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Montag, 30. Mai 2011

Von nuklearen Würstchen und Rum im Taifun

Tja, und wieder ist ratzfatz ne Woche um...einerseits schön wenn die Uni ins Wochenende geht, aber andererseits: ich hab doch noch sooo viel vor.

Diese Woche ging es dann Freitag zum meinen offiziellen letzten wissenschaftlichen Talk. Ich hatte unifrei, weil wir am Wochenende Sportfest hatten, aber ich bin nicht hingegangen. Ich wollte, aber das Wetter war weniger schön. Der Talk ging um die Situation in Japan, aber ehe speziell um TEPCO und die Zukunft der Stromversorgung. Das war wirklich interessant. Der Herr Salisle hat per Videokonferenz einige Daten gezeigt wo man denkt "Autsch!". So ist zum Beispiel die Energiereserve von TEPCO stetig gesunken, was nun, da 13 von 17 AKWs abgeschalten sind, fatal sein wird. Es steht außer Frage, dass es zu "Blackouts" im Sommer kommen wird, aber wie stark die sein werden ist fraglich. Interessant ist auch die Anmerkung, dass TEPCO auf eine freiwillige Einsparung der Nutzer um 25% hofft. Hübsch formuliert, aber der Sommer steht vor der Tür und Klimaanlagen sind unentbehrlich. Außerdem ist es schon ironisch, dass seit diesem Abend des Talkes die Rolltreppen bei den Bahnhöfen wieder alle eingeschaltet sind.
Unumgänglich wird wohl auch eine Preiserhöhung von rund 16% pro Kilowattstunde sein. Was sich vielleicht normal anhört, aber Japan hält eh schon den Rekord in hohen Energiekosten. Zudem, wozu werden sie genau genutzt? TEPCO ist definitiv nicht in der Lage die Kosten allein zu tragen, weswegen der Staat einspringen muss, welcher jedoch extrem hohe Schulden hat.
Interessant waren die Fragen aus dem Publikum: Warum legt Japan keine Leitung zum Kontinent wie England, und nutzt den günstigen Strom aus Korea? Tja, keiner will es bezahlen. Weder die privaten Energieversorger, noch der Staat der an sich damit nichts zu tun hat. Genauso die Frage: Warum keine erneuerbare Energien? Ja, wer bezahlt das? Die wollen, laut Salisle, schnellen Strom der günstig ist und jetzt verfügbar ist. Auch hat Japan das Problem in zwei Hertz-System geteilt zu sein, so kann die eine Hälfte die andere nicht mit Strom versorgen...das zu vereinheitlichen ist nahezu unmöglich. Ja, ganz ehrlich, Japan hat Probleme ist aber in meinen Augen nicht wirklich gewillt sie anzupacken. Lieber konzentriert man sich auf die Idee ausländische Studenten durch das Land zu schicken um neue Touristenspots entdecken (auch im verstrahltem Gebiet) um darauf zu hoffen, dass sie per Internet neue Touristen anlocken...Schwachsinn.

Soviel dazu. Mein Samstag war auch relativ ruhig, ich bin nur mit David ins Kino gegangen. Es sollten ursprünglich ein paar mehr sein, aber nach einigem Hin und Her, hatten wir unser "KinoDate" allein. Es ging in "Fluch der Karibik 4". Naja, was soll ich dazu sagen. Der 3D-Effekt war schwachsinnig, ich weiß nicht warum man den immer nutzen muss. Inhaltlich, naja, typisch Fluch der Karibik, es geht um Gerüchte, Seemannsgeschichten und Meerwesen (Meerjungfrauen sind cool^^). Intrigen von jeder Seite und die bekannten Hauptcharaktere sind alle dabei. Was mir fehlte waren die lustigen Nebencharaktere, es ist zwar der alte Humor da, aber weniger. Schade. Ich seh schon den fünften Teil.....
Was absolut lustig ist in Japan, nicht nur das das Kino schweine teuer ist, man kann auch jede Menge Blödsinn dazu kaufen. Es gibt immer einen Merchandisestand. Und in unserem Kino gab es einen extra Purikuraautomaten. Ich musste Puris machen.

Sonntag ging es dann realtiv spontan zum Oktoberfest nach Hibiya (ja, richtig: Oktoberfest im Mai in Tokyo). Zusammen mit Nancy und Franzi hab ich Jumpei und noch zwei weitere Kerle getroffen. Zusammengakuert unter dem Regenschirm trotzten wir dem Taifun und sind durch Wasserlachen zum Festplatz gegangen. Ich habe meinen Augen kaum getraut: Deutsche Wurst, deutsches Bier und ein bayrisches Bierzelt. Schön, im Zelt haben wir keine Platz bekommen, also haben wir uns unter ein Minizelt gequetscht und so manch einer hat sich ne arschteure Hareico-Wurst gegönnt. Es nennt sich "Jaaman-Doggu" und ist ne Bratwurst im Brötchen mit Senf UND Ketchup und Überraschung: Sauerkraut im Brötchen. Muss ja sein, der Deutsche kann ja nicht ohne. War aber lecker. Und wir haben Kräppelchen (Hallenser Ausdruck) oder Mutzen (norddeutscher Ausdruck) probiert. Von "-chen" ist keine Rede, aber boah, besser als die deutschen.
Also hocken wir in der Kälte, manchmal von einem Schwall Regen vom Dach überrascht, in dem Zelt, klönen und dann gehen wir alle durchnässt wieder nach Hause. War nett, muss man mal gemacht haben.

Nach einem abschließenden Skypetelefonat nach Lübeck ist mein Tag dann auch zu Ende gegangen, mit ihm die Woche und eine neue Woche inklusive Taifun wartet sehnsüchtig...

Dienstag, 1. März 2011

Burlesque


Es hat mich mal wieder ins Kino getrieben. "Burlesque" stand auf dem Programm, ein Sing- und Tanzfilmchen.
Die Story ist schnell erzählt: Ein Mädel treibt es von dem Land in die große, große Stadt Los Ageles Sie will singen und tanzen. Während ihrer Jobsuche stolpert sie in den Nachtclub "Burlesque" wo in sexy Dessous einige Mädchen zur Playback-Musik tanzen. Dank einiger Eigeninitiative bekommt sie nen Job als Kellnerin (man kann es auch flirten nennen), arbetet sich zur Tänzerin hoch und durch eine fiese miese Tat einer eifersüchtgen Kollegin nutzt sie Chance und zeigt, dass sie abgöttisch singen kann. Nebenbei ein oder zwei Techtelmechtel mit heißen Kerlen und sie rettet den Nachclub vor dem Aus.
Kommt einem bekannt vor? Jupp, ich sehe das Ganze als Mischung aus "Coyote Ugly" und "Moulin Rouge".
Schauspielerisch, naja. Christina Aguilera als das Mädel ist schon nicht schlecht besetzt, sie kann ja auch singen und tanzen, aber naja, der Charakter ist ein wenig flach. Wobei als Chefin Tess Cher nahezu perfekt ist. Sie erscheint mir als "Puffmutti" doch sehr gut, und ich bin begeistert, dass sie trotz des steinharten Gesichtes noch immer eine gewaltige Stimme hat. Die Frau geht auf die 70 zu, was man ihr (komisch) nicht ansieht.
Auch die männlichen Rollen sind interessant besetzt. Der Herzensmann der dem Girly zum Job verhilft wird von Cam Gigadent gespielt. Ich hab den Herrn in O.C. California kennengelernt, aber er spielt auch den bösen Vampir James in Twilight oder den Bösewicht in "Pandorum" oder aber auch den Bösewicht in "Fighters". Vorrangig ist er für böse Rollen geeignet, und auch hier kann frau ihn für einige Szenen hassen.^^
Weiterhin spielt McDreamy aus "Grey's Anatomy" den zweiten Herren der um das Herz der Hauptfigur kämpft, mit. Und wo wir schon bei O.C. California waren, Sandy Cohen hat auch wieder eine Rolle im Kino ergattern. Ich halte Peter Gallagher für sehr wandelfähig und leider zu gut für diesen Film.
Die Musik, man muss nicht darüber sprechen, neben den Tanzeinlagen und den schönen Kostümen rettet sie den Film. Christinas Stimme, Chers Stimme, ideal.

Fasst man es zusammen: wer einen tiefgründigen Film sehen will, ist hier verkehrt. Wer aber Musicalfilme wie "Moulin Rouge" mag oder überhaupt dem Themengebiet Burlsque erlegen ist, der sollte hier rein gehen.

