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Sonntag, 23. März 2025

Im Hafen der Zukuft

Wir haben am Samstag die Hochburg Tokyo verlassen und sind zu meinem Lieblingsort in Yokohama gefahren: Minato Mirai.

Als Touristen fahren wir nicht zwingend bis zur letzten Haltestelle, bzw, dadurch, dass wir mit dem RailPass nur die JR (Japanese Railway) kostenlos nutzen dürfen, fahren wir nicht zwingend an jede Station, weil wir dann bezahlen müssten. Aber so läuft man durch die Straßen und bekommt mehr mit.

Daher sind wir am Hauptbahnhof Yokohama ausgestiegen und zum Hafen gelaufen. Auf dem Weg lag das Pokemon Center und ich dachte, dass kann man doch gleich mitnehmen. Für unsere Verhältnisse waren wir recht spät unterwegs, aber viele Geschäfte machen erst um 11 Uhr auf. Das Poke-Center schon um 10:30 Uhr, aber da standen einige Menschen artig in Reih und Glied vor dem Einkaufszentrum. Wer weiß, da macht bestimmt ein neuer Laden auf und wir haben uns dazu gestellt, waren ja nur noch 10 Minuten oder so. Da kam ein netter Mittarbeiter und fragte ob wir ins Poke-Center wollen. Ja. Dann wollte er uns ein Kärtchen mit dem Zeitfenster 12:30 Uhr geben. Das fand ich sehr verwunderlich und fragte ob es denn heute ein spezielles Event gibt, weswegen der Andrang anscheinend so hoch ist. Das sei es nicht direkt, sagte er, sondern es wurden an dem Tag neue Produkte geliefert. Selbst das feiern die Japaner anscheinend so sehr, dass sie Schlange stehen. Wir haben das  Kärtchen dankend abgelehnt. Sooooo verrückt nach Pokemon bin ich auch nicht.

Also sind wir weiter marschiert und wundern uns warum so viele Menschen unterwegs sind. Als wir um die Ecke kamen, sahen wir dann das Anpan-Man-Museum. Anpan-Man ist eine sehr beliebte Comicfigur bei Kinder. Anpan ist ein Brot, also ist der Anpan-Man ein Brot-Superheld...fragt nicht. Bernd das Brot ist ja auch sehr bleibt :)  Aber das erklärte die vielen Kinder auf der Straße. Und kurz hinter dem Museum haben wir eine Riesenschlange an Menschen gesehen, wohlbemerkt immer noch gegen 10:30Uhr morgens. Google hat mir verraten, dass das eine Konzerthalle war und um 17 Uhr (Einlass 14:30 Uhr) eine Band spielt. Warten und Schlangestehen sind eindeutig die Lieblingsbeschäftigungen hier. 

Aber nicht für uns. Wir haben uns erstmal ein feines Frühstück mit French Toast gegönnt bevor wir dann in das Minato Mirai Gebiet gegangen sind. Minato Mirai bedeutet Hafen der Zukunft und ich habe schon damals im ersten Stipendium hier gerne meine Freizeit verbracht. Ich liebe die Skyline. Marcel schien erstmal nicht so begeistert.

Als wir näher zu dem Gebiet kamen fiel uns natürlich schon der Freizeitpark mit Riesenrad auf und das auch hier einige Menschen unterwegs waren. Wir haben auch noch eine hübsche Tanzeinlage einiger älteren Ladies gesehen. Wir haben dann herausgefunden, dass wir auf der Kirschblütenstraße waren und heute das Kirschblütenfest war. Da haben wir ja wieder ein Glück mit solchen Events. Nur fehlten noch die Kirschblüten. Die Bäume waren komplett kahl. Aber es ist für nächste Woche angekündigt.

Wir liefen weiter Richtung Landmark-Tower, da ich wusste, dass es dort oben eine schöne Aussichtsplattform gibt. Und wir stolpern direkt in die nächste Aufführung einer, ich schätze, Schulband. Während wir dort stehen und lauschen schau ich umher und finde tatsächlich einen Harry Potter Store. Das Nerd-Herz schlug schneller und wir mussten da rein. Nicht nur dass Hogwarts uns in den nächsten Tagen noch mehrmals geplant über den Weg läuft, spontan ist es doch immer am besten. Also sind wir durch einen süßen schrulligen Harry Potter Laden geschlendert und haben uns an all dem Merchandise erfreut.  Man kann sich echt dumm und dusslig kaufen an sowas und zum Glück bin ich sehr beherrscht, aber eine Todesser-Kette hat es mir angetan. Die gibt es auch NUR dort. Hab extra nachgefragt. Tja, dann bin ich anscheinend doch nicht nur Slytherin, sondern auch noch ein Todesser. Ups.

Genug vom Nerd-Sein. Wir haben die Aussichtsplattform gefunden und die Aussicht auf den Hafen ist wunderschön. Klar, Skytree ist viel höher, aber der Hafen direkt unter einem hat einen besonderen Flair. Momentan gibt es sogar eine Kollaboration zwischen dem Landmark-Tower und Doraemon (eine anderes beliebte Anime-Figur), sodass es für Stempelfans eine extra Stempelkarte gab, wo man an verschiedenen Stationen unterschiedliche Farben stempeln muss um ein Gesamtbild zu bekommen. Yeah!

