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Montag, 7. April 2025

Eine Insel mit einem Berg

 Der Endspurt geht los, die letzten Tage brechen an. Deshalb machen wir nochmal einen Tagesausflug nach Enoshima. Wir waren den Bergen nah genug, jetzt kommt das Meer.

Ich war schon zweimal auf, bzw. bei Enoshima und die Insel ist wirklich schön. Also diese kleine Insel bei der großen Insel Japan. Wir kommen auch bei strahlendem Sonnenschein an und spazieren gemächlich über die lange Brücke auf die kleine Insel. Ich liebe das Meer, alleine der salzige Geruch macht mich glücklich. Und Enoshima ist so klein und winzig, eigentlich so wie Helgoland. Nur ist die Botanik eine ganz andere, man sieht die üppige Natur und einige Klippen. Im Gegensatz zu Möwen sind hier viele Falken unterwegs (und stehlen auch Essen). 


Wir haben uns am Anfang den Tagespass gekauft, damit können wir die Rolltreppe nutzen (lacht ruhig, es gibt unglaublich viele Treppen hier und nur ein Bruchteil ist davon abgedeckt) und haben Eintritt in die Attraktionen der Sea Candle und der Höhlen. Aber im dorthin zu kommen schlängeln wir uns erstmal durch die übliche Touristenstraße mit Mitbringsel und Essen. Den Haupttempel der Insel, der Hetsunomiya, ist gar nicht zu verfehlen. Die Treppen führen an ihm vorbei zu der Spitze der Insel. Als Heiligtum gilt hier der Drache. Der ist auch in den Höhlen zu finden und es gibt die Liebesglocke des Drachen. Wir steigen aber weiter hinauf zur Sea Candle, das ist ein Aussichtsturm auf dem Berg der Insel und der ist umgeben von einem schönen Park. Hier wachsen so viele Palmen und andere für uns exotische Pflanzen, dass man denkt, dass man im Urwald ist. 


Wie so unzählige Male in diesem Urlaub geht es auf den Aussichtspunkt und wir haben wieder eine komplett neue Sicht. Wir blicken auf die Hauptinsel, die kleine Insel Enoshima und auf den Ozean hinaus. Theoretisch haben wir auch die Chance den Fuji zu sehen. Aber natürlich versteckt er sich hinter einer sehr eindeutigen Regenwand. Man kann sehr deutlich eine Wetterfront erkennen und es ist abzusehen, dass wir bald nass werden. Daher wandern wir weiter Richtung der Höhlen. Es ist wunderbar, dass wir den ganzen Weg rausgeschafft haben, auf der anderen Seite der Insel geht es bergab. Zwischendurch immer mal eine kleine Straße mit Restaurants, aber wir gehen hinab bis zu der Brandung. Man hat sogar die Chance auf die dortigen Felsen direkt ans Wasser zu geben, aber tatsächlich setzt jetzt ein Gewitter ein. Bestens ausgestattet mit den Regenschirmen gehen wir weiter, da die Höhlen nicht mehr weit sind. Dazu müssen wir kleine Brücken überqueren, direkt über der Brandung. 

Vorerst sicher vor dem Regen sind wir in der Drachenhöhle der Insel. Man hat früher hier drin kleine Buddhafiguren platziert, da es als heiliger Ort gilt. In meist gebückter Haltung können wir in die Höhlen hinein und sie betrachten. In einer zweiten Höhle verbirgt sich dann der Drachengott. In meiner Erinnerung war das eine Drachenfigur auf dem Wasser. Aber das scheinen sie umgestaltet zu haben zu einer großen Drachenfigur die bei Klatschen der Hände blitzt und brüllt. Ein netter Gimmick, aber der alte Drache hat mir besser gefallen. 


