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Montag, 7. April 2025

Eine Insel mit einem Berg

 Der Endspurt geht los, die letzten Tage brechen an. Deshalb machen wir nochmal einen Tagesausflug nach Enoshima. Wir waren den Bergen nah genug, jetzt kommt das Meer.

Ich war schon zweimal auf, bzw. bei Enoshima und die Insel ist wirklich schön. Also diese kleine Insel bei der großen Insel Japan. Wir kommen auch bei strahlendem Sonnenschein an und spazieren gemächlich über die lange Brücke auf die kleine Insel. Ich liebe das Meer, alleine der salzige Geruch macht mich glücklich. Und Enoshima ist so klein und winzig, eigentlich so wie Helgoland. Nur ist die Botanik eine ganz andere, man sieht die üppige Natur und einige Klippen. Im Gegensatz zu Möwen sind hier viele Falken unterwegs (und stehlen auch Essen). 


Wir haben uns am Anfang den Tagespass gekauft, damit können wir die Rolltreppe nutzen (lacht ruhig, es gibt unglaublich viele Treppen hier und nur ein Bruchteil ist davon abgedeckt) und haben Eintritt in die Attraktionen der Sea Candle und der Höhlen. Aber im dorthin zu kommen schlängeln wir uns erstmal durch die übliche Touristenstraße mit Mitbringsel und Essen. Den Haupttempel der Insel, der Hetsunomiya, ist gar nicht zu verfehlen. Die Treppen führen an ihm vorbei zu der Spitze der Insel. Als Heiligtum gilt hier der Drache. Der ist auch in den Höhlen zu finden und es gibt die Liebesglocke des Drachen. Wir steigen aber weiter hinauf zur Sea Candle, das ist ein Aussichtsturm auf dem Berg der Insel und der ist umgeben von einem schönen Park. Hier wachsen so viele Palmen und andere für uns exotische Pflanzen, dass man denkt, dass man im Urwald ist. 


Wie so unzählige Male in diesem Urlaub geht es auf den Aussichtspunkt und wir haben wieder eine komplett neue Sicht. Wir blicken auf die Hauptinsel, die kleine Insel Enoshima und auf den Ozean hinaus. Theoretisch haben wir auch die Chance den Fuji zu sehen. Aber natürlich versteckt er sich hinter einer sehr eindeutigen Regenwand. Man kann sehr deutlich eine Wetterfront erkennen und es ist abzusehen, dass wir bald nass werden. Daher wandern wir weiter Richtung der Höhlen. Es ist wunderbar, dass wir den ganzen Weg rausgeschafft haben, auf der anderen Seite der Insel geht es bergab. Zwischendurch immer mal eine kleine Straße mit Restaurants, aber wir gehen hinab bis zu der Brandung. Man hat sogar die Chance auf die dortigen Felsen direkt ans Wasser zu geben, aber tatsächlich setzt jetzt ein Gewitter ein. Bestens ausgestattet mit den Regenschirmen gehen wir weiter, da die Höhlen nicht mehr weit sind. Dazu müssen wir kleine Brücken überqueren, direkt über der Brandung. 

Vorerst sicher vor dem Regen sind wir in der Drachenhöhle der Insel. Man hat früher hier drin kleine Buddhafiguren platziert, da es als heiliger Ort gilt. In meist gebückter Haltung können wir in die Höhlen hinein und sie betrachten. In einer zweiten Höhle verbirgt sich dann der Drachengott. In meiner Erinnerung war das eine Drachenfigur auf dem Wasser. Aber das scheinen sie umgestaltet zu haben zu einer großen Drachenfigur die bei Klatschen der Hände blitzt und brüllt. Ein netter Gimmick, aber der alte Drache hat mir besser gefallen. 


Im Regen gehen wir zurück und wir erfreuen uns an den Stufen. An sich sind wir rund gefressen von all dem guten Essen hier, aber wir werden nen Knackarsch von all den Treppen hier haben. Um den Regen zu überbrücken und weil es Zeit zum Essen war, haben wir einen Zwischenstopp gemacht. Leider gab es die regionale Shirasu, kleine Minifischchen, heute nicht. Da hatte ich mich sehr drauf gefreut, aber was will man machen. Wir haben auf jeden Fall den Regen perfekt abgepasst und konnten dann im Sonnenschein wieder weitergehen. Und das bedeutet hinauf, die ganzen Stufen die es in die Höhlen ging, geht es wieder hoch und die Stufen die wir vorhin gespart haben um hinauf zu gehen, durften wir jetzt hinuntergehen. Ich preise dabei auch gerne die Wadenmassagefunktion unseres Massagesessels an, die lohnt sich nach so einem Tag. 


Mit der Sonne im Rücken geht es zurück an das Festland Japans. Da der Weg ein bisschen länger ist und Marcel noch mal nach Shibuya wollte sind wir dann zurück ins Zentrum gefahren, hinein in die Menschenmengen. Auf der Insel war es ziemlich ruhig. Es war viele Chinesen unterwegs und nur ne Handvoll Europäer. Diese Tagesausflüge ins Umland sind definitiv zu empfehlen wenn man den Touristenspots entfliehen will.

Im Gegensatz zu Shibuya. Es ist überfüllt von Menschen. Aber Marcel wollte in den einen bestimmten Laden wo er eine tolle Figur gesehen hat und sie sich als Mitbringsel kaufen wollte. Also haben wir das gemacht. Zur Belohnung durfte ich dann noch in das Pokemon Center Parco in Shibuya. Es war nicht so groß wie erwartet, aber natürlich mit Ausländern überrannt. Immerhin die Aushängefigur, Mewtu im Tank, hat sich gelohnt. Jetzt werden nur noch die letzten Mitbringsel besorgt und die Frage wird immer lauter ob wir alles mitbekommen. Nur noch zwei ganze Tage...


Donnerstag, 20. März 2025

Alte und neue Erinnerungen

 Der erste ganze Tag in Japan.

Marcel hat es gestern Abend schon gegen 22 Uhr komplett ausgeknockt und ich bin auch kurz danach ins Traumland gefolgt. Beide hatten wir die Erwartung, dass wir wunderbar durchschlafen und nach ca. 8 Stunden wieder fit sind. Naja, der Plan ging leider nicht so auf. Um 3 Uhr morgens waren wir wach. Zum einen waren wir ausgeschlafen (Hallo Jetlag!) und zum anderen stelle ich mal wieder fest: Klimaanlagen sind fürchterlich. Wir können das Fenster nicht öffnen und hatten eine sehr trockene Luft im winzigen Zimmer und generell war auch die Temperatur nicht so unsere. Die kann man allerdings schnell ändern. Die Luftfeuchtigkeit eher wenig. Aber das ist Meckern auf hohem Niveau, dafür haben wir eine Regendusche und einen Massagestuhl, in dem ich mir während des Schreibens die Waden massieren lasse. 

Was macht man also wenn man nicht schlafen kann? Man holt sich erstmal gemütlich gegen halb 5 morgens das Frühstück aus dem Konbini (24h Conveniencestore). Natürlich gab es für mich Onigiri und Marcel musste sich erst einmal rantasten, aber auch er feiert die Produkte die man da immer für relativ wenig Geld erstehen kann. 

