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Sonntag, 14. November 2010

Gundam

Erstmal: tut mir Leid, dass ihr alle das Musikvideo aus dem vorherigen Eintrag nicht sehen könnte. Ihr verpasst nur nackte Haut.
Und eigentlich wollte ich diesen Eintrag auch viel früher schreiben, aber wie das dann immer so ist: Lernen, sinnloses Zeug machen etc...
Anstatt fleissig am Sonntag zu lernen bin ich mit Yo nach Akihabara gefahren. Lustigerweise hat es sich hinterher herausgestellt, dass Sophia auch an dem Tag da war. Getroffen haben wir sie nicht, aber ne andere Freundin aus Deutschland, bzw. noch nen Franzosen aus...Frankreich, war ja mal wieder schlau von mir.
Ich hatte noch einige Erledigungen für Freunde zu machen und habe sie zum Teil auch erfüllt. Ein Nintendo-Spiel bekommt man schnell, aber nen alten Hentai-Porno (Erinnerung: hentai= Pervers), also o nen versauten Zeichentrickfilm, bekommt man weniger gut. Es ist überhaupt kein Problem an Schweinkram zu kommen, da wimmelt es von Sexshops und Mangaläden, deren Mangas von Etage zu Etage schlüpfriger werden. Aber genau DEN einen Film, nö. Das war mir bisher unmöglich. Ich war sogar so frei den Verkäufer in der Porno-DVD-Abteilung danach zu fragen, aber der konnte ihn im System nicht finden. Stottert der da vor Verlegenheit rum? Fand ich gut, ich hatte ja mal wieder keine Hemmung und Yo hat im Hintergrund auch nur Blödsinn gemacht und auf montröse Busen von Mangafiguren gezeigt.

Sonst habn wir viel Zeit in Läden mit Gundam-Figuren verbracht. Der fleißige Mangaleser und Animeschauer wird jetzt vielleicht entzückt aufstöhnen bzw. genervt seufzen. Dem Rest erklär ich mit meinem Nicht-Wissen das Phänomen Gundam.
Gundam sind fliegende Roboter im Wetall. Tolle Sache. Soweit ich weiß gibt es Dutzende Serien dazu in der Glotze, die Gundam Wing genannt werden, Manga und natürlich Spielzeug. Ich finde sie erinnern an die Tranformer-Autos. Das Besondere aber an Gundam -nebenbei Gandam ausgeprochen- ist, dass es da eine sehr große Fangemeinde gibt, die alles sammelt was es gibt und es gibt viel. Yo hat das Hobby Gundam-Figurensets zu kaufen und sie zu bastel.. Man kann das mit Modelleisenbahnen oder Schiffen vergleichen.
Hier gibt es dann noch verschiedene Schwierigkeitsgrade (oder Preislevel). Fragt mich nicht nach den Details, er hat sich auf alle Fälle nen MasterGrade gegönnt, die zweitbeste Stufe. Das Püppchen ist dann locker 40 cm hoch und hat extrem viele Details, wie ein Innencockpit und Männchen.
Ihr denkt jetzt alle "Freak!" und verstehen kann ich das auch, aber Yo hat sich da mit dem Kauf- und Sammelzwang unter Kontrolle und sitzt nicht wie die Hardcore-Otaku (Freaks die ihre ganze Zeit fürs Hobby nutzen) den ganzen Tag im Zimmerchen und bastelt.
Hübsch war auch die Aktion, ich mein das war letztes Jahr, wo die Spielzeugfirma nen lebensgroßen Gundam in nen Park gestellt hat und Tausende von Japanern nach Tokyo gereist sind um Fotos zu machen. Lebensgroß war meines Erachtens 6 Stockwerke hoch. Es gab auch ne Auktion wo einer für Tausende Euros ein Foto in Augenhöhe des Gundam erworben hat. Da würde ich dann soweit gehen und Freak! rufen.
Es ist eine für mich unerschlossene Welt, aber bitte, jeder braucht ein Hobby. Oh, nebenbei, natürlich gibt es in Akihabara auch nen Gundam-Cafe. Wollten wir erst rein, aber die Schlange draußen war uns zu lang.

