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Montag, 11. Oktober 2010

Z-End, my love!


Wohoooo!
Es ist der 11.10. und das heißt es ist ein Feiertag. Das hat man schon daran gemerkt, dass man früh von dem nebenan liegenden Kindergarten geweckt wird. Es war irgendein Sportfest unf ein Mann har irgendwas in einer Lautstärke erzählt und dann haben gaaaanz viele Kinder gesungen. Ist ja putzig, aber nicht wenn man halbwegs ausschlafen kann. Denn ich musste trotz Feiertag in die Uni. Wir hatten aber nur Japanisch und es zog sich wieder hin.
Der Sprachunterricht gestaltet sich folgendermaßen: Kanjitest über die letzten ca. 30 Kanji (lesen und schreiben), dann Rückgabe des letzten Testes und Austeilung der Liste bis zum nächsten Mal. Die Vokabeln der Liste werden ausführlich auf japanisch erklärt -man versteht es tatsächlich- und dann wird in der restlichen Zeit, so rund 40 Minuten, ein wenig Grammatik gemacht. Aber die ist Erstens nicht so anspruchsvoll und Zweitens versteh ich nie was Seki-sensei von uns will.
Das machen wir jeden Montag und Freitag, der Mittwochunterricht ist für die Poster-Session mit den Japanern reserviert.

Nach der Uni wollten wir zu dem Straßenfest in Ekoda, weil unser geliebter Jiendo, oder wie wir herausgefunden haben, "Z-End" geschrieben, wieder da ist. Ihr erinnert euch? Das ist der lustige Flammenkopf, mit dem Yo und ich uns haben fotografieren lassen. Wir haben ein wenig recherchiert wer das ist und ich bin voll zum Groupie geworden, Nicole auch ein bisschen.

Z-End ist ein 16-Jähriger, der sich in diesen Flammenkopf verwandeln kann und die Welt vor dem Bösen rettet. Er hat auch Partner, Void, Albane, Nekuroman und Cosmo. Jeder von ihnen hat auch einen eigenen Manga. Z-Endo hat schon vier und die anderen ein bis zwei. Ich muss nicht sagen, das sich mir die früher oder später noch zulegen werde, oder? Ich bin abgegangen wie ein Zäpfchen, als Nicole mir ihren frischgedruckten Manga unter die Nase hielt.

Zum heutigen Tag: nachdem wir den Ort des Geschehens gesucht und auch gefunden haben, dachten wir erst, dass es nur ein Flohmarkt mit Aufführungen von Nachwuchstalenten im Ballett ist. Es gab auch schon einen Z-End-Stand, aber da konnte man nur Merchandise kaufen. Da es tierisch heiß war heute, haben wir kurz die Ballerinas betrachetet und wollten wieder in den Schatten, da haben wir Z-End an dem Stand gesehen. Mein Herz hat wie wild angefangen zu klopfen und es trieb mich in seine Nähe.
Schüchtern haben wir aus der Ferne (und dem Schatten) beobachtet was abgeht. Die Staff-Leute haben Folien hochgehalten, die 500 Yen kosten und die signiert werden. Man kann aber auch Sticker- und Button-Sets für das Geld kaufen. Aber wir wollten so gerne ein Poster signiert haben (500 Yen). Während wir da standen, haben Arukubein (links in grau) und Kurosudaiba (rechts in bunt) posiert. Aber das ist ja langweilig, wir wollten Z-End.
Ich bin dann todesmutig zu dem Stand und habe nach einem Poster gefragt "Kostet das wirklich 500 Yen? Und signiert Z-End das dann?" Ja, genau, welches ich denn möchte -natürlich dass Portrait von meinem Held^^. Ob ich dann auch ein Foto von ihm machen darf? "Ja." "Ja, aber auch mit mir zusammen?" "Naja, das kostet nochmal 500 Yen." Das war mir dann zu teuer und ich hab angewunken. ABER: was wäre denn mein Held für einer, wenn er das nicht mitbekommen hätte. Natürlich darf ich ein Foto mit ihm machen: kostenlos!
Ist das nicht toll? Und weil ich das Poster gekauft habe, hab ich noch eine Sammelkarte geschenkt bekommen. Alle haben so nen doofen anderen Held bekommen, aber Nicole und ich haben Z-End bekommen. Yeah! Also schnell Poster signieren lassen und dann Fotos machen. Hach! Wie schön das war. Naja, alle drumherum haben mitfotografiert, wie schon auf dem Straßenfest vor drei Wochen.

