Sightseeingspot haben wir das Museum in der restaurierten Burganlage besucht. Die Anlage selbst ist seit dem 12. Jahrhundert vorhanden und wurde damals unter Tobunaga Ieyasu richtig groß ausgebaut. In Shizuoka ist man europäische Ausländer kaum gewohnt und Toshi ist mehrmals gefragt worden wo wir her seien und ob wir Japanisch könnten. Aber man hat uns auch extra herzlich aufgenommen..

Aber alles hat ein Ende. Toshi ist nach Hause unsere Koffer holen während wir mit Mariko und Yasuko noch durch die Innenstadt geschlendert sind. Mutti kam dann auch noch mit zum Bahnhof und hat und noch für meine Mutter ein Extrageschenk mitgebracht und Getränke für die Fahrt. Zum Glück gab es für uns keine weiteren Geschenke. Wir wussten schon gar nicht wie wir die Koffer zu bekommen, obwohl wir unsere Mitbringsel losgeworden sind und erst Halbzeit haben.  Als der Shinkansen kam ging es auch schnell, sowohl die Verabschiedung als auch die Tränen die bei mir flossen. Wie letztes Mal. So schnell und so stark kann man diese Familie ins Herz schließen.

Schnell bringt uns aber der Shinkansen in nur zwei Stunden nach Shin-Osaka (Stadtteil von Osaka) um einen weiteren Teil des Abenteuers zu beginnen. Tatsächlich ist aber mein Gefühl hier anders. Osaka ist nicht mein Viertel. Ich war zwar schon (einen Tag) hier, aber die Leute sind anders. Das Hotel haben wir superschnell gefunden, da es tatsächlich eigentlich auf dem Bahnhof ist. War so nicht geplant, macht es aber auch einfacher. Da Shin-Osaka aber irgendwie nur ein Umschlagpunkt für die Zugreisenden ist und sonst irgendwie abgeschnitten ist, haben wir ausführlich bei der Essenssuche den Bahnhof erkundet und Pläne für die hiesigen Tage geschmiedet. Mal gespannt, wie es sich hier verändert hat

Sonntag, 23. März 2025

Von Tokyo-Eki nach Ueno und zurück

 Nach dem späten Abend hatten wir für Sonntag sowieso ein sehr entspanntes Programm vorgesehen. Erstmal ordentlich Ausschlafen und dann einen entspannten Tag in Ueno und seinen Museen.

Marcel hat leider am Vortag eine Problem mit der Klimaanlage bekommen. Wenn wir im Hotelzimmer oder woanders drin sind, dann muss er fürchterlich husten. Nachts ist das natürlich ganz schlimm. Wir Deutschen sind die Klimaanlagen und die dadurch sehr trockene Luft nicht gewohnt. Und als wir heute morgens geduscht haben, wurde es auch extrem warm im Zimmer. Ein Grund mehr viel Zeit unterwegs zu sein.

Ueno ist mit der Bahn nur einen Katzsprung entfernt. Und Katzensprünge kann man gut laufen. Laut GoogleMaps nur 55 Minuten. Ein Klacks bei dem Wetter. Es waren wieder 25 Grad angesagt. Die Strecke war auch einfach nur geradeaus. Und tatsächlich hat es ungefähr 4 Stunden gedauert da zu sein. Der Masterplan für den ganzen Urlaub sieht so aus, dass wir große Sachen schon gebucht haben und sonst die Tage nach Regionen und ggfs kleinen Sachen aufgeteilt haben, damit bleibt uns maximale Flexibilität. So auch heute. Der Weg führt von Tokyo-Eki nach Nihonbashi. Auch noch ein sehr edles und aufgeräumtes Viertel voller Edelboutiquen und Marken. Aber hier finden sich auch kleine Juwele wie ein künstlerischer Upcyle-Laden. Die Roboter im Schaufenster haben uns aufmerksam gemacht und drinnen haben wir tolle Sachen aus alten Maschinen, Materialien oder Stoffen gefunden. Wir sind mit einer Designerin ins Gespräch gekommen die alte Kimonos in neue Klamotten verarbeitet. Superschön, aber für das Portemmonaie ein wenig zu teuer. Zumal die Gefahr sehr groß ist, dass man es nicht wirklich anzieht.

Nach Nihonbashi sehe ich vertraute Hochhäuser und erkenne: der Weg führt uns direkt durch Akihabara. Das bekannte Elektroviertel ist immer noch DAS Viertel für Animefans oder Spielefreunde. Man findet unglaubliche viele Fanshops, GatchaGatcha und Greifautomaten oder Shops die sich auf Sammelkarten spezialisiert haben. Und Maid-Cafes.

Als erstes fiel mir jedoch ein Taiyaki-Stand auf und erkannte, dass es der Stand ist, wo es Karpador-
Taiyaki gibt. Für alle Nicht-Japan-Nerds: Karpador ist ein Pokemon in Fischform, an sich das schwächste und sinnloseste Pokemon, aber es hat Kultstatus. Taiyaki sind Waffeln in Fischform die traditionell mit der Rotenbohnenpaste (Anko) gefüllt ist. Also ist es das, was wir essen müssen. Es war auch superlecker. Marcel liebte die Cremefüllung und ich hatte Rote Bohnen mit Kastanie.

