Eins der Sachen die wir unbedingt in Tokyo machen wollten ist: Hogwarts besuchen.
Wir lieben Harry Potter und in Nerima, meinem alten Viertel, ist eine dauerhafte Studio Tour von Harry Potter. Also haben wir natürlich schon vor Monaten Tickets gekauft und sind heute frühzeitig nach Nerima gefahren. Lustige Geschichte: An dem Bahnhof Toshimaen, da wo wir heute auch hin mussten, ist ein großes Kino in dem ich damals einige Filme geschaut habe. Unter anderem: Harry Potter 7 Teil 1.
Die Studio Tour zu finden ist supereinfach. Und schon auf der Außenanlage sind einige themeninspirierte Kunstobjekte zu finden. Es sind auch schon einige Menschen da, aber tatsächlich nicht so viele wie ich erwartet habe. Obwohl wir superüberpünktlich sind, hat man uns auch direkt reingelassen. Wir haben ein normales Ticket und ein Special mit Audioguide und Buch. Da der Audioguide nur auf Japanisch oder Englisch ist, habe ich ihn genommen und nebenbei einige nette Infos mitgehört.
Nach einer kleinen Filmansage was uns erwartet etc ging es auch direkt in die Große Halle. Da mag der kleine Nerd in mir sprechen, aber ich hatte Gänsehaut, als sich das Goldene Tor öffnete und auch später, als wir ins Zaubereiministerium gekommen sind. All die Räume sind unglaublich detailliert dargestellt. Und es gibt viele kleine Ecken wo man mit Fotos und Filmchen experimentieren kann (kostenlos). Die Aussage im Begrüßungsfilm, dass es sich hierbei um einen Liebesbrief an die Filmmacher handelt, ist absolut wahr. Der Andrang an Menschen ist gut reguliert, sodass man kein Gedränge hat und sich auch nicht gehetzt fühlt.
Ich möchte gar nicht in die Details gehen. Zum einen langweilt es hier in dem Japanblog Harry Potter Sachen zu lesen, zum anderen muss man das einfach selbst erleben. Die Tour hat rund vier Stunden gedauert, ohne Essenspause. Das hat man von außen gar nicht gedacht. Und natürlich kann man der Geldmaschine der Wizarding World Unmengen an Geld zuwerfen an den zahlreichen Souvenirständen bzw. an der großen Fotostelle. Aber in unseren Augen war es das wert.
Eine eher weniger lustige Geschichte nebenbei: Wir hatten eine kleine Essenspause gemacht und auch die Toilette aufgesucht. Danach waren wir dann auch einige Zeit schon wieder auf der Tour, bis Marcel auffiel, dass er seine kleine Bauchtasche nach dem Essen vergessen hat. Na toll. Aber ich war ziemlich ruhig. Überall wäre ich ausgerastet, aber die Wahrscheinlichkeit, dass die Tasche in Japan weg kommt ist NULL. Natürlich war der Reisepass drin und das (leere) Portemonaie. Klar ist Marcel da unruhig, aber wir waren schon fast durch. Ich habe auf dem Weg eine Mitarbeiterin gefragt und sie bestätigte mir, dass gefundene Sachen am Anfang bei der Information abgegeben werden. Da sind wir dann auch nach der Tour hin bevor wir die Souvenirs durchforstet haben. Und sie da, die Tasche wurde artig abgegeben und alles war noch drin.
Nach dem langen Ausflug in die Zauberwelt sind wir nochmal in Ruhe in Ikebukuro rumgestromert. Hoshino ist am Vortag zu durchgerannt, dass wir keinen Blick nach links oder rechts werfen konnten. Daher gab es heute eine Runde in Don Quichote und Book Off. Leider ohne wirkliche Kauferlebnisse. Genauso im Poke-Center, wo ich gestern nicht nochmal rein bin. Trotzdem haben wir für Freunde einige bestellte Mitbringsel ergattern können.
Laut der offiziellen Planung hatten wir heute nichts vor. Aber auch nur, weil wir das tatsächlich am ersten Tag schon mit erledigt hatten. Allerdings hat sich gestern noch ein Freund gemeldet, dass er heute spontan Zeit hätte. Perfekt!
Ausreichend ausgeschlafen, Marcels Husten wird wieder besser, sind wir entspannt gegen 10 Uhr morgens los. Da ich die ganze Zeit heiß drauf war, musste ich in das Poke-Center hier im Viertel gehen. Der ein oder andere mag jetzt genervt die Augen verdrehen, aber jedes Poke-Center hat tatsächlich seine eigenen Plüschis oder anderen besonderen Merchandise. Außerdem ist das Hauptpokemon ein anderes. Die wissen definitiv wie sie Geld machen.
Also sind wir rein und ich suche natürlich mein Lieblingspokemon, Onix. Ich finde einige Sachen mit der Weiterentwicklung Stahlos, aber tatsächlich wird mein Pokemon anscheinend diskriminiert. Es gibt nur einen Sticker und einen kleinen Anhänger. Fertig! Aber dafür gibt es 20 verschiedenen Pikachus und Evolis. Naja, ich mag halt Dinge die anders sind. Und dafür bin ich dann auch schneller durch. Ich halte mich mit den Einkäufen auch noch ziemlich zurück, da ich mir immer denke, dass ich es nur süß finde, aber nicht wirklich gebrauchen kann. Mal schauen, wie lange diese Einstellung noch hält.
Direkt danach sind wir nach Ekoda gefahren. Mein altes Viertel in dem ich damals wohnte und zur Uni gegangen bin. Alleine schon beim Umsteigen in Ikebukuro war ich schon sehr emotional. Und als wir dann in Ekoda ausgestiegen bin, hatte ich feuchte Augen. Es ist alles so gleich, aber auch so anders gewesen. Da wir bis zur Verabredung noch Zeit hatten, sind wir zum Wohnheim gegangen. Auf dem Weg konnte ich tatsächlich ziemlich genau sagen, welches Haus noch nicht stand oder welches ersetzt wurde. Der Gemüsehändler war auf der andern Straßenseite, aber der Verkäufer war noch immer derselbe. Das Wohnheim selbst, das alte Gebäude in dem ich wohnte, steht noch und ist unverändert. Dafür hat aber der Kindergarten der mit integriert ist, ein neues Tor und mehr Platz zum draußen Spielen. Wir standen vor dem Tor und ich habe Marcel erklärt wo mein Zimmer war, die Küche, wo Yoann damals lebte und dann sind wir zusammen den alten Weg zur Universität gegangen.
Auf dem Weg sind wir nochmal an dem Yaoya, dem Gemüsehändler, vorbei gekommen und ich habe den Händler gefragt, ob ich mich recht entsinne, dass es vorher gegenüber war. Ich hatte Recht. Er schaute mich an, weil ich sagte, dass ich vor 14 Jahren hier gelebt habe, aber ich befürchte, er hat mich nicht erkannt. Schade. Schließlich bin ich damals jeden Morgen an ihm zweimal vorbei gelaufen und wir haben uns immer gegrüßt. Nun ja, ich war halt nur eine Kundin von vielen.
Die Musashi University hat sich seit meinem Studium tatsächlich verändert. Ein Gebäude wurde während meines Aufenthaltes abgerissen und noch nicht gang fertig gebaut. Und in diesem Moment war ein weiteres Gebäude in Arbeit. Trotzdem musste ich eine Träne verdrücken als ich vor dem Campus stand. So viele Erinnerungen und alle sind tatsächlich gut. Dadurch, dass ich allerdings nicht mehr studiere und mein Professor erst in zwei Wochen da ist, bin ich nicht auf den Campus gegangen. Das machen wir, wenn wir mit Brian verabredet sind. Zu viele Emotionen würden mich heute fertig machen.