Gemütlich haben wir uns dann fertig gemacht und sind um 7 Uhr morgens losgestiefelt. Da wir gestern vor lauter Müdigkeit nicht wie angedacht zum benachbarten Kaiserpalast gegangen sind, haben wir das erstmal nachgeholt. Über einen kleinen Umweg durch den hübsch angelegten Hibiya-Park ging es dann direkt zum Kaiserpalast. Der darf man leider nur aus der Ferne bewundern, ist aber trotzdem eines der Touristenpunkte die ich schon fünf Mal oder so besucht habe. Also eine alte Erinnerung für mich und eine neue für Marcel. Es ist spannend zu sehen wie jemand der das alles so gar nicht kennt das Ganze betrachtet. Zumal er auch sehr wenig Vorkenntnisse von der japanischen Kultur hat. 

Der Kaisergarten hatte leider erst um 9 Uhr geöffnet, aber unser Morgenspaziergang war schon so früh, dass wir darauf nicht warten wollten. Es ist mehr oder weniger neben dem Hotel, daher können wir das jederzeit bei Bedarf nachholen. Dafür gab es dann den Touristenklassiker Nummer 2 für Marcel. Wir sind nach Harajuku gefahren und haben dort den Meiji-Schrein besucht. Ich möchte meinen, dass ist der wichtigste und bekannteste Schrein in Tokyo. Er ist auch superschön in einer sehr belebten Gegend gelegen, strahlt aber durch den dazugehörigen Wald sehr viel Ruhe aus. Es war auch nicht wirklich was los, so um 9 Uhr morgens. Wir hatten auf dem Spaziergang zum Schrein selbst noch eine kleine


Prozession Mönche sehen können. Und obwohl es noch ruhig war, fallen einem die ganzen Touristen auf. Generell ist der Anteil an europäisch wirkenden Menschen in Tokyo enorm angestiegen, aber an den Spots trifft man dann auch gerne auf diese ignoranten Touris die nur wegen des Beweisfotos da sind. Marcel hat auch sehr viel fotografiert, aber es war nie aufdringlich und hat jedes Verbotsschild respektiert. Aber nicht selten sind andere direkt an den Schrein, trotz Verbotsschildes und einem Wachmann mit Schild in der Hand, gegangen und haben fotografiert. Spannend war auch, dass die großen Torii (Tore) neu gemacht wurden. Das neue Holz ist sehr hell und tatsächlich bis zu einer Höhe von ca. 1,70 mit einer durchsichtigen Plastikfolie ummantelt. Ich behaupte einfach, dass das ist, weil so viele Ignoranten aus der ganzen Welt sich dort nämlich einritzen und die japanischen Heiligtümer beschädigen.

Wir, vorbildlich natürlich, haben uns mit Wasser vor dem Betreten gereinigt und am Schrein gebetet ohne Fotos. Damit alles auch traditionell klassisch abläuft, haben wir auch ein omikuji gezogen, ein Horoskop. Leider sagt unseres nichts über unser Glück aus, sondern enthält ein Gedicht des Meiji-Kaisers. Und Marcel hat von mir ein omamori geschenkt bekommen. Ein Talisman. Ich habe ihm eins gegen dunkle Einflüsse ausgesucht. Für eine gute Geburt fand ich nicht so passend :)

Nach diesem eher traditionellen Start in die Touristenspots sind wir in Harajuku gleich in die Takeshitadori gegangen. Also wollten wir. Marcel hat ein Katzen Cafe entdeckt und wollte da erst rein. Nach zwei Tagen war schon zu viel Kuschelentzug vorhanden. Man sitzt dort in einem Cafe (wobei Kaffee hier gar keine Rolle spielt) und kann die herumlaufenden Tiere bespielen und streicheln. Das bietet vielen Japanern die Möglichkeit mit Katzen zusammen zu sein, da häufig Haustiere verboten sind oder man sie aufgrund der Arbeitszeiten nicht halten kann. Es war auch eine katzengerechte Einrichtung und alle Katzen wirklich ziemlich gelassen, allerdings war keine wirklich verschmust. Als dann auch immer mehr Leute reingelassen wurden, sind wir gegangen, dass wurde uns zu viel und wir wollten es den Katzen nicht antun. Bevor hier aufgeschrien wird: die Katzen hatten einen Rückzugsort wo keiner hinkam. Es war alles schon okay und tiergerecht. 

Anders als in weiteren Tier-Cafes die wir in der Takeshitadori gesehen haben: Hunde-Cafe, ja okay, ein Mini-Schweinchen-Cafe und tatsächlich haben wir das Otter-Cafe gefunden, wo eine Mitarbeiterin mit einem Otter auf der Schulter draußen stand und die Kundschaft reingelockt hat. Das war uns zu hart. Katzen und Hunde sind domestizierte Haustiere, ja, aber Mini-Schweini und Otter nicht.

Aber das ist die Tokyo und die Takeshitadori. Die bekannteste Shoppingmeile mit manchen ausgefallenen Geschäften. Und nun ja, da ist er der Übertourismus. Die Straße war gerammelt voll. Und die Hälfte der Geschäfte waren Imbisse und Naschbuden die aber irgendwie alle das gleiche angeboten haben: Käsetaler und kandierte Erdbeeren. Auch gab es mittlerweile sehr viele Gachapon-Läden. Gachapon, bzw. GachaGacha, sie solche Automaten wie früher die Kaugummiautomaten waren. Du wirfst Geld rein, drehst, und bekommst nen Kaugummi oder nen Plastikring oder oder oder. Und GachGacha haben verschiedenste Inhalte. Das können berühme Animefiguren sein, Marvel, Schlüsselanhänger in Essensform, Mininotizbücher....Ich habe eine Serie gefunden, wo Katzen in Boxen oder Fischgläsern schlafen. Da bin ich schwach geworden und habe aber tatsächlich genau die Figur gezogen, die ich favorisiert habe (sieht aus wie unsere Carie). Für Marcel war das zu bunt und freakig, außerdem wurde er langsam schon hangry.

Deshalb haben wir uns ein Katsudon gegönnt. Ein Schnitzel auf Reis. Und weil wir nicht voll genug
waren, haben wir noch einen Matcha-Crepe-Stand gefunden und da noch einen superleckeren Crepe gegessen. Wir rollten danach dann Richtung Shibuya um den vorerst letzten geplanten Touristenspot für heute aufzusuchen: die Riesenkreuzung und Hachiko. Und auf dem Weg haben wie noch ein oder zwei Zwischenhalte gemacht, weil uns was ins Auge gefallen ist. Zum Beispiel das Tokyu Plaza. Es ist ein sehr bemerkenswertes Gebäude, also eigentlich zwei. Die Dachterrasse und der Rolltreppenaufgang sind mir schon einige Male bei Influencern auf Instagram gezeigt worden. Zack, mussten wir dann auch anschauen und uns wie Influencer fühlen. Und einen Nerd-Laden mit unglaublich sexy und realistischen Sammelfiguren von Marcel, DC, Alien etc haben wir gefunden. Marcel wollte einen lebensgroßen Gremlin mitnehmen. Aber A) wie soll der transportiert werden B) den kriegen wir nicht zollfrei ins Land. Gut, C) Platz haben wir nicht, war da nicht ganz so ausschlaggebend.