Ich dufte dann auch seine Hand schütteln und er hat mich auf dem Kopf getätschelt. Gut, das war jetzt nicht sooo toll, weil ich auch fast so groß war wie er, aber er durfte das. Garantiert bin ich älter als er (wenn der Schauspieler jetzt wirklich ein 16jähriger ist). Und um mein Zimmer komplett im Feuerstyle einzurichten, werde ich morgen bei einigen Geschäften nachfragen, ob ich das Poster, was das heutige Event angekündigt hat, bekommen kann. Das wär perfekt.

Oh, oh. Japan macht mich echt fertig. Jetzt bin ich ein Groupie von einem Kerl von dem ich die "Funktion" noch nicht einmal kenne. Egal.

Sonntag, 26. September 2010

Hauptsache ...versichert!

Yeah! Ein wunderschöner Sonntag scheint morgens ins Zimmer und voller Vorfreude stehe ich auf, überlege krampfhaft was ich anziehe und dann mache ich mich auf den Weg in die Küche, wo ich eine Wohnheimmitarbeiterin und andere Studenten treffe.
Zusammen geht es in den Besprechungsraum, wo einge rote Mänteludnein blauer Mantel liegen. Mir ewar sofort klar, dass ich den blauen bekomme. Man hatt anscheinend nichts Rotes in XL finden können und ist auf Männermode ausgewichen. Ach, ich hab micch ja nicht so. Allerdings ist dieser Mantel gerade so weit, dass sich die Enden mit Ach und Krach vor meinem Bauch berühren. Von den Brüsten will ich garnicht erst reden. Gürtel udn Täschchen bekomm ich später.
gebündelt machen wir usn auf den Weg zum Schrein, denn ein Matsuri staht an. udn das Schöne an diesem ist, dass ein Mikoshi getragen wird. Das ist ein kleiner Schrein, eine sogenannte Göttersänfte, die von Japanern unter auten Rufen durch die Stadt getargen wird. Udn einige aus dem Wohnheim sind eingeladen daran teilzunehmen. Yvonne konnte ja natürlich nicht "Nein" zu dieser einmaligen Chance sagen.
Vor dem Schrein waren viele Japaner in roten und blauen Mänteln versammelt und auch viele Kinder hüpften aufgeregt umher.