Im Regen gehen wir zurück und wir erfreuen uns an den Stufen. An sich sind wir rund gefressen von all dem guten Essen hier, aber wir werden nen Knackarsch von all den Treppen hier haben. Um den Regen zu überbrücken und weil es Zeit zum Essen war, haben wir einen Zwischenstopp gemacht. Leider gab es die regionale Shirasu, kleine Minifischchen, heute nicht. Da hatte ich mich sehr drauf gefreut, aber was will man machen. Wir haben auf jeden Fall den Regen perfekt abgepasst und konnten dann im Sonnenschein wieder weitergehen. Und das bedeutet hinauf, die ganzen Stufen die es in die Höhlen ging, geht es wieder hoch und die Stufen die wir vorhin gespart haben um hinauf zu gehen, durften wir jetzt hinuntergehen. Ich preise dabei auch gerne die Wadenmassagefunktion unseres Massagesessels an, die lohnt sich nach so einem Tag. 


Mit der Sonne im Rücken geht es zurück an das Festland Japans. Da der Weg ein bisschen länger ist und Marcel noch mal nach Shibuya wollte sind wir dann zurück ins Zentrum gefahren, hinein in die Menschenmengen. Auf der Insel war es ziemlich ruhig. Es war viele Chinesen unterwegs und nur ne Handvoll Europäer. Diese Tagesausflüge ins Umland sind definitiv zu empfehlen wenn man den Touristenspots entfliehen will.

Im Gegensatz zu Shibuya. Es ist überfüllt von Menschen. Aber Marcel wollte in den einen bestimmten Laden wo er eine tolle Figur gesehen hat und sie sich als Mitbringsel kaufen wollte. Also haben wir das gemacht. Zur Belohnung durfte ich dann noch in das Pokemon Center Parco in Shibuya. Es war nicht so groß wie erwartet, aber natürlich mit Ausländern überrannt. Immerhin die Aushängefigur, Mewtu im Tank, hat sich gelohnt. Jetzt werden nur noch die letzten Mitbringsel besorgt und die Frage wird immer lauter ob wir alles mitbekommen. Nur noch zwei ganze Tage...


Freitag, 5. August 2011

Auf nach Enoshima

Gut, am Mittwoch hatte ich ein BBQ mit den Leuten von der Uni, aber prinzipiell lief es so ab wie letztes Jahr: Mehr Fett als Fleisch auf dem so genannten Grill und Yakisoba. Nudeln gehören doch nicht auf den Grill! Ich war gut angetrunken weil Chris mich mal wieder dazu aufgefordert hat und am Abend sind wir an den Strand gegangen. Das einzige was diesmal anders war, war, dass Chris, David und ich unser Abschiedsgeschenk bekommen haben. Wir hatten vor einem Jahr ein Japanisches Zeichen gemalt und nun haben wir dieses Bild zurückbekommen mit Kommentaren und Glückwünschen von einigen Japanern.