Also doch ohne Gremlin weiter zu Hachiko. Und bevor den erreichen, mussten wir über die berühmteste Kreuzung. Ich möchte meinen, dass jede zweite Hand ein Handy nach oben gehalten hat und das Kreuzen gefilmt hat. Auf sämtlichen Aussichtsplattformen hat man auch jede Menge Hobbyfilmer gesehen und Marcel wollte auf das höchste Hochhaus und von da schauen. Allerdings hat er sich Shibuya Sky rausgesucht. Auch unter Influencern sehr beliebt und der Spaß ist auch nicht supergünstig. Zum Glück (oder Pech?) waren alle Tickets für den Tag schon verkauft. Ich sag ja, man muss als Tourist in Japan wissen was man machen will, weil sonst alles weg ist. 

Aber die Hauptattraktion Hachiko war natürlich noch da. Überraschend artig standen die Touristen in Schlange vor der Statue und haben ihre Fotos gemacht. Ich hab jetzt mein viertes oder so, Marcel sein erstes. Dafür habe ich dann den neuen Hachiko-Stempel ergattert. So ziemlich jeder Japanreisender kennt die Stempel. Ich liebe es. An großen Sightseeingspots und den meisten (JR) Bahnhöfen gibt es Stempel die man suchen und in einem eigenen Buch oder in besonderen Stempelpässen sammeln kann. Ich finde das ist eine einfache Idee einige Spots attraktiver zu gestalten und das kostet noch nicht mal viel Geld oder menschlichen Einsatz. Manche Schreine oder Städte bieten sogar gewisse Ralleys an, wo man mehrere Stempel suchen und übereinander stempeln muss, um dann ein mehrfarbiges Bild zu haben (neu in einem Kaff ist jetzt der Gundam-Stempel, ich habe tatsächlich überlegt deswegen hinzufahren, ist aber doch zu weit weg). 


Nun haben wir den heutigen Tagesplan erfüllt und den gestrigen nachgeholt und trotzdem war es erst 16 Uhr. Spontan haben wir dann entschieden, mit einem noch spontaneren Besuch an einer Gozilla-Statue,  in Ginza, eigentlich auch fast neben dem Hotel, eine Ausstellung zu besuchen. Instagram sei Dank, habe ich mich ein bisschen inspirieren lassen und die Art Aquarium Exhibition gefunden. Dort sich Aquarien mit Lichtspielen versehen und wirkungsvoll in Szene gesetzt. Laut Veranstalter für die Fische alles okay. Ich bin kein Experte dafür, aber die Fische wirkten gesund und nicht gestresst auf mich. Da muss man in Japan echt aufpassen. Ich meide hier Zoos, die sind echt eine Qual und nach der heutigen Erfahrung auch alles an Tier-Cafes. Ästhetisch war die Ausstellung auf jeden Fall.



Nach so viel Erlebnissen sind wir nur noch was Kleines essen gegangen und wir planen den nächsten Tag. Möge der Jetlag uns nun endlich mehr Schlaf gönnen.


Mittwoch, 25. Mai 2011

Isogashii 忙しい~

Ja, da haben wir es, ich hab keine Zeit meinen Blog zu schreiben. Hoffen wir mal, dass ich nicht jede Woche so spät zu Hause bin.
Neben dem normalen Unterricht bin ich letzte Woche zu zwei Academic Talks gegangen. Im Grunde ist das eine kleine wissenschaftliche Präsentation mit anschließender Diskussion. Es kann echt spannend sein, aber die Themen zu denen ich gegangen bin waren eher hilfreich für den Unterricht für den ich hinmusste, und da ich politisch echt mal so gut wie garnichts drauf habe, war es auch nicht spannend. Der Talk diese Woche verspricht toll zu werden: Tepco and Rethinking Nuclear Energy. Mal schauen.
Freitag hat Yo Geburtstag gehabt und ich hab ihn noch nach dem einen Talk getroffen und er schleppte mich in ein Restaurant um die Ecke. Wow, wie toll ist das denn? Angenehmes Flaire und die haben eher italienische Spezialitäten und Brot. Aber nicht das Japanische, nein, die machen das selber und dann mit Nüssen drin und es knackt...mjam. Und sie machen ihre Wurst selber, zwar die itaienische aber uaaahhhh, lecker. Wir haben uns mit dem Besitzer unterhalten (der Laden hatte erst einen Tag vorher aufgemacht) da stellt sich heraus, dass die Yo's Arbeitsplatz kennen und auch dass der Besitzer ein Musashistudent war. Die Welt ist klein.

Samstag bin ich dann nach Shibuya gefahren um Nancy und Franzi zu treffen. Endlich mal eine reale Unterhaltung in Deutsch. Es war nett und Purikuras durften natürlich nicht fehlen. Da sie aber noch zum Unterricht mussten, hab ich nen Zwischenstopp bei Book Off gemacht und bin nach Hause um dann abends für Yo's Feier wieder nach Shibuya zu fahren.
Wir haben in einem Aquariumrestaurant gegessen, nur sein engster Freundeskreis. Endlich hab ich seinen besten Kumpekl kennengelernt. Er kam mir so bekannt vor und auch Hitomi hat es gesagt...unglaublich, zwei Yos. Es war toll. Und weil es ein Highschool-Uniform-Kostüm für Männer für Yoann gab, musste er es anziehen und dann haben wir noch ein zweiters Izakaya gesucht.
Und nun stellt euch einen schlaksigen Franzosen mit Pornosonnenbrille und Lederschuhen in einer klassischen Schulmädchenuniform vor. Herzallerliebst. Wir haben so gelacht. Und weil die Welt wirklich klein ist, haben wir noch zwei Kumpels von Yo in Shibuya getroffen die wir mit ins nächste Restaurant geschleppt haben. Wiederholt frage ich mich: warum mögen wir Deutsche die Franzosen nicht? Die sind sooo lustig und *Überraschung* alle sind der englischen Sprache mächtig. Ja, die Party hat sich gelohnt.
Am Sonntag wollte ich eigentlich Ausschlafen und danach nach Asakusa zum Festival fahren, aber es gibt da jemanden der es mir nicht gönnt, dass ich länger schlafe. Yo hat mich wach geklingelt und gefragt, ob ich nicht mit ihm und Htomi ins kleine Restaurant gehen will und danach nach Komagome in den Rosengarten möchte. Och ja. So ein italienisches Frühstück ist schon verlockend. Wir mussten auch ordentlich warten, und dummerweise haben sie uns ein falsches Essen gegeben, wodurch wir noch extra die Wurst probieren konnten. Ja, da geh ich häufiger hin^^
Da das Wetter ätzend war hab ich dann spontan zugesagt mit in den Rosengarten anstatt ins überfüllte Asakusa zu gehen.
Der Rosengarten war auch schön. Gut, ehrlich gesagt sind Rosen nicht meine Lieblingsblumen und von daher versteh ich die Faszination und einzelnen Züchtungen nicht. Für mich war es eine Blume in vielen, vielen Farben. Aber der restliche

Garten dazu war echt schön. Und es gab eine "Konrad Henkel"-Rose (die rote). Unsinnige Information, aber das ist der einzige Blumenname, der mir im Gedächtnis geblieben ist.
Wir sind gerade durch mit unserem Spaziergang, da ging die Welt unter. Von jetzt auf gleich schüttete es. Dicke, fette und viele Regentropfen. Wir hatten zwar Schirme mit, aber viel hat es auc nichtgeholfen. Wir waren pitschenass.