Wieder unten haben wir uns dann entschieden über den Mini-Freizeitpark zu den Sky Cabins zu laufen. Das sind kleine Kabinen die quer über den Hafen schweben, sodass man nochmal eine ganz andere Aussicht auf die Skyline hat. Also voll der Touristenkram, aber genau das wollen wir auch. Die Fahrt war nicht wirklich lang. Wir bereuen es nicht, aber es war jetzt auch nicht supertoll. 

Der Plan sah vor, dass wir dann an den Red Brick Area vorbei zu einem Riesensteg laufen. Dort ist die Osanbashi Hall versteckt. wobei uns nur das Deck mit der Aussicht interessiert hat. Aber auf dem Weg dorthin sind uns immer mehr Leute mit Hunden über den Weg gelaufen. Das fiel uns schon beim French Toast morgens auf. Entweder hatte der Hund eine Klamotte an, fuhr im Kinderwagen oder wurde getragen. Aber einen unbekleideten Hund der normal an der Leine lief, den sahen wir nicht. Und wir sahen nicht nur kleine Fußhupen sondern auch große Golden Retriever und sogar einen Dobermann. Zwischen den Roten Backsteinhäusern der Red Brick Area fand eine Art Hundemesse statt und die Auswahl an süßen Accessoires war riesig und verrückt. Sonnenbrillen und Käppis. Haarschmuck und Kleidchen. Alles was das Hundeherz begehrt.


Da sind wie lieber zu Osanbashi gegangen und haben bei langsam sinkender Sonne, es waren nebenbei rund 24 Grad, den Ausblick auf die Skyline genossen. Aber leider nicht lange, da wir noch eine Verabredung hatten. Damit wir die rechtzeitig schaffen sind wir dann durch Chinatown zur Bahnstation gelaufen. Chinatown war früher auch ein schönes Viertel, aber wie so ziemlich jede Attraktion absolut überlaufen. Da wir nur durchgehuscht sind, war es okay. Hier kann ich erwähnen: Marcel mag Yokohama nicht. Den Hafen schon, aber sonst ist es nichts für ihn. 

Pünktlich haben wir es zu Kyohei und Ryosuke geschafft. Die Jungs kenne ich noch aus alten Studienzeiten. Sie haben an der Keio in Tokyo studiert und waren noch vor meinem Auslandsjahr in Halle, bzw. Leipzig. Ich gestehe, ich hab keinen Plan mehr was wir damals getrieben haben, ich hatte auch all die Jahre keinen Kontakt mehr, aber es gibt alte Fotos und unsere Freundin Katha bat mich für Kyohei Parfum mitzubringen. Das kann man nämlich nicht mehr in Japan (für wenig Geld) kaufen und erst recht nicht mit der Post senden. Aber gegen einen schönen Abend voller Erinnerungen hat doch keiner etwas. Für Marcel war es auch gut, denn die beiden können Deutsch. Es war lustig. Erst sind wir ins Izakaya, eine Kneipe. Marcel hat dort die Freuden der kleinen Snacks entdeckt. Obwohl ich im Japanischen gerne gestolpert bin und die Jungs im Deutschen, war es trotzdem eine gute Unterhaltung. Und so feuchtfröhlich, dass es zu einer Stunde Karaoke geführt hat. Ich hätte nicht gedacht, dass Marcel sich dafür begeistert kann, aber er hat gut mitgesungen. Natürlich gab es den Einstieg mit Nena, aber mit Slipknot und Electric Callboy wurde das Metal-Level gut gehalten. 


Der Abend wurde länger und nach einem zweiten Izakaya-Stopp sind wir dann zusammen nach Hause gefahren. Ryosuke wohnt nur zwei Stationen weiter als unser Hotel ist, sodass keine allein fahren musste. Wir kamen echt kaputt von der Sonne, dem Fußmarsch und dem geselligen Abend nach Hause und sind direkt ins Bett. 

Freitag, 29. Juli 2011

Puppen und Roboter

Donnerstag ging es mit Maria nochmal durch Tokyo. Nach einer eher enttäuschenden Aktion bei Book Off, wo ich sehr wenig Geld verdient hab, aber umso mehr für meine letzten Bücher ausgegeben hab -Ja, jetzt ab ich alle "Dunkler Turm"-Bücher zusammen- haben wir uns noch dem Mädchenhobby Purikura gewidmet. Maria hat weniger Möglichkeiten es in Inuyama zu machen, also musste die Großstadt ausgenutzt werden. da hab ich ja nichts dagegen.
Und dann ab nach Akihabara. Und wieder war die geringe Größe und nicht sichtbare Freakigkeit zuerst enttäuschend. Aber trotzdem sind wir von Geschäft zu Geschäft und haben uns die ganzen Figuren, Puppen und diesmal weniger Gundams angesehen. Die ganzen Spieleläden haben wir auch abgegrast, weil ich Ausschau nach einem bestimmten Spiel gehalten hab: erfolgreich! Allerdings ging der Alarm an der Tür zweimal los, obwohl ich noch zwei Meter davon entfernt war. Und der Typ hinter mir hat mich, die Spiele und wieder mich gemustert um anschließend die Augen zu verdrehen, sagt zu mindestens Maria. Mir doch egal.

