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Sonntag, 23. März 2025

Von Tokyo-Eki nach Ueno und zurück

 Nach dem späten Abend hatten wir für Sonntag sowieso ein sehr entspanntes Programm vorgesehen. Erstmal ordentlich Ausschlafen und dann einen entspannten Tag in Ueno und seinen Museen.

Marcel hat leider am Vortag eine Problem mit der Klimaanlage bekommen. Wenn wir im Hotelzimmer oder woanders drin sind, dann muss er fürchterlich husten. Nachts ist das natürlich ganz schlimm. Wir Deutschen sind die Klimaanlagen und die dadurch sehr trockene Luft nicht gewohnt. Und als wir heute morgens geduscht haben, wurde es auch extrem warm im Zimmer. Ein Grund mehr viel Zeit unterwegs zu sein.

Ueno ist mit der Bahn nur einen Katzsprung entfernt. Und Katzensprünge kann man gut laufen. Laut GoogleMaps nur 55 Minuten. Ein Klacks bei dem Wetter. Es waren wieder 25 Grad angesagt. Die Strecke war auch einfach nur geradeaus. Und tatsächlich hat es ungefähr 4 Stunden gedauert da zu sein. Der Masterplan für den ganzen Urlaub sieht so aus, dass wir große Sachen schon gebucht haben und sonst die Tage nach Regionen und ggfs kleinen Sachen aufgeteilt haben, damit bleibt uns maximale Flexibilität. So auch heute. Der Weg führt von Tokyo-Eki nach Nihonbashi. Auch noch ein sehr edles und aufgeräumtes Viertel voller Edelboutiquen und Marken. Aber hier finden sich auch kleine Juwele wie ein künstlerischer Upcyle-Laden. Die Roboter im Schaufenster haben uns aufmerksam gemacht und drinnen haben wir tolle Sachen aus alten Maschinen, Materialien oder Stoffen gefunden. Wir sind mit einer Designerin ins Gespräch gekommen die alte Kimonos in neue Klamotten verarbeitet. Superschön, aber für das Portemmonaie ein wenig zu teuer. Zumal die Gefahr sehr groß ist, dass man es nicht wirklich anzieht.

Nach Nihonbashi sehe ich vertraute Hochhäuser und erkenne: der Weg führt uns direkt durch Akihabara. Das bekannte Elektroviertel ist immer noch DAS Viertel für Animefans oder Spielefreunde. Man findet unglaubliche viele Fanshops, GatchaGatcha und Greifautomaten oder Shops die sich auf Sammelkarten spezialisiert haben. Und Maid-Cafes.

Als erstes fiel mir jedoch ein Taiyaki-Stand auf und erkannte, dass es der Stand ist, wo es Karpador-
Taiyaki gibt. Für alle Nicht-Japan-Nerds: Karpador ist ein Pokemon in Fischform, an sich das schwächste und sinnloseste Pokemon, aber es hat Kultstatus. Taiyaki sind Waffeln in Fischform die traditionell mit der Rotenbohnenpaste (Anko) gefüllt ist. Also ist es das, was wir essen müssen. Es war auch superlecker. Marcel liebte die Cremefüllung und ich hatte Rote Bohnen mit Kastanie.

In Akihabara waren wie immer viele Maids, Mädchen in niedlichen Kostümen, die Menschen ansprechen um mit ihnen ins Maid-Cafe zu gehen. Nun ja, long story short: wir wollen ja alles machen. Also sind wir mit einem süßen kleinen Mädchen in ein Cafe. Natürlich lag die Hauptkonversation bei mir, aber Arare, so hieß die Kleine, hat es gut gemacht. Natürlich ist das ein sinnloses und teures Vergnügen, aber die Mädchen bedienen ein echtes Bedürfnis. Hört sich verbotener an, als es ist. In Maid Cafes gehen Männer um mit Mädchen zu sprechen und ihre Aufmerksamkeit zu bekommen. Ja, oder auch eklige Typen die nen Fetisch haben. Aber es geht im Endeffekt darum, dass du dem Mädchen entweder einen ausgibst oder etwas zu essen bestellst, wo sie dann mit Schokosauce oder Ketchup Dinge drauf schreibt. In dieser Zeit ist sie für dich da und unterhält dich, zollt dir Aufmerksamkeit und tut so, als wärst du die interessanteste Person überhaupt. Obwohl wir sehr zurückhaltend mit dem Konsum waren, hat Arare ihren Job echt gut gemacht. Obwohl sie kein Englisch kann, hat sie das Gespräch super geleitet und uns wirklich aufmerksam zugehört, auch Marcel. Das muss man ihr lassen. Und natürlich wird die verbrachte Zeit mit Geld aufgewogen. Das Cafe selbst war...nun ja....in meinen Augen nichts wo ich meine Zeit verbringen möchte. Aber da gibt es unterschiedlichste Formen und Themen, je nach Geschmack. Es war eine Erfahrung wert und wir haben was zu erzählen. Natürlich gibt es in Japan auch das Gegenstück für Frauen: Host-Clubs.

