Dienstag, 25. Mai 2010

Prince of Persia -Sands of time

Ein Highlight des Kinosommers: Prince of Persia.


Dieser Film ist die filmische Verarbeitung des, ich denke, dass kann man schon sagen, Spieleklassikers "Prince of Persia". Im Grunde genommen geht es darum, im Spiel, das ein persischer Prinz zur Rettung des Königreiches und der Welt gegen dunkle Mächte kämpft und mit dem Sand der Zeit arbeitet, welcher sich in eienm Dolch befindet und ihn um einige Augenblicke in der Zeit zurückversetzen kann. Im Spiel kommt dann seine dunkle Dämonenseele zum Vorschein, aber im Film flirtet er nur ein wenig mit der Prinzessin, welche die Priesterin des Dolches ist. Und es gibt keine böse Dämonenseele, sondern eine nmachtgierigen Onkel.
Natürlich ist die Story ein wenig aufgepeppt worden, um das Ganze ein wenig disneygerechter zumachen, aber das mcht meines Erachtens überhaupt nichts. Der Film kann durch seien Möchtergern-Romantik-Szenen die Fauen bei Laune halten, durch seine peppigen Sprüche die Kerle (Chauivinisten?) und die dem Spiel angepassten Actionszenen stellen den Zocker zufrieden.
Apropo Spiel: ich selber habe es nicht gezockt, aber mein Bruder. Ich bin zu doof gewesen mir die zahlreichen Tastenkombinationen für die ganzen Kletter-, Sprung- und Kapmftechnicken zu merken, dafür war ich für den Weg durch die Welten zuständig. Diese Besonderheiten sind auch hervorragend im Film aufgetaucht.
Die zuerst pappig erscheinende Kulisse strotzt vor Möglichlkeiten den durchtrainierten Körper von Jake Gyllenhall gut darstehen zu lassen. Meine anfängliche Skepsis ihn als Hauptdarsteller zu haben, verflog zum Glück schnell. Jake schwang sich über Dächer, an Stangen, mit Salto und rückwärts umher, und das mit den Techniken, die der Prinz in dem Spiel auch drauf hat. Der Sport "Parcour" lässt grüßen und bekommt jetzt bestimmt auch viel mehr Anhänger.
Lustgerweise fing der Film schon damit an, dass dem Zuschauer, wie im Spiel dem Zocker, der Weg durch Kamerazoom und -schwenks gezeigt worden ist. Ein herrlich nostalgisches Gefühl. Eine Szente erinnert nur sehr stark an das verwandte Spiel "Assassines Creed", aber das passte auch super rein.
Auch sind die Hauptendgegner wunderbar getroffen: Die Hassasinnen. Düster, schwerbewaffnet und trickreich. Lediglich für den perfekten Flair haben mir die "Auftankszenen" gefehlt. Im Spiel muss man den Sand wieder auftanken und das tut man, indem man dem Gegner den Dolch theatralisch in den Bauch rammt und der sich dann in Sand auflöst. Ist im Film leider überhaupt nicht gewesen, vielleicht zuviel Gewalt für ein Disneyfilm. Allerdings gibt es diese Szene in "300" wo Leonidas in Slowmotion einen Perser niedernetzelt und den auf dem Rücken liegenden Mann das Schwert in den Magen rammt. Das wäre perfekt gewesen.
Zu den Schauspielern: Jake Gyllenhall: ich denke schon genug gelobt. Gemma Arterton: ein mit bisher unbekanntes Gesicht, aber absolut passend. Vielleicht ein Tick zu emanzipiert die Gute, aber naja, das macht das Ganze unterhaltsam. Ben Kingsley: der böse Onkel, und wie in den alten Zeiten ein hervorragender Mann. Und mein persönlicher Favourit: Richard Coyle: Für viele bestimmt ein unbekannter Name, aber der Schauspieler ist aus der britischen Sitcom "Couling" bekannt. Er spielt dort den Loser, der nie ne Freundin abbekommt. Ich liebe seine Darstellung, als Loser und jetzt auch als König über Persien. Komplett verschieden, aber beide sehr gut dargestellt.

Wie man merkt, wird mein abschließendes Fazit eher gut ausfallen: Topp! Muss gesehen werden!