Mittwoch, 2. Februar 2011

Semesterende

Es ist vollbracht: nach einer noch kurzfristig reingewürgten Hausarbeit (innerhalb einer Woche ohne vorherige Ankündigung fertig zu stellen, bitte) und der letzten Präsentation ist das erste Semester glorreich zu Ende gegangen.
Gefeiert wurde das im koreanischen Restaurant, am Freitag, um auch gleichzeitig Hyung Gee, eine der Koreaner zu verabschieden. Neben dem reichlichem Fleisch floss auch der Shimizu, koreanische Schnaps, reichlich. Im Restaurant hab ich nichts gemerkt, aber auf dem Nachhauseweg, wo das BLut zirkuliert ist, bin ich dann doch ziemlich betrunken gewesen.
Aber angesehen davon war der Abend ziemlich lustig. Ich hab so einige Saufspiele gelernt. Die deutschen sind dagegen langweilig.
Samstag hab ich mich wieder mit Martina verabredet. Wir haben den Yokohamer Bahnhof unsicher gemacht. Wenn ich jetzt sage, dass wir 7 Stunden dort verbracht haben, denkt jeder "Äh? Im Bahnhof?" Yo, genau da. Bahnhöfe sind in Japan Labyrinthe. Unterirdisch ist alles mit zighundert Geschäften gesäumt und theoretisch sind auch alle Bahnhöfe miteinander verbunden, behaupte ich. Wer auch immer die konstruiert hat, war verrückt. Wir haben überlegt, ob es möglich ist in Japan zu überleben, ohne ans Tageslicht zu kommen. Ich behaupte: Ja!
Naja, aber davon mal abgesehen, haben wir uns Kopfhörer gekauft. Ich hatte meine geschrottet und das Angebot in Japan ist gigantisch. In-ear, normale, große und dann die Farbauswahl in pink, türkis, schwarz oder bling-bling-lila mit Schleife. Alles vorhanden. Naja, und dann noch mal was Essen, ne CD suchen, Mitbringsel kaufen..Kaffee, bzw. Maccha trinken. Da kriegt man schon mal eben 7 Stnden im Bahnhof rum, nicht zu vergessen der Book Off, der immer lockt. Also ich hatte Spaß. Purikura gab es natürlich auch.
Sonntag hab ich mich dann mit Fabian getroffen. Ich habe ihm sein Denshijisho abgekauft. Das ist ein elektronisches Wörterbuch. Nach dem gemütlichen Kaffee und dem üblichen Small-Talk, wo ich mal wieder ne super Vokabel gelernt habe (むささび/鼺鼠/Riesenflughörnchen), absolut unnütz, aber ich bekomme es nicht aus meinem Kopf heraus, bin ich dann nach Ikebukuro, wo ich mit Nicole Yasuo und Ryota zum Darten getroffen hab.
Ja, ich bin überrascht wie gut ich manchmal spielen kann. Und das Dartpfeile im Auschnitt nicht sooo sehr weh tun. Und im Rücken auch nicht. Jaja, und ich spiele unfair, genau. Das Ende vom Lied, bzw. das letzte Spiel, wo wir gesagt haben, dass der Gewinner bestimmt was die anderen machen: ich war am führen. In der letzten Runde hat mich Ryota doch tatsächlich um einen Punkt überholt. Aber Nicole hat es wieder rausgerissen. Hab ich mich gefreut, aber neee, Yasuo hat dann Nicole überholt. Ja, geil. Und wer darf die Aufgabe erfüllen? Ich natürlich. Ich darf Nori seinen ersten Kus rauben. Danke Jungs!
Danach sind wir noch ins Kino und haben uns "Social Networking" angesehen. Es geht um Facebook, wie es entstanden ist und den Rechtsstreit im Hintergrund. Ich bin überrascht. Erst hab ich gedacht, weil der Film auf englisch war, Junge, red mal langsamer. Und insgesamt hat der Film mehr den Rechtsstreit und die menschlichen Abgründe gezeit, als die Idee. Ist aber trotzdem zu empfehlen.
Montag: Sport (ja, auch in den Ferien dreimal die Woche) und dann bin ich spontan mit Yo und David, auch einem Franzosen, nach Tokyo-station gefahren, weil Yo dort arbeitet und was klären wollte. Also hab ich mir die Gegend mit Davis angesehen und es ist verdammt schick dort. Man merkt, dass das Viertel Geld an den Hacken hat.



Nach nem gemeinsamen Essen im Wohnheim, Yo hat gekocht^^, haben wir uns noch ein Bier gegönnt und ich habe versucht David beizubringen, wie man zum Nikushokukei wird.
Nikushokukei 肉食系 ist ein Begriff für "fleischessende" Personen, die einen aggressiven, bzw. selbstsicheren Charakter haben. Das Gegenteil Soshokukei 草食系 ist dementsprechend ein "pflanzenessender" Typ und hat einen schwachen Charakter. Das Ganze ist aber auch ein körperlicher Aspekt. Interessanterweise habe ich von einem Japaner zu hören bekommen, dass er zwar ein Nikushokokei ist, aber sich in meiner Gegenwart als ein Soshokukei fühlt. Ist das ein Kompliment? Ich denke nicht (Martina hatte sich am samstag dazu zwei tolle Bücher gekauft, die ich auch haben will: 肉食女子 "Nikushokujoshi", also "Fleischessende Frau" und 草食男子 "Soshokudanshi", Pfalnzenessender Mann. Es werden die sozialen Probleme der Feminisierung der Männer aufgezeigt.)
Der Dienstag war dann recht entspannend. Caro kam vorbei, damit wir uns über die geplante Kyotoreise unterhalten können. Ja, wurde ein schöner Kaffeeklatsch^^.
Und heute ging es dann wieder zum Darten. Ich hatte ja noch was einzulösen. Nach ein paar Runden sind wir dann in ein Izakaya, wo wir am Tisch gegrillt haben und auch verdammt gut angeheitert waren. Wozu so ein Tabe- und Nomihodai nicht gut ist^^ (Ess- und Trinkflatrate). Naja, reicht aber nicht und wir sind noch in ein "normales" Izakaya, wo wir das Königspiel gespielt haben. Jeder zieht ein Stäbchen mit einer Zahl und einer ist der König. Der bestimmt dann, welche Nummer, ohne zu wissen, wer wer ist, mit welcher Nummer was macht. Ja, natürlich wurde es so gedreht, dass ich Nori küssen durfte. Er hat es dann aber so gedreht, dass er mich geküsst hat (ach ja, männlicher Solz) und ich bin aus dem Schneider.
War ein super Abend. Und viel Party. Wie mögen die Ferien weiter gehen?

Donnerstag, 6. Januar 2011

Tron: Legacy


Lang, lang ist's her, dass ich mal einen Film rezensiert habe, eigetnlich wollte ich ja noch Harry Potter beschreiben, aber naja, ich war abgelenkt. So toll war er auch nicht^^

Ich habe "Tron: Legacy" gesehen. Grob: es geht um einen Spielesoftware-Entwickler der eines Tages verschwindet. Sein Sohn findet eines Tages in dessen Büro den alten Computer, spielt damit rum und ZACK: landet in der digitalen Spielewelt. Aber dort ist nicht alles stylish, sondern ein Tyrann herrscht über die Softwares dort, verdonnert den Sohn zu einem Spiel auf Leben und Tod und der schlägt sich natürlich wacker.
Der Tyrann sieht aus wie der Vater, ist aber nur eine nach dem Vorbild des Vaters entwickelte eigene Persönlichkeit, die ihm damals helfen sollte diese digitale Welt zu erschaffen. Das gingh natürlich schief, das Alter Ego hat die Macht übernommen, der Vater konnte nicht mehr in die Wirklichkeit zurück und fristet sein Leben nun als alter Mann.
Man sucht einen Ausweg aus der Digitalen Welt, kämpft sich durch und erlebt so einige Abenteuer.