Also zurück zum Bahnhof und dort haben wir auf Hoshino gewartet. Er war kein Student, aber wir hatten uns auf dem Tag der offenen Tür der Uni damals kennen gelernt. sind über Freunde dann zusammen ins Kino und hatten eine schöne Zeit. Dadurch, dass er keine große Erfahrung mit Ausländern hatte, war es für mich immer schwer mit ihm zu reden, da er sehr umgangssprachlich spricht. Und vom Schreiben will ich gar nicht erst reden. In den letzten 14 Jahren gab es eher nur Glückwünsche zum Geburtstag und sehr selten mal ein "Wie geht`s?". Ich gestehe, ich habe nicht viel von dem Treffen erwartet und war schon überrascht, dass er es überhaupt wollte. Zumal er auch wusste, dass Marcel dabei ist. Für Marcel wiederum war es klar, dass es eher langweilig wird, sprachlich bedingt.
Aber es war tatsächlich wesentlich entspannter und auch vom Verständnis sehr gut. Ich muss mich selbst loben, dass ich anscheinend doch wieder gut in die Sprache reingefunden habe. Für SmallTalk reicht es lockerflockig. Und es war lustig wie unterschiedlich die Zeitwahrnehmung ist. Er dachte, es sei erst 10 Jahre her und ich sei 3 Jahre in Tokyo gewesen. Schön wär es. Dafür erinnerte er sich an meine Präsentation die ich auf dem Unifest halten musste. Das hatte ich total verdrängt. Und er hatte tatsächlich noch von damals Fotos von dem Unifest auf dem Handy. Verrückt!
Die beiden Jungs haben sich tatsächlich trotz Sprachbarriere gut verstanden. Sie haben beide Tattoos und rauchen, damit ist das Wichtigste geklärt. Und ich denke, das sich auch ausreichend übersetzen konnte, damit das läuft. Sogar so gut, dass wir nach einem guten Kaffee noch zusammen nach Ikebukuro gefahren sind. Dort habe ich damals auch viel Zeit im Book Off und anderen Geschäften verbracht. Mittlerweile hat sich das Viertel zum Anime-Mekka entwickelt. Selbst Akihabara soll nicht mehr mithalten können. Die vertrauten Ecken waren aber noch alle da. Sunshine City, das größte Einkaufszentrum, hat sich aber gemacht. Mittlerweile ist ein Aquarium drin (nein, diesmal waren wir nicht drin), ein Kulturzentrum mit Ausstellungen (aber leider nicht für uns) und....Überraschung....ein Poke-Center. Mit dem Jungs im Gepäck bin ich aber nicht rein und habe mich mit Fotos begnügt.
Nachdem wir zusammen ein Purikura gemacht haben, Fotos in einem Foto-Automaten, ist Hoshino dann nach Hause. Wir sind noch weiter nach Shinjuku. An dem Metropolitan Building werden derzeit Filmchen auf das Gebäude gestrahlt. Über das Handy kann man die passende Musik abspielen. Das wollten wir uns anschauen. Aber schon auf dem Weg dorthin hat uns die Müdigkeit eingeholt. Marcel wahrscheinlich wegen Schlafmangels wegen des Hustens und ich, weil mein Kopf heute sehr viel arbeiten musste. Oder ich brüte was aus. Wer weiß.
Die Lichtshow haben wir trotzdem gesehen. Und leider was es nicht so spektakulär wie wir dachten. Die besonderen Nummern mit Godzilla zeigen sie nur am Wochenende. Schade. Also ab nach Hause und nun sind wir früh heim. Gehen aber auch früh schlafen, da wir morgen einen relativ zeitig gebuchten Termin haben. Das wird toll!
Es ist vollbracht: nach einer noch kurzfristig reingewürgten Hausarbeit (innerhalb einer Woche ohne vorherige Ankündigung fertig zu stellen, bitte) und der letzten Präsentation ist das erste Semester glorreich zu Ende gegangen. Gefeiert wurde das im koreanischen Restaurant, am Freitag, um auch gleichzeitig Hyung Gee, eine der Koreaner zu verabschieden. Neben dem reichlichem Fleisch floss auch der Shimizu, koreanische Schnaps, reichlich. Im Restaurant hab ich nichts gemerkt, aber auf dem Nachhauseweg, wo das BLut zirkuliert ist, bin ich dann doch ziemlich betrunken gewesen. Aber angesehen davon war der Abend ziemlich lustig. Ich hab so einige Saufspiele gelernt. Die deutschen sind dagegen langweilig. Samstag hab ich mich wieder mit Martina verabredet. Wir haben den Yokohamer Bahnhof unsicher gemacht. Wenn ich jetzt sage, dass wir 7 Stunden dort verbracht haben, denkt jeder "Äh? Im Bahnhof?" Yo, genau da. Bahnhöfe sind in Japan Labyrinthe. Unterirdisch ist alles mit zighundert Geschäften gesäumt und theoretisch sind auch alle Bahnhöfe miteinander verbunden, behaupte ich. Wer auch immer die konstruiert hat, war verrückt. Wir haben überlegt, ob es möglich ist in Japan zu überleben, ohne ans Tageslicht zu kommen. Ich behaupte: Ja! Naja, aber davon mal abgesehen, haben wir uns Kopfhörer gekauft. Ich hatte meine geschrottet und das Angebot in Japan ist gigantisch. In-ear, normale, große und dann die Farbauswahl in pink, türkis, schwarz oder bling-bling-lila mit Schleife. Alles vorhanden. Naja, und dann noch mal was Essen, ne CD suchen, Mitbringsel kaufen..Kaffee, bzw. Maccha trinken. Da kriegt man schon mal eben 7 Stnden im Bahnhof rum, nicht zu vergessen der Book Off, der immer lockt. Also ich hatte Spaß. Purikura gab es natürlich auch. Sonntag hab ich mich dann mit Fabian getroffen. Ich habe ihm sein Denshijisho abgekauft. Das ist ein elektronisches Wörterbuch. Nach dem gemütlichen Kaffee und dem üblichen Small-Talk, wo ich mal wieder ne super Vokabel gelernt habe (むささび/鼺鼠/Riesenflughörnchen), absolut unnütz, aber ich bekomme es nicht aus meinem Kopf heraus, bin ich dann nach Ikebukuro, wo ich mit Nicole Yasuo und Ryota zum Darten getroffen hab. Ja, ich bin überrascht wie gut ich manchmal spielen kann. Und das Dartpfeile im Auschnitt nicht sooo sehr weh tun. Und im Rücken auch nicht. Jaja, und ich spiele unfair, genau. Das Ende vom Lied, bzw. das letzte Spiel, wo wir gesagt haben, dass der Gewinner bestimmt was die anderen machen: ich war am führen. In der letzten Runde hat mich Ryota doch tatsächlich um einen Punkt überholt. Aber Nicole hat es wieder rausgerissen. Hab ich mich gefreut, aber neee, Yasuo hat dann Nicole überholt. Ja, geil. Und wer darf die Aufgabe erfüllen? Ich natürlich. Ich darf Nori seinen ersten Kus rauben. Danke Jungs! Danach sind wir noch ins Kino und haben uns "Social Networking" angesehen. Es geht um Facebook, wie es entstanden ist und den Rechtsstreit im Hintergrund. Ich bin