Diese Woche ging es dann mit spannendem Unterricht weiter. In Brian Society Klasse sollten wir nen Artikel in Gruppen diskutieren. Ich erwähne: der Unterricht ist hauptsächlich für Japaner und in Englisch. Der Artikel ist naja, in meine Augen recht gemein. Lest selbst "Foreign students tareged for tours". Was die Gruppenarbeit angeht, das war harte Arbeit. Es ist mir leider bekannt, dass Japaner nicht unbedingt eine eigene Meinung haben, deswegen hab ich gleich am Anfang gefragt, ob sie die Idee in dem Artikel gut heißen. Alle drei bejahen. Gut, ich verneine. Ich frage warum sie das gut finden. Ich bekomm das Argument aus dem Text was ich sofort wiederlegen kann. Also hätte wiederlegen können wenn sie mich verstanden hätten. Ich hab es dreimal in langsamen, leichten, einfachem Englisch wiederholt...und nochmal im Krüppeljapanisch gesagt. Dann haben sie es verstanden. Meine drei Gruppenmitglieder konnten mich meistens nicht verstehen und sprechen ging auch nicht. Dementsprechend hab ich hauptsächlich auf Japanisch diskutiert.
Am Ende, nachdem wir eine Pro- und Contralise aufgestellt haben, hab ich nochmal nach ihrer Meinung gefragt. Alle drei finden jetzt die Idee schlecht. Ganz ehrlich: ich war nicht überrascht.
Da fragt man sich, warum sitzen die drei in dem Unterricht, wenn sie nichts verstehen. Ich hab gefragt ob sie den Lehrer verstehen: nein. Sie sind aber an der japanischen Kultur auf englischer Sprache interessiert. Na toll, das sie eine Präsentation halten müssen, ist ihnen wohl noch nicht klar.

Mal schauen wann ich wieder was spannendes erzählen kann.

Freitag, 4. März 2011

Von Puppen und Filmen

Fassen wir mal zusammen:
Gestern, am 03.03. war Hina-Matsuri. Das ist das Kinder- oder auch Puppenfest in Japan. Traditionell werden dann im Haus Puppen aufgestellt, die die Ränge im Kaiserhaus präsentieren. Und weil ich mal in der Metro eine Werbung von "Tokyo Heart", einer Werbereihe über Tokyos Viertel und Sehenswürdigkeiten gesehen habe, die Ningyocho gezeigt hat, dachte ich, dass wär ja mal spannend, am Puppenfest dort zu sein,denn Ningyocho heißt übersetzt "Puppenstadt". Also bin ich mit Nicole in die unbekannte Welt Tokyos aufgebrochen.
Dort angekommen stratzen wir erstmal in die eine Richtung in der wir die Ningyocho-dori, als die Puppenstadt-Straße vermuten. Es erschien uns irgendwie verkehrt. Zwar wurden da "ningyo-yaki" (wörtlich übersetzt "gebratenen Puppen"- sind aber Kekse mit süßer roten Bohnenfüllung) verkauft und es standen dort auch Uhren mit Puppen herum, aber ansonsten war es nicht sonderlich verspielt dort. Aber am Ende der vermeintlichen Straße haben wir einen Schrein ausgemacht und sind dorthin. Es handelt sich hier um den Suitengu. Gut, sagte mir auch nichts, aber während wir dort standen, haben wir uns gewundert, warum so viele Familie mit Neugeborenen dort standen. Es dämmerte uns, spätestens als wir die Statuen von Hundemüttern und Kappamüttern (ein mythisches Wesen aus dem Wasser das Gurken liebt), dass dieser Schrein wohl für das Wohl von Schwangeren und Neugeborenen sei. Gut, dass erklärt dann auf dem Rückweg auch die vielen Läden mit Schwangerschaftsmode.


Da es nicht viel mehr zu sehen gab, haben wir die eigentliche Ningyocho-dori aufgesucht und sind ihr gefolgt...nur gab es d nichts außer zwei, drei hübsche Hochhäuser. Auf den Stadtkarten haben wir dann gesehen, dass wir in der Nähe von Asakusabashi sind, was für uns hieß, auch in der Nähe von Asakusa. Gut, dort ist es schön, ds Wetter ist schön, da gehen wir hin. Nur war auf der Karte nie Asakusa direkt ausgeschildert und der Weg war länger als wir dachten. Egal.
Unterwegs haben wir ein Klamottenladen gesehen und sind hinein. Es waren echt günstige Sachen dort und für die Abendkleider würd ich glatt magersüchtig werden. Sogar was in meiner Größe war auffindbar. Nicole hat sich in ein Kleid verguckt, es hing nur kein Preis daran (abgesehen davon, dass sie es nicht hätte anprobieren können, weil es wie in so vielen Läden keine Umkleide gab). Als wir die Verkäuferin nach dem Preis fragten kam nur die Frage, ob wir ne Member Card hätten. "Nein." "Ja, ne, das gibt es nur für Leute mit Membercard." "Alle Klamotten?" Ja. Na toll, wir sind da schon echt lange drin gewesen und es ist ja nicht so, dass wir unbedingt wie Ortsansässige aussehen, hätten sie ja mal vorher sagen können. Also kein Kleid für Nicole.
In Asakusa haben wir uns erstmal im Starbucks aufgewärmt und wurden 45 Minuten lang von einer älteren Dame zugequatscht. Ich dachte erst "Woah, red mal langsamer wir sind Ausländer" aber auf wundersame Weise hab ich alles mitbekommen. Gespräch kann man das nicht nennen, weil sie eigentlich ununterbrochen geredet hat. Aber macht ja nichts^^
Kurz noch Mitbringsel für meinen anstehenden Besuch in Shizuoka gekauft und dann sind wir nach Shibuya. Wer ortkundig ist weiß, dass ist nicht gerade um die Ecke. Allerdings der günstigste Weg für uns und Nicole wollte gerne mal hin. Was haben wir dort gemacht? Book Off (erfolgreich OHNE Buch verlassen) und Purikura^^

Und heute ging es dann mit den Kurzstipendiaten aus Halle ins Ghibli-Museum. Alex hat mir so davon vorgeschwärmt, also musste ich hin^^. Und es hat sich gelohnt. Zwar war das Museum mit 1000 Yen recht teuer, aber es ist so liebevoll aufgemacht gewesen. Die Buntgläser sind mit Motiven aus den Ghibli-Filmen versehen gewesen und alles ist kindgerecht gemacht. Ach ja, Ghibli-Filme sind sehr beliebte und berühmte Animationsfilme von einem Studio, das international auch Preise eingeholt hat. Bei uns in Deutschland ist wahrscheinlich "Prinzessin Mononoke" am bekanntesten, allgemein aber auch "Mein Nachbar Totoro".
Man konnte die Art und Weise des Trickfilms durch Beispiele, selber an Kurbeln drehen und so, lernen. Alle Filme waren irgendwie verarbeitet und es gab sogar einen speziellen Kurzfilm den man nur im Museum zu sehen bekommt. Es ging um ein Ei und einen ungebackenen Brotmann. Hört sich komisch an, ist aber echt schön umgesetzt worden. Da man leider nicht im Museum fotografieren durte, ich wollte sooo gerne den Neko-basu (Katzenbus) fotografieren, kann ich nur die Fotos vom Dach mit dem Roboter zeigen.