In Akihabara waren wie immer viele Maids, Mädchen in niedlichen Kostümen, die Menschen ansprechen um mit ihnen ins Maid-Cafe zu gehen. Nun ja, long story short: wir wollen ja alles machen. Also sind wir mit einem süßen kleinen Mädchen in ein Cafe. Natürlich lag die Hauptkonversation bei mir, aber Arare, so hieß die Kleine, hat es gut gemacht. Natürlich ist das ein sinnloses und teures Vergnügen, aber die Mädchen bedienen ein echtes Bedürfnis. Hört sich verbotener an, als es ist. In Maid Cafes gehen Männer um mit Mädchen zu sprechen und ihre Aufmerksamkeit zu bekommen. Ja, oder auch eklige Typen die nen Fetisch haben. Aber es geht im Endeffekt darum, dass du dem Mädchen entweder einen ausgibst oder etwas zu essen bestellst, wo sie dann mit Schokosauce oder Ketchup Dinge drauf schreibt. In dieser Zeit ist sie für dich da und unterhält dich, zollt dir Aufmerksamkeit und tut so, als wärst du die interessanteste Person überhaupt. Obwohl wir sehr zurückhaltend mit dem Konsum waren, hat Arare ihren Job echt gut gemacht. Obwohl sie kein Englisch kann, hat sie das Gespräch super geleitet und uns wirklich aufmerksam zugehört, auch Marcel. Das muss man ihr lassen. Und natürlich wird die verbrachte Zeit mit Geld aufgewogen. Das Cafe selbst war...nun ja....in meinen Augen nichts wo ich meine Zeit verbringen möchte. Aber da gibt es unterschiedlichste Formen und Themen, je nach Geschmack. Es war eine Erfahrung wert und wir haben was zu erzählen. Natürlich gibt es in Japan auch das Gegenstück für Frauen: Host-Clubs.

Weiter führt uns der Weg dann nach Ueno, aber auf dem Weg haben wir noch eine kleine Rösterei entdeckt. Vorranging beruflich bedingt haben wir dort gehalten und noch einen Kaffee genossen. Der war auch wirklich gut, sodass wir gestärkt in Ueno angekommen sind. Statt aber direkt in den Park mit den Museen zu gehen, fiel der Blick in die Nebengasse und wir sind in der Ameyoko Dori, einer weiteren sehr bekannten Einkaufsstraße eingetaucht. Dort war es, wie überall, voll, aber nicht ganz so sehr voller Touristen. Hier war das Hauptaugenmerk auch nicht auf Mitbringsel, sondern auf Lebensmittel. Es gab einige Fischhändler oder Gemüsestände und man kannte superfrisches Sushi genießen. Was wir natürlich taten. Marcel ging es vorrangig um Austern und die waren unvergleichlich zu denen die wir damals in Wien gegessen haben.

Danach hatten wir auch kein Bock mehr auf das Rumgewusel und sind in den Ueno Park. Und Überraschung: hier fand ein Kirschblütenfest statt. Tatsächlich knospen erst zwei Bäume, aber auch hier wird es erst nächste Woche romantisch rosa sein. Überall waren Fressbuden aufgebaut und zahlreiche Menschen saßen bereits wie bei der Kirschblütenschau auf dem Rasen und picknickten. Wir waren begeistert, dass es mehrere Extrazelte gab, wo man seinen Müll abgeben konnte, getrennt natürlich. Deutschland schafft es gerade mal ne Extratonne hinzuklatschen.


Am Ende des Parkes angekommen sind wir in das Naturwissenschaftliche Museum gegangen. Wir wollten Dinos sehen. Tokyo hat eines der drei einzigen vollständigen T-Tex Skeletten. Es ist beeindruckend davor zu stehen und zu sehen, wie groß die Tiere damals waren. Der große Langhals-Dino (ich bin nicht sicher welcher genau) ist gerade in Osaka zur Expo unterwegs. Dennoch sind sie alle riesig. 


Man hat uns mit der Schließung mit rausgescheucht und wir sind auch direkt zurück nach Hause gelaufen. Spannenderweise war der Weg nun viel kürzer. Irgendwie kamen wir schneller voran. Dennoch hatten wir die Augen offen um noch richtig zu Abend zu essen und mir fiel ein Tempura-Restaurant ins Auge. Klein und schnuckelig. Man sitzt direkt vor dem Koch und sieht genau, wie frisch die Zutaten sind und wie er es zubereitet. Die Preise waren allerdings für Tempura recht hoch. Aber man merkte, dass wir uns was Gutes ausgesucht haben. Geschmacklich war es auch herrlich. Die Meeresfrüchte waren sehr zart und das Gemüse saftig. Es gab Gemüse, das wir noch nie gesehen haben (Pestwurz). Durch ein Gespräch mit dem Sitznachbar kam auch raus, dass es eins der besten Tempura Restaurants der Stadt ist. Satt, aber nicht vollgefressen wie die letzten Tag ist es zurück ins Hotel gegangen.

Wir haben mit dem Hotel bezüglich der Klimaanlage und dem Husten gesprochen. Nun experimentieren wir mit der Klimaanlage herum, wie es am besten ist und haben einen Luftbefeuchter bekommen. Mal schauen ob es klappt.