überrascht. Erst hab ich gedacht, weil der Film auf englisch war, Junge, red mal langsamer. Und insgesamt hat der Film mehr den Rechtsstreit und die menschlichen Abgründe gezeit, als die Idee. Ist aber trotzdem zu empfehlen. Montag: Sport (ja, auch in den Ferien dreimal die Woche) und dann bin ich spontan mit Yo und David, auch einem Franzosen, nach Tokyo-station gefahren, weil Yo dort arbeitet und was klären wollte. Also hab ich mir die Gegend mit Davis angesehen und es ist verdammt schick dort. Man merkt, dass das Viertel Geld an den Hacken hat. Nach nem gemeinsamen Essen im Wohnheim, Yo hat gekocht^^, haben wir uns noch ein Bier gegönnt und ich habe versucht David beizubringen, wie man zum Nikushokukei wird. Nikushokukei 肉食系 ist ein Begriff für "fleischessende" Personen, die einen aggressiven, bzw. selbstsicheren Charakter haben. Das Gegenteil Soshokukei 草食系 ist dementsprechend ein "pflanzenessender" Typ und hat einen schwachen Charakter. Das Ganze ist aber auch ein körperlicher Aspekt. Interessanterweise habe ich von einem Japaner zu hören bekommen, dass er zwar ein Nikushokokei ist, aber sich in meiner Gegenwart als ein Soshokukei fühlt. Ist das ein Kompliment? Ich denke nicht (Martina hatte sich am samstag dazu zwei tolle Bücher gekauft, die ich auch haben will: 肉食女子 "Nikushokujoshi", also "Fleischessende Frau" und 草食男子 "Soshokudanshi", Pfalnzenessender Mann. Es werden die sozialen Probleme der Feminisierung der Männer aufgezeigt.) Der Dienstag war dann recht entspannend. Caro kam vorbei, damit wir uns über die geplante Kyotoreise unterhalten können. Ja, wurde ein schöner Kaffeeklatsch^^. Und heute ging es dann wieder zum Darten. Ich hatte ja noch was einzulösen. Nach ein paar Runden sind wir dann in ein Izakaya, wo wir am Tisch gegrillt haben und auch verdammt gut angeheitert waren. Wozu so ein Tabe- und Nomihodai nicht gut ist^^ (Ess- und Trinkflatrate). Naja, reicht aber nicht und wir sind noch in ein "normales" Izakaya, wo wir das Königspiel gespielt haben. Jeder zieht ein Stäbchen mit einer Zahl und einer ist der König. Der bestimmt dann, welche Nummer, ohne zu wissen, wer wer ist, mit welcher Nummer was macht. Ja, natürlich wurde es so gedreht, dass ich Nori küssen durfte. Er hat es dann aber so gedreht, dass er mich geküsst hat (ach ja, männlicher Solz) und ich bin aus dem Schneider. War ein super Abend. Und viel Party. Wie mögen die Ferien weiter gehen?
Hm, Neujahr und alle Geschäfte, also die die man braucht, sind dicht. Und das in Japan. Was macht man also? Man geht zum Kaiserpalast. Und das am 2.Januar um den Kaiser höchstpersönlich, mit Gattin, Tochter, Thronprinz und Gattin und was weiß ich nicht zu sehen und zu lauschen. Wir haben uns, Katja, Tabea mit Mutti, Yo und ich, Richtung Kaiserpalast aufgemacht um das Symbol des Staates zu begrüßen. Schon auf dem großen Vorplatz wird alles geregelt, damit der Ansturm nicht irgendwie unkoodiniert Blödsinn macht. Am Anfang werden billige Japanflaggen verteilt, wir haben natürlich auch eine bekommen ("Wo kommt ihr her? Aha, Japaner respektieren Deutsche!" Ohoh, an wen sind wir da geraten?). Und dann dürfen wir uns für die Taschenkontrolle anstellen. Naja, meine geliebte Kampftsche birgt nicht soviele Gefahren. Gegen Sicherheitsnadeln hat bisher noch keiner was gesagt und da ich, sie vertraute auf mein Wort, keine Videokamera dabei hatte, ist alles in Ordnung. Das zeigt doch stark die japanische Art und Weise miteinander umzugehen. "Du sagst das? Okay, dann ist es so." Es ist zwar Trinkverbot (kein Essensverbot?), aber wenn die Flasche in der Tache bleibt geht das schon. Gut, Säure hätte ich also schhmuggeln können. Weiter zum Körperabtasten. Im Gegensatz zu den Herren am Copenhagener Flughafen haben die hier wohl mit reiner Willenskraft abgetastet. Schnappmesser und am Gürtel befestigte Bomben wären auch drin. Aber wer würde das schon machen? Der Kaiser hat NULL politische Funktion. Würde man ihn allerdings umbringen, und das auch noch öffentlich, ich könnte mir vorstellend dass der Staat komplett im Chaos ausbricht. Aber das ist ja nicht meine Absicht. Weiterhin folgen wir den Absperrungen und dürfen auch endlich das geheiligte Gebiet des Kaiserpalastes, also eher seiner Auffahrt, betreten. Brav folgen wir dem Strom und versammeln uns auf dem großen Platz vor dem Balkon, von dem der Kaiser sprechen wird. Er erscheint immer am 2. Februar fünfmal. Dafür das wir uns das vierte Mal herausgepickt haben, sind noch verdammt viele Japaner da. Wir stehenda, wedeln probeweise mit den Flaggen. Stören uns an den megagroßen Amerikanern vor uns, die sind bestimmt 2,10m groß gewesen. Lächeln dem putzigen Mädchen neben uns zu und dann.... ...dann kam er. Seine Heiligkeit in Person mit seiner Familie. Ein Flaggenmeer erhob sich, Gegröhle und Schreie ertönten. Sogar "Banzai!"-Rufe waren zu hören. Und er hat uns gewunken, wohoooooo. Das geht einem irgendwie nahe, ich war versucht auch "Banzai!" zu rufen, aber aus Pietätgründen hab ich mir das mal verkniffen. Und dann sprach er zu uns. Seine Stimme ist höher als erwartet, man erwartet irgendwie mehr Kraft und Macht, aber egal, ich habe ihn komplett verstanden. "Liebe für jeden und die Welt, Friede und Glück im Neuen Jahr!" Das ist meine kurze Zusammenfassung. Die Rede hat auch nur drei Minuten oder so gedauert. Und dann erhob sich das Flaggenmeer wieder. Er winkte uns zum Abschied und verschwand wieder. Da hab ich sie komplett erlebt, die kaiserliche Familie. Super! Zurück haben wir uns mit dem Strom der Tausenden von Japanern bewegt und uns auch Richtung Bahn bewegt. Tabea und Mutti sind noch zum Meiji-Schrein, während Yo, Katja und ich in Ikebukuro was Essbares gesucht haben. Da heißt es, dass Toko zu Neujahr der ruhigste Ort überhaupt sein soll, weil alle zu ihrer Familie aufs Land fahren, aber am 2ten ist es gerammelt voll, weil die großen Läden Neujahrangebote haben und die Leute wie blöde shoppen gehen. Normalität ist wieder da^^
Eine mehr oder weniger ereignislose Woche ist in ein Wochenende in den Massenspots der Stadt übergegegangen.