Weiter führt uns der Weg dann nach Ueno, aber auf dem Weg haben wir noch eine kleine Rösterei entdeckt. Vorranging beruflich bedingt haben wir dort gehalten und noch einen Kaffee genossen. Der war auch wirklich gut, sodass wir gestärkt in Ueno angekommen sind. Statt aber direkt in den Park mit den Museen zu gehen, fiel der Blick in die Nebengasse und wir sind in der Ameyoko Dori, einer weiteren sehr bekannten Einkaufsstraße eingetaucht. Dort war es, wie überall, voll, aber nicht ganz so sehr voller Touristen. Hier war das Hauptaugenmerk auch nicht auf Mitbringsel, sondern auf Lebensmittel. Es gab einige Fischhändler oder Gemüsestände und man kannte superfrisches Sushi genießen. Was wir natürlich taten. Marcel ging es vorrangig um Austern und die waren unvergleichlich zu denen die wir damals in Wien gegessen haben.

Danach hatten wir auch kein Bock mehr auf das Rumgewusel und sind in den Ueno Park. Und Überraschung: hier fand ein Kirschblütenfest statt. Tatsächlich knospen erst zwei Bäume, aber auch hier wird es erst nächste Woche romantisch rosa sein. Überall waren Fressbuden aufgebaut und zahlreiche Menschen saßen bereits wie bei der Kirschblütenschau auf dem Rasen und picknickten. Wir waren begeistert, dass es mehrere Extrazelte gab, wo man seinen Müll abgeben konnte, getrennt natürlich. Deutschland schafft es gerade mal ne Extratonne hinzuklatschen.


Am Ende des Parkes angekommen sind wir in das Naturwissenschaftliche Museum gegangen. Wir wollten Dinos sehen. Tokyo hat eines der drei einzigen vollständigen T-Tex Skeletten. Es ist beeindruckend davor zu stehen und zu sehen, wie groß die Tiere damals waren. Der große Langhals-Dino (ich bin nicht sicher welcher genau) ist gerade in Osaka zur Expo unterwegs. Dennoch sind sie alle riesig. 


Man hat uns mit der Schließung mit rausgescheucht und wir sind auch direkt zurück nach Hause gelaufen. Spannenderweise war der Weg nun viel kürzer. Irgendwie kamen wir schneller voran. Dennoch hatten wir die Augen offen um noch richtig zu Abend zu essen und mir fiel ein Tempura-Restaurant ins Auge. Klein und schnuckelig. Man sitzt direkt vor dem Koch und sieht genau, wie frisch die Zutaten sind und wie er es zubereitet. Die Preise waren allerdings für Tempura recht hoch. Aber man merkte, dass wir uns was Gutes ausgesucht haben. Geschmacklich war es auch herrlich. Die Meeresfrüchte waren sehr zart und das Gemüse saftig. Es gab Gemüse, das wir noch nie gesehen haben (Pestwurz). Durch ein Gespräch mit dem Sitznachbar kam auch raus, dass es eins der besten Tempura Restaurants der Stadt ist. Satt, aber nicht vollgefressen wie die letzten Tag ist es zurück ins Hotel gegangen.

Wir haben mit dem Hotel bezüglich der Klimaanlage und dem Husten gesprochen. Nun experimentieren wir mit der Klimaanlage herum, wie es am besten ist und haben einen Luftbefeuchter bekommen. Mal schauen ob es klappt.

Freitag, 29. Juli 2011

Puppen und Roboter

Donnerstag ging es mit Maria nochmal durch Tokyo. Nach einer eher enttäuschenden Aktion bei Book Off, wo ich sehr wenig Geld verdient hab, aber umso mehr für meine letzten Bücher ausgegeben hab -Ja, jetzt ab ich alle "Dunkler Turm"-Bücher zusammen- haben wir uns noch dem Mädchenhobby Purikura gewidmet. Maria hat weniger Möglichkeiten es in Inuyama zu machen, also musste die Großstadt ausgenutzt werden. da hab ich ja nichts dagegen.
Und dann ab nach Akihabara. Und wieder war die geringe Größe und nicht sichtbare Freakigkeit zuerst enttäuschend. Aber trotzdem sind wir von Geschäft zu Geschäft und haben uns die ganzen Figuren, Puppen und diesmal weniger Gundams angesehen. Die ganzen Spieleläden haben wir auch abgegrast, weil ich Ausschau nach einem bestimmten Spiel gehalten hab: erfolgreich! Allerdings ging der Alarm an der Tür zweimal los, obwohl ich noch zwei Meter davon entfernt war. Und der Typ hinter mir hat mich, die Spiele und wieder mich gemustert um anschließend die Augen zu verdrehen, sagt zu mindestens Maria. Mir doch egal.