So zurück nach Akihabara: außer noch ein paar Mangas für mich, haben wir außer Purikura nichts weiter gemacht. War aber ein lustiger Tag.

Zurück zu dem Alltagsleben: Montag gab es ne Prüfung. Naja, keine Glanzleistung schätze ich, aber passieren kann mir nichts. Hab dann mittags nen Gutschein in der Mensa gewonne. War gruselig weil die Kassierein auf einmal ne Glocke geläutet hat und ich überhaupt nicht wusste was los ist. 500 Yen haben oder nicht^^
Abends hab ich dann Yo beim Bauen des Gundams zugesehen. Was für ne Scheißarbeit. Er hat doch tatsächlich zwei Stunden für zwei Arme gebraucht. Und so sehr hab ich ihn aber auch nicht abgelenkt^^.
Heute ging es dann noch in ein koreanisches Restaurant. Es gibt echt spannende Sachen zu essen, alles war lecker, aber insgesamt bleib ich doch lieber beim japanischen Essen. Das was ihr einzelnd seht ist.....ratet.....kommt ihr bestimmt nicht drauf....man hatte es mir auch erst gegeben, ich habs probiert und dann hat man es mir erzählt (gegessen hätte ich es wohl trotzem)........Hühnerfüße.

Samstag, 23. Oktober 2010

Bunte Bildchen

Zeit für nen neuen Blogeintrag:
Am Donnerstag haben wir in Business einen Gastvortrag zum Thema Japanischer Sarariman" bekommen. Wie den meisten bekannt ist, ist dieser Salaryman (hier die englische Schreibung, in den Tüttelchen ist die Japanische) ein Symbol für den japanischen Arbeiter. Er symbolisiert Arbeit, Männlichkeit und ein sicheres Einkommen. Für uns Europäer ist er hingegen die Langeweile pur, weil wir einen langweiligen Schreibtischjob damit verbinden, aßerdem sieht man keine Unterschied zwischen all den Sarariman in der Bahn. Alle haben sie nen dunklen, aber perfekt geschnittenen Anzug, die meisten mit nem schwarzen Aktenkoffer, manche mit einer schwarzen Männerhandtasche. Homogenität wohin man schaut.
Trotzdem gibt es eine Mangasparte, die man "Sarariman-Manga" nennt. Es geht um, ratet mal, ja: Sarariman. Und diese Sparte soll sehr erfolgreich sein (hauptsächlich natürlich unter Sarariman).
Unser Gastdozent hat dieses Phänomen untersucht und die Darstellung des Arbeiters untersucht. Speziell an dem Manga "Sarariman Kintaro". Und weil das natürlich zu eintönig ist, und manche Emanzen nicht einverstanden sind, hat er das noch auf die Darstellung der Frau in der Mangawelt ausgeweitet.
Wir hatten eineinhalb Studne lange einen äußerst interessanten Vortrag über einen uns bisher unbekannten Bereich der Mangawelt.
Und da soll jetzt bitte wieder einer meiner Eltern kommen und sagen "Yvonne, sag mal wie alt bist du, dass du noch Manga liest?" Tja, hier ist es absolut normal, in JEDEM Alter und jeder Position.

Hier der erste Teil des dazugehörigen Animes....wer will.