Uni und danach bin ich am Mittwoch und Freitag nach Ikebukuro gefahren. Ich hab versucht Weihnachtsgeschenke zu finden. Aber Mittwochhab ich meine Suche abgebrochen, weil ich mit Yo und seinem japanischen Kumpel Tomoya verabredet war. Wir wollten Weihnachten planen. Also eigentlich haben die beiden geplant und ich hab stumm daneben gesessen, weil die Diskussion auf Französisch abging. ABER: wenn ich nicht Japanisch hier lerne, dann Französisch. Ich kann es verstehen. Natürlich nicht Wort für Wort, aber häufig wenn Yo sich zu mir umgedreht hat und mir erklären wollte was besprochen wurde oder was sie jetzt vorhaben, dann konnte ich schon abwinken. Ich kann sogar an den richtigen Momenten mit Lachen einsetzen, ohne das es auffällt, dass ich nur 35% verstanden hab. Als Belohnung gab es abends dann Öl mit Pizza. Naja, es sollte Pizza sen, aber die war so fettig, dass Yo, der alles und viel isst, sie nicht mehr essen wollte. Mein Glück^^, ich wollte den Käse haben. Käse, ich vermiss es nicht wirklich, aber wenn ich was damit bekommen kann, dann nehme ich es auch.
Freitag dann die nächste Shopping-Tour mit Katja und Nicole, die damit endete, dass ich Weihnachtsgeschenke für die Mädels hab, aber nicht für die wichtigen Kerle hier, und wir nen Crepe gegessen haben. Und experimentiefreuddig wie ich nun mal bin, hab ich diesmal meinen Crepe mit Imo-Eis gegessen. Das ist Süßkartoffelgeschmack. Lecker!!!
Mein Gammelsamstag ist nach eine Stunde Gruppenbesprechung zwischen Yo und mir für die Walking Tour in einem Ich-hab-kein-Bock-zu-denken-Shopping-Event zu Ende gegangen. Er wollte Sinnloses machen und ich hatte eh nichts Besseres zu tun (außer Tausende von Weihnachtskarten zu schreiben, aber wozu gibt es die Nacht?). Ergebnis: er hat ne neue Jacke und ich 17 neue Bücher vom Book-Off. Unter Bücher zähle ich auch Mangas, weil die auf Japanisch schwieriger sind^^ Und der Großteil ist als Weihnachtsgeschenk zu sehen. Ich kann es nicht häufig genug erwähnen: ich liebe den Laden.
Sonntag: es ist wirklich passiert. Nach unzähligen Verabredungen die immer aus unterschiedichen Gründen abgesagt wurden: ich habe Martina getroffen. Watt, wer? Ja, ich hab sie eigentlich im Februar, eine Woche bevor ich ins Kurzstipendium aufgebrochen bin, kennengelernt, in dem Monat in Japan dann eineinhalb Wochen regen Kontakt mit ihr gehabt und dann über das halbe Jahr, das ich dann noch in Deutschland verbracht habe und sie in Tokyo, weil sie den Hallenser Doppel-Master macht, ungefähr drei Mails geschrieben. Ist das Freundschaft? YO! In den drei Monaten hier haben wir auch kaum geschrieben, aber wollten uns veabreden. Aber das Schicksal wollte es nie. Aber nun ist es passiert. Zussammen haben wir Shibuya unsicher gemacht. Naja, sie ist vorgerannt und ich hinterher, weil ich mich dort nicht so ganz auskenne. Wir haben uns über unseren bösen Humor gefreut, den man hier nicht soooo ausleben kann und ausgeheult, was wahre Freundschaften sind und was nicht. Und natürlich darf man den Informationsaustausch über Halle und das Studium nicht vergessen. Irre was man so in Japan über Halle erfährt. Und dann ging es auch wieder auseinander. Da sie im Februar nach Deutschland zurückkehrt, wollen wir uns nochmal treffen, und wehe nicht^^
Damit ist die letzte Woche vorbeigegangen. Und diese bestand im Wesentlichen auch nur aus einer Stunde Japanischunterricht und ist bereits wieder ins Wochenende übergegangen. Es ist Weihnachts- und Neujahrspause.
Und diese Anekdote MUSS ich noch loswerden: Um halb 10 ging es heute mit Yo nach Ikebukuro um Tomoya zu treffen und die ersten Einkäufe für Weihnachten zu machen. Da es wieder auf Französisch abging, wollte ich nur schnell meine Hilfe anbieten und meine letzte Geschenkerledigung machen (Yo sagt auch, dass er zwar selber kein Deutsch sprechen wird am Ende, aber es auf alle Fälle schon so gut versteht wie ich Französisch. Und er ist abgegangen als ich Bonjour! gesagt hab. Meine Betonung sei genau richtig, nicht wie das der 08/15-ich-tu-so-als-ob-ich-französisch-könnte-Leute). Ich flitze also für mein finales Geschenk ins "Lush", einen Seifenladen den es spannenderweise auch in D-Land gibt, wie ich erfahren habe, und suche die Massage-Seifen. Finde sie und theoretisch weiß ich auch welche ich will (Danke, Internet), aber wenn die jetzt wie Gülle stinken, dann hätte ich sie nicht gewollt. Schnupper also dran und die Verkäuferin macht mir phantomimisch vor, dass ich sie auf meine Haut ausprobieren kann. "Danke! Das sind die Massaji-baa (japanische Benennung), nicht wahr?" "Ja, genau" "Und dieses hier ist wenn man Muskelkater hat, oder?" Wow, irre wie die sich gefreut hat, dass ich so in ungewöhnliches Wort wie Muskelkater kenne. Ich hatte auch recht mit der Wirkung, aber sie wirkte sooo positiv überrascht, das hat mich gefreut. An der Kasse hat sich mich dann wegen einer Tasche fragt -nehme ich natürlich- und ob ich ne Bonuskarte/Treuekarte hab. Nö, möchte ich aber gerne. Tja, und dann weiß ich nicht was sie von mir wollte und wegen der Karte erklärt hat. Da haben wir es wieder: Ich kann mit blödsinnigen Worten glänzen (obwohl ich das Wort Muskelkater sehr häufig nutze) und versage im normalen Alltag! Die muss sich auch gedacht haben: komischer Ausländer!