Heute ging es dann zum wiederholten Male nach Yokohama. Sudo-Sensei, unsere Sprachlehrerin hat uns zum Rundgang eingeladen. Uns ist in diesem Fall Marie-Noelle, Olivier und mich, der Rest kam irgendwie nicht. Wir haben uns um halb 10 in Yokohama getroffen, was mich Langschläferin früh aus dem Bett getrieben hat, aber wozu lebt man in Japan, wenn man nicht in der Bahn schläft? Und es regnete. Toll, und das bei dem Spaziergang. Naja, trotzdem haben wir es durchgezogen und sind zum Franzosenberg gegangen, ich war so frei und hab es übersetzt. Es handelt sich hier um ein altes Ausländerviertel aus uralter Yokohamazeit. Inklusive Ausländerfriedhof, englischer Kirche und ganz vielen Häusern im europäischem Stil, die wir auch besichtigen konnten. Interessant war das Spielzeugmuseum. Ganz klein, aber vollgestopft mit den schönsten Spielzeugen. Fast alle aus Metall und mechanisch. So richtiges Spielzeug eben. Der Herr der da arbeitete hat uns tolle Sachen erzählt, unter anderem hat er mir deutsches Spielzeug gezeigt und hat uns auch erzählt, dass einer der Toy Story Macher in dem Museum war und sich Inspiration geholt hat. Der Dackel stammt aus dem Museum. Haben wir wieder was gelernt.
Danach ging es dann zur Mittagszeit nach China Town. War irgendwie selbstverständlich das wir dort essen, dass uns Sudo Sensei allerdings in ein piekfeines Restaurant führt, hat keiner geahnt. So richtig mit Frack-Ober und jeder der Mitarbeiter hatte nen Knopf im Ohr um zu kommunizieren. Ganz schick.
Und was ich gegessen hab ist auch so ne Sache. Ich denke ich erwähne einfach nur das Ungewöhnliche^^: Haifischflosse (null Geschmack aber interessantes Kaugefühl), ein pechschwarzes gekochtes Entenei (lecker!), Qualle (schätze ich, keine Ahnung was das war) und wenn ich es richtig verstanden habe Jakobsmuschel (hervorragend). War nicht schlecht und sollte man alles mal gegessen haben.
Es ist fies zu sagen, aber zum Glück hat Sudo-SEnsei für uns bezahlt, das wäre der Hammer gewesen.

Danach ging es zum Verdauen an das Meer, in den Yamashita Park, von wo man man geliebtes Minato Mirai sehen kann. Mal wieder war es grau in grau, aber es hat immerhin aufgehört zu regnen. Und damit wir mal nen anderenBlickwinkel bekommen, hat sensei uns zu ner einstündigen Bootsfahrt durch Yokohama Bay eingeladen. Wohooooo! Yvonne ist glücklich: Meer, schaukelndes Boot, Minato Mirai und Seebrise. Das war echt schön.
Leider musste Marie-Noelle arbeiten und Olivier ist natürlich mit, aber Sudo-Sensei hat mich dann noch, zu gut die Frau, in den Landmark Tower, das höchste Gebäude in Japan, eingeladen, und wir haben den Rundumblick genossen. Allerdings war es so grau, dass wir den Fuji nicht sehen konnten. Es war komisch allein mit Sensei zu sein. Ich hab nicht sooo den Draht zu ihr und komm mir eh dumm vor, weil ich die schlechteste im Kurs bin, aber es ging. In der freien Konversation bin ich ganz gut.

Das war ein echt schöner Tag, klar, war ja in Minato Mira. Und anstrengend. Zum Glück plan ich früh ins Bett zu gehen, weil ich morgen ganz früh raus muss um zwei Tage nach Shizuoka zu gehen.

Montag, 13. Dezember 2010

Walking Tour I

Unsere Abschußpräsentation für das Seminar "Culture and Society" besteht aus einer selbstkreierten Walking Tour durch Bereiche Tokyos. Gemeinschaftlich habt unsere Gruppe, bestehend aus Yoann, mir und drei eher ruhigen Japanern die nicht reden, es sei denn sie werden angesprochen, beschlossen Tradition und Modernität gegenüber zu stellen.
Was bietet sich an Modernität mehr an als der Bezirk Akihabara, das Eletronikparadies. Und gleich nebenan finden sich die Bezirke Ueno und Asakusa, die wegen ihrer Museen und Tempel bekannt sind. Nach einiger Recherchearbeit haben wir einige Spots lokalisiert und versucht eine Tour von einer maximalen Länge von 10km zu bauen. Der Rahmen, die Idee, der grobe Zeit- und Geldplan steht.
Doch für die Präsentation ist auch wichtig Fotos zu zeigen, die Tour selber gemacht zu haben und auch Hintergrundinformationen zu haben. Also, nichts wie ab..

Wie erwartet sind Yoann und ich am WE allein losgezogen, da die Japaner keine Zeit haben, bzw. sich auch nicht darum scheren, zumindstens erscheint es mir so, aber ich will hier nicht über die Studiermoral der Japaner schreiben, dass wird ein ander Mal passieren.

Bei sonnigem Wetter zieht also das "Henrai"-Duo los und macht sich auf dm Weg nach Akihabara, mal wieder. Dort gehen wir aber nicht Gundams shoppen oder Hentaimanga stöbern, sondern wir schlagen den Weg zum Kanda-Schrein ein. Ein kleine religiöse Oase in dem leuchtenden Viertel der Elektronik. Aber trotzdem kommt die Modernität nicht zu kurz: man kann die o-mikuji, die Horoskope, an einem Automaten ziehen, wo ein chinesischer Drache zu tanzt. Oder wenn man o-mamori, Talismane, kauft,so sind sie hier besonders bunt und mit den beliebten Comicfiguren Rilakkuma und Hello Kitty versehen. Trotzdem ist das Schreingebiet sehr schön angelegt mit einem Quellbrunnen und Statuen.