Für heute hab ich mir ne Freundin geschnappt und wir sind zu der kleinen Insel Enoshima gefahren. Man kann die Größe und Anzahl der Treppenstufen mit der norddeutschen Insel Helgoland vergleichen. Ich war schon einmal dort, allerdings im Winter und nur in dem riesigem Aquarium dort. Heute hatten wir uns vorgenommen auf die Insel zu gehen und uns dort umzusehen. Danach, soweit das Wetter in Ordnung war, stand noch ein Strandbesuch an.
Mayumi war ein wenig spät dran, aber das störte mich nicht. Dann ging es erst zum Ryokoji-Tempel der auf dem Weg lag. Naja, mittlerweile kann man sagen, ein Tempel wie jeder andere. Der Straße folgend sind wir auch direkt zum Meer gekommen. Jaaaa! Und sofort waren sie wieder da, meine Glückshormone. Die Sonne lachte, es waren rund 34 Grad und das Meer rauschte. Kann es besser sein?
Aber erstmal das harte Stück des Tages, die Erkundung von Enoshima. Über eine kleine Brücke erreichen wir die Insel und sehen schon, dass es hoch hinaus geht. Ja, ich geb zu wir waren faul und haben das Gruppenticket für alle Rolltreppen (darauf kommen auch nur Japaner) gekauft. Aber: viel spannender, damit hatten wir freien Eintritt in alle Attraktionen auf der Insel. Der Tempel und der Schrein waren natürlich frei und die Liebesglocke auch. Aber das war natürlich nicht das spannendste. Gut, die heiligen Gebäude auf der Insel waren Drachen gewidmet und auchzahlreich mit ihnen geschmückt, wobei ich immer an Dragonball denken muss, weil jeder Drache auch ne Kugel in der Kralle hielt.
Super war der Aussichtsturm. Man hatte vollen Überblick über Enoshima, den Pazifik und theoretisch auch über den Fuji, aber er hielt sich heute wieder bewölkt. Es regnete auf dem Festland. Mayumi und ich genossen den Anblick voll, die leichte Brise die uns dort oben abkühlte und die zahlreichen Adler die umherflogen sind cooler als Möwen.
Weiter ging es zu der Höhle der Insel. Das Gefühl war toll, dorthin zu gehen. Man lief am Fuße der Insel und direkt an der Brandung, wo die Wellen auf die Steine trafen. Ich wollte schon ins Wasser hüpfen... Die Höhle selber ist recht klein, und wie man es sich denken konnte "verheiligt" mit Buddhastatuen und Drachenfiguren. Es ist trotzdem eindrucksvoll hindurchzugehen und das Wasser tropft auf einen. Außerdem war es so schön kühl dort, was wir erst recht gemerkt haben. Als wir wieder zurück sind. Waren das vorher auch sooo viele Stufen? Nach dem Bewundern der absolut undspektakulären Liebesglocke -als Paar sollte man sie schlagen- haben wir ne Verscgnaufspause gegönnt udn die Enoshima Spezialität gegessen: Shirasu. Das sind winzig kleine weiße Fischchen, die vor der Küste gefangen werden. Unser Menü hatte sie zur Hälfte roh und zur Hälfte gekocht. Ich mag es, wie so ziemlich jeden (rohen) Fisch hier. Danach, nachdem wir fast die Insel verlassen haben, gab es noch ein Kakikoori, geschabtes Eis. "Kimochi!" wie Mayumi sagte. Frei übersetzt sowas wie "Ich fühl mich wohl". Ja, definitiv.
Und nun rufte der Strand. Es ist nicht zu vergleichen mit unseren deutschen Stränden, der Sand ist eher grau-schwarz und alles ziemlich dicht an der Stadt, wa sich persönlich toll find. Während wir uns nen Platz suchen, quatscht uns/ mich jemand an. Wo ich dennherkomme. Na toll, denk ich, ein Halbstarker der cool sein will. Und ganz ehrlich, er war cool. Wir haben uns unterhalten und in Japan gibt es am Strand Strandhäuser, wo man seine Sachen einschließen kann, duschen kann, weil es kein öffentliches sauberes Wasser gibt und sitzen kann. Er wollte uns rekrutieren, was er auch geschafft hat. Ich hab gefragt wie das denn mit dem Umziehen am Strand ist,ob man da ne Umkleide benutzen muss oder ob man das einfach so machen kann. Da sagt er, naja ich kann es ja machen, aber irgendwer wird die Polizei rufen. Na toll. Ich seh ja ein das manche verklemmt sind, aber sowas....
Gut, wir sind ins Strandhaus, umgezogen und -es tut mir nicht leid Mama und Papa- sind in die Fluten gehüpft. Boah, das Wasser war so warm, und die Wellen, dass kenn ich nicht aus Deutschland. Es war toll, aber auch wirklich schmutzig, zum Glück konnten wir duschen. Wir haben es mit dem baden nicht übertrieben, normalerweise kriegt man mich ja nicht mehr aus dem Wasser heraus. Ich dachte auch ich hab es mit der Sonnen nicht so übertrieben und mich schön eingecremt. Pustekuchen. Morgen bin ich wieder ne Spur dunkler, wenn das leichte Rot wieder weg ist.
Gegen 17 Uhr macht offiziell das Strandhaus, wie so ziemlich jede öffentliche Einrichtung in Japan zu, also haben wir uns fertig gemacht und ich hab mit dem Kerl noch herumgeblödelt. Es lief immer Musik und ich hab mal mitgeträllert oder zu BeeGees getanzt. Als ich den Schliessfachschlüssel abgeben wollte, lief auch was nettes im Hintergrund und der Typ hat getanzt und ich bin tanzend zu ihm hin, an einer Gruppe nett verbrannter Kerle vorbei, die mich entsetzt angeschaut haben. Ja, Unverschämtheit von mir gute Laune zu haben und mich rhythmisch zur Musik zu bewegen. Ich hab mich köstlich amüsiert, Mayumi auch und der Typ hat uns auch zugestimmt.