Was für eine Nacht! Es fing schon damit an, dass wir mein Schminken im Bad totalen Spaß hatten. Neben dem Ausmalen des Abends -wer mit wem und warum und wer wie betrunken mit welchem Lied- kamen dann noch die normalen Frauangespräche auf: "Meine Nase, ich bin so blass, deine Augen sind so schön katzenhaft". Hab ich noch nie gehabt so ne Sotuation, fand ich lustig. Und auch als man dann schon im Kleidchen und mit ner Tonne Schminke im Gesicht im Bad für das letzte Zurechtzuppeln stand und die Chinesinnen einen gesehen haben. Denen sind die Augen aus dem Kopf gefallen. Und die eine hat sich erschrocken, dass ich mir schon wieder was getan habe. Jaja, lebensechte Kopfschusswunde. Mit Yoann an der Spitze sind wird dann gemeinsam nach Ikebukuro um uns mit den anderen zu treffen. Es war sooo herrlich im Ikebukuro-Bahnhof. Da der sehr groß ist und wir einige Meter zu dem Treffpunkt laufen musste, haben viele Japaner die Gelegenheit gehabt uns zu bewundern. Die Mädels haben Yoann bewundert und so einige Salarymen sind fast gegen Säulen gerannt, weil sie und herausgeputzten Mädchen sahen. Hat schon was, vor allem wenn sie nicht weggucken wenn man sie ansieht und mit einem strahlenden Lächeln beschenkt. Ja, mein Selbstbewusstsein an dem Abend war ein wenig höher als sonst. Beim Treffen haben wir dann fetsgestllt, dass wir als einzige verkleidet waren. Naja, die Mädels, ich nicht. Ich hab mir nur ne Schußwunde gegönnt. Nach einigem warten kam noch Yuki, mit blauen Augen und Eckzähen, und kurz darauf kam dann Kwonhee. Er hatte doch tatsächlich ein Ganzkörper Winieh Poo Kostüm an. Echt schnuckelig. Sah vor allem später beim Singen verdammt lustig aus, Als dann alle da waren sind wir ab zum Purikura machen. Hm...in so ein Zwei-Mann-Automat haben wir uns dann mit 12 mann reingequetscht. Hat geklappt und die Fotos sind auch lustig. Draußen kam dann noch Ryota dazu udn wir sind dann ins Karaoke. Was für ein schicker Laden. Edelholz, große Räume, super Qualität, Alkohol all-you-can-drink. Nori kam ein paar Minuten später und mit Mädchenperücke. Und wie es immer so ist, muss er geärgert werden und hat den ersten Song singen müssen: Livin la vida loca. Allerdings die japanische Fassung. Nicht schlecht Herr Specht. Nori hat es echt drauf.
Gleich danach muss natürich die Internationalität des Abends betont werden und Moskau wurde angespielt. Tja, aber wer singt? Keiner wollte, klar logisch, keiner hatte was getrunken, man schämt sich. Aber als das Lied dann anfing hab ich mich dann hingestellt und den Song gesungen. Ich mag ihn zwar nicht aber alle haben gesagt, dass ich ne super Stimme hab (ja, die Karaokemaschien verzerrt auch wunderbar) und meine Performance soll allgemein auch immer gut gewesen sein. Der Hüftschwung machts.^^ Naja, man hat lustig gesungen und getrunken, nicht allzu viel aber man hatte nen angenehmen Pegel. Weil auch Ryotas Geburtstag war, war ich an dem Tag seine Sklavin. Das war mein Geschenk an ihm, meinen Sklaven. Ich hab ihn befächert und die Jacke ausgezogen -mit Freuden- und ihn massiert. Ich weiß nicht warum, aber er fing an sich das Hemd aufzuknöpfen. Naja, warum auch nicht. Lustig ist nur, dass zu solchen Anlässen sämtliche Kameras gezückt werden. Überhaupt hab ich viel Blödsinn gemacht. Und die Jungs gingen, im Gegensatz zu den Gelegenheiten an der Uni, ein wenig auf Tuchfühlung und dann hieß es schonmal häufiger "Ach, komm her" wenn sie paschamäßig mit ausgebreiteten Armen auf der Couch saßen, wenn man dann aber schmelzend das Bein über den Schoß geschwungen hat, dann waren sie allerdings von der Forschheit überrascht. Mir hat das Überraschen Spaß gemacht...natürlich musste das Ganze nochmal für die Kamera gestellt werden.
Mal kurz meine Songliste des Abends: "Slipknot- Duality" "System of a Down- Chop Suey" "Lost Prophets- Last Train home" "Disturbed- Down with the Sickness". Zuerst gab es eine allgemeine Überraschung bezüglich der Songwahl, aber zusammen mir Ryan, einem Amerikaner, haben wir dann nachher immer zusammen geschrien und gegrunzt und auch Yasu hat sich für ein Duett angemeldet.
Wie es sich über die letzen Tage angedeutet hat, hab ich dann auch noch zwei Strips bekommen. Fragt mich nicht wie meine grße Klappe mich wieder in diese Situation gebracht hat, aber genossen hab ich es schon. War jetzt nichts Schlimmes, nur ein wenig Nippel und Hüftschwung in Gesichthöhe (die Sessel waren sehr niedrig). Lecker, lecker. Und wie vorher, wenn man dann die Hand aussreckt zum Anfassen und einem auch die muskelbepackte Brust entgegen gestreckt wird (unglaublich aber wahr: eine durchtrainierte Japanerbrust), man dann mit den Nägel ein wenig drüberkratzt und gleichzeitig *rrrrrrrrrrr* macht, dann schrecken japaner zurück. Ich habe mir die ganze Zeit die Frage gestellt warum? Das ist doch die Reaktion die die haben wollten oder nicht? Ich glaube es liegt daran, man redet sich ja gerne was ein, die Japaner können dieses Geräusch nicht machen und kennen es auch nicht.
Was kann ich über den Abend noch sagen, außer das sich danach von meinen eigenen Hormonen ausgeknockt wurde? Nicole ist als Polizistin übelst gut angekommen und musste regelmässig jemanden die nicht vorhandenen Handschellen anlegen. Sind Japaner alle devot? Sophia hatte die Ehre Yasu mit meinem Federfächer den Hintern zu versohlen. Katja hat die internationalen Kontakte zu Korea ausgebaut, indem sie die ganze Zeit mit Kwonhee herumgeblödelt hat. Endlich bin ich auch mal in den Genuß gekommen mit ihm zu sprechen. Aber während irgendwelche besoffenen Amerikaner ins Mikrofon brüllen, kann man einfach nichts verstehen. Schade. Aber ausbaufähig.
Insgesamt hört sich das wie ein Gelage an, oder? Aber eigetlich alles im jugendfreien Rahmen. Um 6 uhr morgens sidn wir dann endlich nach hause gekommen. Es war schon hell und der Schlaf dauerte für mich auch nur bis 12 Uhr. Aber dafür war er erholsam. Das wird nochmal gefeiert. Und im Nachhinein haben sich soviele neue Informationen ergeben, die meinen Sonntag erhellt haben. Erst verdüstert, aber als ich dann mit Yoann und später Katja, zusammen gekocht habe -er ist echt ein Küchengott- hat sich ein komplett neues Bild bezüglich der Clique mit seinen Informationen gebildet. Wir sind das perfekte Lästerpaar. Naja, wir nutzen die Informationen um alles in die richtigen Bahnen zu lenken^^.
Eine weitere Woche nähert sich dem Ende. also eine Arbeitswoche ... Mittwoch habe ich Katja genötigt noch mal mit mir nach Ikebukuro zu gehen. Mir fehlen noch zwei, drei kleine Sachen für men Kostüm und da die Feier am Samstag ist und ich vorher nicht gerade viel Zeit habe, muss ich vorher gehen. Im Endeffekt ging alles schnell, alles gefunden und dann auch wieder nach Hause. Aber warum erzähl ich das? In Ikebukuro werden viele Taschentücher verteilt. Die dienen hier als Werbeträger und damit man sich die nicht kaufen muss, nehm ich sie gerne an. Aber in diesem Stadtteil haben die Verteiler leider die Gewohnheit uns Ausländern nicht mit Taschentücher zu beglücken. Sinnlose Zettel und Zeitschriften mit Adressen von Host kriegen wir, aber keine Taaschentücher. ich "ärger" mich schon so lange darüber und sage immer, dass ich das nächste Mal einfach stehenbleiben werde und bittend die Hand aufhalt. Naja, diesmal hab ich das doch tatsächlich getan. Das Mädchen guckt mich mit großen Augen an, was ich denn will und ich halte mein Hand auf, da gibt sie mir vorsichtig das Päckchen und ich bedake mich mit einem Zuckerlächeln. Yeah, wieder ne Japanerin verwirrt. Und ich hab mir endlich Schuhe gekauft. Meine alten sind ein wenig löchrig geworden, was bei dem Wetter nicht so vorteilhaft ist, aber die Schuhpreise, abgesehen von den Damengrößen und der Mode, sind ziemlich heftig. Mindestens 50€ muss man hinblättern. Aber all die schlichten Sachen die mir gefallen kosten dann auch schon mal gleich 100€. Bis auf ein Paar K-Swiss. Boah, Markenproll! Naja, umgerechnte haben die mich nur 36€ gekostet und ich hoffe mal, dass ne Marke Qualität bedeutet (aufgescheuerte Hacken haben sie zumindestens schon mal verursacht). In Deutschland brauch ich mindestens ein halbes Jahr, bis ich einen Schuh gefundenhab, der mir gefällt, passt und günsig ist.