Von dort aus ziehen wir weiter zu dem Yushima-Tempel. Durch eine kleien Straße, wo kaum jemand war, links und rechts mit abfallenden Straßen, gesäumt von alten und neuen Häusern haben wir den Weg leicht gefunden und einen Tempel, umringt von kleinen Buden, gefunden. Es herrscht großer Andrang, aber ich komme mal wieder nicht umher, mir ein o-mikuji zu kaufen. Hier gibt es eine kleine spezielle Puppe dazu.


Da uns der Aufenthalt an den heiligen Orten schon sehr aufhalten hat und wir in dem Bezirk Ueno nicht genau wissen wonach wir schauen sollen, die Ideen stammt hier tatsächlich von einer Japanerin, beschlossen wir zu dem Touristenpunkt Asakusa zu fahren. Ueno sollte noch mal in der Gruppe besprochen werden, bzw. gemeinschaftlich besucht werden.
In Asakusa steigen wir aus der Bahn und finden und in einer belebten Straße wieder. An den Frühling erinnert führe ich uns zu dem großen berühmten Tempel mit seiner kleinen Nippes-Einkausstraße. Links und rechts gibt es nur das Herrlichste zu kaufen: Kimonos in allen Preiklassen, o-miyage (mitbringsel), Postkarten, Süßigkeiten, Spielzeug. In diesen Gassen, umringt von Tausenden von Besuchern treffen wir dann doch tatsächlich eine der Koreanerinnen der Kunsthochschule in Ekoda. Man unhält sich kurz udn geht seine Wege.
Unserer führt uns kurz an das berühmte Donnertor und lässt uns an der dortigen Hauptstraße einen Blick auf das moderne Asahi-Bier-Gebäude mit seiner goldenen "Schaumkrone" werfen. Zurück geht es zu dem Tempel und seinen wunderschönen Parkanlagen. Betäubt von Räucherstäbchenduft und von der Beleuchtung der fünfstöckigen Pagode bezaubert, entdecken wir im Schatten der Pagode das Profil des Sunshine-Towers, dem neuen Tokyo Towers. Noch nicht vollendet ragt das Gebäude schon 500m weit hinauf.
Zurück spazieren wir in der Dämmerung durch die Gassen Asakusas und freuen uns hier zu sein, da sich die Atmoshäre jetzt ändert. Es wird ruhiger, bequemer, man könnte meinen romantisch. Es sind viele Pärchen unterwegs.




Das verlockt uns zu einem leckeren Crepes, und es wären nicht wir, wenn und nicht die Lust auf einen Kaffee packen würde und wir beschließen einen Abstecher in das Starbucks im weit entfernten Shibuya zu machen. Yoann möchte mit seiner neuen Kamera die Kreuzung fotografieren, während wir unseren Kaffee geniessen. Das dieser Plan nicht ganz aufgeht versaut uns den Tag nicht ins Geringste.
Wir sind mit unserer Walking Tour soweit sehr glücklich und hoffen, sobald sie ganz fertig gestellt ist, dass mehr Leute die Schönheit einiger Ecken Tokyos entdecken möchten. Dazu wird es wohl einen eigenen Blog geben.

Sonntag, 14. November 2010

Gundam

Erstmal: tut mir Leid, dass ihr alle das Musikvideo aus dem vorherigen Eintrag nicht sehen könnte. Ihr verpasst nur nackte Haut.
Und eigentlich wollte ich diesen Eintrag auch viel früher schreiben, aber wie das dann immer so ist: Lernen, sinnloses Zeug machen etc...
Anstatt fleissig am Sonntag zu lernen bin ich mit Yo nach Akihabara gefahren. Lustigerweise hat es sich hinterher herausgestellt, dass Sophia auch an dem Tag da war. Getroffen haben wir sie nicht, aber ne andere Freundin aus Deutschland, bzw. noch nen Franzosen aus...Frankreich, war ja mal wieder schlau von mir.
Ich hatte noch einige Erledigungen für Freunde zu machen und habe sie zum Teil auch erfüllt. Ein Nintendo-Spiel bekommt man schnell, aber nen alten Hentai-Porno (Erinnerung: hentai= Pervers), also o nen versauten Zeichentrickfilm, bekommt man weniger gut. Es ist überhaupt kein Problem an Schweinkram zu kommen, da wimmelt es von Sexshops und Mangaläden, deren Mangas von Etage zu Etage schlüpfriger werden. Aber genau DEN einen Film, nö. Das war mir bisher unmöglich. Ich war sogar so frei den Verkäufer in der Porno-DVD-Abteilung danach zu fragen, aber der konnte ihn im System nicht finden. Stottert der da vor Verlegenheit rum? Fand ich gut, ich hatte ja mal wieder keine Hemmung und Yo hat im Hintergrund auch nur Blödsinn gemacht und auf montröse Busen von Mangafiguren gezeigt.