Freitag, 29. Juli 2011

Puppen und Roboter

Donnerstag ging es mit Maria nochmal durch Tokyo. Nach einer eher enttäuschenden Aktion bei Book Off, wo ich sehr wenig Geld verdient hab, aber umso mehr für meine letzten Bücher ausgegeben hab -Ja, jetzt ab ich alle "Dunkler Turm"-Bücher zusammen- haben wir uns noch dem Mädchenhobby Purikura gewidmet. Maria hat weniger Möglichkeiten es in Inuyama zu machen, also musste die Großstadt ausgenutzt werden. da hab ich ja nichts dagegen.
Und dann ab nach Akihabara. Und wieder war die geringe Größe und nicht sichtbare Freakigkeit zuerst enttäuschend. Aber trotzdem sind wir von Geschäft zu Geschäft und haben uns die ganzen Figuren, Puppen und diesmal weniger Gundams angesehen. Die ganzen Spieleläden haben wir auch abgegrast, weil ich Ausschau nach einem bestimmten Spiel gehalten hab: erfolgreich! Allerdings ging der Alarm an der Tür zweimal los, obwohl ich noch zwei Meter davon entfernt war. Und der Typ hinter mir hat mich, die Spiele und wieder mich gemustert um anschließend die Augen zu verdrehen, sagt zu mindestens Maria. Mir doch egal.

Heute ging es dann zum wiederholten Male nach Yokohama. Sudo-Sensei, unsere Sprachlehrerin hat uns zum Rundgang eingeladen. Uns ist in diesem Fall Marie-Noelle, Olivier und mich, der Rest kam irgendwie nicht. Wir haben uns um halb 10 in Yokohama getroffen, was mich Langschläferin früh aus dem Bett getrieben hat, aber wozu lebt man in Japan, wenn man nicht in der Bahn schläft? Und es regnete. Toll, und das bei dem Spaziergang. Naja, trotzdem haben wir es durchgezogen und sind zum Franzosenberg gegangen, ich war so frei und hab es übersetzt. Es handelt sich hier um ein altes Ausländerviertel aus uralter Yokohamazeit. Inklusive Ausländerfriedhof, englischer Kirche und ganz vielen Häusern im europäischem Stil, die wir auch besichtigen konnten. Interessant war das Spielzeugmuseum. Ganz klein, aber vollgestopft mit den schönsten Spielzeugen. Fast alle aus Metall und mechanisch. So richtiges Spielzeug eben. Der Herr der da arbeitete hat uns tolle Sachen erzählt, unter anderem hat er mir deutsches Spielzeug gezeigt und hat uns auch erzählt, dass einer der Toy Story Macher in dem Museum war und sich Inspiration geholt hat. Der Dackel stammt aus dem Museum. Haben wir wieder was gelernt.
Danach ging es dann zur Mittagszeit nach China Town. War irgendwie selbstverständlich das wir dort essen, dass uns Sudo Sensei allerdings in ein piekfeines Restaurant führt, hat keiner geahnt. So richtig mit Frack-Ober und jeder der Mitarbeiter hatte nen Knopf im Ohr um zu kommunizieren. Ganz schick.
Und was ich gegessen hab ist auch so ne Sache. Ich denke ich erwähne einfach nur das Ungewöhnliche^^: Haifischflosse (null Geschmack aber interessantes Kaugefühl), ein pechschwarzes gekochtes Entenei (lecker!), Qualle (schätze ich, keine Ahnung was das war) und wenn ich es richtig verstanden habe Jakobsmuschel (hervorragend). War nicht schlecht und sollte man alles mal gegessen haben.
Es ist fies zu sagen, aber zum Glück hat Sudo-SEnsei für uns bezahlt, das wäre der Hammer gewesen.

Danach ging es zum Verdauen an das Meer, in den Yamashita Park, von wo man man geliebtes Minato Mirai sehen kann. Mal wieder war es grau in grau, aber es hat immerhin aufgehört zu regnen. Und damit wir mal nen anderenBlickwinkel bekommen, hat sensei uns zu ner einstündigen Bootsfahrt durch Yokohama Bay eingeladen. Wohooooo! Yvonne ist glücklich: Meer, schaukelndes Boot, Minato Mirai und Seebrise. Das war echt schön.
Leider musste Marie-Noelle arbeiten und Olivier ist natürlich mit, aber Sudo-Sensei hat mich dann noch, zu gut die Frau, in den Landmark Tower, das höchste Gebäude in Japan, eingeladen, und wir haben den Rundumblick genossen. Allerdings war es so grau, dass wir den Fuji nicht sehen konnten. Es war komisch allein mit Sensei zu sein. Ich hab nicht sooo den Draht zu ihr und komm mir eh dumm vor, weil ich die schlechteste im Kurs bin, aber es ging. In der freien Konversation bin ich ganz gut.

Das war ein echt schöner Tag, klar, war ja in Minato Mira. Und anstrengend. Zum Glück plan ich früh ins Bett zu gehen, weil ich morgen ganz früh raus muss um zwei Tage nach Shizuoka zu gehen.