Soweit zur Story, die jetzt nicht unbedingt die Neuste ist, ABER: der Film muss gesehen werden. Tricktechnisch ist der Film 1A. Zum Einen wird der Film in 3D gezeigt, wobei aber nur der Teil in der Digitalen Welt 3D ist. So kommt schon eine ganz ander Atmosphäre auf und der Film ist auf 3D gedreht worden,also nichts mit Kopfschmerzen und Verwirrung. Zum Anderen wirken die Animationen sehr real und nicht allzu überspitzt (sofern man das von einer komplett animierten Welt behaupten kann).
Dazu finde ich persönlich die Art und Weise der Darstellung der Welt sehr schön. Die Welt ist in Dunkel und Blau gehalten, alle haben lustige leuchtende Streifen auf den Klamotten und der Stil ist durchgängig. Manko: anhand der Farben auf den Klamotten erkennt man Gut und Böse, also ist alles ein wenig stereotyp gehalten, aber ist es in Spielen doch auch, oder nicht?
Dazu sind die Schauspieler nicht bekannt. Also mir nicht wirklich. Die Heldin kennnt man vielleicht aus Dr. House oder O.C.California und der Verräter ist der Obervampir in Twilight. Aber es sind keine allzu bekannten Schauspieler. Die Hauptdarsteller kenne ich überhaupt nicht.
Die Actionszenen, sprich die Kämpfe oder die rasanten futursitischen Motarradfahrten -man wird echt neidisch auf die Geschosse- sind spannend und reissen einen mit. Es erinnert alles bewusst alles an Oldschool-Spiele und gerade deswegen fiebert man mit. Wer auf Schmusekram steht sollte hier also nicht unbedingt rein, wobei im Ganzen aber nur zwei Tropfen Blut fliessen.

Das absolute Highlight: Der Soundtrack ist von Daft Punk komponiert. Dieses französische Duo ist für seien Elektromusik bekannt und hat schon einen kompletten Film herausgebracht, in dem nicht gesprochen wird, sondern die Musik (und die Bilder) alles aussagen. Interstella 5555, wer ihn sehen möchte. Ich kannte den Soundtrack schon vorher und bin begeistert wie punktgenau er einsetzt wird und die Stimmung wiedergibt. Aber dazu trotzdem noch unverkennbar Daft Punk ist. Das Duo spielt sogar als sich selber mit. Da man sie nur als Roboter kennt, sind sie super integriert.

Ich habe an dem Film selber nichts auszusetzen. Spannung, Stil, Schauspielerei, Tricktechnik, 3D-Effekt, alles da.


Nur die Übersetzung ins Japanische ist lustig. Wir haben ihn in Englisch mit japanischen Untertiteln gesehen und manchaml hat man mitgelseen. So wird er Satz "Dogs are ... coll!" mit -ich übersetze wörtlich ins Deutsche für die nicht Japanischsprechenden- "Hunde sind niedlich~". Oder einmal sagt er "It's okay", Übersetzung ins Japanische "Ich weiß es!" Hä? Wo kommt denn der Satz her. Gut, im Englischen kam er ne Minute später und man hat es vielleicht sinngemäß getauscht.

Weiteres unnützes Hintergrundwissen dazu: dieser Film ist eine Weiterführung des Originals aus 1982 wo Disney die allerneuste Tricktechnik für den Film eingesetzt hat. Damit hat Disney viele Preise bekommen und der Film hat einenKultstatus erreicht. Wenn man sich den railer ansieht, kann man es aus unserer heutigen Sicht nicht verstehen^^. Mich erinnert der Trailer an das Zukunftsspektakel "Logan's Run" aus dem Jahr 1974, wenn ich mich nicht täusche. Auch sehr sehenswert.

Samstag, 27. November 2010

zuviel von so vielem

Und eine neue Woche ist schon wieder vorbei. Picken wir uns die spannenden Sachen heraus:
Dienstag: Es ist nationaler Feiertag und wer muss zur Uni? Ich natürlich. Es gab einen Economy-Talk zu denen wir Economy-Studenten hin mussten. Zum Glück mussten wir nur den ersten Redner sehen. Ich bin mal wiedre fast weggeratzt und bin danach dann nach Shibuya gegangen und hab Fabian und Karsten getroffen. Wir haben da ein wenig rumgebummelt, bei Book-Off mal wieder zugeschlagen und nen leckeren Macha-Latte getrunken, Das ist der traditionelle Grüntee mit heißer Milch aufgeschlagen. Lecker!


Mittwoch: Mein definitiver Japanisch-Tag. In der ersten Stunde sollten wir uns wieder mit den Japanern unterhalten. Also hab ich das gemacht und mich über so simple Dinge wie Selbstmord unterhalten. Wir sollten uns ein Thema aussuchen und ich finde das nun mal leider interessant. Hat Spaß gemacht. Danach hatten wir Kultur und ich hab mich schon so auf die Diskussion über Selbstmord gefreut. Es gab wieder einen Fall von Ijime (Mobbing) in Japan, worauf sich eine 14jährige erhängt hat. Aber ne, wir haben ne Gruppeneinteilung für unsere Endpräsentation bekommen. Da ich aber megaunglücklich damit war (hatte echt nur nichtsprechende Japaner drin) hab ich ein wenig gebettelt und bin in Yoanns Gruppe gekommen. Wir hatten vorher schon über die Präsentation geredet und für uns beschlossen eine Gruppe zu bilden. Jaja, manchmal bringt schleimen was.
Nach der Uni durfte ich in der Bibliothek bei unserem Wohnheim eine Geschichte auf Deutsch vorlesen. Die Kinder dort sind allerdings 9 Monate bis 3 Jahre alt gewesen. Ich denke, die Eltern haben da mehr an Sprachkenntnissen mitgenommen. War echt niedlich die Geschichte. Natürlich hab ich ne japanische Kopie bekommen, die ich mir selber übersetzen durfte. War recht simpel, aber natürlich fehlten mir zwei, drei Worte, aber da hab ich in der Freistunde in der ich das gemacht hatte einfach ein paar Mädels gefragt. "Furon furon furon" ist das deutsche "Brr, brrr, brrr".
Es geht in der Geschichte darum, dass eine Maus, ein Frosch, ein Hase, ein Fuchs, ein Wolf, ein Wildschwein und ein Bär in einem Handschuh wohnen. Jupp, ich weiß, das geht nicht^^.
Nach der Vorlesung, waren ja gerade mal 10 Minuten, gab es noch lecker Kuchen und Kaffee im Hinterstübchen und natürlich musste Konversation betrieben werden. Hab ich aber überlebt. Abends ging es dann mit Tabea, ihrem Freund und dessen Kumpels ins Kino. "Harry Potter" haben wir gesehen. Da ich noch ne Rezension schreiben will, sag ich zu dem Film mal erstmal nichts. Nur dass er auf englisch mit japanischen Untertiteln war. Unser Glück. Wir waren um halb 2 Uhr morgens wieder zu Hause, weil wir die günstige Spätvorstellung genommen haben. Dementsprechend war ich am Donnerstag ein wenig müde, zumal das eh mein längster Tag in der Uni ist. Auf dem einstündigem Heimweg hab ich mich die ganze Zeit auf Japanisch unterhalten. Und ich denke ich bin auch verstanden worden *stolz*

Freitag: Karsten hatte Geburtstag und weil er nun mal nen sehr guter Freund ist, haben wir gefeiert. Und nicht nur Katja, Nicole und ich waren da, auch alte Freunde aus Halle, die wir lange nicht gesehen haben: Josi, Susi, Fabian und Manja. War schön mal wieder herumzublödeln. Zuerst ging es vier Stunden lang zum Karaoke mit Eis-tabehôdai (all-you-can-eat) für NUR 750 Yen, und weil das nicht genug ist danach noch zum "Sweets Paradise". Das ist echt ein Paradies. Da kann man in einer Studne für 1500 Yen soviel essen wie man will. Und hauptsächlich gibt es Kuchen, Torten und Süßes. Ich hatte mich zwar mehr an den Nudeln etc. aufgehalten, aber der Kuchen war trotzdem heftig lecker. Zusammen mit Kaffee, also so richtigem Kaffee, hat man den Preis echt schnell rausgehabt. Mit nem Bauch wie Schwangere sind wir dann alle glücklich nach Hause. Dabei haben noch die weihnachtliche Beleuchtung bewundert.