Sonst habn wir viel Zeit in Läden mit Gundam-Figuren verbracht. Der fleißige Mangaleser und Animeschauer wird jetzt vielleicht entzückt aufstöhnen bzw. genervt seufzen. Dem Rest erklär ich mit meinem Nicht-Wissen das Phänomen Gundam.
Gundam sind fliegende Roboter im Wetall. Tolle Sache. Soweit ich weiß gibt es Dutzende Serien dazu in der Glotze, die Gundam Wing genannt werden, Manga und natürlich Spielzeug. Ich finde sie erinnern an die Tranformer-Autos. Das Besondere aber an Gundam -nebenbei Gandam ausgeprochen- ist, dass es da eine sehr große Fangemeinde gibt, die alles sammelt was es gibt und es gibt viel. Yo hat das Hobby Gundam-Figurensets zu kaufen und sie zu bastel.. Man kann das mit Modelleisenbahnen oder Schiffen vergleichen.
Hier gibt es dann noch verschiedene Schwierigkeitsgrade (oder Preislevel). Fragt mich nicht nach den Details, er hat sich auf alle Fälle nen MasterGrade gegönnt, die zweitbeste Stufe. Das Püppchen ist dann locker 40 cm hoch und hat extrem viele Details, wie ein Innencockpit und Männchen.
Ihr denkt jetzt alle "Freak!" und verstehen kann ich das auch, aber Yo hat sich da mit dem Kauf- und Sammelzwang unter Kontrolle und sitzt nicht wie die Hardcore-Otaku (Freaks die ihre ganze Zeit fürs Hobby nutzen) den ganzen Tag im Zimmerchen und bastelt.
Hübsch war auch die Aktion, ich mein das war letztes Jahr, wo die Spielzeugfirma nen lebensgroßen Gundam in nen Park gestellt hat und Tausende von Japanern nach Tokyo gereist sind um Fotos zu machen. Lebensgroß war meines Erachtens 6 Stockwerke hoch. Es gab auch ne Auktion wo einer für Tausende Euros ein Foto in Augenhöhe des Gundam erworben hat. Da würde ich dann soweit gehen und Freak! rufen.
Es ist eine für mich unerschlossene Welt, aber bitte, jeder braucht ein Hobby. Oh, nebenbei, natürlich gibt es in Akihabara auch nen Gundam-Cafe. Wollten wir erst rein, aber die Schlange draußen war uns zu lang.

So zurück nach Akihabara: außer noch ein paar Mangas für mich, haben wir außer Purikura nichts weiter gemacht. War aber ein lustiger Tag.

Zurück zu dem Alltagsleben: Montag gab es ne Prüfung. Naja, keine Glanzleistung schätze ich, aber passieren kann mir nichts. Hab dann mittags nen Gutschein in der Mensa gewonne. War gruselig weil die Kassierein auf einmal ne Glocke geläutet hat und ich überhaupt nicht wusste was los ist. 500 Yen haben oder nicht^^
Abends hab ich dann Yo beim Bauen des Gundams zugesehen. Was für ne Scheißarbeit. Er hat doch tatsächlich zwei Stunden für zwei Arme gebraucht. Und so sehr hab ich ihn aber auch nicht abgelenkt^^.
Heute ging es dann noch in ein koreanisches Restaurant. Es gibt echt spannende Sachen zu essen, alles war lecker, aber insgesamt bleib ich doch lieber beim japanischen Essen. Das was ihr einzelnd seht ist.....ratet.....kommt ihr bestimmt nicht drauf....man hatte es mir auch erst gegeben, ich habs probiert und dann hat man es mir erzählt (gegessen hätte ich es wohl trotzem)........Hühnerfüße.

Mittwoch, 3. März 2010

Der Göttliche

Bevor sich hier jemand Sorgen macht, ich bin gestern erst um halb 12 zu Hause gewesen, da habe ich keinen Bock mehr auf Blog schreiben. Ich hoffe es wird mir verziehen^^.

Gestern kam der recht spontane Vorschlag nach Kamakura zu fahren. Kamakura ist eine Stadt mit historischer Bedeutung. In der damaligen Kamakurazeit hatte der Shogun, der Herrscher Japans, seinen Sitz in dieser Sadt. In diesem Zeitalter (1185-1333) ist der Aufstieg des Kriegeradels sehr dominant. Die "bushi" 武士 oder auch "samurai" 侍 entstehen. Es ist Pflicht als Japanologiestudent früher oder später mal in Kamakura zu sein. Mir hat es auch sehr gut gefallen. Für Touristen ist der Daibutsu, der große Buddha, am interessantesten. Aber der Reihe nach:
Wir haben uns in Yokohama getroffen uns sind dort mit Ruko und Mio weiter und haben in Kamakura Sonobe eingesammelt die auch gestern Geburtstag hatte. Also gab es erst einmal eine große Gschenkübergabe. Sonobe hat sich echt gefreut was von uns zu bekommen. Beim Essen hat sie ausgepackt, naja war nur eine Kette und Schoki. Katha hat auch gleich Geschenke bekommen, obwohl sie erst Montag Geburtstag hat.
Es ging erstmal durch eine Allee aus Kirschbäumen, die leider noch nicht geblüht haben. Diese Allee war damals die Verbindung zwischen Schrein und Regierungsgebäude. Wir sind zum Schrein. Er lag wunderbar vor einem malerischen Gebirge. Vorbildlich haben wir wieder gebetet und uns die Ausstellungsstücke vor dem Museum angesehen. Es wurden Feiertagsschreine ausgestellt, die zu Feiertagen von Männern durch die Stadt getragen werden. Das müssen echt starke Männer sein.