Ein wunderbarer Tag mit perfekt abgestimmtem Wetter. So soll es sein.

Samstag, 9. Juli 2011

Samba in Odaiba

Wer denkt denn bei 33 Grad ans Lernen? Ich. Aber daran denken hat zum Glück ja nichts mit damit zu tun es auch wirklich zu machen. Zu meiner Verteidigung, in der Bahn habe ich versucht meine Präsentation zu lernen, aber was soll man machen, wenn die brasilianischen Freunde ununterbrochen reden... Bruno hatte zum Odaiba-Besuch eingeladen. Da wollte ich eh schon mal hin und hatte zufälligerweise geplant dieses Wochenende dorthin zu gehen. Zusammen mit den Brasilianern Sayuri und Carolina sind wir auch los. Ich wusste, dass noch weitere Brasilianer dazu stossen werden und dachte: "Argh, das wird anstrengend, die reden nur auf Portugiesisch. Möp." Aber Pustekuchen. Wir haben erst ein wenig auf Taichi gewartet und sind dann zusammen an den Strand in Odaiba. In der Tat gibt es dort einen kleinen Sandstrand mit Blick auf Toko Bay und die Rainbow-Bridge, was das ganze bei Nacht zu einem beliebten Pärchensammelplatz macht. Es ist cool am Strand zu sein und Blick auf Hochhäuser zu haben. Es war tierisch warm, die Sonne bratzte und Taichi hatte die grandiose Idee eiskaltes Bier zu trinken "Yvonne, du bist doch Deutsche, du trinkst das Zeug wie Wasser". Klar, also Bier geholt und dann mit den Füßenins Wasser. Oh Mann, was für ein geiles Feeling: Sonne im Nacken, Bier in der Hand und Füße im Meer. Und die richtigen Leute um einen herum. Ich konnte endlich wieder meinem normalen Humor freien Lauf lassen und haben dreckiges Gelächter geerntet. So muss das sein. Um vier weitere Brasilianer bereichert sind wir dann auch Richtung Rainbow-Bridge marschiert. Ich wollte sie eigentlich überqueren und ein 1A Bild von der Tokyoter Skyline machen, aber irgendwie sind wir dann doch nicht darauf und haben dafür noch einen Brasilianer aufgesammelt. Soll mich nicht stören, denn trotz meiner Befürchtungen haben alle ein super Englisch gesprochen und wir haben uns alle super verstanden. Zurück zum Strand, mit einem Umweg zu Baskin Robbins, einem Eisladen. Oh Mann, was kann man nicht für einen Spaß mit rosa Löffeln und eisgierigen Kerlen haben. Wie sie betteln können, die Herren, wenn sie Süßes wollen. Und dann haben wir, eine Truppe lustig lauter Leute, zwischen den ganzen Pärchen gesessen und auf die abendliche Lumination der Rainbow-Bridge gewartet. Boote sind vor der Brücke aufgetaucht udn haben geleuchtet....aber die Brücke nicht. da haben sie dann mal gespart, die werten Energieverschwende. Naja, es war trotzdem ein sehenswerter Sonnenuntergang und trotz allgemeiner Partnerlosigkeit in der Gruppe, ein herrliches Erlebnis. Ich hab es doch tatsächlich zu 4 (!) Umarmungen von männlicher Seite geschafft, und nicht diesen japanisch Ich-tu-mal-so-Kram, sondern eine echte Umarmung. Das erwähne ich jetzt nicht, weil ich erzählen will, dass mich ein Kerl in irgendeiner Weise berührt hat, sondern weil das etwas ist, was man hier in Japan nicht bekommt. Ich bin kein Freund des Körperkontaktes, aber ich vermisse diese aufrichtige Geste manchmal. Nach einige Verabschiedung, Sayuri und Co. sind auf zu ner Party, sind wir dann mexikanisch Essen gegangen. Oder was auch immer Japaner für mexikanisches Essen halten. Wir haben definitiv das Geld für das all-you-can-eat herausgeholt und haben uns auch noch das Riesenrad in Odaiba angesehen. Allerdings sind wir nicht damit gefahren und haben uns entschlossen, weil wir dann die letzte Bahn auf keinen Fall verpassen wollten, noch ne Runde zu klönen und dann nach Hause zu gehen. Das war ein herrlicher Tag mit tollen Leuten. Die angeblich Sambatanzenden Brasilianer haben keinen Samba getanzt "Ne, Yvonne, das ist nur ein Klischee, das fragt mich jeder." Ach, mit mir und Bier ist es anders? - aber das wird beim nächsten Treffen - BBQ mit Samba- nachgeholt. Ganz sicher.