Samstag: Wer denkt uns sei kotzschlecht nach dem Essen, der täuscht sich. Heute waren wir bei unserer Lehrerin zum essen eingeladen. Dazu haben wir uns in Shibuya getroffen und sind mit dem Bus zu ihr. Dort haben wir ihre Familie kennengelernt und Massen an Essen gegessen. Sashimi-Carpacchio, Kiwi mit Speckmantel, Roasted Beef mit Gemüse. Deutsches(!) Brot, Lachs in Blätterteig und danach Kaffee/Tee und ne Schwabeltorte. Also eher Pudding in Kuchenform. Woah. JETZT ist uns schlecht. War ganz nett. Die Gespräche schwankten von Deutsch (3 Japaner, 6 Deutsche, 1 Franzose)nach Englisch und viel Japanisch. Dabei hatte Yoann aber das meiste gesagt. Er ist einfach der beste, ganz einfach. Anschließend sind Yo und ich nach in Shibuya herumgewandert, während die anderen nach Hause sind. Wir brauchten die Bewegung.
Anschließend sind wir zu Starbucks und haben dort die weltbekannet Aussicht auf die größte Kreuzung in Tokyo, behaupte ich jetzt so einfach, genossen. Dazu noch nen Maccha-Latte und ich war glücklich. Da es aber so heiß im Starbucks war, sind wir wieder raus und haben gerade überlegt was wir machen, da qietscht es von meiner rechten Seite und Mädchen springen wie blöde auf und ab. Ich denke: "Oah, was sind das denn für welche...Oh, die kenne ich!"
Da hab ich doch tatsächlich ne deutsche Kommilitonin getroffen. Die Welt, bzw. Tokyo ist echt klein. Der Haufen Japaner um sie herum war total betrunken und als sie mich vorgestellt hat, hab ich echt Angst bekommen, weil die so ne Party gemacht haben. Naja, Yo und ich haben uns dann noch mit denen unterhalten und wären auch noch zu ner Party mitgekommen, aber die sind dann alle nach Hause. Wir dann auch.



Das war ne Woche mit viel Japanisch (man sieht endlich Fortschritte bei mir) und viel zu viel Essen. Sport, ich freu mich auf dich!

Donnerstag, 5. August 2010

Eclipse


Der Kassenschlager, der Mädchenschwarm, die Oberschnulze: Eclipse.
Natürlich musste ich ihn sehen, da ich die ersten beiden kannte und auch, Schande über mein Haupt, die Bücher gelesen habe.

Kurzer Einlick in die Story, geklaut von dieser Seite, aber besser kann man es einfahc nicht zusammenfassen:

Twilight: Bella ist ein langweiliges Mädchen aus einer langweiligen Kleinstadt, das sich eines Tages in den 100jährigen Vampir Sparklechest verliebt. Sparkle gehört zum Clan der Blutsauger und sieht sie als Gefahr seines Diätplans, da der strenge Vegetarier wegen ihr unentwegt gegen das zwanghafte Bedürfnis ankämpfen muss, sie zu zerfleischen. Ein anderer Vampir kommt an, Sparkle tötet ihn.

Twilight II – New Moon: Der Werwolf Sixpack, der stramme Shirtlose, erscheint und verliebt sich ebenfalls in Bella und hält Sparkle hemdlos Vorträge, dass er besser sei als der Gebleichte. Bella will jedoch, dass Sparkle sie zum Vampir macht. Er wills nicht, setzt sich nach Italien ab und will sich dort von Obervampiren opfern lassen. Im letzten Moment hält Bella ihn auf. Vorher, nachher und mittendrin zieht Sixpack sein T-Shirt aus.

Twilight III – Eclipse
: Die Freundin des ermordeten Vampirs aus Teil 1 taucht mit einer handvoll Jungvampire auf, um sich zu rächen. Vegetarier-Vampire und Riesenwölfe vergraben ihr Kriegsbeil und besiegen die Neuankömmlinge. Sixpack zieht sein T-Shirt aus, doch es reicht nicht: sehr zu seiner Ungunst wollen die beiden heiraten. Bella will mit ihm die Laken wälzen, aber Sparkle lehnt ab. Stattdessen freundet er sich im Zelt mit Sixpack an und bestaunt dessen stramme Muskelpartien.
(http://www.bereitsgesehen.de/wordpress/?p=2937)

Tel 4 ist auch schon treffend zusammengefasst, aber ich will ja nicht spoilern^^


Filmisch gesehen war das Ganze ganz nett aufgemacht. Mal wieder ein wenig zuviel Handkamera in den Handgemengen und auch bei einigen ruhigen Szenen, dazu zuviele Nahaufnahmen von liebesschmerz-verzerrten Gesichtern, aber insgesamt rund dargestellt. Meines Erachtens besser als die ersten beiden Filme.
Jake (Sixpack) natürlich regelmässig oben ohne, sodass der Spruch "Kann der sich kein T-Shirt leisten?" durchaus Berechtigung hat, aber wir wollen uns über diesen strammen jungen Kerl nicht ärgern. Zumal seine zweite Kussszene mit Bella dem ganzen Kinopublikum den Atem geraubt hat.
Abgesehen davon, dass ich die beiden Hauptcharaktere nicht mag und auch ihre Besetzung unsymphatisch finde, musste man mit dieser Besetzung weitermachen und ich bin dann auch zufrieden damit, denn eine Entwicklung ist durchaus erkennbar.



Insgesamt möchte ich mich nicht weiter zu dem Film äußern, da er für mich persönlich zu schnulzig, romantisch, klischeehaft etc. ist, aber wie gesagt, wenn man die ersten Teile gesehen hat, oder auch gelesen hat, muss man ihn sich einfach antun, auch wenn man hinterher irgendwie aufgewühlt ist.

Freitag, 30. Juli 2010

Inception


In meinen Augen der Überaschungserfolg in diesem Sommer: Inception.
Nach nur mässigem Interesse bin ich in dieses Kinospektakel der anderen Art gegangen und kann es nur empfehlen.

Zum Inhalt: es ist möglich sich in die Träuem von anderen einzuklinken. Das nutzen einige Männer, um Geheimnisse zu klauen. Aber was ist, wenn man anstatt etwas zu stehlen, einen neuen Gedanken einplanzt? Neben einigen persönlichen Problemen mit sich, den Träumen und der Realität wird die Traumreiserei neu versucht..

Es handelt sich bei diesem Film um eine sehr komplexe Problematik, da es zwischenzeitig um 4 Level von Träumen geht. Also den Traum in Traum, wo jemand einen Traum im Traum hat. Der Film hat es geschafft diese Gedanken- und Zeitstränge klasse darzustellen und niemanden zu verwirren. Auch die Auswirkungen aus der einen Ebene zur nächsten ist sehr gut herausgearbeitet worden.
Die Specialeffects sind 1A. Meines Erachtens hat man nirgends irgendwelche Schönheitsfehler gesehen und die feuerballartigen Explosionen und Schießereien waren nicht dramatisch eingesetzt. Ebenso die Slow Motion. Um die Traumschichten gekonnt darzustellen sind diese hervorragend eingesetzt worden und runden das Bild ab ohne wie bei "300" zu überladen zu wirken.

Schauspielerisch auch großes Kino. Ich gestehe, ich habe bisher keinen DiCaprio-Film gesehen, das ich mich vehement geweigert habe den Titanic-Sar anzuhimmeln, aber seine Performance war perfekt. Auch die weiteren Schauspieler wie Ellen Page, bekannt aus "Juno" oder mein pesönlicher Favourit Cilian Murphy, "28 days later" oder "Sunshine", haben perfekt in ihre Rolle gepasst.

Man merkt, das sich zu der Story nicht viel sage. Zum Einen will ich nichts verraten, gerade das Ende sollte man erlebt haben. Und zum anderen kann ich irgendwie auch nichts mehr dazu sagen. Diese Geschichte aufzudröseln ist verdammt schwer. Sofern ich richtg recherchiert habe gibt es kein Buch zu diesem Film, was eine sehr interessanet Lektüre wäre, würde es jemand auf Papier bringen.

Wer dieses Jahr anspruchsvolle Action sehen will, sollte sich dieses Film unbedingt antun.


Ein kleines Schmankerl für mich persönlich: der erste Satz in dem Film lautete: ちょっと来い!/"chotto koi!"

Donnerstag, 29. Juli 2010

Karate Kid



Nach langer Zeit war es wieder soweit den kinoarmen Sommer hinter sich zu lassen und in die klimagekühlte Welt der Fantasie zurückzukehren.
Karate Kid hat mich ins Kino gelockt, gut eigentlich meine Freundin, und es lässt sich sagen, dass man diesen Film durchaus sehen kann,aber auch nicht unbedingt muss.