Heute ging es dann zum wiederholten Male nach Yokohama. Sudo-Sensei, unsere Sprachlehrerin hat uns zum Rundgang eingeladen. Uns ist in diesem Fall Marie-Noelle, Olivier und mich, der Rest kam irgendwie nicht. Wir haben uns um halb 10 in Yokohama getroffen, was mich Langschläferin früh aus dem Bett getrieben hat, aber wozu lebt man in Japan, wenn man nicht in der Bahn schläft? Und es regnete. Toll, und das bei dem Spaziergang. Naja, trotzdem haben wir es durchgezogen und sind zum Franzosenberg gegangen, ich war so frei und hab es übersetzt. Es handelt sich hier um ein altes Ausländerviertel aus uralter Yokohamazeit. Inklusive Ausländerfriedhof, englischer Kirche und ganz vielen Häusern im europäischem Stil, die wir auch besichtigen konnten. Interessant war das Spielzeugmuseum. Ganz klein, aber vollgestopft mit den schönsten Spielzeugen. Fast alle aus Metall und mechanisch. So richtiges Spielzeug eben. Der Herr der da arbeitete hat uns tolle Sachen erzählt, unter anderem hat er mir deutsches Spielzeug gezeigt und hat uns auch erzählt, dass einer der Toy Story Macher in dem Museum war und sich Inspiration geholt hat. Der Dackel stammt aus dem Museum. Haben wir wieder was gelernt.
Danach ging es dann zur Mittagszeit nach China Town. War irgendwie selbstverständlich das wir dort essen, dass uns Sudo Sensei allerdings in ein piekfeines Restaurant führt, hat keiner geahnt. So richtig mit Frack-Ober und jeder der Mitarbeiter hatte nen Knopf im Ohr um zu kommunizieren. Ganz schick.
Und was ich gegessen hab ist auch so ne Sache. Ich denke ich erwähne einfach nur das Ungewöhnliche^^: Haifischflosse (null Geschmack aber interessantes Kaugefühl), ein pechschwarzes gekochtes Entenei (lecker!), Qualle (schätze ich, keine Ahnung was das war) und wenn ich es richtig verstanden habe Jakobsmuschel (hervorragend). War nicht schlecht und sollte man alles mal gegessen haben.
Es ist fies zu sagen, aber zum Glück hat Sudo-SEnsei für uns bezahlt, das wäre der Hammer gewesen.

Danach ging es zum Verdauen an das Meer, in den Yamashita Park, von wo man man geliebtes Minato Mirai sehen kann. Mal wieder war es grau in grau, aber es hat immerhin aufgehört zu regnen. Und damit wir mal nen anderenBlickwinkel bekommen, hat sensei uns zu ner einstündigen Bootsfahrt durch Yokohama Bay eingeladen. Wohooooo! Yvonne ist glücklich: Meer, schaukelndes Boot, Minato Mirai und Seebrise. Das war echt schön.
Leider musste Marie-Noelle arbeiten und Olivier ist natürlich mit, aber Sudo-Sensei hat mich dann noch, zu gut die Frau, in den Landmark Tower, das höchste Gebäude in Japan, eingeladen, und wir haben den Rundumblick genossen. Allerdings war es so grau, dass wir den Fuji nicht sehen konnten. Es war komisch allein mit Sensei zu sein. Ich hab nicht sooo den Draht zu ihr und komm mir eh dumm vor, weil ich die schlechteste im Kurs bin, aber es ging. In der freien Konversation bin ich ganz gut.

Das war ein echt schöner Tag, klar, war ja in Minato Mira. Und anstrengend. Zum Glück plan ich früh ins Bett zu gehen, weil ich morgen ganz früh raus muss um zwei Tage nach Shizuoka zu gehen.

Sonntag, 5. Juni 2011

Minato Mirai, DAS ist mein Paradies!

Nach dem berauschendem Tag gestern sollte es heute so weiter gehen.
Ursprünglich hatte uns unserer Sprachlehrerin zum Essen geladen, sodass ich geplant habe, in Yokohama nach dem Essen nach langer Zeit wieder nach Minato Mirai ins Pokemon-Center zu gehen. Das Essen ist jedoch krankheitsbedingt ausgefallen, aber ich wollte so sehr nach Minato Mirai, das sich es trotzdem gegegangen bin. Am
Vorabend hab ich Midori und Sayuri gefragt ob sie mit wollen und morgens hat Yo sich noch gemeldet, da seine Pläne auch gestrichen wurden und er auch mit wollte.
Also machen wir uns auf den Weg und fahren komplett durch ins China Town von Yokohama. Es ist eins der Touristenpunkte dort und auch wirklich schön bunt. Überall sieht man Panda und Chili-Anhänger. Man kann die berühmten Niku-man kaufen (Art Brot mit Fleisch drin -sehr lecker) und heiße Maronen. Wir schauen uns geschwind den farbenreichen Tempel an und dann marschieren wir an die Wasserfront.
Leider war der Himmel bewölkt. Es war warm, aber leider konnten wir die Skyline von Minato Mirai von dem Yamashita Park aus nur gräulich sehen. Es ist trotzdem immer wieder schön, außerdem roch es wieder nach Meer. Wunderbar. Heute gab es dann noch