Samstag, 16. Oktober 2010

Bowling & BBQ

Das wird ne lange Geschichte..
Am Freitagabend ging es wie angekündigt zum Bowling. Lustigerweise war Karaoke geplant und Nori hatte dann Katja ne Mail geschrieben "We change from Karaoke to boring!" Aha, boring. Langweilig. Was meint er damit? Sitzen wir gelangweilt im Kreis und schweigen uns an? Nach einigen Mails kam dann raus, dass Nori Bowling meint und einfach nur die japanische Schreibweise "Bo-ringu" umgeschrieben hat.
Wir haben uns gegen halb 7 abends getroffen, aber weil einige Laute verloren gegangen sind sind wir dann erst um Viertel nach 7 los. Mit 12 Mann haben wir dann in zwei Teams gebowlt.
Da ich jetzt nicht unbedingt jedes Match ins Detail beschreiben will, hier die Highligfhts: Bowlingist definitiv kein französischer Nationalsport. Alle Franzosen habenmehr oder weniger abgeloost. Die Wurftechnik war auch allerliebst. In dem Video seht ihr Shain. Udn da war er gerade mal "normal".

Chris als Amerikaner hat natürlich alle angezogen und der Zweikampf zwischen Katja und Nori entbrannte in einem höchstsspannenden Ende, das jemals nur um 5 Punkte entschieden wurde. Yuki hat so viele "Pudel" geworfen. Wenn er getroffen hat, dann war er echt gut, aber trotzdem so gerne daneben. Ich hab ihm schon Prügel angedroht, da hab ich dann ein "It's my pleasure!" zurückbekommen. Oh!
Und Marius war in der ersten Runde der Schlechteste, dafür aber Sieger in der zweiten. Ich selber bin beide Male in meiner Gruppe die Zweite gewesen.