Anschließend sind wir 5 Deutsche mit unserer Begleiterin Shizuka, die ich noch von vor einem Jahr vom Kurzstipendium kenne, Essen gegangen und mit ihrem Freund noch zusammen zum Karaoke. Woah...Netter Stilmix. Es sind viele japaniche Lieder geschmettert worden, und nicht nur Animesomgs, sonder auch Popsongs und Rock natürlich.
Meine Playlist: "Pay money to my pain - Pictures", "Disturbed- Down with the Sickness" "Mulan - I'll make a man out of you" "System of a down - B.Y.O.B" "One OK Rock- Liar" "Troy and Gabrielle (High School Musical 1)- Breaking Free" "The Calling - Wherever"..ich denke das wars.
Das Tolle daran: Das ist das erste Mal, dass ich "Pay money to my Pain" gefunden hab. Ich hab die bBand hier kennengelernt und sie ist spontan zu meiner Lieblingsband geworden. Und noch besser: mit One OK Rock hab ich ein Lied in Englisch und Japanisch gesungen. Dadurch dass das Japanisch in Kanji war, war das Springen von unserer Schrift in die Japanische ziemlich anstrengend, zumal ich noch nie ein japanisches Lied vorher gesungen hab. Koreanisch wollte ich auch probieren, aber als ich gesehen hab, dass es nur in der einen japanischen Schrift gewesen wäre, hab ich gleich aufgegeben^^
Das war ein lustiger und schöner Tag, das kann man gerne mal wieder machen.

Samstag, 1. Januar 2011

Frohes Neues!

Der Tiger geht, der Hase kommt!
Was? Jupp, nach dem japanischen Eto, Tierkreiszeichen-System, ist nun das Jahr des Tigers zu Ende gegangen und das Jahr des Hasen ist im Anmarsch.
Das Neue Jahr und seine Feier hat in Japan mehr Tradition als das olle christliche Weihnachten. Es fängt schon bei der Kartenschreiberei an: Weihnachtskarten, naja, es gibt sie, aber nur weil man damit Geld machen kann. Es werden Neujahrskarten geschrieben und zwar an jeden und mit den besten Worten und Wünschen und natürlich mit dem neuen Jahrestier drauf. Ich glaube ich habe bei den Tausenden von Karten keine ohne Hase gesehen.
Aber mehr hab ich jetzt nicht so an die japanische Tradition angeknüpft.
Für uns hieß es: Izakaya und ein wenig Bônenkai 忘年会 machen, an sich heißt das, dass man bis zur Bewusstlosigkeit säuft, aber das haben wir natürlich nicht. Es war trotzdem feucht-fröhlich und es gab so viele lustige Themen. Ich finde es spannend das ich Japanerinnen versautes Vokabular auf Japanisch beibringen kann.^^ Zum Unwillen des deutschen Freundes.
Angeheitert ging es dann zusammen, Britta hat sich abgeseilt, sie wollte die 108 Glockenschläge am buddhsitsichen Tempel hören -schöne Idee-, nach Shibuya auf den Hachiko-Platz. Und so leer die Bahnen und Bahnhöfe waren, so voll war es auf sem Platz. Aber nicht mit Japanern, nein, mit Ausländern aus der ganze Welt. Und wir standen da, kein Countdown, keine Rakete, kein Böller. Auf einmal hat alles gebrüllt und wir mit. Geile Atmosphäre. "Happy New Year"
Und man kann sagen wir haben die Welt umarmt: Deutsche, Japaner, Koreaner, Franzosen, Briten, Araber (glaub ich) und was weiß ich noch. Alles sind Freunde gewesen, alle haben sich gefreut. Kein Sekt und immer noch keine Rakete, aber das neue Jahr ist da.
Und weil wir so "wild" gefeiert haben, stand auch die Polizei komplett in Shibuya und hat das Schlimmste befürchtet: Schlägereien, Diebstahl, Vergewaltigung und Terroranschläge. Ja ja, böse Ausländer^^
Zusammen ging es zu Fuß weiter zumnahegelegenen Meijijingu. Der gröte Schrein in Tokyo und auch der meistbesuchteste an Neujahr. Es heißt es besuchen im Schnitt 4 Millionen diesen Schrein an diesem Tag. Und natürlich der Großteil gegen Mitternacht, damit die Wünsche schnell in Erfüllung gehen. Dieses Hatsumode, Schreinbesuch, ist das Wichtigste an Neujahr.
Und es war voll, ich schätze wir haben eine Stunde in der Menschenmasse gestanden, was wenigstens schön kuschelig war, weil diese Nacht war eine der kältesten bisher war. Nebenbei, mein Plan des Yukatatragens habe ich aufgrund der Wetterlage und des Schnupfens abgesagt. Alles ist durchorganisiert gewesen in der Masse. Hier anstelllen, ab hier ne Stunde warten, hier warten, hier gehen, aber nur bis hier und dann bitte beten, aber danach bitte nach links oder rechts gehen.
Religiöse Atmosphäre gab es nicht. Aber trotzdem faszinierend.



Und dann kam die Katastrophe: nicht die gesamte Gruppe hat den gleichen Ausgang genommen und wir sind getrennt worden. Wo treffen wir uns? Wie kommen wir dahin? Wir haben abgemacht uns wieder am Haupteingang zu treffen. Karsten, Susi uns Sophia haben sich an diesem Punkt verabschiedet und der Rest hat sich auf eine Odysee begeben, deren Ziel der Haupteingang des Schreins war. Ich schätze wir sind eine Dreiviertelstunde gelaufen, haben einen Kofun, ein schlüssellochförmigen Grabhaufen, gefunden, das Gefühl in den Oberschenkeln und Gesicht verloren, aber trotzdem das Ziel erreicht. Nur sind die anderen mittlerweile in ein Family Restaurant gwandert, weil denen ja soo kalt war (Japaner, die bibbern nur). Gut, dann haben wir das Restaurant gesucht, das war auch ein Akt, aber endlich sind wir ins Warme gekommen, konnten auftauen und haben was gegessen (immer diese Bedingungen im Restaurants).
Gegen sechs Uhr morgens waren wir zu Haue, glücklich, müde und durchgefroren.


Frohes Neues Jahr!
明けましておめでとう!!

Dienstag, 21. Dezember 2010

es weihnachtet...ich muss shoppen

Eine mehr oder weniger ereignislose Woche ist in ein Wochenende in den Massenspots der Stadt übergegegangen.

Uni und danach bin ich am Mittwoch und Freitag nach Ikebukuro gefahren. Ich hab versucht Weihnachtsgeschenke zu finden. Aber Mittwochhab ich meine Suche abgebrochen, weil ich mit Yo und seinem japanischen Kumpel Tomoya verabredet war. Wir wollten Weihnachten planen. Also eigentlich haben die beiden geplant und ich hab stumm daneben gesessen, weil die Diskussion auf Französisch abging. ABER: wenn ich nicht Japanisch hier lerne, dann Französisch. Ich kann es verstehen. Natürlich nicht Wort für Wort, aber häufig wenn Yo sich zu mir umgedreht hat und mir erklären wollte was besprochen wurde oder was sie jetzt vorhaben, dann konnte ich schon abwinken. Ich kann sogar an den richtigen Momenten mit Lachen einsetzen, ohne das es auffällt, dass ich nur 35% verstanden hab. Als Belohnung gab es abends dann Öl mit Pizza. Naja, es sollte Pizza sen, aber die war so fettig, dass Yo, der alles und viel isst, sie nicht mehr essen wollte. Mein Glück^^, ich wollte den Käse haben. Käse, ich vermiss es nicht wirklich, aber wenn ich was damit bekommen kann, dann nehme ich es auch.