Drachenboot-Rennen weswegen es im Yamashita Park recht voll war. Aber kein Ding, da Yo realtiv wenig Zeit hatte sind wir dann auf den Osanbashi-Steg gegangen sind. Ich bin mir über den Nutzen nicht sicher, aber der Steg war irgendwie toll mit Holz bearbeitet und wäre es ein sonniger Tag gewesen, wäre ich versucht gewesen dort zu sitzen und aufs Wasser zu starren. Aber es sollte nicht sein, und über einen kleinen Umweg, sind wir dann direkt ins Minato Mirai Gebiet gewandet und haben die Queens Tower geentert. Mein Plan das Poke-Center zu besuchen hat geklappt, schnell ein Beweisfoto mit Yo geschossen und dann ist er auch schnell zur Arbeit, während wir Mädels dort gestaunt haben, dass wir kaum eins der Poke-Viecher mehr kennen. Tja, es ist lang lang her, das es "nur" 150 davon gab. Und nun gibt es zig Plüschtiere zu den hässlichen Neuen aus den neuen Editionen "Weiß" und "Schwarz". Kaum eins aus der ersten Edition ist noch da und mein Lieblingspokemon eh nicht. Egal, es ist trotzdem toll zu sehen was es für nen Blödsinn gibt.
Das haben wir dann auch gleich gegenüber im Totoro-Shop und Jump-Shop gemacht. Kurz ein Abstecher in H&M (ich brauchte ne neue Sporthose und ich habe gehofft eine in meiner Größe dort zu finden -Yepp) haben wir uns ein Eis gegönnt, zu dem uns die Belegschaft ein Liedchen gesungen hat. Aber das wollten wir ja nicht ansetzen lassen, also das Eis, also ging es wieder zurück nach China-Town um richtig zu essen. Uns knurrte echt schon der Magen (5 Stunden am Marschieren und bestimmt rund 10 Kilometer geschafft).
Aber finde da mal was günstiges. Tabehôdai gab es ohne Ende, aber wir wollten nicht fressen, sondern einfach was essen und haben dann auch was nettes gefunden. Wir saßen bestimmt zwei Stunden da und haben uns unterhalten. Mit Sayuri und Midori kann man sich echt gut unterhalten, über Blödsinn, Ernstes, Kerle, Pokemon und Girlie-Girl-Stuff. Wie sich herausstellte, wird Sayuri "mit mir" im August ausziehen. Sie geht dann an ihre Uni in Kyoto und Midori wird wohl allein zurückbleiben, also was Freunde angeht. Natürlich kommen andere zurück die sie kennt, aber es ist wieder überraschend wie eng man zusammenwächst. Ich hätte nie gedacht, dass die Bindung so stark sein kann, da ich mit beiden Brasilianerinnen noch nicht soviel zusammen gemacht hab.
Also mussten wir das heute noch in einer Purikura-Session, perfektioniert mit einer Runde Taiko besiegeln. Ja, es war ein langer und anstrengender Tag. Und dann treffen wir noch Bruno, einen weiteren Brasilianer aus dem Wohnheim den ich noch nicht kannte, in der Bahn. Was für ein Spaß, man kann nur hoffen, dass die Japaner nicht so flüssig in Englisch oder Portugiesisch sind.
Das I-Tüpfelchen des Tages: Es goss wie aus Eimern als wir zurück kamen. Wir haben ne Viertelstunde gewartet, aber da Regen nicht so schnell aufhört in Japan sind wir dann (ohne Regenschirm selbstverständlich) losgejoggt, um dann festzustellen, dass normales Gehen den gleichen Effekt hat: man wird nass. Lustigerweise holt uns Yo auf dem Weg ein, weil er Feierabend hatte. Das war ein genialer Abschluß.

Endlich hab ich ein Wochenende wieder voll genossen. Was mach ich nächste Woche?

Montag, 6. Dezember 2010

Nature live

Lang, lang ist es her und ich habe schon einige Nachfragen bekommen was los ist.
Es tut mir Leid. Ich habe mein Ladekabel für den Laptop kaputt bekommen und konnte dadurch den Rechner nicht nutzen. Außerdem war ich am Wochenende auf weiter Tour. Das ist soweit auch das einzige Mitteilenswerte, was das breite Publikum erfahren darf^^.

Am Wochenende stand ein Bustrip nach Yokohama, Kamakura und Hakone an. Ich hatte zwar Yokohama und Kamakuraschon vorher besucht (man erinnere sich, im Frühjahr hab ich einen Monat in Yokohama gewohnt) und an sich war der Trip auch nicht in meinem Budget, aber durch die Zahlung der Versicherung hab ich es mir einfach gegönnt. Ein Glück.

Am Freitag ging es um 17 Uhr los und wir sind zu unserem Hotel in Yokohama gefahren, direkt an Minato Mirai, meinem Lieblingsort in Japan -bisher-. Dort haben wir gemischte Zimmer gehabt,also Japanisch und Ausländisch gemischt. Naja, im Endeffekt war es bei der Party im Jungenzimmer auch geschlechtergemischt. Mann, war das lustig. Unglaublich wie mich zwei japanische Drinks aus der Bahn werfen können, aber immer wieder erhellend wie flüssig das Japanisch wird, oder das Englisch der nicht-englisch-sprechenden Japanern^^. Nur kurz erwähnt: es waren fast nur japanische Mädchen dabei und ein (!) japanischer Kerl. Dafür dann Rushelle, Mark (Engländer), Yoann, David (Franzosen), Ryan (Ami), Sophia, Tabea, Nicole und ich. Ziemlich gerecht aufgeteilt^^