Der ganze Spaß hat uns 1350 Yen gekostet. Das ist defintiv teurer als in Deutschland, aber kann man sich mal erlauben.
Der anschließende Izakayabesuch, naja, gehörte dazu. Da alle aus dem Asakawohnheim um 12 zurück sein mussten (oder morgens um 4 Uhr) waren wir mit Yoann, Katja, Chris (der mal wieder in Roppongi Party machen war), Katja, Nori, Yuki und mir zu sechst. Weil wir Hunger hatten sind wir in in Fischrestaurant. Ich kenn die Kette schon von meinem ersten Besuch und bin im rohen Fischhimmel gewesen. Nichts geht über Sashimi (roher Fisch) und Sushi. Dazu noch frittierte Calamaristentakel...mjam. Natürlich haben die Jungs wieder Alkohol ins sich geschüttet.
Und die Themen: herrlich! Es ging von Fetisch, über Sex in der öffentlichen Toilette zur Beibringung von dem elementaren Vokabeln ;)
da wir unsere letzte Bahn nehmen wollten, sind wir gegen halb 12 aufgebrochen, udn haben Chris mit Nori und Yuki nach Roppongi ziehen lassen. Knapp, aber wirklich knapp haben wir die letzte Bahn bekomme udn konnten gegen eins ins Bett.

Allerdings endete die Nacht mit einer Mail ggen 7 Uhr: "Bist du schon wach, ich brauche jemand mutigen" Whoa. Ich durfte eine noch zuckende Kakerlake beseitigen. Kein Ding, im Halbschlaf mach ich das ohne Probleme. Schlafen konnte ich dann aber nicht mehr wirklich.
Um 10 Uhr hieß es dann Treffen in Ikebukuro um von dort aus weiter zu irgendeinem Ort mit 5 Kanji im Namen. Das war echt schön dort. Die Sonne bratzte, ein Springbrunnen war da und als wir dann zu dem Grillplatz gekommen sind, war das irgendwie cool. Es scheint hier so zu sein, dass man zu einem festen Grillplatz geht, dort einen Grill mietet und grillt. Hat was für sich. Um uns herum wurde überall gegrillt und das Wetter genossen. Monstertauben haben die Fleischreste gegessen und für und floss der Alkohol auch. Chris hat durchgemacht uns natürlich auch weitergemacht. Ich habe keinen Überblich wie viele wir waren. 20? Ausländer und Japaner. Allerdings nur bestimmte, die sich "Campus-Maites" nennen. Nori und Yuki wollten auch mit,aber sie durften nicht. Herrscht hier ein Beliebtheitsswettbewerb um uns?


Die ersten Fuhren Fleisch waren Fett mit Fleisch dran. Jetzt so überhaupt nicht mein Ding. Aber naja, probiert hat man es. Die zweite Fuhre war dann mariniertes Rind. das war leckerer, aber mein Favourit waren die Yakisoba, gebratenen Nudeln. Nudeln, mit Weißkohl, Sojasprossen und Gewürz. Nur lecker. Nebenbei hat man sich unterhalten, auf Deutsch, Englisch und ein wenig Japanisch.
Und wie immer wurde ich gefragt ob das Piercing wehtat. Nein tat es nicht. "Ja, manche haben auch eins in der Zunge." Also hab ich die Zunge rausgetreckt. Und dann angehoben. Das Gekreische und Aufgestöhne war so herrlich. "Das muss doch wehtun!" Nö. Und dann ob ich noch eins hab. T-Shirt hochgehoben. Eeeehhh? Oh Man, selten so ein Spaß gehabt Leute zu schocken.
Nach dem Essen und einer neuen Fuhre Schnaps (das was man hier so nennen kann) ging es dann gleich nebenan ans Meer. Ich wusste nicht, dass wir so dicht dran sind. Ich liebe das Meer. Und man konnte von einer Brücke die auf eine Düne (?) führte sogar Dysneyland sehen. Wohooo. Und die Regenbogenbrücke bei Yokohama. Geil.! Ich hätte da Stunden sitzen können und bin auch mit den Füßen ins Wasser. Herrlich. Eine fremde Japanerin hat mir eine gedrehte Muschel geschenkt. Juchu!