Da ich nun der auffälligste Gaijin war, der eine japanische Tracht an hatte, hab ich mich mit meiner Neugierde zurückgehalten. Man hat mir einen Gürtel besorgt und um 10 Uhr begann die Zeremonie, von der ich leider sehr wenig mitbekommen habe.
ls erstes sind dann die kleinen Kinder losgezogen udn hatten an einem seil einen großen Bollerwagen dabei, auf dem eine Trommel stand. danachkamen die größeren Kinder mit dem ersten Mikoshi und direkt danach die Erwachsenen mit dem großen Schrein. Es fingen die Männer an. Während des Laufens riefen sie immer Wa-shoi. Die Frage nach der Bedeutung ist im Laufe des Tages leider abhanden gekommen. Ich schätze das nach 15 Minutene eine Pause gemacht wurde, wo alle verköstigt worden, auch diejenigen, die nur mitgelaufen sind und rhythmisch geklatscht haben.
Die nächste Runde haben die Träger gewechselt und das gleiche Spiel begann. Hier wurd eich dann schon angesprochen, dass man selber gerade aus England gekommen ist udn der Sohn vorne mitträgt, dass ich bitte ind er nächste Runde bei den Frauen dabei sein soll. Sehr nett die Leute hier.
Jut, die nächste Runde ist meine Runde. Der Schrein ist an sich nicht schwer, aber diese Auf und Ab geht stark auf die Schulter. Denn wenn die Herren auch noch rütteln ist es noch stärker, besonders wenn ich als Größte das meiste Gewicht hatte. Das rhytmische Wa-shoi Rufen hat einen angenehmen Einfluß auf die Konzentrazion gehabt, man war irgendwie in Trance und hat die Anstrengung nicht gespürt. Schon wunderbar mystisch, bis....
Yvonne an der Kante des Fußweges umgeknickt ist udn gestürzt ist. Erstmal kein problem, aber die Tränen kamen, hielten sich aber noch zurück und das einzige was ich auf die ganzen Fragen sagen konnte war "Chotto matte!" (Wartet!) und dann "Itai!" (Aua) Unsere Mitarbeiterin aus dem Wohnheim hat sich sofort um mich gekümmert und von allen Seiten kamen Männer und haben Eis gebracht und Kühlpflaster und dann haben sie diskutiert und mich viele Sachen gefragt die ich einfach mal nicht verstanden habe. Kurz: Man hat mich mit dem Auto zu nem Arzt gefahren, der für mich wie ein Masseur wirkte, weil dort Frauen auf den Liegen lagen und massiert worden sind. Naja, die haben sich das angeguckt, nachdem ich meine tolle japanische Versichertenkarte gezeigt habe (ein Glück dass ich sie doch habe) und dann haben wir versucht zu diskutieren. Ich hatte kein Bock auf zwei Wochen Fußruhe weil ich studieren muss, Sport werde ich wohl überleben müssen, aber wie komme ich zur Uni? Und dann haben sie versucht mir zu erklären was ich hab. Sie schätzen auf eine Verstauchung. Da das Krankenhaus aber am Sonntag zu hat (!) muss ich morgen erst zum Röntgen. Dann gab es eine Krücke (Verdammt, warum nur eine?). Mit der kann ich aber nicht arbeiten und hüpf lieber auf einem Bein, das tut weniger weh. Auf jeden Fall soll ich täglich vorbei kommen und es anschauen lassen.


Interessant ist dann hier die Frage mit dem Bezahlen. In Japan bezahlt man nach der Behandlung bar und bekommt es von der Versicherung zu 70 oder 80% erstattet. n meinem Fall bekomm ich es komplett erstattet, weil dass Ganze über das Fest und deren Versicherung lief. Allerdings muss ich halt alles bezahlen und bekomm das dann in ungefähr 4 Wochen zurück. Besser als garnicht. Und ich kann mir da sogar Taxis rausleiern. Zumindestens für morgen zum Arzt und Uni. Das erspart mir dann viele Schmerzen.
Zuhause hat man mich auf meinZimme rverwiesen. Hey, an sich hab ich kein Problem damit den leiben langen tag im bett rumzugammeln udn Filem zu schauen, aber ich will mich bewegen, ich werde wahnsinnig.Also hab ich gerade schon Nicole terrorisiert und bin dann in die Küche gekrochen/ gekugelt/ ... Ich sollte ja nicht runter und ich weiß jett auch warum. Es gibt keine elegantere Möglichkeit als auf den Hinter runter zu rutschen. Und nachher auch wieder hoch. Wie gut, dass ich das jetzt und nicht erst morgen herausgefunden habe.
In der Küche hatte ich dann auch gerade einen herrlichen Lachflash, als Nicole meinte, dass als der Umzug nochmal am Wohnheim vorbeikam, ich ja hätte winken können. Bei dem gedanken, kam der Gedanke, dass ich dann nochmal umgekippt wäre, wie ein Käfer auf dem Rücken läge, die Hände gen Himmel heben würde um zu rufen "Warum?" Ein herrliches Bild in meinem Kopf. Dann erheitere ich mich solange, bis ich mir gleich Schmerztabletten einwerfe und schlafen gehe.
Lustigerweise haben die anderen Mädels auch mittragen dürfen, ich hab übrigens noch nen Bluterguss auf der Schulter, und die waren offiziell nicht versichert, weil sie nicht auf der Liste standen. Gut, dass es mich getroffen hat. Über die Theorien, warum es mich traf, will ich nicht reden.

Es freut mich euch einen interessanten Blog über das Gesunsheitswesen in Japan bieten zu kkönnen. Geplant war nur meine Einzigartigkeit bei den Traditionen in Japan uns sein Glanz, aber die kami (Götter) haben es wohl nicht gewollt.