Ich gebe zu, ich kenne die originalen Filme nicht, deswegen möchte ich hier keinen Vergleich anstellen.
Story ist wieder kurz erzählt: Ein Junge (Jaden Smith) zieht nach China, verguckt sich mit 12 Jahren in ein Mädchen, wird von dessen Verehrer verprügelt und um Ruhe vor dem Kerl zu haben, tritt er mit Hilfe und Ausbildung des Hausmeisters (Jackie Chan) auf dem ultimativen Kung Fu Tunier gegen seinen Erzfeind an. ich denke ich spoiler nicht, wen ich das End everate: Er ist dick Kumpel mit dem Mädchen, sogar ein kleiner Kuss wird getauscht, er gewinnt trotz riesiger Schmerzen das Tunier durch seine innere Ruhe und sein Feind wird sein Freund. Tadaa! Welch Überraschung.

Schauspielerisch ist der Film nicht schlecht.Ich pesönlich hab allerdings Probleme damit, dass Jaden Smith im Stil und Aussehen seinem Vater Will Smith sehr stark ähnelt. Klar, gegen das aussehen kann er nichts, aber ich denke, dass es nicht gut ist, dass der Kleine die gleiche Mimik und Gestik wie sei Vater macht. Das der Soundtrackauch von dem Kleinen stammt wundert kaum. Hat er insgesamt gut gemacht.

Filmisch ist der Film schön gestaltet, es tauchen klischeehafte Bilder auf, wie ein Training auf der chinesischen Mauer, aber ästhetisch sehr gut getroffen. Ärgerlich war nur, dass während der Kämpfe die Kameraführung sehr unruhig und zu schnell geschitten war. Ist jetzt natürlich die Frage, ob minderwertige Schauspielkunst überdeckt werden sollte oder das Geschehen spannender sein sollte. Ich halte das für ungelungen. Auch bei manchen ruhigen Momanten schwankt das Bild, wie mit einer handkamera aufgezeichnet. Schade, schade.
Ebenso die Geräuschkulisse. Die Schläge die die kleinen Jungen austauschen hören sich an, als würden sie sich mit Eisenhandschuhen prügeln. Effektvoll, aber leider übertrieben.

Hört sich insgesamt wieder sehr negativ von mir an, aber für einen leichten Abend ist dieser Film als Popcornfilm schon geeignet, allein schon weil der Martial Art Künstler Jackie Chan eine sehr gute Rolle spielt -selbstredend-.

Dienstag, 25. Mai 2010

Prince of Persia -Sands of time

Ein Highlight des Kinosommers: Prince of Persia.


Dieser Film ist die filmische Verarbeitung des, ich denke, dass kann man schon sagen, Spieleklassikers "Prince of Persia". Im Grunde genommen geht es darum, im Spiel, das ein persischer Prinz zur Rettung des Königreiches und der Welt gegen dunkle Mächte kämpft und mit dem Sand der Zeit arbeitet, welcher sich in eienm Dolch befindet und ihn um einige Augenblicke in der Zeit zurückversetzen kann. Im Spiel kommt dann seine dunkle Dämonenseele zum Vorschein, aber im Film flirtet er nur ein wenig mit der Prinzessin, welche die Priesterin des Dolches ist. Und es gibt keine böse Dämonenseele, sondern eine nmachtgierigen Onkel.
Natürlich ist die Story ein wenig aufgepeppt worden, um das Ganze ein wenig disneygerechter zumachen, aber das mcht meines Erachtens überhaupt nichts. Der Film kann durch seien Möchtergern-Romantik-Szenen die Fauen bei Laune halten, durch seine peppigen Sprüche die Kerle (Chauivinisten?) und die dem Spiel angepassten Actionszenen stellen den Zocker zufrieden.
Apropo Spiel: ich selber habe es nicht gezockt, aber mein Bruder. Ich bin zu doof gewesen mir die zahlreichen Tastenkombinationen für die ganzen Kletter-, Sprung- und Kapmftechnicken zu merken, dafür war ich für den Weg durch die Welten zuständig. Diese Besonderheiten sind auch hervorragend im Film aufgetaucht.
Die zuerst pappig erscheinende Kulisse strotzt vor Möglichlkeiten den durchtrainierten Körper von Jake Gyllenhall gut darstehen zu lassen. Meine anfängliche Skepsis ihn als Hauptdarsteller zu haben, verflog zum Glück schnell. Jake schwang sich über Dächer, an Stangen, mit Salto und rückwärts umher, und das mit den Techniken, die der Prinz in dem Spiel auch drauf hat. Der Sport "Parcour" lässt grüßen und bekommt jetzt bestimmt auch viel mehr Anhänger.
Lustgerweise fing der Film schon damit an, dass dem Zuschauer, wie im Spiel dem Zocker, der Weg durch Kamerazoom und -schwenks gezeigt worden ist. Ein herrlich nostalgisches Gefühl. Eine Szente erinnert nur sehr stark an das verwandte Spiel "Assassines Creed", aber das passte auch super rein.
Auch sind die Hauptendgegner wunderbar getroffen: Die Hassasinnen. Düster, schwerbewaffnet und trickreich. Lediglich für den perfekten Flair haben mir die "Auftankszenen" gefehlt. Im Spiel muss man den Sand wieder auftanken und das tut man, indem man dem Gegner den Dolch theatralisch in den Bauch rammt und der sich dann in Sand auflöst. Ist im Film leider überhaupt nicht gewesen, vielleicht zuviel Gewalt für ein Disneyfilm. Allerdings gibt es diese Szene in "300" wo Leonidas in Slowmotion einen Perser niedernetzelt und den auf dem Rücken liegenden Mann das Schwert in den Magen rammt. Das wäre perfekt gewesen.
Zu den Schauspielern: Jake Gyllenhall: ich denke schon genug gelobt. Gemma Arterton: ein mit bisher unbekanntes Gesicht, aber absolut passend. Vielleicht ein Tick zu emanzipiert die Gute, aber naja, das macht das Ganze unterhaltsam. Ben Kingsley: der böse Onkel, und wie in den alten Zeiten ein hervorragender Mann. Und mein persönlicher Favourit: Richard Coyle: Für viele bestimmt ein unbekannter Name, aber der Schauspieler ist aus der britischen Sitcom "Couling" bekannt. Er spielt dort den Loser, der nie ne Freundin abbekommt. Ich liebe seine Darstellung, als Loser und jetzt auch als König über Persien. Komplett verschieden, aber beide sehr gut dargestellt.

Wie man merkt, wird mein abschließendes Fazit eher gut ausfallen: Topp! Muss gesehen werden!

Samstag, 1. Mai 2010

Das Bildnis des Dorian Gray



Ein weiterer Film, den ich mir diese Woche gegönnt habe ist: Das Bildnis des Dorian Gray, basierend auf dem Klassiker von Oscar Wilde.
Ich habe das Buch nicht gelesen und bin von den düsteren Trailern gelockt worden. Ich mag düstere Filme aus dem alten London und gegen gruselige Sachen habe ich auch nichts, und wenn ein recht ansehnlicher Kerl mitspielt habe ich erst recht nichts dagegen. Aber mein Fazit ist: ziemlich langweilig.
Story: Ein junger, reicher Schönling kommt das erste Mal nach London und seine Naivität wird von älteren "Freunden" beeinflusst, sodass er glaubt alles erleben zu müssen und zum Teil unmoralische Dinge tun muss.
Das verhindert auch seine Liebe zu einer schönen Schauspielerin, die nach der Trennung (er wollte einfach noch keine Kinder- versteh ich nicht warum das eine Hochzeit verhindert) Selbstmord begeht. Das greift sein zartes Wesen an und um den Gefühlen zu entkommen tauscht er mit einem Bildnis von sich die Seele. Das heißt, das Bild altert und zeigt seine verkommene Seele, während der Herr Gray ewig jung und begehrenswert aussieht.
Naja, er nimmt jede Sünde mit, vornehmlich Sex, probiert sämtliche Sachen aus, aber er geht an seiner schwarzen Seele zu Grunde, da er sie anhand des Bildes immer vor sich hat.
Schlussendlich: Er verliebt sich neu (in die Tochter seines alten Freundes die schon 25 Jahre alt ist, sie war aber noch nicht auf der Welt, als Gray für längere Zeit verreiste) und da der Freund hinter das Geheimnis kommt ergibt es sich so, dass Dorian Gray "reiner Seele" stirbt.