Freitag, 24. Juni 2011

Der Sommmer ist da

Ich könnte jetzt elend lang schreiben wie ätzend heiß es ist, aber das soll noch schlimmer werden. Heute waren es 34 Grad, so gegen 11 Uhr morgens. Ich kann machen was ich will, ich laufe buchstäblich aus.
Zum Glück war der morgendliche Spaziergang von dem Mitaka-Bahnhof zum Ghibli-Museum sehr schattig und der Weg nannte sich glücklicherweise 風の散歩通り, was nach meiner Übersetzung soviel wie "windiger Spaziergang-Weg" heißt. Und es war windig. herrlich, immerhin etwas Abkühlung, morgens um 9.
Heute war mein zweiter Deutsch-Tag in dieser Woche, mit 18 Deutschstudenten sind Frau Schwede und ich heute ins Ghibli-Museum gegangen. Ich war schon da, aber für umsonst geh ich doch gerne mit, lerne Leute kennen, schau mir nen neuen Film im Museum an und freu mich, dass ich mal wieder Deutsch reden kann.
Und wunderbarerweise beginnt das Treffen vor Ort mit einer deutschen Brotzeit. Woah, frisches deutsches Brot vom deutschen Bäcker in Kichijoji und auch Wurst vom deutschen Schlachter dort. Und es ist immer wieder erstaunlich, dass ich hier Sachen esse, die ich in D-Land meide: ich esse nicht sonderlich viel Brot und wenn dann das tiefschwarze und ich vermeide Aufschnitt, damit kann man mich jagen. Und hier: Lecker!
Und dann sind wir auch schon ns Museum, weil wir alle zur dritten Stunde zurück sein mussten. Als erstes haben wir uns den neuen Kurzfilm angeschaut. Ich war relativ enttäuscht. Der letzte Film über die "Ei-Prinzessin" war so toll, detaillreich und typisch Ghibli, aber der hier, war vom Zeichenstil ganz anders. Auch niedlich, natürlich, aber irgendwie unausgereift. Aber egal, ich freu mich auf das was Herr Miyazaki angekündigt hat: einen Animationsfilm der Erneuerbare Energien anpreist. Das nenn ich Engagement. Man sollte nicht unterschätzen welche Macht die Ghibli-Filme in Japan haben.
Danach haben wir das obligatorische Gruppenfoto vor dem Roboter auf dem Dach geschossen. Wie eine Freundin bei Facebook kommentiert hat "Alle schiessen dasselbe Foto". Ja, wenn es sich so anbietet und wer hat schon mal die Chance woanders vor dem Roboter zu stehen? Ich mag das Motiv.

Ein Foto das ich gerne haben wollte war das vom Katzen-Bus. Er ist momentan in Originalgröße zum Reinsetzen im Museum. Ein ganzer, echter Katzen-Bus. Boah, ich hab mich auf ihn gestürzt und gekrault und habe mir gewünscht er würde anfangen zu schnurren und mir willig nach Hause folgen, aber leider war es doch nur Plastik und Plüsch. Aber der Traum für jeden. ich hab versucht ein Foto zu schiessen aber die olle Aufpastante machte ihren Job zu gut. So gut, dass sie komplett auf uns Ausländer fixiert war und die Japaner in Ruhe die Handys gezückt haben. Blöde Diskriminierung.

Nach eineinhalb Stunde ging es dann wieder zur Uni, weniger spektakulär und auch der Unterricht ist nicht nennenswert. Aber die Fahrt war eine Tortur. Man ist in der Hitze und steigt in den sehr kühlen Zug, wo einem der Ventilator schön die eiskalte Luft in den schwitzigen Nacken bläst, steigt dann aus und rennt im wahrsten Sinne des Wortes gegen eine heiße Wand. Das wiederholt man drei-, vielmal und dann wird man seien Erkältungnie los. Ich befürworte Kühlungen in der Bahn, aber muss die Temperatur so unterschiedlich sein? Es wird einem angeraten, immer ne Strickjacke oder Pulli dabei zu haben, um es in einem Gebäude anzuziehen...verstehe nur ich den Sinn nicht?
Ich bin gespannt wie die Temperaturen zu toppen sind.

Sonntag, 19. Juni 2011

Edo Tokyo Architektur Museum

Eine neue Walking Tour mit Brian stand an, und wie es eigentlich abzusehen war, war die Gruppe sehr klein. Sie bestand aus den drei Chinesinnen, Chris, Marie-Noelle Midori und mir. Aber das macht nichts.
Der Plan war ins Edo-Tokyo-Architektur-Museum zu gehen und danach vielleicht nach Mitaka, Kichijoji oder ähnlichem zu wandern. Also ging es direkt zum Museum und wohl präpariert mit Regenschirmen haben wir das Freiluft-Museum betreten. Ausstellungsstücke waren typische Häuser aus der Edo-zeit (1803-1868). Es wurden Häuser mit europäischen Einfluss gezeigt, eine typische Einkaufsstraße oder auch ein Fotostudio. Man konnte alles betreten, jedoch nicht unbedingt jedes Zimmer. Und, man dufte nur durch den Haupteingang, und bloss nicht den Eingang für Rollstuhlfahrer benutzen, so wie wir das machen wollten...

Ein Mitarbeiter hat uns darauf hingewiesen den normalen Eingang zu benutzen. Also sind wir ins andere Haus, wobei man immer bedenken muss: Schuhe aus! Er "folgte" uns und hat uns die Funktion des Fotostudios erklärt und wenn wir wollten könnten wir an bestimmten Tagen wiederkommen und uns für nur 500 Yen fotografieren lassen. Naja..hatten wir jetzt nicht unbedingt vor.
Weiter ging es zu den Bauernhäusern. Ich bin begeistert. In allen Häusern hatte man das Feuer angemacht. Wir haben gefragt warum und man erklärte uns, dass das die Feuchtigkeit vertreibt. Wir haben uns in dem einen Haus mit den Angestellten, die wirklich sehr nett waren, unterhalten und in einem zweiten Haus saßen ältere Damen die gewebt und gebastelt haben. Und wieder fragen wir was sie machen, man kommt uns Gespräch und dann schenkt man uns ein kleines selbstgebasteltes "Schmuckstück". Es handelt sich um eine in überschüssigen Kimonostoff eingenähte Muschel. Wir haben uns gefreut. Bei "wir" handelt es sich um Chris Midori und mich, weil wir uns von den anderen abgekoppelt haben.
Im letzten der drei Bauernhäusern hat man mir komplett alle Zimmer erklärt. Es handelte sich hier auch eher um ein öffentliches Haus, da Samurai empfangen worden. Ich hab erzählt, dass die Art und Weise des Hauses mich an die Bauernhäuser aus unserer deutschen Vorzeit erinnert und wir haben uns über die Unterschiede unterhalten und auch die Unterschiede des Kaufmannes in der Geschichte, da er in Japan sehr unterrangig war, während er in Deutschland doch sehr mächtig war. Ich fand das spannend, zumal der Herr, so wie alle dort, in einem ausländerfreundichem Japanisch gesprochen hat, und eigentlich jeder auch Englisch konnte.