Am Donerstag war Julä zu Besuch in der Uni. Todesmutig hat sie sich den langweiligsten Tag ausgesucht um das klassische Unialltagsleben auszuprobieren. Angefangen hat es mit East Asia Business. War mal wieder spaßig. Danach dann gleich die Mittagspause wo sie ein paar der Auländer kennengelernt hat, und dann haben wir zusammen in Yokokawas-senseis Unterricht gepennt. Naja, ich hab gepennt, Julä konnte sich unverständlicherweise wach halten. Den Abschluß hat dann International Relationship gebildet. Auch der Unterricht war wieder locker, vor allem wenn man bedenkt, dass Julä hinter mir saß. Wer sie kennt weiß Bescheid.
Aber damit war mein megalangweiliger Tag ja noch lange nicht zu Ende. Ich hab mich dummerweise für nen Talk angemeldet. Das heißt einenhalb Stunden lang irgendwas Langweiliges hören. Vorher sind wir aber mit Brian, einem unserer Profs, Ramen essen gegangen. Tja, man denkt eigenlich, dass er an unser Partemonaie denkt, aber diesmal hat er es nicht. Dafür war das Essen auch verdammt gut. Und wir hatten viel Spaß. Julä ist noch mitgekommen und wenn sie dabei ist, halte ich mit meinen Sprüchen garnicht mehr zurück. Die armen Jungs um uns herum. Aber wir hatten Spaß. Vielleicht sollte man nicht unbedingt sagen "I like the hot feeling inside my mouth!" Das nur die leichte Schärfe nach dem Essen gemeint ist, war in dem Moment nicht unbedingt herauszuhören. Tja, Chris versteht mich auf alle Fälle gut. Und es ist kein Wunder, dass ich den Spitznamen "Hentai" (Perverse) bekommen habe.
Julä hat uns dann leider verlassen und wir sind weiter zum Talk. Plötzlich wusste ich im Regen wo wir waren, aber das wollte mir keiner glauben. Bäh. Ich hatte doch Recht, als alle staunend vor dem Tokyo Tower standen. Der Talk selber ging um...ich weiß es nicht so genau, laut Titel um Japanisch-Amerikanische Beziehung. Ich habe von Anfang an den roten Faden nicht mitbekommen und habe ihn auch nicht finden können. Also bin ich im Kopf meine Präsentation für den nächsten Tag durchgegangen. Am Ende meinte Brian, der Amerikaner ist, dass er den Talk auch nicht verstanden hat. Na toll, wie sollen wir Nicht-Muttersprachler dass dann machen. Gut,was lernen wir daraus? Gehe nicht zu einem langweiligen Talk, wenn du den Kopf mit anderen Sachen voll hast.
Zeit für nen neuen Blogeintrag: Am Donnerstag haben wir in Business einen Gastvortrag zum Thema Japanischer Sarariman" bekommen. Wie den meisten bekannt ist, ist dieser Salaryman (hier die englische Schreibung, in den Tüttelchen ist die Japanische) ein Symbol für den japanischen Arbeiter. Er symbolisiert Arbeit, Männlichkeit und ein sicheres Einkommen. Für uns Europäer ist er hingegen die Langeweile pur, weil wir einen langweiligen Schreibtischjob damit verbinden, aßerdem sieht man keine Unterschied zwischen all den Sarariman in der Bahn. Alle haben sie nen dunklen, aber perfekt geschnittenen Anzug, die meisten mit nem schwarzen Aktenkoffer, manche mit einer schwarzen Männerhandtasche. Homogenität wohin man schaut. Trotzdem gibt es eine Mangasparte, die man "Sarariman-Manga" nennt. Es geht um, ratet mal, ja: Sarariman. Und diese Sparte soll sehr erfolgreich sein (hauptsächlich natürlich unter Sarariman). Unser Gastdozent hat dieses Phänomen untersucht und die Darstellung des Arbeiters untersucht. Speziell an dem Manga "Sarariman Kintaro". Und weil das natürlich zu eintönig ist, und manche Emanzen nicht einverstanden sind, hat er das noch auf die Darstellung der Frau in der Mangawelt ausgeweitet. Wir hatten eineinhalb Studne lange einen äußerst interessanten Vortrag über einen uns bisher unbekannten Bereich der Mangawelt. Und da soll jetzt bitte wieder einer meiner Eltern kommen und sagen "Yvonne, sag mal wie alt bist du, dass du noch Manga liest?" Tja, hier ist es absolut normal, in JEDEM Alter und jeder Position.
Hier der erste Teil des dazugehörigen Animes....wer will.