Ja gut, die Stor ist ganz nett und wie gesagt ein düsterer Film, der thematisch auch gut zur Story passt. Auch der Schauspieler ben Barnes (Narnia- Prinz Kaspian) ist meines Erachtens eine recht gelungene Wahl. Er kann sowohl die naive Art am Anfang, also auch den verruchten Verführer sehr gut spielen. Allerdings hat mich seine Miene und seine Art zu Spielen konstant an Timothy Olyphnat erinnert (Hitman, Die Hard 4.0), aber das macht es nicht schlechter.
Da ich nicht genau weiß, wie dicht der Film an dem Buch ist, kann ich nichts zur Verfilmung direkt sagen, auch kenne ich die alten Verfilmungen nicht, aber ich denke nicht, dass die Sexszenen so ausführlich beschrieben werden. Nicht das ich solche Szenen nicht mag, aber die waren ziemlich lächerlich. Das Bild ist leicht verschwommen und die Musik grottig gewesen. Es hat stark ein französische Vox-Pornos erinnert. Pluspunkt: Man hat auf der Haut der entkleideten Mädels Abdrücke der Corsagen gesehen: sehr authentisch.
Ingesamt ist aber leider auch der Wandel des Dorian ein wenig zu kurz gekommen. Zwar war es sehr deutlich, wie es von dem Naivling zum Genießer der Lüste wurde, aber es ist nicht deutlich geworden, wie ihn die Liebe zu der Tochter seines Freundes bekehrt hat.
Vor dem Film habe ich schon von anderen gehört, dass der Film soooo gruselig sein soll, das das Bildnis des Dorian Gray fürchterlich aussieht und das auch Schwulenszenen drin sind. Gruselig: Nein. Fürchterliches Bild: Nein, es macht nur komische Geräusche. Schwulenszenen: Ja gibt es, na und? Ich bin jetzt nicht so der große Fan von.
Insgesamt, nett für Zwischendurch, nett für`s Auge, aber nichts was man sich als DVD kauft, dafür hat es zu sehr in die Länge gezogen.

Kick-Ass



Eines der tollsten und brutalsten Filme lief in Deutschland an. Ich persönlich denke, dass er sogar das Zeug zum Film des Jahres hat: Kick-Ass
Eine große Story gibt es nicht. Ein Teenager, Loser in allen Lagen, beschließt sich ein Neopreanzug zu kaufen und einen auf Superheld zu machen. Durch (un-)glückliche Gegebenheiten hat er sogar halbbwegs Erfolg und durch YouTube wird er eine große Berühmtheit, die das Auftreten von anderen Möchtegern Superhelden nach sich zieht. Die haben allerdings mehr drauf, da es sich um ein Ex-Cop und seine kleine waffenliebende Mördertochter handelt.
Zusammen gehen sie gegen eine Gangsterfamilie vor und alle sind glücklich.
Mehr wird nicht verraten, sonst wird hier gespoilert.
Besonders schön finde ich, dass dieser Film, basierend auf einem Comic, Superhelden auf meines Erachtens amüsante Art verarscht. Es ist aber keine schlechte Art und Weise wie Superhelden-Movie, sondern wesentlich subtiler.

Ebenfalls sehr schön finde ich die Brutalität. Ja, ich weiß, das hörts ich jetzt ziemlich eigenartig an, aber wenn man mal überlegt wie harmlos Gewaltszenen eigentlich immer dargestellt werden, in dem der Böse immer stundenlang redet und redet aber nichts unternimmt, so ist das hier wesentlich realitischer. Die Bösen hauen richtig mit den Fäusten oder Baseballschlägern zu, mitten in die Eiern und kleinen Kindern ins Gesicht. Das kann nicht jeder ab und meine Begleiter, die lediglich den Trailer kannten haben es auch nicht werwartet. Dank dem Blogeintrag von MTV Game-One war ich hervorragend vorbereitet und blutdürstig ins Kino gegangen. Mir wurde definitiv nicht zu viel versprochen.
Wer auf Comic-Verfilmungen steht, Gewalt nicht abgeneigt ist und sowieso einen schrägen Humor hat, sollte sich den Film ansehen.
Ein kleiner Kritikpunkt taucht vonmeines Seite her auf: Der Hauptdarsteller Aaron Johnson ist zwar ein unbekannter Schauspieler, was für mich den Film immer interessanter macht, aber leider sehe ich in nicht als Loser. Zwar wurde ihm die Nerd-Brille aufgesetzt und eine Wuschelhaarfrisur verpasst, aber das hat leider nicht seine durchtrainierte Figur und hübsche Gesicht überdeckt. Es wäre in meinen Augen realistischer gewesen, wenn sie wirklich einen hagerer Nerd mit Pickel zum Superhelden genommen hätten. Hätte zwar die Ästhetik der Bilder gestört, aber den Fim einen Punkt besser gemacht. Aber garantiert stehe ich, auf Seiten der weibliche Zuschauer, mit dieser Meinung allein.

Mittwoch, 14. April 2010

Kampf der Titanen



Es war endlich soweit: Kampf der Titanen läuft. Ein Film auf den ich mich sehr gefreut habe, weil es griechische Mythologie und Special Effects vereint. Zwar liebe ich die uralt Herkules-Filme oder Sindbad, aber ein absolut moderner Film in 3D ist auch ne Erfahrung wert.

Fangen wir mit den guten Sachen an: Die Effekte waren sehr cool. Super animiert und absolut lebensecht. Kampfszenen sind durch die Handkamera super in Szene gesetzt und meines Erachtens warend die Kostüme auch realistisch. Außerdem fand ich die Darstellung der meisten Wesen sehr interessant und kreativ. Zum Beispiel die stygischen Hexen, rechts in dem Bild.
Und damit war's dann auch schon mit Lob. Wer den Film noch sehen will oder ihn gut fand, sollte hier am besten aufhören zu lesen.

Die tollen Effekte und Animationen sind leider durch die 3D-Technik zerstört worden. Während des Kampfes gegen Riesenskorpione habe ich die Brille absetzen müssen, da es für mich so aussah, als würde der Skorpion in weiter Ferne stehen und die Krieger direkt vor meiner Nase. Und dann sind sie alle umgefallen, weil das weit entfernte Monster sie getroffen hat. Es hat rein gar nicht von der Perspektive gepasst. Man merkt stark, dass der Film ursprünglich nur für 2D gedacht war. So hätte ich ihn ursprünglich auch gesehen, aber es wird ja nur in 3D gezeigt.
Sam Worthington habe ich in "Terminator- Die Erlösung" und "Avatar" als hervorragenden Schauspieler kennengelernt. Hier war ich leider von ihm (oder seiner Rolle?) sehr enttäuscht. Es fing mit seinen untrainierten Käsebeinen als Fischer an und hörte mit seiner mittleren schauspielerischen Leistung allgmein auf. Er hat selber gesagt: "Man ist nur so gut wie sein Gegenüber" (Einfach gut aussehen. 04/2010) und von daher schließe ich darauf, dass er mit vollanimierten Gegnern in der Bluebox nicht agieren kann. Schade.

Außerdem ist der Film in sich nicht schlüssig gewesen, was dadurch kommt, dass sie viele viele griechischen Mythen zusammengebastelt haben, um was actionreiches zu kreiren.
Und hier liegt mein Hauptkritikunkt: Was zum Geier haben sie aus den wunderbaren griechischen Vorlagen gemacht?
Da der Film ein Remake von dem "Kampf der Titanen" aus dem Jahr 1981 ist, habe ich mir die Story des originals angesehen. Die ist zwar auch nicht perfekt nach den Mythen, aber jedoch wesenlich enger daran, als das jetztige Hollywoood-Desaster.

Ich versuche einzelne Aspekte näher zu beleuchten:

1. "Kampf der Titanen". der Titel spricht von Titanen. Soweit wir Bescheid wissen sind diese die Geschwister der Götter und von diesen nach einem Aufstand in die Unterwelt gesperrt worden. Unter ihnen befand sich unter anderem Kronos oder Koios, Hyperion, Phoibe oder Thethys (nicht zu verwechseln mit Thetis, der Muter von Achill). Keine dieser Personen taucht auch nur namentlich in dem Film aus. Warum also dieser Titel? Vielleicht weil die Menschen gegen die Götter einen Auftsand proben? Wer weiß.