Naja, spät ins Bett und ein früher Weckruf um halb 7. Meines Erachtens passt das nie. Aber muss man durch. Nach einem ausgiebigen Frühstück vom Buffet wo ich mir dreimal Brot (Baguette und Croissant) nachgeholt habe, weil man hier so selten unsüßes Brot bekommt, ging es dann nach Minato Mirai.
Ich liebe diesen Stadtteil. Unser Führer, ein Alumni der Musashi, hat leider alles auf Japanisch erzählt. Wenn ich mich angestrengt hab, konnte ich es verstehen, aber ehrlich gesagt, wollte ich nicht wissen was er im Archiv von Yokohama erzählt. Das über den tollen Hafen des 21. Jahrhunderts, mit dem Riesenrad und dem höchsten Gebäude Japans wusste ich eh schon, weil ich mich in den Stadtteil verliebt habe.
Aber die Aussicht! Nach einer kleinen Wanderung bei schönstem Sonnenschein morgens um 9 haben wir dann ne Pause am Kai gemacht. Blick aufs Meer. Die Siloutte von Minato Mirai am Horizont, Blau am Himmel und ein Eis in der Hand. Glücklicher kann man nicht sein. Aber unglaublichweiser spricht mich ein Japaner an "Wo seid ihr denn her?" "Deutschland!" Aha...und dann ging es los. Der Herr ist Zeuge Jehovas, in Japan, und hat tatsächlich versucht mit mit auf Japanisch über Gott zu diskutieren. Ich hab ihn verstanden, aber diskutieren kann ich leider noch nicht auf Japanisch. Warum kommen die immer bei mir an?

Naja, danach ging es dann nach China Town in Yokohama. Bunt, laut, eng, vollgestopft. Mehr braucht man eigetnlich nicht sagen. Und weil es Mittag war sind wir dort in ein großes, edles Restaurant und haben chinesisch gegessen. Nicht schlecht. Mann kann schon sagen, dass es wie in Deutschland beim Chinesen geschmeckt hat, aber hier gab es noch das asiatische Feeling gratis dazu.

Mit dem Bus ging es dann weiter mach Kamakura. Eigentlich wollte ich dort Jumpei treffen, der lustigerweise an dem gleichen Tag auch da war, aber unser Zeitplan war so gestrafft, dass das nicht ging.
An sich kann ich nicht viel Neues über Kamakura sagen, außer dass wir alte Tempel besucht haben (was gibt es auch anderes in Kamakura?) und die Herbstfärbung echt der Hammer ist. Dadurch das Kamakura sehr wäldlich liegt ist das kombiniert mit der Sonne sehr schön gewesen.

Nach langer Wanderung ging es zum nächsten Hotel. Ganz ehrlich: ich denke, das was wir für die Tour bezahlt haben, reicht gerade für eine Nacht in dem Hotel. Edel ohne Ende.
Dort im Hotel sind wir wieder neu aufgeteilt worden und ich bin allein mit zwei Japanerinnen in einem Zimmer gewesen. Kein Ding, aber die beiden haben sich bisher voll abgekapselt und sahen nicht danach aus, als ob sie Kontakt wollten. Im Endeffekt hatte ich sehr lustige Gespräche mit ihnen, über die Angwohnheit nachts nen BH zu tragen oder Kerlen zu sagen, dass man sie mag.
Aber zurück zum Tagesprogramm: mit den Alumni haben wir noch ne "Pary" mit viel lecker Essen gehabt, wo wir uns mal wieder auf Japanisch vorstellen mussten. Diesmal aber auch die Japaner. Die sind alle so aufgeregt gewesen, udn das obwohl sie das in Japanisch machen durften.^^ Zur Belohnung gab es für uns Ausländer nen Fächer.
Und danach noch ne Teezeremonie. Aebr: die vom Wohnheim war bei Weitem besser.
Und danach war freie Zeit (um 21 Uhr endlich). Und weil es so schön war, haben die Jungs wieder zur Party geladen. Der Clou: es gab ein Biru-dô (Bier-Zeremonie). Teezeremonie heißt auf Japanisch Sa-dô (von cha für Tee, und dô für der Weg der Erleuchtung). Es gibt viele Dôs, z.B. Judô, Kyudô, Kendô. Die Jungs haben aber die Regeln der Teezeremonie auf das Biereinschenken umgewandelt. Perfekt!
Ich bin aber recht früh ins Zimmer zurück, weil der nächste Weckruf wieder um halb 7 kommen soll. Naja, bis um 1 hab ich mit den Mädels geklönt.

Sonntag: Was für ein Megafrühstück. Wieder gab es Brot und Croissants (auch Würstchen, aber das ess ich nicht so gerne zum Frühstück) aber es gab auch Obst und Kellogs. Ja, genau: Kellogs. Und supertollen Joghurt. Ich kam mir schon sehr unverschämt vor, aber ich musste ja nichts bezahlen^^.

Heute ging es dann nach Hakone mit Zwischenstopp in Odawara. Der Weg führte direkt am Meer entlang, so wie am Vorabend, wo wir den Sonnenuntergang mit dem Fuji erleben durften. Die Landschaft war großartig. Links vom Bus war das Meer, ich liebe das Meer, rechts vom Bus waren Berge und der Fuji. Man kann nicht beschreiben wie toll das war. Und bei der Pause auf einer Raststätte waren dort viele, viele Motorräder, und was für welche. Ich hatte so Bock mir eins zu schnappen und die Strecke zu fahren. Aber neee.
In Odawara, bei srahlender Sonne, haben wir dann das Schloß von irgendnem Shogun besucht. Hübsch sowas mal live zu sehen. Aber leider war es innen ein Museum. Ich hätte es spannend gefunden es von innen restauriert zu betrachten. Aber man kann nicht alles haben.


Mittags gab es dann japanische Fischgerichte. Ich will nicht wissen was das gekostet hat. Es gab: Reis mit Fischeiern, Tintenfisch, Fischkuchen (was auch immer), eine Seeschnecke oder Muschel und ne Krabbe in Misosuppe. Alles was das Meer so bietet. Und obwohl ich alles esse, die Schnecke war jetzt nicht mein Ding. Leider mochten mehrere aus der Gruppe keinen Fisch, für die war das dann doof.