In der Woche selber ist dann nichts superspannendes passiert. Ich hab am Freitag Yûsuke trainiert und ich bin beeindruckt. Dafür dass er lange nicht mehr trainiert hat, hat er ganz schön gut mitgehalten. Respekt! Er hat mir erzählt, dass er wieder trainieren will, weil er am Bauch "puni-puni" ist. Auf deutsch wäre dieser schöne Ausdruck "schwabbel-schwabbel". Ihr könnt euch jetzt keinen dicken Japaner vorstellen? Kein Problem, er ist auch nirgends puni-puni, aber soll ich jetzt nen Japaner mental aufbauen und sagen er sei perfekt, absolut sexy und unglaublich begehrenswert? Naja, könnte ich, aber ich weiß noch nicht genau, wie das hier aufgenommen wird ^^
Am Freitag hab ich dann mit Katja zusammen Julä und Karsten in Ikebukuro getroffen. Ich wollte eh shoppen, Halloween steht an, und Julä ist für ein paar Wochen im Land. Das muss man kombinieren. Wohooooo! Kurz: gekauft hab ich nicht das was ich für's Kostüm brauche, aber Proteinshakes (endlich!) udn zwei Manga. Wir mussten ja natürlich ins Book Off und billige Bücher anschauen. Ich hab mir zwei Pokemonmanga mitgenommen, weil sie so putzig waren. Jetzt hab ich gerade gesehen, dass sie für die Junior-High geeignet sind, das heißt ein wenig simpleres Japanisch haben. Ich könnte mich wegschmeissen so lustig ist der Manga. Nach einen Purikura mit uns vieren hat Katja uns im Book Off verlassen, weil sie zu ner Party wollte. ch denke darüber wird sie in ihrem Blog irgendwann schreiben. Zu dritt haben wir dann "Sushine City" eine Einkaufs-Mall in Ikebukuro unsicher gemacht. Schnick-Schnack hier und dort, Disneyland, Totoro-Laden und Hello-Kitty-Shop dort drüben. Herrlich. Was es nicht für unsinnigen Blödsinn gibt. Als Karsten dann auch weg ist, haben Julä und ich und auf die Suche nach etwas Essbaren gemacht. Yvonne ist wieder ein wenig pingelig was das Geld angeht und wir sind ziemlich lange herumgeirrt. An der Stelle wo Katja und ich unsere erste Begegnung mit einem Host hatten, stand doch tatsächlich wieder Mr. Bling-Bling-Gürtel. Der Typ würde mir immer wieder auffallen. Wir gehen an ihm vorbei und hören ein leises "Hallo, hallo!" Wir haben und umgedreht, seinen Flyer genommen und auf seine Frage "Trinken?" mit Nö geantwortet und weiter. Glück gehabt. Ja, ne. Doch nicht wirklich, weil an der nächsten roten Ampel wieder zwei Host ankamen. Die sahen besser aus, aber auf unseren deutlichen Hinweis, dass wir zu zweit was Essen und nicht Trinken wollen, haben sie nicht reagiert und gesagt, wie seien hübsch blablabla schnulz schleim. Ein Glück ist die Ampel irgendwann auch wieder blau geworden (in Japan sagt man "Die Ampel ist blau" weil die Farbe wirklich eher einem Blauton ähnelt) und wir sind einfach rüber gegangen. Julä hatte danach dann auch einen gehörigen Respekt vor den Männern mit den unmöglichen Frisuren. Endlich haben wir uns dann in ein Fischrestaurant gesetzt, in einen Tatamiraum, also ein Raum, wo man an den niedrigen Toschen kniet oder im Schneidersitz sitzt und uns mit Sashimi verwöhnt. Es waren noch ein paar Sarariman in dem Raum und Julä sagte, dass die immer sehr interessiert aufgeschaut haben, als ich auf Japanisch bestellt habe. Naja, sooo gut ist mein Japanisch jetzt nicht, dass man darüber staunen müsste. Wenn die Herren nach dem Klogang dann den Raum wieder betreten haben, hatten sie immer einen schönen Blick in mein Dekoltee (man sitzt ja auf den Boden) und haben ihn genutzt (dazu ist er ja da), und ich hab mich aber die ganze Zeit gefragt, wann die werten Herren dann mal Eier in den Hosen haben und uns ansprechen, betrunken waren sie ja schon und sie wussten das wir Japanisch verstehen. Nicht, dass ich da megascharf drauf gewesen wäre, aber wer starrt....
Und als wir unsere Sashimi-Platte, verziert mit einem Fisch bestehend aus Gräte und Kopf, aufgegessen hatten, hat uns die Kellnerin erklärt, dass der unvollständige Fisch noch essbar ist und das sehr lecker ist. Es ist ein Service des Hauses. Was? Ihr versteht den Zusammenhang nicht ganz? Macht nix, sah bei mir genauso aus. Da es aber ein Service war, hab ich die Frau machen lassen und hab den Fisch komplett frittiert serviert bekommen. Also den zerschnippelten Dekofisch von der Sashimi-Platte. Naja, ich hab da ja keine Hemmungen und udn hab ihn dann komlett mit allem Drum und Dran gegessen. War echt gut! Noch ein Purikura zu zweit und dann ab nach Hause. Dort war es dann auch schon Mitternacht und Sophia, Tabea und ich haben Nicole zum Geburtstag gratuliert.
Heute ging es dann für sie nach Harajuku, Geburtstagpurikura machen. Fabian war auch mit von der Partie. Meines Erachtens ist es Selbstmord am Samstag nach Harajuku zu gehen, aber was macht man nicht immer für die Geburtstagskinder.^^ Aber vorher schauen wir noch an dem Meijischrein vorbei. Ein absolutes Muss für jeden Besucher in Tokyo. Zu unserem Glück war heute das Shichi-Go-San-Fest (auf deutsch (7-5-3). Das heißt das jedes Kind in dem Alter von 7, 5 oder 3 gefeiert wird. Und die kleinen Mädchen sine so hübsch herausgeputzt worden für den Schreinbesuch, wo sie eine Tüte mit Geschenken bekommen haben. Ich wollte jetzt nicht so dreist sein und sie einfach fotografieren, deshalb hab ich versucht eine Hochzeit festzuhalten. Danach ging es in die Einkaufsmeile. Nach endlosen Schauen in den Läden haben wir auch zu fünft die bunten Bilder gemacht und haben das Daiso gestürmt. Das ist der größte 100-Yen-Shop den ich kenne. Es gibt größere, aber der hier hat schon 4 Etagen. Damit ich dann auch günstig Essen mit in die Uni nehmen kann,hab ich mir dann endlich wieder eine Bentobox (Lunchbox) mit passenden Stäbchen gegönnt. Superschicke Box für nur einen Euro. Da können unsere Popel-1-Euro-Läden nicht mithalten. Irgendwie hatten wir es aber nicht drauf zusammen zu shoppen, haben endlos aufeinander gewartet und weil mir die Füße wehtaten und ich noch viele Hausaufgaben machen musste (morgen bin ich auch wieder unterwegs), bin ich nach dem leckeren Crepe, diesmal mit Blaubeeren, mit Fabian nach Hause gegangen.
Lecker Essen in der Küche und noch leckeren Kuchen zum Geburtstag runden den Tag ab.
So, damit niemand Panik hat, dass ich mich wegen eines Klotzfußes hinter die Bahn geschmissen habe, kommt heute der neue Blogeintarg. Eigetnlich gab es Dienstag nichts spannendes zu erzählen und gestern ist es mir zu spät geworden.
In der Uni haben wir mittwochs so ein Projekt, dass sich Poster-Session nennt. Wir sollen eine Sache die wir mögen oder gut können vorstellen und mit dem Plakat über den Cappus laufen. Ich hab echt überlegt was ich für ein Thema nehme und bin bei "Bodybuling" gelandet. Immerhin mal was anderes.^^ Jetzt üben wir erst einmal Konversation und sind mittwochs mit Japanern zusammen und erzählen denen lustige Sachen. War echt amüsant.
Abends bin ich mit Katja nach Ikebukuro gefahren, damit wir ein Handy kaufen. Ich gehe übrigens nie mit Krücken und bin echt schnell unterwegs, mir tut nichts weh und will diese Schiene möglichst schnell loswerden. Aber bei dem Regenwetter hier, muss ich leider immer mit ner Plastiktüte über dem Bein laufen. Die Japaner denken bestimmt, dass ich mir keine Schuhe leisten kann. In Ikebukuro mussten wir dann eine Stunde auf Katjas Freund Tac warten. Natürlich haben wir die Zeit genutzt um uns über die Leute lustig zu machen (machen wir in Deutschland auch). Und da kam er: mein Traumprinz. Mit einer megagroßen Gürtelschnalle voll mit Bling-bling. Irre. Das hat stark von seinem ziemlich hässlichen Gesicht, lag an dem arroganten Ausdruck, abgelenkt. Er hat stilvolle Klamotten an und eine Dragonball-Frisur. Also schulterlange Haare die in alle Himmelsrichtungen gegelt wurden. Wir haben uns so über ihn lustig gemacht, dass er und sein noch hässlicherer Freund es als positive Aufmerksamkeit aufgenommen haben müssen. Wir wollen in Ruhe unsere Cheeseburger verdrücken, da sprechen sie uns an "Hallo!". Wir natürlich zurück gegrüsst. Da fragen sie uns ob wir Japanisch können. Blablabla. Wir sollen mit ihnen in die Kneipe und Spaß haben. Alles klar. Aber wir warten ja leider. Ob wir ein Handy haben. Nein, dass wollen wir gleichkaufen. Oh, danach sollten wir aber weggehen. Uah. Gut wir sind sie erstmal losgeworden. Dann kommen sie auf einmal zurück und drücken Katja ihre Handynummern in die Hand. Ihr, nicht mir, das möchte ich hier nochmal betonen. Ich hab sogut wie nichts gesagt. Ich wollte nicht mit diesen metrosexuellen Gnomen reden. Herrlich. Da haben wir Handynummern von Ekelkerlen bekommen. Für die Leser, die die Großstadtkultur in Japan nicht so gut kennen: das waren Hosts. Kerle die Frauen zu Spaß animieren, auf deren Kosten trinken etc. und sich stündlich bezahlen lassen. Dafür hören sie zu, machen Komplimente, gehen allerdings nicht mit ihnen ins Bett. Manche sind furchtbar beliebt und verdienen pro Stunde garantiert um die 500€. Wir haben zwar schon darüber diskutiert in einen Hostclub zu gehen und uns das mal anzugucken, aber wenn die alle so eklig sind...Nein, danke.