2. Perseus: Perseus ist ein bekannter Held der griechischen Welt und seine bekannteste Tat ist das Köpfen der schlangenköpfigen Medusa und das Retten der nackten angeketteten Andromeda. Gut, das hat er in dem Film auch gemacht. Auch ist er als Kind von einem Fischer aus einer Kiste im Meer gerettet worden. Aber da hört die Ähnlichkeit auch wieder auf. Perseus wurde laut Mythos von Danae geboren, die von Zeus schwanger wurde. Sie war so schön, dass sie von ihrem Vater, der Angst hatte, dass Zeus sich an ihr vergeht, in einen Turm gesperrt. Dort ist der Gott jedoch in Form von goldenem Regen hineingelangt und vergnügte sich mit ihr. In dem Film ist die Mutter auch Danae, jedoch ist sie verheiratet mit dem Anführer des Menschenaufstandes und Zeus lag bei ihr in Form ihres Mannes um damit eine Warnung zu an die Menschen zu geben. (Exkursion "Percy Jackson": In diesem Film, bzw. der Bücherreihe, ist Percy, Reinkarnation von Perseus der Sohn von Poseidon.)
Weiterhin hat Perseus in dem Film die ganze Zeit seine halbgöttliche Abstammung verleugnet. Er wollte als Mensch gegen die Götter und dem Krake kämpfen. Im Mythos war ihm immer bewusst Halbgott zu sein und er arbeitete damit und war kein bockiger Fischer.

3. Adler: Zeus flog in dem Film häufig in der Gestalt seines Tieres, des Adlers umher. Lustigerweise war dies ein Weißkopfadler, welcher nur in Amerika und Kanada vorkommt. Für Griechenland oder allgemein den mediterranen Raum hätte ich einen Steinadler gewählt.




4. Jinns: Während des Kampfes in der Wüste mit den Riesenskorpionen kommen den Helden Jinns zu Hilfe. Sie sollen halbe Menschen und halbe Holzirgendwas sein. Wenn ihnen etwas stirbt, dann ersetzen sie es durch Holz. Mir war diese Mythenwesen überhaupt nicht aus der griechischen Welt bekannt und habe recherchiert. Jinns im griechischen Raum sind sie, wie fast überall, geisterartige Wesen und Formen von Dämonen. Jedoch sind sie nicht sichtbar und in unerklärlichen Dingen wie Blätterrauschen, Alterung etc. zu finden. Wie kann ein körperloses Wesencauf einmal ein Wüstenbewohner mit Magiekenntnissen und selbstexplodierenden Herzen werden?


5. Io: Eine meiner liebsten Mythen. Io war laut Überlieferung eine wunderschöne Nymphe, die natürlich von Zeus genommen wurde, das sah Hera und wollte sie umbringen. Jedoch hat Zeus Io in eine schneeweiße Kuh verwandelt. Nach Jahren wurde sie wieder zurückverwandelt, aber konnte nur noch muhen. Da sie nach einer langen Reise in Ägypten war, blieb sie dort und wurde später als Göttin vereht. In dem Film hat sie den Zorn eines Gottes, wer weiß man nicht, auf sich gezogen une sie wurde mit ewiger Jugend bestraft. Sie folgt Perseus auf seine Reise und kämpft an seiner Seite. Was für ein Blödsinn. Natürlich ist sie in dem größten Augenblick der Romantik gestorben, um am Ende des Films wiederzukehren.

6. Pegasus: In der Mythologie kämpft dieses geflügelte Pferd an der Seite, bzw. unter, Bellerophon gegen die Chimäre und Amazonen. In dem Disneyfilm ist es ein Freund von Herkules und in diesem Film ist es das Pferdchen von Perseus. Er trifft auf einer Wiese eine Herde weißer Pegasusse (ist es nicht eigentlich ein einmaliges Pferd?) und sieht auch diesen Black Beauty mit Schwingen. Nach dem Tod Ios kommt Pegasus angeflogen und zusammen fliegen sie zum Krake, um ihn zu töten. Das Pony hat hier nichts verloren. Abgesehen davon, dass Reiten eine Erfindung in späterer Zeit ist (in der Illia wird erwähnt, dass Amazonen reiten und dies den Kriegern noch nicht bekannt ist. Die Illia spielt vor Perseus).


7. Medusa: In dem Film wird die Vorgeschichte Medusas erzählt. Sie sei so schön gewesen, dass sich Poseidon in sie verliebte, aber sie wollte nicht und bat im Tempel Athenes um Hilfe. Doch sie wurde nicht erhört und in dem Tempel von Poseidon vergewaltigt und weil Athene dass so eklig fand in ein Mischwesen aus Mensch und Schlange verwandelt. Nur der Oberkörper und der Kopf sid menschlich, Körper und Haare sind schlangenhaft. Ihr Blick lässt Männer zu Stein erstarren. Jedoch kann sie Frauen nichts antun. Nun lebt sie in der Unterwelt.
Laut Mythos ist Medusa die einzige sterbliche und menschenähnliche Gorgone unter ihren zwei Schwestern. Weil sie so schön war, hat sich Poseidon in sie verliebt und sie hatten ein Techtelmechtel, dummerweise nur im Tempel der Athene, die sie zur Bestrafung in die Gestalt ihrer Schwestern verwandelt hat (Schlangen als Haare) und ihr Blick lässt Männer zu Stein werden. Wo sie wohnt ist nicht näher beschrieben. (eine der Hesperiden -Wächterinnen des Goldenen Apfels- heißt ebenfalls Medusa).

Mehr will ich nicht in die Thematik des Films und der Mythologie reingehen. Aber das sind die Sachen, die mir während des Filmes aufgefallen sind.

Es gibt aber noch eine ungeantwortete Frage: Was soll diese Eule eigentlich? Sie wird kurz von Perseus in die Hand genommen und er fragt: "Was das ist?" Die Eule flattest mechanisch mit den Flügeln und rollt die Augen. Er legt sie zurück und sie taucht nicht mehr auf. In dem alten Film jedoch, wird diese Eule von Hephaistos hergestellt und sie kämpft an Perseus' Seite. Ein Hinweis auf den alten Film? Ein misslungener Lacher? Oder geschnittene Szenen?


Kurz und knapp ein Resüme: Wer Action und guten Sondtrack haben will, sollte bei 2D reingehen. Wer griechische Mythologie mag sollte es lassen.

Donnerstag, 18. März 2010

Alice im Wunderland

Kaum in der Heimat geht es auch schon wieder ins Kino. Aber auf diesen Film habe ich mich schon lange gefreut: Alice im Wunderland.

Ich bin ein großer Tim Burton-anhänger, habe auch nichts gegen Johnny Depp und mag das Märchen von Alice auch recht gerne. Ich muss sagen, dass ich es noch nicht original gelesen habe und auch den Disneyfilm nicht ganz kenne, aber trotzdem mag ich Alice. Es gab schon mal eine Realverfilmung, die sehr gut war.
Kurz zur story: Alice ist erwachsen geworden und kehrt ins Wunderland, oder auch Unterwelt zurück. Allerdings hat sie vergessen, dass sie als Kind schon mal dort war und redet sich die ganze Zeit ein, dass alles ein Traum ist. Die Rote Königin hat die Herrschaft über Unterwelt übernommen und lässt reihenweise Köpfe rollen (während ihrer der größte ist). Nach der Prophezeihung besiegt Alice als Kämpferin in der Rüstung den Jabberwooky (Drache) der Roten Königin, erkämpft somit die Krone für die Weiße Königin und alle sind glücklich. Aber das geht leider nur, sobald Alice weiß,. dass alles real ist.
Es kommen alle bekannten Wesen vor: der verrückte Hutmacher (Johnny Depp), der Märzhase, komplett verrückt. Und die Grinsekatze, die mir ein wenig melancholisch erschien. Natürlich noch der Schwerenöter, der Bube, und die Weiße Hexe die extrem feenhaft im Verhalten war.

Insgesamt ein netter Film, natürlich in 3D gesehen. Aber er hat mich nicht überzeugt. Ich habe mehr Düsterheit von Burton erwartet. Zwar ist die Welt kringelig und farbenfroh, wie man es kennt, doch fehlt der morbide Touch. Johnny Depp hat für mich auch nicht überzeugend gespielt. Er ist der verrückte Hutmacher, da kann man an sich nichts verkehrt machen, aber es kam lächerlich rüber. Auch ist der Charaketr der Alice in meinen Augen unausgereift. Sie erinnert mich in ihrer Ahnungslosigkeit stark an Effi Briest, und die konnte ich den ganzen Tag nicht ausstehen. Alice verneint die ganze Welt und Zack, dann beschließt sie alle zu retten, obwohl sie nicht existieren. Am Ende findet siecnatürlich sich selbst und rettet Unterwelt. Ein wenig platt.
Am besten gefiel mir der Charakter der roten Königin, gespielt von Helena Bonham Carter. Ihre Wechsel zwischen bösartige Herrscherin udn Frau die nur Anerkennung sucht, war ausgezeichnet. Und meine persönlichen Favouriten waren die komplett animierten Wesen Grinsekatze und Märzhase.
Tricktechnisch ist auch nichts auszusetzen. Die sich auflösenede Grinsekatze oder allgemein irgendwelche Nebenschwaden sind super in Szene gesetzt worden. Das mehr als die Hälfte animiert war, war zu erwarten und auch in Ordnung.