Letzte Station: Hakone und traditionelle Holzarbeien. Ganz ehrlich: da hätte ich drauf verzichten können. Mir hat der Ausblick gereicht. Gerade mal 20 Kilometer vom Meer enfernt waren wir im Gebirge wie wir es nur in Bayern kennen. Und dann diese Laubfärbung. Boah.

Also die Bastelstunde ertragen und dann dachten wir alle, dass es noch ins Onsen, das berühmte Bad in Quellen geht, aber wir hatten wegen des Verkehrs keine Zeit mehr. Wir waren alle traurig.
Also sind wir 3 Stunden zurück gefahren. Mit nem Quiz, dass ich gewonnen hab, und viel Schlaf.

Die Fahrt war insgesamt toll, für die 150€ haben wir echt viel erlebt und unter Garantie nen Haufen gespart. Unsere Reiseführerin "Drogen-Miki" war auch toll. Zwar war ihr englisch so super japanisch freundlich, aber eigetnlich war sie cool. Wir haben neue Frende und das Sprachlevel sollte sich auch gehoben haben. (Naja, bei meinem Telefonat gerade hab ich trotzdem nichts verstanden^^)

Freitag, 12. März 2010

Sehnsüchte

Tadaima!!!
Ich bin wieder im Lande. Und ich dachte eigentlich, dass ich das auch wollte, aber jetz will ich doch wieder in Japan sein.
Am Mittwoch Abend sind Stefan und Katha schon gefogen und ich habe sie zusammen mit ein paar Japanern zum Bus gebracht. Es flossen Tränen und letzte Geschenke wurden verteilt. Wir haben von unseren Gastgebern Fotoalben bekommen, wo die ganzen Gruppenfotos drin sind und von unseren Freunden kleine Briefe. Das hat uns allen gefallen.

Der Mittwoch ist sonst nicht weiter eewähnenswert. Ich habe nur meinen Kofer gepackt. Oh, doch. Morgens um 9, ich konnte an dem Tag ausschlafen, ging auf einmal meine Tür auf und jemand wollte in mein Zimmer. Die Tür ging wieder zu und wieder auf. Ein zaghaftes "Ohayo" (Morgen!) wurde gesagt und die Tür wieder geschlossen. Und dann klopfte es. Ich habe mich dann aufgerappelt und bin verschlafen an die Tür getorkelt. Das war Herr Ikeda, unser House Manager. Er dachte, dass niemand in dem Zimmer ist, da kein Name an der Tür klebte. Tja, den hat man mir am dritten Tag schon geklaut. Er hat sich tausendmal entschuldigt und ich habe gesagt, dass es okay ist. Abends bei der Zimmerabnahme hat er sich nochmal entschuldigt.
Am Donnerstag ging es dann um halb 7 aus den Federn. Ich habe mein Zimmer leer geräumt und bin nach Hiyoshi. Ich hatte schon Befürchtungen, dass ich mit dem Koffer in die Rushhour komme, aber das ging gut. In Yokohama habe ich dann meine Fahrkarte für den Bus gekauft und auf Rio gewartet, da ich es so verstanden hatte, dass sie mich noch verabschiedet. Wenn nicht, wäre das nicht so schlimm gewesen, ich bin schon ein großes Mädchen, dass alleine Bus fahren kann. Da sie 10 Minuten vor Abfahrt noch nicht da war, bin ich dann zum Bus. Da kam sie angerannt. Wir haben noch zwei, drei Worte gewechselt. Unter anderem hat sie erzählt, dass der 1.000 jährige heilige Baum in Kamakura gestürzt ist. Kein gutes Omen, habe ich gedacht. Und dann bin ich in den Bus gestiegen. Und da kamen sie, diese kleinen Mistviecher die ich hasse: Tränen.
Ich habe bestimmt die erste Viertelstunde geweint. Ich wollte Japan nicht verlassen, obwohl ich wusste, dass ich in einem halben Jahr wieder da bin.
Es war schönstes Wetter und der Bus fuhr über die Rainbow-Bridge von wo aus man einen Superblick auf mein geliebtes Minato Mirai hatte. Ich hätte fast übersehen, dass der Himmel so klar war, dass man hinter den Hochhäusern den Fuji-san gesehen hat. Er hat sich die ganzen 3 Wochen nicht geziegt, aber jetzt zum Abschied: ein gutes Omen.