Und diesmal habe ich mir o-mamori schenken lassen. Das sind diese kleinen Talismanbeutelchen für besondere Gelegenheiten. Es ist wirksamer, wenn es geschenkt wird. Deswegen hat Katha mir "Glück für's Lernen" geschenkt und ich ich ihr "Glück im Verkehr". Die Götter werden diesen Betrug übersehen^^. Aber ich muss mich meinem Forschungsthema entsprechend (Aberglaube) den Gewohnheiten anpassen, um es besser nachvollziehen zu können. Was für ein wunderbarer ethnologischer Gedanke.
Nach dem besagtem Essen sind wir dann zum Tempel von Kamakura. Der liegt sogar richtig im und am Berghang. Man geht durch einen wunderschönen Garten und dann ein paar (viele) Stufen rauf. Dort ist der Tempel und eine super Aussicht über's Meer. Auch hier haben wir gebetet und ich muss sagen: Jesus ist ein Loser. Tut mir Leid für alle christlich Gläubige, aber ich bin nicht gläubig und wenn ich es wäre, hätte mich dieser Buddha bekehrt. In dem Tempel stand eine riesige Statue, ich schätze 4 Meter, aus Gold mit einer Goldaura hinter ihm. Das wirkte äußerst beeindruckend, da man hinaufschauen musste und der Buddha irgendwie strahlte.

Bei dem Tempel war noch eine Trommel, von der es heißt, wer sie zweimal dreht, der erhält das Wissen von 1000 Büchern. Dummerweise haben die so doof Schilder aufgestellt, dass man es noch nicht mal probieren kann. Hätte das Studium erspart.
An dem Berghang unten konnte man noch in eine Höhle gehen, in der Leute kleine Figuren für jemanden aufgestellt haben. Der Gang war recht nieddrig, sodass wir Deutschen gebückt gehen mussten.
Um dann zum großen Buddha zu kommen, sind wir durch Einkaufsstraßen gebummelt und haben jede Menge o-miyage, Mitbringsel, gekauft. An sich habe ich jetzt alles, mir fehlt nur noch so eine kleine doofe Winkekatze. Also mal wieder zuviel Geld ausgegeben. Nebenbei haben uns mal wieder Mittelschüler angesprochen, mit denen wir ein Interview auf Englisch machen sollten. Es ist schwer, wenn man Japaner vor sich hat, mit denen englisch zu sprechen, ich habe in zwei Sprachen gesprochen, weil ich immer automatisch ins Japanische gefallen bin.
Und ab zum Daibutsu mit der lustigen nostalgischen Enoshimalinie.
Ich weiß ehrlich nicht genau warum der Buddha so berühmt ist. Ja, er ist groß, aber ich habe ihn mir größer vorgestellt. Und so einschüchternd wie der Goldene ist er auch nicht. Mann kann aber lustigerweise in den Buddha hingehen und die Gußtechnik bewundern. Für uns Laien nicht so der Bringer.
Und dann ging es auch wieder nach Hause.
Abends, nach einem kurzen Stop zu Hause, haben wir Shu getroffen, meine Kommilitonin aus Halle die seit September in Tokyo studiert, und sind Karaoke singen gegangen. Und zwar in dem Leuchtreklameviertel Shibuya. Wir sind ins Karako-kan und ich muss sagen der Spaß ist ganz schön teuer. Für zwei Stunden haben wir, sogar mit 20% Rabatt durch Shu's Karte, 1600 Yen bezahlt. Also rund 15€ und das ohne was zu Trinken. Aber das Singen selber hat voll Spaß gemacht. Man hat so kleine Computer wo man seinen Interpeeten eingibt und dann spuckt er die Lieder aus.
Man sucht sich eins aus und dann geht es los. Es ist wirklich nur reiner Text und damit die Japaner das auch singen können ist das Englisch mit Katakana (Schriftsystem) "übersetzt". Zum Glück waren wir eine kleine Rockgruppe und haben Blink 182, Red Hot Chii Pepper, Slipknot (kommt fett geil) und Puddel of Mudd gesungen. Stefan hat das so ziemlich als einziger japanische Songs gesungen. Gut, wenn ich so textfest wäre, täte ich das auch, aber so kann ich nicht so schnell die Silbenschrift mitlesen. also Üben, Üben, Üben, Yvonne! Danach sind wir auch so ziemlich nach Hause, weil Shu direkt von ihrem Praktikum kam und ich durch denn Lärm auch Kopfschmerzen hatte. Am Bahnhof hat uns dann ein Japaner auf Knien und auf englisch um Geld angebettelt. Das war sehr komisch, da er meines Erachtens nicht wie ein Penner aussah.