Dann kam Tac und wir sind Prepaidhandys kaufen gegangen. Wir warten und der Informationstyp fragt was wir wollen uns zeigt uns dann ein Handy, dass es leider aber zur Zeit nur in Pink vorhanden ist. Yeah! Ich bin begeistert und Katja hätte schreien können. Um es kurz zu machen, wir haben jetzt beide ein Prepaishandy in pink. Ich habe natürlich gleich mein Bling-Bling, welches ich selbstgebastelt hab rangebumselt und alles komplett auf Pink eingestellt. Japan schlägt voll zu.^^ Ich hab auch schon an dem Abend meine erste Mail, auf Kanji, geschrieben. Hier in Japan ist es eher üblich Mails als SMS zu schreiben. Unser Prepaidvertrag kostet 300 Yen für 30 Tage Flatrate Mail schreiben. Das ist voll günstig. Und dann pro Minute ca. 90 Yen. Und wir können mit unserem Highteckhandy sogar fernsehen. Kostenlos. Die Mail ging an meine japanische Freundin, die praktischerweise an diesem Tag Geburtstag hatte. Super Überraschung.
Außer stundenlanger Regen ist hier nichts Spannendes passiert. Oh, doch: Ich hab meine ec-Karte für mein japanisches Konto bekommen - mit Winnieh Pooh und Tigger drauf. Ich bin zwar definitiv kein Pooh-Fan, aber wesentlich schicker als so ne olle Sparkassencard.
Gestern waren wir wieder ohne Begleitung, aber da man ja irgendwie noch Frende in Tokyo hat, trifft man sich mit denen. Es war geplant, dass wir (Stefan, Katha und ich) uns mit Hannah, einer Freundin von mir aus Halle, in Higashi-Ikebukuro treffen und uns Tempel, Schreine und Friedhöfe in Zoshigaya ansehen. Wir sind auch pünktlich dort und warten artig, bis wir sie dann anrufen. Mist, sie hat eine Mandelentzündung und liegt im Bett. Sie hatte es mir auch per Facebook geschreiben, aber da habe ich morgens nicht mehr reingesehen. Schade! Also sind wir alleine losgezogen. Nach einer Orientierung auf einere Karte sind wir auch gleich die Nächste links rein und draufslos marschiert. Aber alles war so ruhig, sauber und nicht richtig für die Umgebung eines Tempels. Aber das machte nichts, weil es uns so gut gefallen hat. Vielleicht lag das auch nur an dem Wetter, weil wir um die 20 Grad hatten und der Himmel auch richtig blau war. Irgendwann haben wir einen recht kleinen Schrein gefunden und dort unser übliches Programm abgezogen. Er schien für seine Größe recht berühmt zu sein, da Fotos von einem matsuri, Fest, aushingen, wo die Männer so einen tragbaren Schrein trugen. Nebenan war auch in kleiner Friedhof, aber wir wollten zu dem großen. Also weiter. Irgendwann haben wir auch den Friedhof gefunden und sind mit Vogelgezwitscher empfangen worden. Echtem Vogelgezwitscher, nicht so einen aus dem Lautsprecher. Es mag sich echt böse anhören, aber der Friedhof war echt schön. Das Wetter, die Vögel, die Umgebung. Ich bin echt berührt worden. Ich befürchte, dass der Buddhismus mich irgendwie erreicht hat. Es war traumhaft dort. Dann haben wir erstmal beschlossen wieder zur Karte zurückzugehen und dort beschlossn wir zu dem Gokokuji-Tempel zu wandern. Meines Erachtens haben sich die Kartenschreiber mit der Entfernung ein wenig vertan, aber egal. Wir sind an der Straße entlang, haben ein paar Obdachlose unter der Brücke schlafen sehen udn haben den Tempel dann auch gefunden. Der war auch wieder sehr schön. Er gehört nicht zu den größten in Tokyo, aber ich fand ihn sehr edel und harmonisch. Ich glaube das Wetter hat ordentlich zu dieser Empfindung beigetragen. Dort haben wir uns auch auf die Bank gesetzt und Kindern beim Spielen zugesehen. Und dann ging es noch mal kurz nach Hause. Abends wolten wir uns wieder mit Stefans Tandempatner Judai und seiner Freundin treffen. Also ab nach Shibuya und weil alle irgendwie Hunger hatten, sind wir in ein Restaurant. Wie letztes Mal habenwir wieder alle irgendetwas bestellt und alle haben davon gegessen. Ich wollte amaebi haben ("süße Garnelen") und sie sind wieder mit Augen gewesen. War echt keine Absicht, denn auf Sushi haben sie keine mehr. Lecker waren sie trotzdem. Genau wie das japanische Bier. Wir haben auch eine Delikatesse bestellt: Kartoffelsalat. Naja, für das Geld ein weig mickerig, aber schmeckt wie in Deutschland. Wir befürchten, der wurde importiert. Wir haben einen riesen Spaß gehabt und bekloppte Fotos geschossen. Es gibt auch eine hübsche Geschichte um Katha, aber ich habe versprochen, nichts darüber zu schreiben. Wir waren schon böse genug zu ihr (obwohl sie uns nachher glaube ich doch dankbar war^^). Danach sind wir noch in einen Gamecenter, Purikura machen. Schicke Bilder. Und danach mussten wir ja mal wieder moch eine Runde Taiko (Trommelspiel) spielen. Juliane hatte dieses Spiel fr die Playstation gefunden, aber da war nur eine Trommel drin, das macht überhaupt keinen Sinn. Und weil es wieder spät wurde sind wir zur Bahn, haben Geschenke ausgetauscht und ab nach Hause. Weil wir aber so einen Spaß hatten, haben Juliane, Katha und ich noch Schnaps gekauft (ab wieviel Prozent spricht man von Schnaps? Zählen ganze 4% schon?) und habn uns bei Juliane einen koreanischen Film reingezogen. Erst war er voll lustig, und dann voll kitschig. Uns ist allen Dreien schlecht geworden^^. Weil es dann schon halb 2 war, dachte ich, dass ich keinen Blog mehr schreibe. Dafür habe ich ausgeschlafen und werdeh eute ein wenig die Gegend erkunden. Katha ist in Harajuku shoppen, Stefan in Nigata und Juliane forscht. Ich denke nicht, dass es dann groß was zu erzählen gibt.