Freitag dann die nächste Shopping-Tour mit Katja und Nicole, die damit endete, dass ich Weihnachtsgeschenke für die Mädels hab, aber nicht für die wichtigen Kerle hier, und wir nen Crepe gegessen haben. Und experimentiefreuddig wie ich nun mal bin, hab ich diesmal meinen Crepe mit Imo-Eis gegessen. Das ist Süßkartoffelgeschmack. Lecker!!!

Mein Gammelsamstag ist nach eine Stunde Gruppenbesprechung zwischen Yo und mir für die Walking Tour in einem Ich-hab-kein-Bock-zu-denken-Shopping-Event zu Ende gegangen. Er wollte Sinnloses machen und ich hatte eh nichts Besseres zu tun (außer Tausende von Weihnachtskarten zu schreiben, aber wozu gibt es die Nacht?). Ergebnis: er hat ne neue Jacke und ich 17 neue Bücher vom Book-Off. Unter Bücher zähle ich auch Mangas, weil die auf Japanisch schwieriger sind^^ Und der Großteil ist als Weihnachtsgeschenk zu sehen. Ich kann es nicht häufig genug erwähnen: ich liebe den Laden.

Sonntag: es ist wirklich passiert. Nach unzähligen Verabredungen die immer aus unterschiedichen Gründen abgesagt wurden: ich habe Martina getroffen. Watt, wer?
Ja, ich hab sie eigentlich im Februar, eine Woche bevor ich ins Kurzstipendium aufgebrochen bin, kennengelernt, in dem Monat in Japan dann eineinhalb Wochen regen Kontakt mit ihr gehabt und dann über das halbe Jahr, das ich dann noch in Deutschland verbracht habe und sie in Tokyo, weil sie den Hallenser Doppel-Master macht, ungefähr drei Mails geschrieben. Ist das Freundschaft? YO!
In den drei Monaten hier haben wir auch kaum geschrieben, aber wollten uns veabreden. Aber das Schicksal wollte es nie. Aber nun ist es passiert.
Zussammen haben wir Shibuya unsicher gemacht. Naja, sie ist vorgerannt und ich hinterher, weil ich mich dort nicht so ganz auskenne. Wir haben uns über unseren bösen Humor gefreut, den man hier nicht soooo ausleben kann und ausgeheult, was wahre Freundschaften sind und was nicht. Und natürlich darf man den Informationsaustausch über Halle und das Studium nicht vergessen. Irre was man so in Japan über Halle erfährt.
Und dann ging es auch wieder auseinander. Da sie im Februar nach Deutschland zurückkehrt, wollen wir uns nochmal treffen, und wehe nicht^^

Damit ist die letzte Woche vorbeigegangen. Und diese bestand im Wesentlichen auch nur aus einer Stunde Japanischunterricht und ist bereits wieder ins Wochenende übergegangen. Es ist Weihnachts- und Neujahrspause.

Und diese Anekdote MUSS ich noch loswerden: Um halb 10 ging es heute mit Yo nach Ikebukuro um Tomoya zu treffen und die ersten Einkäufe für Weihnachten zu machen. Da es wieder auf Französisch abging, wollte ich nur schnell meine Hilfe anbieten und meine letzte Geschenkerledigung machen (Yo sagt auch, dass er zwar selber kein Deutsch sprechen wird am Ende, aber es auf alle Fälle schon so gut versteht wie ich Französisch. Und er ist abgegangen als ich Bonjour! gesagt hab. Meine Betonung sei genau richtig, nicht wie das der 08/15-ich-tu-so-als-ob-ich-französisch-könnte-Leute).
Ich flitze also für mein finales Geschenk ins "Lush", einen Seifenladen den es spannenderweise auch in D-Land gibt, wie ich erfahren habe, und suche die Massage-Seifen. Finde sie und theoretisch weiß ich auch welche ich will (Danke, Internet), aber wenn die jetzt wie Gülle stinken, dann hätte ich sie nicht gewollt. Schnupper also dran und die Verkäuferin macht mir phantomimisch vor, dass ich sie auf meine Haut ausprobieren kann. "Danke! Das sind die Massaji-baa (japanische Benennung), nicht wahr?" "Ja, genau" "Und dieses hier ist wenn man Muskelkater hat, oder?" Wow, irre wie die sich gefreut hat, dass ich so in ungewöhnliches Wort wie Muskelkater kenne. Ich hatte auch recht mit der Wirkung, aber sie wirkte sooo positiv überrascht, das hat mich gefreut. An der Kasse hat sich mich dann wegen einer Tasche fragt -nehme ich natürlich- und ob ich ne Bonuskarte/Treuekarte hab. Nö, möchte ich aber gerne. Tja, und dann weiß ich nicht was sie von mir wollte und wegen der Karte erklärt hat.
Da haben wir es wieder: Ich kann mit blödsinnigen Worten glänzen (obwohl ich das Wort Muskelkater sehr häufig nutze) und versage im normalen Alltag! Die muss sich auch gedacht haben: komischer Ausländer!

Montag, 13. Dezember 2010

Walking Tour I

Unsere Abschußpräsentation für das Seminar "Culture and Society" besteht aus einer selbstkreierten Walking Tour durch Bereiche Tokyos. Gemeinschaftlich habt unsere Gruppe, bestehend aus Yoann, mir und drei eher ruhigen Japanern die nicht reden, es sei denn sie werden angesprochen, beschlossen Tradition und Modernität gegenüber zu stellen.
Was bietet sich an Modernität mehr an als der Bezirk Akihabara, das Eletronikparadies. Und gleich nebenan finden sich die Bezirke Ueno und Asakusa, die wegen ihrer Museen und Tempel bekannt sind. Nach einiger Recherchearbeit haben wir einige Spots lokalisiert und versucht eine Tour von einer maximalen Länge von 10km zu bauen. Der Rahmen, die Idee, der grobe Zeit- und Geldplan steht.
Doch für die Präsentation ist auch wichtig Fotos zu zeigen, die Tour selber gemacht zu haben und auch Hintergrundinformationen zu haben. Also, nichts wie ab..

Wie erwartet sind Yoann und ich am WE allein losgezogen, da die Japaner keine Zeit haben, bzw. sich auch nicht darum scheren, zumindstens erscheint es mir so, aber ich will hier nicht über die Studiermoral der Japaner schreiben, dass wird ein ander Mal passieren.

Bei sonnigem Wetter zieht also das "Henrai"-Duo los und macht sich auf dm Weg nach Akihabara, mal wieder. Dort gehen wir aber nicht Gundams shoppen oder Hentaimanga stöbern, sondern wir schlagen den Weg zum Kanda-Schrein ein. Ein kleine religiöse Oase in dem leuchtenden Viertel der Elektronik. Aber trotzdem kommt die Modernität nicht zu kurz: man kann die o-mikuji, die Horoskope, an einem Automaten ziehen, wo ein chinesischer Drache zu tanzt. Oder wenn man o-mamori, Talismane, kauft,so sind sie hier besonders bunt und mit den beliebten Comicfiguren Rilakkuma und Hello Kitty versehen. Trotzdem ist das Schreingebiet sehr schön angelegt mit einem Quellbrunnen und Statuen.