Aber jeder schöne Tag geht mal zu Ende. Und jetzt bin ich echt fertig. Kurze Nacht, lecker Essen, langes Stehen, Meer, Sonne und ein leichter Sonnenbrand.
Das müssen wir nochmal machen.

Freitag, 26. Februar 2010

Schmerzende Nasen und fliegende Haare

Heute ist ein Tag an dem die schlechten und guten Sachen sich die Waage halten, aber trotzdem bleiben die Schlechten eher im Gedächtnis als die Guten. Warum? Es fing schon damit an, dass wir gestern Abend um halb 12 nachts eine Mail bekommen haben, wo wir uns heute treffen wollen. Schon ein bisschen spät finde ich. Aber gut, wir haben alles geplant und dann kommt noch eine Mail rein, dass alles was sie geschrieben hat falsch ist und wir uns anstatt halb 11 um 8:30 irgendwo in der Pampa treffen sollen. Geil, ich habe schon wieder einen Hals was die japanische Organisation angeht. Aber da Juliane sich an der keio wegen des Wohnheims anmelden musss, mussten wir dahin.
Also waren wir heute morgen, nah einer Stunde Fahrt total müde in Shonandai angekommen, da wurden wir an sich auch schon getrennt. Heute waren Sonobe, Kohei und Koru für uns zuständig. Sie sind alle drei mit Jule an die Keio und Stefan, Katha und ich wurden im Mangacafé abgeladen.
Das ist das Paradies für jeden Mangaleser. X Regale voller Manga und bunten Bildern. Wie man schon allgemein gehört hat, gibt es da sogar echt kleine Kabinen in denen man übernachten kann. Man bezahlt hier einen Grundpreis pro Stunde, in der man lesen kann wie man will und bezahlt am Ende die dortgebliebene Zeit. An sich ziemlich teuer für uns gewesen. Dafür das ich in ungefähr 1,5 Stunden noch nicht einmal ein Manga durchbekommen habe, habe ich rund 5€ bezahlt. Naja, dafür habe ich meinen Manga auch verstanden. Gut, nicht jedes Kanji, aber inhaltlich weiß ich worum es geht *stolz*

Danach sind wir Purikura machen gegangen. Natürlich sind das wieder wunderschöne Bilder geworden. Und daneben stand ein Trommelgame. Da muss man anhand von Noten die Trommel schlagen. Das hat so viel Spaß gemacht, dass ich mir sogar ne Blase gespielt habe^^. Und nicht nur dort habe ich mir Schmerzen zugefügt.

Um spielen zu können musste man 100-Yen-Münzen einwerfen und da ich keine mehr hatte, bin ich sie wechseln gegangen. Dazu bin ich ins Gamecenter zum Automaten. Auf dem Weg zurück habe ich dann so ein Tanzspiel bewundert, wo die Spieler voll abgegangen sind und bin voll gegen die Glastür geknallt. Aber so richtig. Ich wusste nicht, warum ich jetzt hier nicht rauskomme. Die automatischen Türen sind hier sehr langsam udn öffnen sich auch sehr spät. Das tat asig weh. Ich hatte Tränen in den Augen, aber ich weiß nicht ob vor Lachen oder Schmerzen. Meine Nase tut immer noch weh. Das ist so unttypisch für mich.
Dieses Unglück geht dann auch noch weiter,als wir Essen gegangen sind. Um das Essen zu fotografieren wollte ich dann meine Kamera herausholen und finde sie nicht. Ich durchwühle meine Tasche viermal und meine jacke auch. Ich packe auch die Hälfte raus, aber weil das Essen dann kam, haben wir die Suche unterbrochen. Kohei hat für mich im Center angerufen und gefragt ob meine Kamera dort gefunden wurde. Aber natürlich nicht. Nachdem er fertig gegessen hatte, ist er auch los um sie zu suchen. Nach meinem Essen habe ich meine Tasche nochmal durchsucht, aber nichts gefunden. Und dann habe ich sie ganz ausgeippt. Und da war sie. Ich habe keine Ahnung wie das passieren konnte. Ich habe mich soooo geschämt. Das bin nicht ich gewesen heute. Sonobe hat Kohei angerufen und ich habe ihm gesagt, dass ich meine Kamera hier hatte. Peinlich! Dann ging es weiter nach Katase-enoshima. Wir kommen da an und ich denke, was soll der Scheiß. Das ist alles siffig hier und total windig. Bis ich den Geruch in der Luft bemerkt habe: Salz und Fisch. MEER!