Da Midori und Chris sich zu langweilen schienen, sind wir dann auch weiter, vorbei an einem Mausuleum einer Konkubine des damaligen mächtigsten Mann Japans. Mit einem Abstecher in einem alten "Koban" -Polizeistation- wo es mehr Bett als alles andere gibt^^ sind wir in das Anwesen eines höher gestellten Bauern getreten. Ganz edel mit Tatamiräumen, dunklem Holz und hübschem Garten. Und wieder saßen dort Herrschaften herum, die irgendetwas gebastelt haben. Also haben wir uns dazu gesetzt und ein "Windrädchen" aus buntem Origamipapier gebastelt. Und man hat uns das Origamifalten beigebracht, also eine neue Figur: Totoro. Diese Figur stammt aus einem berühmten Anime und wir lieben es alle. Allerdings war unsere Lehrerin ein wenig verwirrt und hat mehrmals vergessen wie es weitergeht oder hat uns falsch falten lassen. Aber es war lustig, wir haben kleine Misskreaturen gebastelt. Und weil es so toll war, haben Midori und ich versucht es aus dem Kopf nachzubasteln. Ich hab es geschafft, was mich dann Zack zur "Sensei" (Lehrerin) werden liess. Die echte Lehrerin ist weitergezogen, aber eine Mutter mit zwei Kindern kam dazu und ich habe dann bilingual den Kids erklärt, wie man den Totoro zaubert. Wir bekommen nebenbei noch eine "hebi" geschenkt, das ist eine Art Schlauch, den man sich auf den Finger steckt und wenn man dran zieht, zieht sich der Schlauch zu und steckt fest. Ist irgendwie unsinnig, aber spaßig. Wir hatten echt Spaß, aber der Magen knurrte auch langsam, wir sind schon rund 2 Stunde dort und haben dann Brian in der Einkaufsstraße im Edostil getroffen, wo wir frische selbstgemachte Udon in dem Restaurant gegessen haben. Die waren echt gut und alle wollten mehr.
Nach nem Blick in das öffentliche Badehaus, sowas will ich noch mal in echt besuchen, gingen wir mit allen zusammen nochmal zu dem Bauernhaus, weil alle ein Windrädchen haben wollten. Man begrüßte mich mit Sensei und ich musste nochmal Totoro erklären. Es war genial. In einem Sprachgewirr aus Japanisch und Englisch haben wir weitere Figuren wie den Panda gebastelt und sind nach insgesamt 5 Stunden aus dem Museum gegangen.
Keiner von uns hat erwartet das es so toll ist, selbst Midori die erst vor zwei Wochen hier war, hat Spaß gehabt. Es ist ein Spiel-und-Spaß Museum und echt empfehlenswert.
Zurück im Wohnheim haben wir, Midori und ich, noch einen Kaffee mit Chris getrunken, der Langeweile hatte und sich prächtig mit Mirdori verstanden hat. Außerdem haben wir unsere Monsterdonuts gegessen, die wir noch im Shinjukubahnhof gefunden haben.
Ja, das war ein gelungener Tag, lang, lehrreich und spaßig.

Montag, 13. Juni 2011

Brasilien schleicht sich in mein Leben

Und wieder ist eine wunderbare Woche zuende die sterbenslangweilig war, aber das Wochenende kann es zum Glück immer retten.
Samstag sind Midori und ich von den Freunden meiner chinesischen Freundin zum Sukiyaki eingeladen worden. Frage 1: Von wem? Frage 2: Was ist Sukiyaki? Bis Samstag wusste ich beides selber nicht.
Zu Frage 1: Ich bin nur gefragt worden: "Yvonne, meine Freunde würden dich gerne zum Sukiyaki einladen. Du kennst sie nicht, aber sie hätten gerne mehr Nicht-Japanische Freunde." Ja, das ist genau der eine Grund der mich immer NÖ! sagen lässt, aber in der Situation erschien mir das als gemein. Ich kenn die ja nicht, vielleicht hat sie sich doof ausgedrückt und Sukiyaki soll lecker sein. Also hab ich zugesagt, bin aber mit relativ wenig Erwartung an die Sache rangegangen. Midori hingegen, meine brasilianische Nachbarin, hat sich aufgebretzelt und hat sich nen Keks gefreut.
Nach einigen Missverständnissen haben Midori und ich Li, die Chinesin, und A-chan, der Kerl in der Runde, in Ikebukuro getroffen. Zusammen haben wir Essen gekauft und Midori und A-chan haben sich sofort gut verstanden. In Okikubo sind wir dann auf Mai-Mai und Minami gestossen, somit war die Gruppe komplett. Noch schnell, oder eher langsam, haben wir Getränke und Naschkram besorgt. Ich kam mir ein wenig abseits vor, Midori war sofort integriert, ihr japanisches Gesicht macht garantiert einiges leichter, nur Li hat sich mit mir unterhalten. Aber meine anfängliche Befürchtung hat sich dann in Mai-Mais Wohnung zerschlagen. Nun saßen wir uns alle gegenüber und haben zusammen das Essen zubereitet, da hat man sich unterhalten und ich scheine auch nen recht guten Japanischen Tag gehabt zu haben, ich kam mir selber flüssig vor.