Heute ging es dann wieder nach Akihabara. Endlich wollten wir uns die Denshi jishos kaufen, bzw. ich mir die Kanjiprogramme für den DS. Nach einem Abstecher bei Book off (brauchen wir in Deutschland!!), wo wir alle irgendwelche Bücher gekauft haben, haben Juliane und Stefan sich dann auch das Ex-word 2009er Modell für 31.000 Yen, also schlappe 300€ gekauft. Nach relativ kurzer Suche habe ich mir dann zweimal das Kanjispiel für den DS gekauft, ich sollte nämlich noch eins mitbringen. Und obwohl ich gegen gebrauchte DS war, weil die immer noch schweineteuer waren, habe ich mir dann doch einen gebrauchten für 1080 Yen gegönnt (~100€). Ich wollte an sich den schicken Bordeauxroten haben, aber jetzt habe ich einen Dunkelblauen, scheint auch ein spezieller aus Japan zu sein. Jetzt können wir alles lesen. ^^
Auf dem Weg nach Hause habe ich dann die absolute Reizüberflutung erlitten. Ich weiß nicht woran es lag, aber ich konnte auf einmal nicht mehr regulieren was auf mich einstürmt und habe übelste Kopfschmerzen bekommen. Also habe ich die Fahrt über in der Bahn gepennt und habe mich bis zum Essen ins Bett gelegt. Jetzt ist es wieder in Ordnung. Vieleicht ist es auch nur eine Verspannugn im Schulterbereich. Ich merke mittlerweile, dass mir der Sport fehlt. Zwar ist mit an unserem Wohnheim ein Sportwohnheim, aber ich kann den Fitnessraum nicht mitnutzen. Ich will trainieren!! Ein wenig Sehnsucht nach Deutschland kommt durch, obwohl es hier echt schön ist.

Freitag, 19. Februar 2010

Augenkrebs und sexuelle Neuigkeiten

Heute ging es ins Hightech-Paradies Akihabara. Dieses Viertel strotzt nur vor Leuchtreklame, Manga, Anime und Maids. Wer Japan noch nicht durch Manga oder Ähnlichem kennt wird hier die absolte Reizüberflutung erleiden.
Eigentlich wollten wir uns mit Nancy treffen, die für ein paar Tage in Tokyo ist, da sie für einen Kumpel noch ein Denshijisho kaufen wollte, also ein elektronisches Wörterbuch. Aber trotz eindeutiger Treffplanung hat das nicht hingehauen. Gut, wir waren 10 Minuten zu spät, aber auch als Stefan und Katha an dem einen Ausgang postiert wurden und ich alle anderen Ausgänge abgesucht habe, haben wir uns nicht gesehn. Ohne Handy läuft hir nichts. Nun gut, nach einer Stunde haben wir uns dann selber auf den Weg gemacht und das war auch nicht sonderlich schwer zu finden.
Dort wo Mangafiguren von den Hochäusern lächeln und Maids herumlaufen, kann es nicht verkehrt sein. Maids sind Japanerinnen in Hausmädchenkostümen. Sie laden einen ins Maidcafé ein, wo man von ihnen nett und freundlich bedient wird. Man kann Menüs mit Fotos bestellen und sich mit den Mädchen ablichten lassen. Ein Traum für jeden Mangafreak.


Eigentlich waren wir auch auf der Suche nach den Denshijishos und nach nach einem Nintendo DS. Weil ich zu geizig bin mir ein Wörterbuch zu kaufen, wollte ich mir den DS plus ein Kanjiwörterbuch-Spiel kaufen. Beides soll ziemlich gleichwertig sein, allerdings gute 100€ Unterschied haben. Für die Jishos haben wir tolle Angebote gefunden, allerdings am Straßenrand bei kleinen Läden, da bezahlt man auch zum Teil nur die Hälfte dafür. Aber ich will ja unbedingt den DS, damit könnte ich ja noch spielen ^^.
Aber egal wo wir nachgeschaut haben, das Teil ist echt teuer. Ich hab mich an dem japanischen Amazonpreis orientiert und umgerechnet den deutschen Preis im Kopf. Amazon ist günstiger als die Ladenpreise und minimal teurer als Deutschland. Auch die gebrauchten DS liegen im normalen Preisbereich.
Ich frage nochmal meine Japaner nach nem Akihabarapreistipp, ansonsten kauf ich mir hier das Spiel und den DS in Deutschand. Bin ja nicht so.