In der Woche selber ist dann nichts superspannendes passiert. Ich hab am Freitag Yûsuke trainiert und ich bin beeindruckt. Dafür dass er lange nicht mehr trainiert hat, hat er ganz schön gut mitgehalten. Respekt! Er hat mir erzählt, dass er wieder trainieren will, weil er am Bauch "puni-puni" ist. Auf deutsch wäre dieser schöne Ausdruck "schwabbel-schwabbel". Ihr könnt euch jetzt keinen dicken Japaner vorstellen? Kein Problem, er ist auch nirgends puni-puni, aber soll ich jetzt nen Japaner mental aufbauen und sagen er sei perfekt, absolut sexy und unglaublich begehrenswert? Naja, könnte ich, aber ich weiß noch nicht genau, wie das hier aufgenommen wird ^^

Am Freitag hab ich dann mit Katja zusammen Julä und Karsten in Ikebukuro getroffen. Ich wollte eh shoppen, Halloween steht an, und Julä ist für ein paar Wochen im Land. Das muss man kombinieren. Wohooooo!
Kurz: gekauft hab ich nicht das was ich für's Kostüm brauche, aber Proteinshakes (endlich!) udn zwei Manga. Wir mussten ja natürlich ins Book Off und billige Bücher anschauen. Ich hab mir zwei Pokemonmanga mitgenommen, weil sie so putzig waren. Jetzt hab ich gerade gesehen, dass sie für die Junior-High geeignet sind, das heißt ein wenig simpleres Japanisch haben. Ich könnte mich wegschmeissen so lustig ist der Manga.
Nach einen Purikura mit uns vieren hat Katja uns im Book Off verlassen, weil sie zu ner Party wollte. ch denke darüber wird sie in ihrem Blog irgendwann schreiben.
Zu dritt haben wir dann "Sushine City" eine Einkaufs-Mall in Ikebukuro unsicher gemacht. Schnick-Schnack hier und dort, Disneyland, Totoro-Laden und Hello-Kitty-Shop dort drüben. Herrlich. Was es nicht für unsinnigen Blödsinn gibt. Als Karsten dann auch weg ist, haben Julä und ich und auf die Suche nach etwas Essbaren gemacht. Yvonne ist wieder ein wenig pingelig was das Geld angeht und wir sind ziemlich lange herumgeirrt.
An der Stelle wo Katja und ich unsere erste Begegnung mit einem Host hatten, stand doch tatsächlich wieder Mr. Bling-Bling-Gürtel. Der Typ würde mir immer wieder auffallen. Wir gehen an ihm vorbei und hören ein leises "Hallo, hallo!" Wir haben und umgedreht, seinen Flyer genommen und auf seine Frage "Trinken?" mit Nö geantwortet und weiter. Glück gehabt.
Ja, ne. Doch nicht wirklich, weil an der nächsten roten Ampel wieder zwei Host ankamen. Die sahen besser aus, aber auf unseren deutlichen Hinweis, dass wir zu zweit was Essen und nicht Trinken wollen, haben sie nicht reagiert und gesagt, wie seien hübsch blablabla schnulz schleim. Ein Glück ist die Ampel irgendwann auch wieder blau geworden (in Japan sagt man "Die Ampel ist blau" weil die Farbe wirklich eher einem Blauton ähnelt) und wir sind einfach rüber gegangen. Julä hatte danach dann auch einen gehörigen Respekt vor den Männern mit den unmöglichen Frisuren.
Endlich haben wir uns dann in ein Fischrestaurant gesetzt, in einen Tatamiraum, also ein Raum, wo man an den niedrigen Toschen kniet oder im Schneidersitz sitzt und uns mit Sashimi verwöhnt. Es waren noch ein paar Sarariman in dem Raum und Julä sagte, dass die immer sehr interessiert aufgeschaut haben, als ich auf Japanisch bestellt habe. Naja, sooo gut ist mein Japanisch jetzt nicht, dass man darüber staunen müsste. Wenn die Herren nach dem Klogang dann den Raum wieder betreten haben, hatten sie immer einen schönen Blick in mein Dekoltee (man sitzt ja auf den Boden) und haben ihn genutzt (dazu ist er ja da), und ich hab mich aber die ganze Zeit gefragt, wann die werten Herren dann mal Eier in den Hosen haben und uns ansprechen, betrunken waren sie ja schon und sie wussten das wir Japanisch verstehen. Nicht, dass ich da megascharf drauf gewesen wäre, aber wer starrt....