Nun zu Frage 2: Sukiyaki ist eine Art Eintopf-Fondue. Allen denen ich erzählt habe das sich gehe, haben gefragt ob sie mitkönnen, weil sie es lieben. Hm...
Man kippt Sukiyaki-Soyasauce in einen Topf lässt es anköcheln und gibt dann alles dazu was man essen möchte. In unserem Fall Rindfleisch, Tofu, Spinatzeugs, Glasnudeln, Brotstückchen. Dann lässt man alles hübsch köcheln. Wenn alles durch ist -wunderbar an dem Fleisch zu erkennen- schlägt sich jeder ein Ei in einer Schale und sucht sich das was er essen will aus dem Eintropf, tunkt es in das rohe Ei und isst es. Ja, liebe Deutsche, man tunkt es ins rohe Ei. Ich selber war nie ein Freund davon und in D-Land kam mir bei wabbeligem Weißem bei dem Frühstücksei fasst das Frühstück hoch, aber hier wird viel mit rohem Ei gemischt und es ist echt lecker.
Wir haben zwei Runden zubereitet und uns gut unterhalten. Da Deutschland in der Runde nicht so bekannt war, musste ich mit einigen Klischees aufräumen und habe doch tatsächlich festgestellt, dass wir Deutschen ganz schöne Säufer sind, zumindestens die Studenten.^^ Immer wenn man sich trifft hat man sein "Konversations-Bierchen". Naja, solange man noch ohne leben kann.....
Und dann ging es los mit mir: zur dritten Runde ist mir nicht mehr wohl gewesen...der Kopf meinte zu spinnen und realtiv rapide ging es dann auch bergab. Ich habe nach Schmerztabletten gefragt und der Schmerz ging auch wieder weg, allerdings sind die, was wesentlich schlimmer ist, Nebenerscheinung geblieben. Während die anderen weitergegessen haben, musste ich wegsehen, weil ich den Anblick von Essen auf einmal nicht mehr ertragen konnte und das rohe Ei in mir Hallo sagen wollte. Das Gespräch, was ich super gut verstanden hab, zum Teil besser als Midori, war auf einmal unverständlich. Wie es für nicht Muttersprachler ist, baut man die Sprache im Kopf um, aber ich war auf einmal nicht mehr in der Lage, es hat zuviel Zeit gekostet und ich war raus.
So leid es mir tat, ich habe die lustige Runde verlassen, mit dem ersten Migräneanfall seit ich in Japan bin. Alle haben sich gesorgt, aber ich konnte alleine nach Hause. Ich war lediglich nur nicht in der Lage Informationen zu verarbeiten. Nach Hause finden ist da kein Problem, auch wenn man schläfrig wird. Aber einmal umsteigen und ich konnte durchfahren. In Ikebukuro, ich döse vor mich hin, stellt sich auf einmal jemand vor mich und ruft "RU RU RU". Oh man, ohne die Augen aufzumachen hab ich gesagt "Ima dame!" (Jetzt ist schlecht). Yo hat Feierabend und ich hab ihn in der Bahn getroffen. Er hat sofort gesehen, dass ich nicht auf dem Damm bin und wir sind zusammen nach Hause. Ich will die Leute aber gerne nochmal treffen.
Nebenfrage: Warum Migräne? Ich schätze das Wetter. Es war nicht übermässig warm, aber die Schwüle in Japan ist grausam, ohne sich zu bewegen tropft man und ich hab die ganze Zeit feuchte Haare. Da macht der Körper irgendwann nicht mehr mit.

Sonntag, nach ausreichend Schlaf, hab ich Bruno zugesagt zu der Dinosaurier-Ausstellung im Tokyo Tower zu gehen. Bruno ist der Brasilianer, den wir letzten Sonntag im strömenden Regen getroffen hatten. Zusammen sind wir aufgebrochen und wie sich während der Fahrt herausgestellt hat, haben alle anderen abgesagt. Aber was soll's, verbring ich den Tag mit einem mir bis dahin absolut unbekannten Kerl (Insider -> "最初皆での方がいい"/ Zuerst mit allen zusammen). Er wusste, dass ich Pokemon mag, weil wir letze Woche ja in Yokohama welche gesucht haben, also sind wir

ins Tokyoter Pokemon-Center gegangen. Wow, der Großteil er Besucher ging mir bis zur Hüfte und ich will garnicht zählen wieviele Kinder vor dem Geschäft mit einem DS in der Hand saßen und gezockt haben. Und wieder stelle ich fest: ich kenne keins der neuen Pokemon. Hat sich innerhalb einer Woche nicht geändert, aber ich befürchte, ich hab ein neues Pokemon gefunden, das Potenzial zum Lieblingspokemon hat: Schnodder-Bär. Ich hab keine Ahnung wie es heißt, aber es hat Schnodder an der Nase. Herrlich.