Am Fughafen lief auch alles, noch nicht mal Sprengstoffalarm.
Im Flugzeug hatte ich eine 19jährige Japanerin neben mir. Wir sind aber erst am Ende warm miteinander geworden und haben und die letzten Stundne unterhalten. Sie flog nach München. Also konnte sie auch tatsächlich zwei, drei Wort deutsch, aber wir haben uns auf Japanisch unterhalten.
Das Fernsehprogramm war eher mau. Es sollte "New Moon" laufen oder "Hachiko". Toll, dachte ich, leckere Vampire und eine klassische Hundestory aus Japan, von der ich immer geredet habe und jetz kann ich es endlich sehen. Ne, lief nicht in unserem Flugzeug. Dafür habe ich den Kinderfilm "Where the wild things are" gesehen. (dt: "Wo die wilden Kerle wohnen"). Den wollte ich sowieso sehen, der sah knuffig aus. Dafür das das eine Kinderbuchverfilmung ist, finde ich die Story ziemlich heftig. Aber er war gut.
Essen war auch super, es gab diesmal mehr japanische Sachen wie O-Nigiri und O-Soba. Lecker!
In Kopenhagen lief auch alles (auch kein Sprengstoffalarm) und der kurze Flug nach Deutschland rüber war dunkel und ruhig. Es ist erschreckend zu sehen wie immer mehr Schnee auftaucht. Warum ist das in Deutschland noch so? Obwhol es wärmer ist als ich erwaret habe.
Tja, und meine Mutter war auch schon da um mich abzuholen. Zusammen mit meinem Koffer, der tatsächlich ein Kilo leichter geworden ist in Japan (bei mir weiß ich es noch nicht, ich gehe gleich zum Training und wiege mich dort) sind wir dann nach Lübeck.
Ich war langsam echt fertig. Insgesamt war ich 25 Stunden wach und unterwegs. Aber trotzdem habe ich nicht lange geschlafen. Naja, was soll`s.
Mit der Mitfahrgelegenhet ging es auch gleich schon mittags zurück nach Halle und jetzt sitze ich hier und schreibe meinen letzten offiziellen Japaneintrag. Alles ist ausgepackt, die ersten Mitbringsel verteilt und ich überlege, wie ich meine Stimmung beschreiben soll:
Ich bin schon froh in Halle zu sein, ich habe mich gefreut meine Jungs zu sehen und den Geruch meiner Wohnung zu riechen, aber ich möchte auch gerne nach Japan, wo ich neue Freunde gefunden habe und wo mich das Land fesselt.
Und das werde ich dieses Jahr auch wiedersehen. Garatiert!

Donnerstag, 4. März 2010

Japanische Kultur

Was passierte denn heute?
Für meine Verhältnise habe ich mich sehr früh zusammen mit Juliane mit Anne Lange getroffen, um einige organisatorische Sachen zu klären. Sie ist die wissenschaftliche Mitarbeiterin meines Professors und für und die direkte Ansprechpartnerin.
Das Treffen ging schnell und ich habe mich alleine auf dem Weg nach Minato Mirai gemacht. Dort haben Stefan, Katha, Roku, Shizuka und ich uns getroffen. Da ich schneller war als gedacht, war ich eine halbe Stunde zu früh, aber Shizuka war zum Glück auch überpünktlich und wir haben und unterhalten. Langsam läuft es mit dem Japanisch^^. Roku kam auch zeitig aber Stefan und Kathá haben ein wenig länger gebraucht. Nicht so schlimm.
Und dann ging es zum Kulturhöhepunkt: Das Pokemon Center. Okay, Scherz, es war nicht unser Kulturhöhepunkt, aber die meisten denken bei Japan sofort an Pokemon. Für einige unwissende Leser: Pokemon sind äußerst erfolgreiche kleine Monster aus einem Gameboy-Spiel, die mit einem Anime Karriere gemacht haben. Man muss diese "Tiere" fangen und dann kämpft man im Duell gegeneinander. Die ersten beiden Spiele (Rot und Blau) haben 150 Pokemon beinhaltet, aber nicht jedes Spiel alle, sodass man sich mit Freunden zusammen tun musste und per Linkkabel Pokemon austauschen musste. Nach diesen erfolgreichen Spielen kam Gold, Silber, Rubin und was weiß ich nicht alles raus. Hier eine kleine Auswahl. Ich habe zu dem Zeitpunkt den Sprung aus der Kindheit zum Teenager geschafft. Ich bin aber immer noch Fan von dem ersten Spiel und den ersten 150 Pokemon. Das ist einfach Kindheit!
Das Pokemon Center ist im Grunde nur ein Laden in dem es ausschließlich Pokemon und Merchandise gibt. Und was nicht für Merchandise: Teller, Besteck, Windeln, Plüschtiere, Trading Crads (In Deutschland ein Riesenerfolg, aber in japan gefloppt -dafür sind die Yu-gi-oh-Karten umso erfolgreicher), Figuren, Schmuckanhänger, Notizblöcke, Naschkram...einfach alles. Leider, leider ist mein Lieblingspokemon Onix (oder in japanisch Iwaaku イワーク) nicht so stark vertreten gewesen. Es gehört zu den ersten 150, die langsam out sind, und dort auch nicht unbedingt zu den beliebtesten. Es gab ne kleine Figur, aber Hinstellkram habe ich genug, und überteuerte Anhänger. Also habe ich es mir nicht gekauft. Von den Preisen allgemein wollen wir sowieso nicht sprechen.^^


Genau gegenüber in dem Kaufhaus war ein Jump-laden. Dieser Laden vertreibt Merchandise zu dem wöchentlichen Magazin "Weekly Jump". Ich schätze das ist das erfolgreichste Mangamagazin in Japan und beinhaltet Jungenmanga. Ich kannte so gut wie nichts. Nur den Klassiker "Dragonball", wo es eine unglaublich tolle Hinstellfigur von dem Charakter Piccolo gab. Die Figur war noch toller als die auf dem Foto. Für nur (relativ gesehen) lächerliche 70€. Aber die wäre zu sperrig für den Koffer gewesen. Stefan und Katha kannten sich da besser aus.
Nebenan war wieder ein Totoro-Merchandise-Laden, aber den haben wir schon zu häufig besucht.
Um natürlich den Touristenstatus zu vervollständigen sind wir dann noch zu dem Hard-Rock-Cafe gegangen, das heute dann endlich auf hatte. Was für geile Klamotten. Ein wenig zuviel Bling-bling für meinen Geschmack, aber trotzdem schöne Metallersachen. Aber ein Blick auf die Preise sagte "NÖ!". 35€ für ein Shirt oder 45€ für ein Hoodie ist zviel. Egal wie schick und qualitativ wertvoll. Aber man muss einfach zu einem Hard-Rock-Cafe gehen.