Und als wir unsere Sashimi-Platte, verziert mit einem Fisch bestehend aus Gräte und Kopf, aufgegessen hatten, hat uns die Kellnerin erklärt, dass der unvollständige Fisch noch essbar ist und das sehr lecker ist. Es ist ein Service des Hauses. Was? Ihr versteht den Zusammenhang nicht ganz? Macht nix, sah bei mir genauso aus. Da es aber ein Service war, hab ich die Frau machen lassen und hab den Fisch komplett frittiert serviert bekommen. Also den zerschnippelten Dekofisch von der Sashimi-Platte. Naja, ich hab da ja keine Hemmungen und udn hab ihn dann komlett mit allem Drum und Dran gegessen. War echt gut!
Noch ein Purikura zu zweit und dann ab nach Hause.


Dort war es dann auch schon Mitternacht und Sophia, Tabea und ich haben Nicole zum Geburtstag gratuliert.

Heute ging es dann für sie nach Harajuku, Geburtstagpurikura machen. Fabian war auch mit von der Partie. Meines Erachtens ist es Selbstmord am Samstag nach Harajuku zu gehen, aber was macht man nicht immer für die Geburtstagskinder.^^
Aber vorher schauen wir noch an dem Meijischrein vorbei. Ein absolutes Muss für jeden Besucher in Tokyo. Zu unserem Glück war heute das Shichi-Go-San-Fest (auf deutsch (7-5-3). Das heißt das jedes Kind in dem Alter von 7, 5 oder 3 gefeiert wird. Und die kleinen Mädchen sine so hübsch herausgeputzt worden für den Schreinbesuch, wo sie eine Tüte mit Geschenken bekommen haben. Ich wollte jetzt nicht so dreist sein und sie einfach fotografieren, deshalb hab ich versucht eine Hochzeit festzuhalten. Danach ging es in die Einkaufsmeile.
Nach endlosen Schauen in den Läden haben wir auch zu fünft die bunten Bilder gemacht und haben das Daiso gestürmt. Das ist der größte 100-Yen-Shop den ich kenne. Es gibt größere, aber der hier hat schon 4 Etagen.
Damit ich dann auch günstig Essen mit in die Uni nehmen kann,hab ich mir dann endlich wieder eine Bentobox (Lunchbox) mit passenden Stäbchen gegönnt. Superschicke Box für nur einen Euro. Da können unsere Popel-1-Euro-Läden nicht mithalten.
Irgendwie hatten wir es aber nicht drauf zusammen zu shoppen, haben endlos aufeinander gewartet und weil mir die Füße wehtaten und ich noch viele Hausaufgaben machen musste (morgen bin ich auch wieder unterwegs), bin ich nach dem leckeren Crepe, diesmal mit Blaubeeren, mit Fabian nach Hause gegangen.

Lecker Essen in der Küche und noch leckeren Kuchen zum Geburtstag runden den Tag ab.

Freitag, 19. Februar 2010

Augenkrebs und sexuelle Neuigkeiten

Heute ging es ins Hightech-Paradies Akihabara. Dieses Viertel strotzt nur vor Leuchtreklame, Manga, Anime und Maids. Wer Japan noch nicht durch Manga oder Ähnlichem kennt wird hier die absolte Reizüberflutung erleiden.
Eigentlich wollten wir uns mit Nancy treffen, die für ein paar Tage in Tokyo ist, da sie für einen Kumpel noch ein Denshijisho kaufen wollte, also ein elektronisches Wörterbuch. Aber trotz eindeutiger Treffplanung hat das nicht hingehauen. Gut, wir waren 10 Minuten zu spät, aber auch als Stefan und Katha an dem einen Ausgang postiert wurden und ich alle anderen Ausgänge abgesucht habe, haben wir uns nicht gesehn. Ohne Handy läuft hir nichts. Nun gut, nach einer Stunde haben wir uns dann selber auf den Weg gemacht und das war auch nicht sonderlich schwer zu finden.
Dort wo Mangafiguren von den Hochäusern lächeln und Maids herumlaufen, kann es nicht verkehrt sein. Maids sind Japanerinnen in Hausmädchenkostümen. Sie laden einen ins Maidcafé ein, wo man von ihnen nett und freundlich bedient wird. Man kann Menüs mit Fotos bestellen und sich mit den Mädchen ablichten lassen. Ein Traum für jeden Mangafreak.