Nach dem Kampf ums Überleben im Pokemon-Center sind wir dann zum Toko Tower und haben uns Dinoskelette angeschaut. Neben T-Rex gab es die Klassiker Stegosaurus und Tryceratops....den Rest kannte ich dann namentlich nicht mehr, aber überraschenderweise waren wir Deutsche mit 4 Skeletten vertreten *stolz* Brasilianische Dinos gab es nicht, nur einen Argentinier...lassen wir einfach mal durchgehen. Was soll ich euch groß zu Dinos-Knochen sagen? Sie sind groß, echt beeindruckend und Kindermassen waren in der Ausstellung. Ich sag einfach mal: wenn ihr die Chance habt echte Dinos anzuschauen, tut es.
So, Hauptziel des Tages erreicht: und nun? Wir wollten die Lumination des Towers sehen, aber es war erst halb 4, was macht man solange? Wir haben uns die Miniparks in der Umgebung angesehen, aber die schließen auch alle um 5 und haben auf dem Kinderspielplaztz gespielt^^ Dann ab zu Starbucks. Dort haben wir rumgegammelt, aber weil genau an dem Tag die Sonne länger scheinen wollte (hinter Massen von Wolken) sind wir nochmal ins Poke-Center. Und dann dämmerte es langsam, nur damit wir feststellen konnten das Japaner endlich sowas wir Elektrizitäts-Sparmaßnahmen durchziehen: der Toko Tower war nicht beleuchtet. Nun gut, passiert.
Also ab nach Hause. Bruno kannte lustigerweise kaum Mädels aus dem Wohnheim und auch die Kerle machen sich rar, also haben wir beschlossen zu kochen und wie es das Schicksal so will waren alle Brasilianer in der Küche versammelt...und ich. Es wurde in Portugiesisch gesprochen und es war irgendwie wie früher: lustig, laut und voll. Es war schön in der Küche zu sitzen, kaputt vom Tag, irgendwelche Reste die wir zusammengekramt haben, essend und auch wenn ich sprachlich nicht mitkam, es war eine Einheit und ich war Teil davon.
Es ist ja wohl klar, dass ich eines Tages nach Brasiien gehe und dort ne Rundreise mach um alle mal zu besuchen^^. So wie es hoffentlich klar ist, dass mich alle Brasilianer mal besuchen kommen.

Samstag, 14. Mai 2011

Wunderwelten des Wissens

Ein weiteres Zimmer wurde heute von mir geräumt. Ich sollte es echt zum Beruf machen.
Nach einem sehr frühen Aufstehen nach einem recht feucht-fröhlichen Abend trieb es mich nach Mukogaokaayuen. Dort wurde ich auch schon freundlich von dem Herrn Yamada empfangen der mich zum Wohnheim begleitet hat. Dort hab ich auch ohne große Probleme alles zusammenpacken können was erwünscht worden ist. Während ich ein Drei-Mann-Jungen-Zimmer durchwühlt habe, hat Yamada-san herumtelefoniert um zu schauen wie wir die Pakete zur Post und dann nach Deutschland bekommen. Im Endeffekt hat er mich zur Post gefahren und von da aus wieder zur Bahn. Im Gegensatz zum letzten Mal hab ich diesmal nur die Hälfte der Zeit für das eine Zimmer gebraucht und war nur halb so kaputt. Man sieht ich verbesser mich^^ Wenn mich die Musashi lassen würde, wäre auch Tabeas Zimmer schon längst geräumt, aber ich soll mir nicht den Streß machen oder so. Im Grunde genommen hätte ich ihr Zimmer schon fünfmal verschickt, bevor die sich überhaupt regen.
Und weil ich so fix war und eigentlich auch schon letzte Woche ins Museum gehen wollte, hab ich das einfach heute gemacht. Ab nach Ueno wo ich ins "Museum of Western Arts" gegangen bin.