Von dort aus ziehen wir weiter zu dem Yushima-Tempel. Durch eine kleien Straße, wo kaum jemand war, links und rechts mit abfallenden Straßen, gesäumt von alten und neuen Häusern haben wir den Weg leicht gefunden und einen Tempel, umringt von kleinen Buden, gefunden. Es herrscht großer Andrang, aber ich komme mal wieder nicht umher, mir ein o-mikuji zu kaufen. Hier gibt es eine kleine spezielle Puppe dazu.


Da uns der Aufenthalt an den heiligen Orten schon sehr aufhalten hat und wir in dem Bezirk Ueno nicht genau wissen wonach wir schauen sollen, die Ideen stammt hier tatsächlich von einer Japanerin, beschlossen wir zu dem Touristenpunkt Asakusa zu fahren. Ueno sollte noch mal in der Gruppe besprochen werden, bzw. gemeinschaftlich besucht werden.
In Asakusa steigen wir aus der Bahn und finden und in einer belebten Straße wieder. An den Frühling erinnert führe ich uns zu dem großen berühmten Tempel mit seiner kleinen Nippes-Einkausstraße. Links und rechts gibt es nur das Herrlichste zu kaufen: Kimonos in allen Preiklassen, o-miyage (mitbringsel), Postkarten, Süßigkeiten, Spielzeug. In diesen Gassen, umringt von Tausenden von Besuchern treffen wir dann doch tatsächlich eine der Koreanerinnen der Kunsthochschule in Ekoda. Man unhält sich kurz udn geht seine Wege.
Unserer führt uns kurz an das berühmte Donnertor und lässt uns an der dortigen Hauptstraße einen Blick auf das moderne Asahi-Bier-Gebäude mit seiner goldenen "Schaumkrone" werfen. Zurück geht es zu dem Tempel und seinen wunderschönen Parkanlagen. Betäubt von Räucherstäbchenduft und von der Beleuchtung der fünfstöckigen Pagode bezaubert, entdecken wir im Schatten der Pagode das Profil des Sunshine-Towers, dem neuen Tokyo Towers. Noch nicht vollendet ragt das Gebäude schon 500m weit hinauf.
Zurück spazieren wir in der Dämmerung durch die Gassen Asakusas und freuen uns hier zu sein, da sich die Atmoshäre jetzt ändert. Es wird ruhiger, bequemer, man könnte meinen romantisch. Es sind viele Pärchen unterwegs.




Das verlockt uns zu einem leckeren Crepes, und es wären nicht wir, wenn und nicht die Lust auf einen Kaffee packen würde und wir beschließen einen Abstecher in das Starbucks im weit entfernten Shibuya zu machen. Yoann möchte mit seiner neuen Kamera die Kreuzung fotografieren, während wir unseren Kaffee geniessen. Das dieser Plan nicht ganz aufgeht versaut uns den Tag nicht ins Geringste.
Wir sind mit unserer Walking Tour soweit sehr glücklich und hoffen, sobald sie ganz fertig gestellt ist, dass mehr Leute die Schönheit einiger Ecken Tokyos entdecken möchten. Dazu wird es wohl einen eigenen Blog geben.

Samstag, 27. November 2010

zuviel von so vielem

Und eine neue Woche ist schon wieder vorbei. Picken wir uns die spannenden Sachen heraus:
Dienstag: Es ist nationaler Feiertag und wer muss zur Uni? Ich natürlich. Es gab einen Economy-Talk zu denen wir Economy-Studenten hin mussten. Zum Glück mussten wir nur den ersten Redner sehen. Ich bin mal wiedre fast weggeratzt und bin danach dann nach Shibuya gegangen und hab Fabian und Karsten getroffen. Wir haben da ein wenig rumgebummelt, bei Book-Off mal wieder zugeschlagen und nen leckeren Macha-Latte getrunken, Das ist der traditionelle Grüntee mit heißer Milch aufgeschlagen. Lecker!


Mittwoch: Mein definitiver Japanisch-Tag. In der ersten Stunde sollten wir uns wieder mit den Japanern unterhalten. Also hab ich das gemacht und mich über so simple Dinge wie Selbstmord unterhalten. Wir sollten uns ein Thema aussuchen und ich finde das nun mal leider interessant. Hat Spaß gemacht. Danach hatten wir Kultur und ich hab mich schon so auf die Diskussion über Selbstmord gefreut. Es gab wieder einen Fall von Ijime (Mobbing) in Japan, worauf sich eine 14jährige erhängt hat. Aber ne, wir haben ne Gruppeneinteilung für unsere Endpräsentation bekommen. Da ich aber megaunglücklich damit war (hatte echt nur nichtsprechende Japaner drin) hab ich ein wenig gebettelt und bin in Yoanns Gruppe gekommen. Wir hatten vorher schon über die Präsentation geredet und für uns beschlossen eine Gruppe zu bilden. Jaja, manchmal bringt schleimen was.
Nach der Uni durfte ich in der Bibliothek bei unserem Wohnheim eine Geschichte auf Deutsch vorlesen. Die Kinder dort sind allerdings 9 Monate bis 3 Jahre alt gewesen. Ich denke, die Eltern haben da mehr an Sprachkenntnissen mitgenommen. War echt niedlich die Geschichte. Natürlich hab ich ne japanische Kopie bekommen, die ich mir selber übersetzen durfte. War recht simpel, aber natürlich fehlten mir zwei, drei Worte, aber da hab ich in der Freistunde in der ich das gemacht hatte einfach ein paar Mädels gefragt. "Furon furon furon" ist das deutsche "Brr, brrr, brrr".
Es geht in der Geschichte darum, dass eine Maus, ein Frosch, ein Hase, ein Fuchs, ein Wolf, ein Wildschwein und ein Bär in einem Handschuh wohnen. Jupp, ich weiß, das geht nicht^^.
Nach der Vorlesung, waren ja gerade mal 10 Minuten, gab es noch lecker Kuchen und Kaffee im Hinterstübchen und natürlich musste Konversation betrieben werden. Hab ich aber überlebt. Abends ging es dann mit Tabea, ihrem Freund und dessen Kumpels ins Kino. "Harry Potter" haben wir gesehen. Da ich noch ne Rezension schreiben will, sag ich zu dem Film mal erstmal nichts. Nur dass er auf englisch mit japanischen Untertiteln war. Unser Glück. Wir waren um halb 2 Uhr morgens wieder zu Hause, weil wir die günstige Spätvorstellung genommen haben. Dementsprechend war ich am Donnerstag ein wenig müde, zumal das eh mein längster Tag in der Uni ist. Auf dem einstündigem Heimweg hab ich mich die ganze Zeit auf Japanisch unterhalten. Und ich denke ich bin auch verstanden worden *stolz*

Freitag: Karsten hatte Geburtstag und weil er nun mal nen sehr guter Freund ist, haben wir gefeiert. Und nicht nur Katja, Nicole und ich waren da, auch alte Freunde aus Halle, die wir lange nicht gesehen haben: Josi, Susi, Fabian und Manja. War schön mal wieder herumzublödeln. Zuerst ging es vier Stunden lang zum Karaoke mit Eis-tabehôdai (all-you-can-eat) für NUR 750 Yen, und weil das nicht genug ist danach noch zum "Sweets Paradise". Das ist echt ein Paradies. Da kann man in einer Studne für 1500 Yen soviel essen wie man will. Und hauptsächlich gibt es Kuchen, Torten und Süßes. Ich hatte mich zwar mehr an den Nudeln etc. aufgehalten, aber der Kuchen war trotzdem heftig lecker. Zusammen mit Kaffee, also so richtigem Kaffee, hat man den Preis echt schnell rausgehabt. Mit nem Bauch wie Schwangere sind wir dann alle glücklich nach Hause. Dabei haben noch die weihnachtliche Beleuchtung bewundert.