Eigentlich waren wir auch auf der Suche nach den Denshijishos und nach nach einem Nintendo DS. Weil ich zu geizig bin mir ein Wörterbuch zu kaufen, wollte ich mir den DS plus ein Kanjiwörterbuch-Spiel kaufen. Beides soll ziemlich gleichwertig sein, allerdings gute 100€ Unterschied haben. Für die Jishos haben wir tolle Angebote gefunden, allerdings am Straßenrand bei kleinen Läden, da bezahlt man auch zum Teil nur die Hälfte dafür. Aber ich will ja unbedingt den DS, damit könnte ich ja noch spielen ^^.
Aber egal wo wir nachgeschaut haben, das Teil ist echt teuer. Ich hab mich an dem japanischen Amazonpreis orientiert und umgerechnet den deutschen Preis im Kopf. Amazon ist günstiger als die Ladenpreise und minimal teurer als Deutschland. Auch die gebrauchten DS liegen im normalen Preisbereich.
Ich frage nochmal meine Japaner nach nem Akihabarapreistipp, ansonsten kauf ich mir hier das Spiel und den DS in Deutschand. Bin ja nicht so.

Während unserer Suche quer durch das Technikviertel haben wir die Japaner und die Läden bewundert. Man kann echt Augenkrebs bkommen. Besonders wunderprächttig waren die Mangaläden. Aber vorsicht: Hier ist Mangaladen zum Teil auch gleich ein halber Pornoladen.
Wir waren in einem und dort lagen "normale" Manga neben "schmutzigen" Manga. Sind wir eine Etage höher wurde es schon versauter, an den Wänden hingen schon fast alles zeigende Bilder. Lustigerweise waren auch nur fast Kerle im Geschäft, aber Katha und ich wurden nicht sonderlich beäugt. An manchen Geschäften hingen ganz viele Bilder an den Wänden und kleine Boxen mit Zetteln. Laut unserer Vermutung und halbherziger Recherche handelt es sich da um Zettel für Hentai, Animepornos. Interessant. Und die standen da seelenruhig vor den Boxen und haben ausgewählt.
Katha wollte am Ende auch in so ein Gebäude wo man von außen Kostüme und Schulmädchenuniformen gesehen hat. An der Tür stand dann "Zutriit unter 18 Jahren verboten". .. .. .. Tja, damit war dann alles klar. Wir sind trotzdem rein, machen wir in Deutschland schließlich auch und ich kenne die Reeperbahn schon seit langem, ich dachte nicht, dass ich hier Neues erlebe.
Aber ich befürchte, ich habe nicht alles kennegelernt. Ich muss mich da jetz mal auslassen, auch wenn meine Profressoren den Blog lesen könnten: Es gibt eine automatische Wichsmaschine für Männer. Das ist ein hübsches Gerät, wo wahlweise eine Gummihand auf und ab fährt oder eine Röhre vor und zurück schwingt. Das loch in der Hand erschien mir ein wenig klein ^^. Naja gut, die Größe der Vibratoren ist jetzt nichts außergewöhnliches mehr, aber die Japanerinnen sind doch alle so klein, wo soll das hin? Und die Kostüme: Die stehen anscheinend wirklich auf Cosplay (Costume Play- man verkleidet sich nach Serien oder Mangas). Es gibt Unmengen von megakurzen Röcken und natürlich auch die dazu gehörige Unterwäsche. Natürlich gibt es wie hier auch das "Nichts", aber die richtige Unterwäsche für schulmädchen sind Baumwollschlüppis mit Ringelmuster, die züchtig alles bedecken. Jaja, das Mädchen ist ja nun mal ein anständiges Mädchen.