(man sieht hier links "Two sleepinh children" von Peter Paul Rubens und "Petrified Forest" von Max Ernst) Naja, das ich Kunstleistungskurs im Gymnasium belegt habe hat sich noch in einige Augenblicken bemerktbar gemacht. So bin ich mit der Sortierung der Gemälde überhaupt nicht klargekommen. Man hat einfach alles aus dem 14ten bis 16ten Jahrhundert in einen Raum gehängt. Okay. Ist ne Sortierung, aber es gingen die unterschiedlichsten Themen zusammen: Heiligenbilder neben griechischer Mythologie, manchmal ein Stillleben. Das hat mir irgendwie nicht gepasst. auch eine Unterscheidung zwischen den Nationalitäten wäre sinnvoller gewesen als eine historisch Einteilung. Aber gut, mal was neues.
Ist schön sagen zu können ich hab nen echten Monet, Picasso oder Rubens gesehen. Es sind zwar keine großen Klassiker gewesen, aber man erkennt die Herren auch auf anderen Werken. In der modernen Abteilung war auch ein Werk des deutschen Max Ernst zu finden, wer hätte das gedacht? Ich dachte wir seinen nur mit zwei Werken der Bruegel Brüder vertreten.
Wenn mich die Gemälde nicht sonderlich umgehauen haben, dafür haben es die
Skulpturen getan. Bis auf drei Stück sind alle von Rodin gewesen. Ich denke "der Denker" ist jedem irgendwie bekannt. In meinem Leistungskurs haben wir viele Werke abskizzieren dürfen und auch seine Zeichnungen studiert. Auch wenn seine Skulpturen nicht anatomisch korrekt sind, so strahlen sie in meinen Augen eine Lebendigkeit und meist leider auch Schmerz aus. Die Skulpturen zu sehen war es wert ins Museum zu gehen (und das heute freier Eintritt war, macht es noch lohnenswerter). (links "Der Denker" und rechts "Der Kuss" von Augsute Rodin)
Nach einer Stunde Kunst hab ich noch so viel Zeit und Elan gehabt ins nächste Museum direkt nebenan zu gehen. "Museum of Science and Nature". Schon eine Nachbildung eines Blauwals draußen vor dem Haus lässt einiges erhoffen und ich wurde nicht enttäuscht. Im Gegensatz zu dem Kunstmuseum waren 600 Yen relativ teuer, aber es hat sich gelohnt. Gleich wenn man reinkommt hat man die Wahl ins "Welt-Haus", "Japan-Haus" oder ins 360°-Kino zu gehen. Ich war erst im Kino, aber das erzähl ich zuletzt^^.
Im "Welt-Haus" gab es alles was man sich erträumen kann. Ich persönlich finde die Museen in Japan sehr liebevoll. Man kommt hier in einen Raum und er ist dem Thema entsprechen gestaltet. Zuerst war ich im Bereich Ozean und alles war in blau gehalten (nicht schwer) aber es hingen Skelette von Walen von der Decke und Plastikfische. Wände sind nach Pflanzen, Tiere und anderen interessanten Themen
geordnet. Es gibt unwahrscheinlich viel Anschauungsmaterial in Form von ausgestopften Tieren, getrockneten Pflanzen, Skeletten oder für Kinder Videos und Ausprobierstationen. Obwohl Englisch nicht überall zu finden war, hab ich die Erklärungen verstanden, nicht weil ich so versessen darauf war mein Japanisch zu verbessern, sondern weil alles simpel dargestellt wurde.
Was man nicht verpassen sollte ist der Bereich der Dinosaurier. Es gibt in Tokio eins von, ich meine, drei Tyrannosaurus-Skeletten. Der erste Gedanke von mir war "der ist kleiner als ich dachte" und dann "Warte, wenn der in Fleisch und Blut auf mich zukommt, dann ist der nicht mehr so klein". Man konnte sehen dass die 30 Dino-Skelette echte Skelette waren. Also nicht T-Rex sondern auch Triceratops und ein Brachiosaurus waren da. Ich hab nen Säbelzahntiger und andere lustige Viecher gefunden, die ich aus Ice Age kannte, ich dachte die Tiere mit den komischen Hörnern an komischen Stellen sind ausgedacht. Nein, es gab sie anscheinend wirklich.
Es gab soviel zu sehen, neben den Dinos ab es auch einen großen Bereich zu Versteinerungen und der Evolution des Menschen. Auch was die Wissenschaft angeht fand man eine Etage voller Maschinerie zum Untersuchen und vielen Möglichkeiten es auszuprobieren.


Im "Japan-Haus" hat man dann eher auf Japan bezogenen Wissenschaft und Natur gefunden. Zum Beispiel alle Steinsorten, verschiedene Erdsorten. Spezielle japanische Tiere und Pflanzen und auch zum Thema Evolution gab es ne Abteilung. Mich hat eine in einem Topf bestattene Frau fasziniert. Es war in grauer Vorzeit Gang und Gebe Menschen sitzend in Tonkrügen zu begraben. Eine diese Toten war ich im aufgesägtem Krug zu sehen. Es hat mich ein wenig an die Moorleichen in Schloss Gottorf in Schleswig-Holsein erinnert.


So und nun zu meinen Erlebnis schlechthin in dem Museum: das 360°-Kino. Erst werde ich fast von der Dame am Eingang angesprungen, dass ich nen Flyer in Englisch haben kann, aber die Vorstellung auf Japanisch ist. Okay. Und dann stand ich ein paar Minuten hinter einem Paar...ohne Worte. Am faszinierendsten waren ihre Nägel. Kreischpink und Klunker darauf, woah, wäre der echt, dann wäre sie Milliardärin. Da die Krallen garantiert die Hälfte eines normalen Fingers ausmachten, konnte sie nichts anfassen. War lustig, weil sie immer an ihrem Kerl gefummelt hat, aber es nicht gebacken bekommen hat. Naja.
Im Kino selber war man auf einem Steg in der Mitte einer Kugel und komplett um einen herum wurde ein Film gezeigt. Erst etwas über Dinosairier und man kam sich vor, als wäre man auf eier Hebebühne mitten in der Natur und verfolgt es live mit. Man ist über die Dinos geflogen, durch Tannen und über einem waren Flugdinos. Danach ging es um den Urknall und die Entstehung von Sternen, dann sind wir um Planeten und Galaxien geflogen, durch Nebel und haben die Sonne besucht.
Wenn man denkt bei 3D ist man in dem Film, dann täuscht man sich. Es macht das Ganze erst lebendig, wenn es um einen herum ist. Man bekommt in dem Augewinkeln mit wie ein Vogel fliegt und wenn man sich bei den Bildern vom Mond, oder war es der Mars, umdreht und nicht die Roboter betrachtet, dann sieht man die Sonne hinter dem Berg untergehen.
Es war ein unglaubliches Gefühl den Film zu sehen (abgesehen davon das ich auf Japanisch erklärt bekommen habe wie Universen entstehen, und ich hab es auch verstanden). Darin könnte ich die Zukunft des Kinos sehen.

Insgesamt war es ein anstregender Tag. Erst körperliche Arbeit und dann viel geistige Arbeit, aber es hat sich gelohnt. Ich empfehle jedem ins Natur-Museum in Ueno zu gehen. Nehmt Zeit und Laune mit, man kann soviel entdecken.