Burtonfans sollten sich den Film ansehen, und wer ein Bildermeer von Farben sehen will, dem sei er auch empfohlen. Tiefgründige Geschichte ist aber nicht geboten.

Dienstag, 29. Dezember 2009

AVATAR- Aufbruch nach Pandora


Es hat mich mal wieder ins Kino verschlagen. Diesmal ist es der hochgelobte halbanimierte Film "Avatar" von James Cameron. Jahrelang hat er dieses Bilderspektakel geplant, bis es endlich technisch möglich war ihn zu animieren.
Inhaltlich geht es darum, dass ein Marine zum Planet Pandora geschickt wird, um dort den Job seines verstorbenen Zwillingsbruder zu übernehmen. Dieser sollte einen Avatar, einen Halb-Na'vi und Halbmensch, gedanklich führen, um die Na'vi, die dort lebenden Wesen, zu erforschen. Er geht darauf ein und taucht in eine neue Welt ein.

Das Schicksal will es so, dass er an die Häuptlingstochter gerät, die Häuptlinge entscheiden ihn zu lehren und wenn er sich würdig erweist in den Clan aufzunehmen. Natürlich steht im Hintergrund die Gier der Menschen nach einem bestimmten Rohstoff, der den Lebensraum der Na'vie bedroht. Der Marine lernt und erfüllt alle Erwartungen, aber in dem Moment, wo er akzeptiert wird, kommen die Menschen und zerstören den Lebensraum.
...wie es weitegeht ist absehbar: der Marine hat sich verliebt, in ein Mädchen und in das Volk und will ihr Volk retten.

Der erste Teil des Filmes, er alleins schon gute 80 Minuten umfasst, geht es darum, dass der Marine von dem Volk akzeptiert wird. Es ist das Muster eines jeden Ethnologen. E findet einen ihm wohlgesonnenen Vermitttler, der ihm zu den Häuptlingenführt, welche über das Vorgehen entscheiden. Und dann beginnt das Lernen. Die wohl beste Möglichkeit eines Ethnologen, über das Leben eines Volkes zu lernen ist sich wie das Volk zu verhalten und akzeptiert zu werden. Prüfungen müssen bestanden werden um allgemeine Akzeptanz zu finden. Anfänglichre Misstrauen wandelt sich zu Akzeptanz. Natürlich wird es immer Skeptiker geben.
Deutlich wird auch, dass das Einmischen eines Fremden nicht unbedingt gut ist für das unbekannte Volk, der Wissenschatler ist geneigt, eigene Werte und Ziele hineinzuinterpretieren. Die Abgeschiedenheit des Volkes kann "im Sinne" der auftraggebenen Regierung verloren gehen und seine Werte komplett überrollen, sodass das Volk heimatos wird.


Im Film rettet der Mensch, der Unheil über das Volk bringt das Volk mit deren Waffen. Er versteht die Regeln und Lebensweise besser als die restlichen Na'vi. Das ist utopisch. Ebenso wie die Liebe zwischen zwei komplett verschiedenen Wesen. Aber in dem Film geht es auch nicht um wissenschaftliche Arbeit, sondern um ein Spektakel der ganz großen Klasse. Tricktechnisch vom Feinsten, inhaltlich nachvollziehbar und trotz seiner Länge von 161 Minuten ohne Längen. Durchaus der Film des Jahres.

Montag, 7. Dezember 2009

"Küss den Frosch"




Gestern war ich in dem neusten Disneyfilm. Zum Glück hat Disney sich auf seine Wurzeln besonnen und hat einen 2D-Film kreiert. Um das Ganze zu perfektionieren wurde wieder in Märchenklassiker verwendet: Der Froschkönig.
Im Gegensatz zu "Arielle" oder "Die Schöne und das Biest", ist "Küss den Frosch" in die moderne Welt eingebettet und bildet eine neue Art von Märchen. Die Geschichte spielt im Goldenen Zeitalter mit ihrer Vorzeigestadt New Orleans. Zu der Zeit waren Musik, vor allem Jazz, und Feiern äußerst angesagt. Es gehörte zum guten Ton sich zu präsentieren.



So hält es auch der Prinz, der sich lieber einem wilden Leben und den Frauen hingibt, anstatt sein blaues Blut sinnbringend einzusetzen. So hat er auch wenig Erfahrung vom wahren Leben und gerät, als er die Stadt New Orleans besucht, an einen Vodoo-Zauberer, der ihn für seine dunklen Pläne missbraucht. Er stiehlt das Blut des Prinzen und verwandelt dessen Diener, der aus Rache und Machtgier zustimmt, zum "Doppelgänger" des Prinzen, während dieser jetzt ein sprechender Frosch ist.
Parallel träumt eine Kellnerin von ihrem großen Glück eines Restaurant, welches ihr Vater damals eröffnen wollte, aber schon bereits gestorben ist. Sie will ihren Traum verwirklichen und arbeitet nur noch. Ihre Freunde wenden sich ab, weil sie nicht mit auf Partys kommt. Durch ihre Freundschaft zu der Tochter des reichsten Mannes der Stadt, der einen Maskenball zu Ehren des Prinzen gibt, arbeitet die Kellnerin auf dem Ball. Durch ein Missgeschick muss sie ihre Kleider wechseln und bekommt eines ihrer Freundin. Diese hat ein Faible für Märchen und hält sich selber für eine Prinzessin, also hat die Kellnerin ein Prinzessinenkleid an.
Der Froschprinz kann dem Zauberer entkommen und meint von einer Prinzessin geküsst zu werden. Seine Wahl fällt auf die Kellnerin, welch wirklich königlich aussieht. Doch durch den Kuss verwandelt sie sich selber in einen Frosch und beide machen sich auf dem Weg, um eine Lösung zu finden.
Sie treffen unterwegs ein Trompete spielendes Krokodil, welches mit den Großen zusammen auf dem Mississippi-Dampfer spielen will und ein Glühwürmchen, welches den Abendstern (Evangeline) zur Freundin hat.

Ich denke ich verrate nichts, das Ende ist absehbar. Beide finden die Erlösung aus ihrem Fluch, wenn "sie tief genug in sich graben". Der Prinz erkennt, dass er bodenständiger werden muss und die Kellnerin sieht, dass sie mehr Spaß im Leben braucht. Neben den Irrungen und Wirrungen ihrer Odysee verlieben sie sich trotz ihren "schleimigen" Gestalt ineinander und heiraten.

Der Film spiegelt den großen amerikanischen Traum "from rags to riches" wieder. Der Taum einer kleinen, schwarzen Kellnerin kann wahr werden, sie hat die Möglichkeit Prinzessin zu werden. Aber die Moral sagt auch, du musst selber ewas dafür tun, Evangeline (der Abendstern) erfüllt nicht nur Wünsche, er bringt dich nur auf den Weg. Und zur Erfüllung kannst du es nicht alleine, sondern nur mit Freunden schaffen.



Ethnologisch interessant ist der Umgang mit Vodoo. Es beruht auf dem Gesez der Ähnlichkeit, wo der Vodoozauberer Macht auf jemanden ausübt, indem er auf Gegenstände, bzw. Haare einwirkt. Es ist in der westlichen Welt das bekannteste Prinzip und ist natürich in dieser Art und Weise, wie Disney es zeigt nicht möglich. Der Glaube an die homöophatischen Zauberei ist jedoch, dass dem Besitzer der Haare, oder hier im Film Blut, Glück oder Ungück widerfahren kann, wenn man es beschwört. auch der Anruf an verstorbene Ahnen ist üblich.
Praktisch wurde diese Zauberei aber eher für gute Magie benutzt.



昨日映画館でウォルト・ディズニの「プリンセスと魔法のキス」を見ました。このアニメはとても楽しいです。童話はグリム兄弟によって書きました。映画で童話は20年にです。