Sonntag, 16. Mai 2010

Metalfest 2010 - mit Katholiken schlammcatchen


Premiere: Yvonne war auf einem Festival mit allem Drum und Dran.
Zusammen mit Klemens und seinem Kommilitonen Christian bin ich schon am Mittwoch Nachmittag nach Dessau gefahren, um dort an dem Metalfest 2010 teilzunehmen. Dessau ist zwar nicht so weit weg, aber trotzdem zu weit weg, als täglich zu pendeln. Also haben wir dort im Zelt genächtigt. Im Nachhinein eine umstrittene Sache...
Die Ankunft war ziemlich unspektakulär, ne Stunde S-Bahn und dann für 1,50€ mit dem Shuttle-Bus, ja, er war nicht umsonst, zum Flugplatz. Dort ein hübsches Bändchen ums Handgelenk bekommen und zwei Zelte so aufgebaut, dass wir bei strömenden Regen nicht weggespült werden würden. Danach erstmal ein Bierchen gegönnt und Spaß gehabt. Christian war sehr amüsiert, wie Klemens und ich miteinander umgehen. Es tauchte der Vergleich mit einem alten Ehepaar auf. Da muss ich leider zustimmen. Nach einigen Minuten Mitleid haben wir begonnen unseren Nachbarn beim Zeltaufbau zu helfen. Ich konnte die Sache nicht zu Ende bringen, denn ein junger Kerl im nicht mehr nüchternen Zustand hat mich, weil ich dem weiblichen Geschlecht angehöre, zu seinem Platz rekrituiert, um "ältere" Herren zu bespaßen. Hört sich an wie Zuhälterei, habe ich auch dafür gehalten, bin trotzdem mitgeganegn und bin zum Glück getäuscht worden.
Es handelte sich um eine Truppe "älterer" Herren, naja, der älteste war Vierzig, und weil sie ohne Frauen gefahren sind, man erinnere sich, es war am Donnerstag Vatertag, wollten sie Unterhaltung. In Endeffekt war der ganze Campingplatz dort zu Gast und jedes Mal wenn ich dort war habe ich neue Leute getroffen. Lustigerweise bin ich als so ziemlich erstes gefragt worden, ob ich katholisch, ich sehe so katholisch aus. What? Ich habe keine Ahnung wie die darauf gekomen sind, aber ich habe mich nachher nur noch bei den Leuten dort als die katholische Priesterin vorgestellt. Man hat auch versucht ein Nonnenkostüm zu finden, aber das dann leider nicht geklappt. Ein Mädel musste auch zugeben, als ich sagte, dass man mich katholisch nennt, dass sie das auch gedacht hat. Bitte, mir egal, so bleibt man eben in Erinnerung.
Zurück zum Thema, ich musste erstmal nageln. Sprich mit der schmalen Seite des Hammers nen Nagel in nen Holzblock kloppen. Der Hammer wird reihum gegeben und wer ihn reinhaut hat gewonnen. Der der vorher dran war, muss trinken. Prima, mein Nachfolger war trotz Alkoholstand treffsicher und stark. Aber diesen Mädchenpanschkram Genever habe ich ausgehalten. Nur mit dem Bier wurde es dann schwieriger. Ich habe keine Ahnung wie viel ich getrunken habe, ich weiß nur, dass ich eine Band an dem Abend halb gesehen habe (Ultrawurscht-grottenschlecht) und dann draußen am Bierstand eine anregende Unterhaltung hatte. Das hat sich dann getrennt als "Milking the Goatmashine" gespielt hat. Die Musik ist auch nicht der Bringer, aber im Suff ist alles prima. Sehr amüsant war, dass die Musiker alle Ziegenmasken trugen. Danach ging es zum Zelt zurück und weil wir alle so super drauf waren, haben wir, Klemens, Christian und ich, noch mehr Alkoholk gekillt und hatten Spaß.

Nach einer verdammt kalten Nacht mit den Zwischenrufen von einigen Kerlen "Das hat soo genervt!" sind wir dann fröstelnt aufgestanden und hatten keinen Kater. Ich bin stolz auf uns. An dem Tag haben wir dann auch nichts getrunken. Los ging es dann gegen 14:15 Uhr zur Hauptbühne wo noch "Enforcer" gspielt hat. Es lebe der "Power Metal". Ich persönlich hätte Glam Rock gesagt, aber ist auch egal, im Angesicht der heißen Dauerwellen und hautengen leggings vergisst man alles. Danach kam dann "Arkona" wegen denen Klemens hin wollte. Die Sängerin hat gut gebrüllt, auf russisch, und als sie dann melodiös gesungen hat, haben sich sämtliche Haare auf den Armen hochgestellt. Sehr gute Musik, prima Bühnenshow. Nur zu empfehlen.
Wegen kurzer gesundheitlicher Schwächen wurde fü zwei Bands pausiert, wo ich dann wieder zu den Herren rüber bin. Natürlich musste ich wieder nageln, aber was soll`s, ich will nichts gegen Umsonstalkohol sagen. Die Herren sind gestanden Metaller und haben schon so einige Wacken miterlebt, sodass ich dann alleine zu "Saltatio Mortis" gegangen bin. Die Band habe ich schon letztes Jahr bei den Bordun Rock Nächten in Halle live gesehen und mochte sie eigentlich. Die Bühnenshow ist gut und die Stücke gehen in die Beine. Was auch wichtig war, weil es echt kalt geworden ist. Ich konnte sogar ein paar Lieder mitträllern, was ganz angenehm ist, wenn man 80% der dortigen Bands nicht kennt. Gleich im Anschluss gab sich "Nevermore" die Ehre. Zumindestens hat sich so der Sänger verhalten. Man hat gesehen dass der echt keinen Bock hatte und das das Mirkrofon, wie bei so manchen Bands, nicht so funktionierte wie es sollte, hat ihn fast explodieren lassen. Naja, die Musik an sich war gut, nur wenn der Gesang eingesetzt hat, war es dann ne Nuance schlechter. Mir persönlich hat das Artwork des neues Covers sehr gefallen. Direkt danach folgte Folk Metal von "Korpiklaani". Die Schweden haben sehr unterhaltsam von Alkohol jeglicher Art gesungen und der Moshpit hatte auch eine ansehnliche Größe. Partymukke. Direkt danach ging es eine Spur härter weiter mit dem härtesten was Metal zu bieten hat: "Legion of the Damned" und "Bolt Thrower". Im Grunde wurde nur gegrunzt und gebrüllt, aber trotzdem hat sich der Kopf wie von allein bewegt und man hat mitgemacht. Die zweitere Band hat schon einige Jahre auf dem Buckel und das hat man an der Bühnensicherheit auch gemerkt.