Wir sind an der Ozeanküste gelandet. Und hier hat man das Meer so richtig gesehen. In Katase-enoshima soll das Surfen sehr beliebt sein und man auch auch einige Surfer auf dem Wasser gesehen. Aber wir sind nicht in dem Wind geblieben, sondern sind in ein Aquarium gegangen. Ich mag Aquarien. Ich denke zwar häufig, dass die Fische nicht genug Platz haben, aber dass sind ja nahezu dort geborene Fische. Dort gab es auch eine große Quallenzucht. Das soll extrem schwierig sein, weswegen wir meines Erachtens nur im Berliner Aquarium welche haben. Und hier in Japan git es eine sehr große Auswahl an verschiedenen Quallen. Klasse.


Weniger Klasse fand ich es, dass wir an der Delfinshow teilgenommen haben. Als Kind wollte ich sowas immer sehen, aber meine Eltern waren dagegen. Und sobald ich eingermaßen selber denken konnte, habe ich das auch abgelehnt. Ich halte Delfine für äußerst intelligente Tiere, die sich garatiert nicht freiwillig für Fisch prostituieren lassen. Sie brauche mehr Platz als nur so ein Becken mit 20m Durchmesser. Natürlich waren die Sprünge der Tiere schön und elegant, aber warum müssen die Tiere auf Gesten und Musik abgerichtet werden? Nur um das Publikum, Kindern die Langeweile zu vetreiben? Wenn die Delfine das freiwillig machen, so wie bei den meisten Kindertherapien in der Karibik ist das deren freiwillige Entscheidung, aber sie gehören für mich nicht zur Belustigung. Während alle applaudiert haben, hatte ich Tränen in den Augen. Das hat mir den Tag ein wenig vermiest. Das mag vielleicht für viele übertrieben erscheinen.
An sich war der Tag aber sehr schön, trotz der Umstände, dass mir mein Körper weh tut^^. Was bin ich auch so ein Trottel. Lustigerweise kam aber noch ein Unglück auf uns zu. In Yokohama wollten wir in unsere Bahn steigen, aber als wir zu den Gates kamen, standen dort Unmengen an Menschen herum. Es ist irgendwo auf der Streck ein Unglück passiert (vielleicht hat jemand Zug bekommen), sodass unsere Bahn nicht fuhr. Es ist unglaublich welche Massen dadurch behindert werden. Ganz nach japanischer Art und Weise habn wir uns in eine Schlange gestellt und gefragt wie wir denn jetzt nach Hause kommen. Laut dem Herren gibt es noch einen Umweg, der hätte uns aber locker das Dreifache gekostet, zeitlich und geldlich, sodass wir in ein Gamecenter sind und noch ne Runde getrommelt haben. Danach fuhr die Bahn wieder. Die Japaner haben anscheinend Routine in Bahnreperaturen.
Und nun sitze ich hier und schreibe meinen Blog und plane ein wenig die nächsten Tage...sofern man das kann^^ Und nebenbei trinke ich heißen Dosenkaffee. Da will ich aus dem Automaten nur nen kalten Kaffee wie bei uns aus dem Kühlregal, und dann kommt mir eine heiße Dose entgegen. Das ist noch mal viel besser.