Wer doch lieber auf wenig steht kann dann für läppische 30€ ein "Nichts" kaufen. Das ist wirklich nur ein Bändchen für untenrum. Oder zum Teil auch mit für die Brüste. Das sieht dann aus wie Bondage mit Rüschen. Für die Herren gibt es dementsprechend auch einen Slip, eher Tanga, mit Loch vorne.
Das hört sich jetzt an, als hätten wir da viel Zeit drinnen verbracht, aber das täuscht. Man achtet nach einer Woche Japan auf so vieles, und im Sexshop sowieso auf soviel mehr.^^ Lustigerweise hat uns ein Kerl dort angesprochen, als wir gerade über das "Nichts" gelästert haben, wo wir denn herkämen. Na toll, ein Deutscher. Aber egal, er ist auch in dem Laden, also soll es uns nicht peinlich sein. Er ist aus Stuttgart und seit einer Woche in Tokyo. Erhat auch von seinem Erlebnis im Maid-Cafè erzählt. Die Welt ist so klein, vor allem in Akihabara, da waren sehr viele Ausländer.
So, neben meinem einen Lieblingsthema (Sex), sollte ich mein Lieblingsblogthema (Essen) nicht vernachlässigen: Zum Mittag gab es günstige Nudeln. Ich habe Ramen mit Curry gegessen, sehr lecker und diesmal auch sehr günstig. Die Bestellweise in Japan ist folgendermaßen: Man sucht sich das Essen aus, dazu stehen häufig Plastiknachbildungen im Schaufenster. Danach geht man in das Lokal und sagt entweder der Verkäuferin Bescheid und bezahlt sofort (Trinkgelder gibt es hier nicht) oder, was häufiger vorkommt, man geht an einen Automaten, steckt Geld rein und drückt sein Gericht. Dumm ist nur, wenn es keine Plastiken gibt und man die Zeichn nicht lesen kann. Den Zettel gibt man dann an die Theke und ziemlich schnell danach gibt es das Essen. Ziemlich schnell war in diesem Lokal in Akiba (kurz für Akihabara) so schnell, dass wir noch nicht einmal unsere Jacken ausgezogen hatten. Fünf Sterne.
Dann gab es noch einen Takoyakiladen. Yeah! Die mussten sein. Takoyaki sind Tintenfischbällchen. Mjam, die sind tierisch heiß innen drin, aber echt lecker. Auch das knorpelige Saugnapfstück. Und weil es so lecker war, sind wir gleich zum Nachbarstand gegangen und haben uns ein Crepe gegönnt.
In Japan wickeln sie ihre Zutaten im Crepe ein. Ich hatte Erdbeeren mit Schokolade (und Sahne). Man kann den Crepe dann löffeln. Ein Gedicht, sag ich euch. Soweit ich weiß, soll es in Berlin auch einen japanischen Crepestand geben. Superlecker!
Und weil das nicht genug war, sind wir todesmutig zu McDonalds und haben auf japanisch bestellt. In Japan gibt es andere 1-Euro Produkte (100 Yen)als bei uns, unter anderem den McPork. Den mussten wir natürlich bestellen, mit dem Milchshake für nen Euro, das könnte es auch in Deutschlanf geben, finde ich. Ich persönlich fand ihn jetz nicht so gut. Der Cheeseburger hingegen schmeckt genau wie in Deutschland. So soll es auch sein.


Und nebenbei: wir haben einen Dönerstand gefunden. Unser japanischer Sprachlehrer meint, es gibt keinen und er wüsste nicht, wie man Döner in japanischer Schrift schreibt. Hehe, jetz bekommt er ein Foto von uns.

An sich haben wir nicht so viel erlebt heute, aber trotzdem ist der Blogeintrag wieder so lang geworden....