Essenspause: Katsudon mit kalten Soba. Katsudon ist ein kleines Schnitzel. Meins war mir zu fettig und ich habe den Rest Stefan gegeben. Aber die Soba waren himmlisch. Ich mag sie kalt. Man tunkt diese Nudeln dann in eine Sobasauce, muss hauptsächlich Sojasauce sein, und schlürt sie dann ein. Lecker!
Und dann ging es mit Roku in die Hauptbibliiothek von Yokohama. Eigentlich wollten wir per Mail Juliane noch dazu holen, aber die kam bei ihr nicht wirllich an. Mist.
In der Bibo hat Roku uns das Computersystem gezeigt uns für mein Forschungsthema was heraus gesucht. Die Bücher mussten uns dann die Mitarbeiter heraussuchen und Roku hat mir in der Kinderabteilung leichte Bücher gegeben. Die habe ich dann auch gelesen (am Kindertisch auf Kinderstühlen), bis ich mir meine Bücher abholen konnte. Der Herr der sie mir gegeben hat, hat mich gefragt, ob ich sie ausleihen will -Nein, zum Hierlesen-, ob ich eine Bibokarte habe - Nein- und noch irgendwas was für mich zu schnell war. Das habe ich auch gesagt und das er es bitte wiederhole. Und dann hat er nur noch englisch mit mir geredet und ich habe auf Japanisch geantwortet. Ich meine, ich müsste ja theoretisch Japanisch verstehen, wenn ich mir in dem Moment japanische Bücher ausleihe, oder?
Naja, egal. Die Bücher habe ich dann ganz grob überflogen, weil ich nicht ewig Zeit hatte alles haarklein zu lesen, zumal ich die Hälfte der Kanji nicht lesen konnte, aber mein toller DS hat mir da sehr geholfen.^^
Weil es dann schon wieder Zeit wurde, ging es ab nach Hause, aber nicht ohne einmal in einer "Bäckerei" reinzuschauen. Sie wurde wirklich mit dem deutschen Wort und auch dem Umlaut ausgeschrieben. Natürlich gab es Bretzeln und Mohncrossaints. Aber das wars leider auch schon, kein Schwarzbrot.
Zu Hause haben wir noch ne Runde mit Juliane abgelästert und für den Weg zu meinem Zimmer habe ich dann zwei Stunden gebraucht, weil ich mich festgequatscht habe. Ach ja, was wären die Frauen ohne das Gerede?

Mittwoch, 24. Februar 2010

Sonne und Meer

Tja, das mit Juliane und gestern hatte ich doch verpeilt, sie kam nämlich heute an. Also haben wir uns mit Shinobu in Yokohama getroffen um sie anzuholen. Da wir aber eine Stunde zu früh waren, haben wir kurzerhand einen Spaziergang unternommen. Es ging richtung Minato Mirai 21. Shinobu wusste nicht, dass wir dort schon waren, aber das hat auch nicht geamcht, denn (ihr werdet mich jetzt alle extrem hassen) es war herrlichstes Wetter. Die Sonne schien und der Wind wehte vom Meer. Es war sogar für einen Pullover zu warm^^ Und diesmal haben wir das Meer gesehen und noch viel besser: gerochen. Da merkt man meine norddeutsche Abstammung: ich liebe das Meer. Es fühlten nur noch die echten Möwen, dafür gab es wieder eingespieltes Gekrächze aus dem Lautsprecher. Fast genauso gut.


Der Spaziergang führte uns auch wieder direkt in den Queens Tower wo das riesige Einkaufzentrum ist. Hätten wir jetzt noch Zeit gehabt, dann wäre ich endlich ins Hard Rock Cafe gegangen, um ein paar originale T-Shirts zu kaufen. Aber wie gesagt, die Zeit fehlte uns. Ab zurück nach Yokohama und zu Juliane an die Busstation.
Natürlich stellte sich wieder die übliche Essensfrage, weil es wieder Mittagszeit war und wir beschlossen erst einmal ins Wohnheim zu gehen, Juliane "einzuliefern" und dann in Hiyoshi was zu suchen. Gesagt, getan! Natürlich gab es bei Jule auch wieder Probleme mit der Schlüsselkarte. Das Land der Technik und seine Funktionalität. Es passt einfach nie. Aber für alles gibt es immer Lösungen. Sie wurde gefunden.

Und dann wieder ab in die Stadt. Nach einer Odyssee am Campus und der dortigen (geschlossenen) Mensa führte uns der Weg zu einem günstigen Restaurant, wo ich irgendein gebratenes Hähnchen mit Reis und kalten Soba gegessen habe. Wie immer sehr lecker.
Weiter gibt es aber auch nichts zu erzählen, wir haben einen 100-Yen-Shop ausgeräumt, ein LAN-Kabel besorgt und wieder ins Wohnheim, wo ich mich wieder meiner Hausarbeit gewidmet habe, die gleich ihre digitale Reise nach Deutschland in die Hallenser Ethnologie antreten wird.
Ich befürchte (nein, ehrlich: ich freue mich) dass uns der Weg morgen ins Pokémon-Land führt.