Während unserer Suche quer durch das Technikviertel haben wir die Japaner und die Läden bewundert. Man kann echt Augenkrebs bkommen. Besonders wunderprächttig waren die Mangaläden. Aber vorsicht: Hier ist Mangaladen zum Teil auch gleich ein halber Pornoladen.
Wir waren in einem und dort lagen "normale" Manga neben "schmutzigen" Manga. Sind wir eine Etage höher wurde es schon versauter, an den Wänden hingen schon fast alles zeigende Bilder. Lustigerweise waren auch nur fast Kerle im Geschäft, aber Katha und ich wurden nicht sonderlich beäugt. An manchen Geschäften hingen ganz viele Bilder an den Wänden und kleine Boxen mit Zetteln. Laut unserer Vermutung und halbherziger Recherche handelt es sich da um Zettel für Hentai, Animepornos. Interessant. Und die standen da seelenruhig vor den Boxen und haben ausgewählt.
Katha wollte am Ende auch in so ein Gebäude wo man von außen Kostüme und Schulmädchenuniformen gesehen hat. An der Tür stand dann "Zutriit unter 18 Jahren verboten". .. .. .. Tja, damit war dann alles klar. Wir sind trotzdem rein, machen wir in Deutschland schließlich auch und ich kenne die Reeperbahn schon seit langem, ich dachte nicht, dass ich hier Neues erlebe.
Aber ich befürchte, ich habe nicht alles kennegelernt. Ich muss mich da jetz mal auslassen, auch wenn meine Profressoren den Blog lesen könnten: Es gibt eine automatische Wichsmaschine für Männer. Das ist ein hübsches Gerät, wo wahlweise eine Gummihand auf und ab fährt oder eine Röhre vor und zurück schwingt. Das loch in der Hand erschien mir ein wenig klein ^^. Naja gut, die Größe der Vibratoren ist jetzt nichts außergewöhnliches mehr, aber die Japanerinnen sind doch alle so klein, wo soll das hin? Und die Kostüme: Die stehen anscheinend wirklich auf Cosplay (Costume Play- man verkleidet sich nach Serien oder Mangas). Es gibt Unmengen von megakurzen Röcken und natürlich auch die dazu gehörige Unterwäsche. Natürlich gibt es wie hier auch das "Nichts", aber die richtige Unterwäsche für schulmädchen sind Baumwollschlüppis mit Ringelmuster, die züchtig alles bedecken. Jaja, das Mädchen ist ja nun mal ein anständiges Mädchen.
Wer doch lieber auf wenig steht kann dann für läppische 30€ ein "Nichts" kaufen. Das ist wirklich nur ein Bändchen für untenrum. Oder zum Teil auch mit für die Brüste. Das sieht dann aus wie Bondage mit Rüschen. Für die Herren gibt es dementsprechend auch einen Slip, eher Tanga, mit Loch vorne.
Das hört sich jetzt an, als hätten wir da viel Zeit drinnen verbracht, aber das täuscht. Man achtet nach einer Woche Japan auf so vieles, und im Sexshop sowieso auf soviel mehr.^^ Lustigerweise hat uns ein Kerl dort angesprochen, als wir gerade über das "Nichts" gelästert haben, wo wir denn herkämen. Na toll, ein Deutscher. Aber egal, er ist auch in dem Laden, also soll es uns nicht peinlich sein. Er ist aus Stuttgart und seit einer Woche in Tokyo. Erhat auch von seinem Erlebnis im Maid-Cafè erzählt. Die Welt ist so klein, vor allem in Akihabara, da waren sehr viele Ausländer.
So, neben meinem einen Lieblingsthema (Sex), sollte ich mein Lieblingsblogthema (Essen) nicht vernachlässigen: Zum Mittag gab es günstige Nudeln. Ich habe Ramen mit Curry gegessen, sehr lecker und diesmal auch sehr günstig. Die Bestellweise in Japan ist folgendermaßen: Man sucht sich das Essen aus, dazu stehen häufig Plastiknachbildungen im Schaufenster. Danach geht man in das Lokal und sagt entweder der Verkäuferin Bescheid und bezahlt sofort (Trinkgelder gibt es hier nicht) oder, was häufiger vorkommt, man geht an einen Automaten, steckt Geld rein und drückt sein Gericht. Dumm ist nur, wenn es keine Plastiken gibt und man die Zeichn nicht lesen kann. Den Zettel gibt man dann an die Theke und ziemlich schnell danach gibt es das Essen. Ziemlich schnell war in diesem Lokal in Akiba (kurz für Akihabara) so schnell, dass wir noch nicht einmal unsere Jacken ausgezogen hatten. Fünf Sterne.
Dann gab es noch einen Takoyakiladen. Yeah! Die mussten sein. Takoyaki sind Tintenfischbällchen. Mjam, die sind tierisch heiß innen drin, aber echt lecker. Auch das knorpelige Saugnapfstück. Und weil es so lecker war, sind wir gleich zum Nachbarstand gegangen und haben uns ein Crepe gegönnt.
In Japan wickeln sie ihre Zutaten im Crepe ein. Ich hatte Erdbeeren mit Schokolade (und Sahne). Man kann den Crepe dann löffeln. Ein Gedicht, sag ich euch. Soweit ich weiß, soll es in Berlin auch einen japanischen Crepestand geben. Superlecker!
Und weil das nicht genug war, sind wir todesmutig zu McDonalds und haben auf japanisch bestellt. In Japan gibt es andere 1-Euro Produkte (100 Yen)als bei uns, unter anderem den McPork. Den mussten wir natürlich bestellen, mit dem Milchshake für nen Euro, das könnte es auch in Deutschlanf geben, finde ich. Ich persönlich fand ihn jetz nicht so gut. Der Cheeseburger hingegen schmeckt genau wie in Deutschland. So soll es auch sein.


Und nebenbei: wir haben einen Dönerstand gefunden. Unser japanischer Sprachlehrer meint, es gibt keinen und er wüsste nicht, wie man Döner in japanischer Schrift schreibt. Hehe, jetz bekommt er ein Foto von uns.

An sich haben wir nicht so viel erlebt heute, aber trotzdem ist der Blogeintrag wieder so lang geworden....