Samstag: Wer denkt uns sei kotzschlecht nach dem Essen, der täuscht sich. Heute waren wir bei unserer Lehrerin zum essen eingeladen. Dazu haben wir uns in Shibuya getroffen und sind mit dem Bus zu ihr. Dort haben wir ihre Familie kennengelernt und Massen an Essen gegessen. Sashimi-Carpacchio, Kiwi mit Speckmantel, Roasted Beef mit Gemüse. Deutsches(!) Brot, Lachs in Blätterteig und danach Kaffee/Tee und ne Schwabeltorte. Also eher Pudding in Kuchenform. Woah. JETZT ist uns schlecht. War ganz nett. Die Gespräche schwankten von Deutsch (3 Japaner, 6 Deutsche, 1 Franzose)nach Englisch und viel Japanisch. Dabei hatte Yoann aber das meiste gesagt. Er ist einfach der beste, ganz einfach. Anschließend sind Yo und ich nach in Shibuya herumgewandert, während die anderen nach Hause sind. Wir brauchten die Bewegung.
Anschließend sind wir zu Starbucks und haben dort die weltbekannet Aussicht auf die größte Kreuzung in Tokyo, behaupte ich jetzt so einfach, genossen. Dazu noch nen Maccha-Latte und ich war glücklich. Da es aber so heiß im Starbucks war, sind wir wieder raus und haben gerade überlegt was wir machen, da qietscht es von meiner rechten Seite und Mädchen springen wie blöde auf und ab. Ich denke: "Oah, was sind das denn für welche...Oh, die kenne ich!"
Da hab ich doch tatsächlich ne deutsche Kommilitonin getroffen. Die Welt, bzw. Tokyo ist echt klein. Der Haufen Japaner um sie herum war total betrunken und als sie mich vorgestellt hat, hab ich echt Angst bekommen, weil die so ne Party gemacht haben. Naja, Yo und ich haben uns dann noch mit denen unterhalten und wären auch noch zu ner Party mitgekommen, aber die sind dann alle nach Hause. Wir dann auch.



Das war ne Woche mit viel Japanisch (man sieht endlich Fortschritte bei mir) und viel zu viel Essen. Sport, ich freu mich auf dich!

Samstag, 6. März 2010

Im Taumel der Gefühle

Gestern waren wir wieder ohne Begleitung, aber da man ja irgendwie noch Frende in Tokyo hat, trifft man sich mit denen. Es war geplant, dass wir (Stefan, Katha und ich) uns mit Hannah, einer Freundin von mir aus Halle, in Higashi-Ikebukuro treffen und uns Tempel, Schreine und Friedhöfe in Zoshigaya ansehen. Wir sind auch pünktlich dort und warten artig, bis wir sie dann anrufen. Mist, sie hat eine Mandelentzündung und liegt im Bett. Sie hatte es mir auch per Facebook geschreiben, aber da habe ich morgens nicht mehr reingesehen. Schade! Also sind wir alleine losgezogen.
Nach einer Orientierung auf einere Karte sind wir auch gleich die Nächste links rein und draufslos marschiert. Aber alles war so ruhig, sauber und nicht richtig für die Umgebung eines Tempels. Aber das machte nichts, weil es uns so gut gefallen hat. Vielleicht lag das auch nur an dem Wetter, weil wir um die 20 Grad hatten und der Himmel auch richtig blau war. Irgendwann haben wir einen recht kleinen Schrein gefunden und dort unser übliches Programm abgezogen. Er schien für seine Größe recht berühmt zu sein, da Fotos von einem matsuri, Fest, aushingen, wo die Männer so einen tragbaren Schrein trugen.

Nebenan war auch in kleiner Friedhof, aber wir wollten zu dem großen. Also weiter. Irgendwann haben wir auch den Friedhof gefunden und sind mit Vogelgezwitscher empfangen worden. Echtem Vogelgezwitscher, nicht so einen aus dem Lautsprecher. Es mag sich echt böse anhören, aber der Friedhof war echt schön. Das Wetter, die Vögel, die Umgebung. Ich bin echt berührt worden. Ich befürchte, dass der Buddhismus mich irgendwie erreicht hat. Es war traumhaft dort.

Dann haben wir erstmal beschlossen wieder zur Karte zurückzugehen und dort beschlossn wir zu dem Gokokuji-Tempel zu wandern. Meines Erachtens haben sich die Kartenschreiber mit der Entfernung ein wenig vertan, aber egal. Wir sind an der Straße entlang, haben ein paar Obdachlose unter der Brücke schlafen sehen udn haben den Tempel dann auch gefunden. Der war auch wieder sehr schön. Er gehört nicht zu den größten in Tokyo, aber ich fand ihn sehr edel und harmonisch. Ich glaube das Wetter hat ordentlich zu dieser Empfindung beigetragen. Dort haben wir uns auch auf die Bank gesetzt und Kindern beim Spielen zugesehen.

Und dann ging es noch mal kurz nach Hause. Abends wolten wir uns wieder mit Stefans Tandempatner Judai und seiner Freundin treffen. Also ab nach Shibuya und weil alle irgendwie Hunger hatten, sind wir in ein Restaurant. Wie letztes Mal habenwir wieder alle irgendetwas bestellt und alle haben davon gegessen. Ich wollte amaebi haben ("süße Garnelen") und sie sind wieder mit Augen gewesen. War echt keine Absicht, denn auf Sushi haben sie keine mehr. Lecker waren sie trotzdem. Genau wie das japanische Bier. Wir haben auch eine Delikatesse bestellt: Kartoffelsalat. Naja, für das Geld ein weig mickerig, aber schmeckt wie in Deutschland. Wir befürchten, der wurde importiert.
Wir haben einen riesen Spaß gehabt und bekloppte Fotos geschossen. Es gibt auch eine hübsche Geschichte um Katha, aber ich habe versprochen, nichts darüber zu schreiben. Wir waren schon böse genug zu ihr (obwohl sie uns nachher glaube ich doch dankbar war^^).

Danach sind wir noch in einen Gamecenter, Purikura machen. Schicke Bilder. Und danach mussten wir ja mal wieder moch eine Runde Taiko (Trommelspiel) spielen. Juliane hatte dieses Spiel fr die Playstation gefunden, aber da war nur eine Trommel drin, das macht überhaupt keinen Sinn.
Und weil es wieder spät wurde sind wir zur Bahn, haben Geschenke ausgetauscht und ab nach Hause. Weil wir aber so einen Spaß hatten, haben Juliane, Katha und ich noch Schnaps gekauft (ab wieviel Prozent spricht man von Schnaps? Zählen ganze 4% schon?) und habn uns bei Juliane einen koreanischen Film reingezogen. Erst war er voll lustig, und dann voll kitschig. Uns ist allen Dreien schlecht geworden^^. Weil es dann schon halb 2 war, dachte ich, dass ich keinen Blog mehr schreibe. Dafür habe ich ausgeschlafen und werdeh eute ein wenig die Gegend erkunden. Katha ist in Harajuku shoppen, Stefan in Nigata und Juliane forscht. Ich denke nicht, dass es dann groß was zu erzählen gibt.