Am Freitag sind wir dann erstmal einkaufen gegangen, weil wir nicht soviel mitschleppen wollten und auch noch nicht richtig abschätzen konnten wieviel wir zu Essen brauchen. Penny ist von schwarzen Männern gefüllt gewesen udn die Kaufatmosphäre war sehr ulkig. Wir sehen alle böse aus, aber im Grunde genommen sind wir doch alle sehr nett.
Danach wollte ich dann duschen um mich wieder wie ein Mensch zu fühlen, sehr amüsant auf einem Festival zu duschen. Die Kabinen waren sehr, sehr klein und mit einem Waschbecken versehen. Lustigerweise hing in der Kabine auch ein Haken für Klamotten, aber die macht man sich dann nass. Naja, ich habe es geschafft und roch lecker.
Die erste Band war an dem Tag "Varg" und das waren dann ein paar rot-schwarz gestreifte Männer die gebrüllt haben. Ganz nett. Direkt danach kam dann "Vader". Da muss ich gerade mal sagen, dass mich die Erinnerug schon ein wenig verlässt. Tut mir Leid, sie waren anscheinend nicht so megatoll. Aber ich hab ein Minivideo von der Pyrotechnik gemacht.
"Corvus Corax" war dann wieder ganz mein Ding. Die hatte ich auch schon mal live gesehen. Hier ist das Interessante, dass die Band aus 70 aus den Musikern von "Tanzwut" besteht und die mit original aus dem Mittelalter nachgebauten Instrumenten spielen. Also viel Trommel und Dudelsack mit ein bisschen Flöte. Da bin ich auch richtig abgegangen, weil es einfach nur Tanzmusik ist.
"Epica" danach war so ein Nigtwishverschnitt wo das Mädel im Opernstil gesülzt hat und ein Kerl gegrunzt hat. Wie ich schon über Nightwish sage: Musik im Grunde genommen prima, aber die Opernstimme geht mir einfach irgendwann auf den Sack. Und live kommt das ehrlich gesagt auch nicht so rüber, aber immerhin hat das Mirkrofon mitgemacht. Nach einem kurzen Abstecker im Hangar, der zweiten Bühne, bei "Hellish Crossfire" sind wir kurz zurück um dann frisch gestärkt die Pagan Alliance von "Finntroll" und "Eluveitie"zu sehen. Beide Bands sind gleichzeitig aufgetreten und haben in gemeinsames Konzert gegeben. Das war echt nicht schlecht. Die haben sehr gut harmoniert, dumm war nur, dass das Mikro von Finntroll mal wieder gesponnen hat. Aber insgesamt sehr stimmig. Wir gehen davon aus, da sie zusammen mit dem Paganfest schon soviel zusammen getourt haben, dass sie sich spontan mal zusammengeschlossen haben. Gute Idee gewesen.
Das Highlight des Abends haben wir uns nicht gegönnt, unter anderen auch deshalb weil es schon seit zwei Stunden geregnet hat und uns kalt war, sondern haben usn dann im Hangar "Marduk" angetan. Joah, das war wirklich nur laut, gegruzt und geschrien. Aber so sehr habe ich noch nie geheadbangt. Das tat echt mal gut. Zwischen den Liedern hat einer mal kurz auf meine Brüste geschaut, um zu sagen:"Die ist ja weiblich!" "Ja, natürlich." , sagte der Kumpel dann. Worum es ging weiß ich nicht, fand es aber lustig. Klemens hat auch nur fragend geschaut.
Weil mir noch nach Party war, bin ich wieder zu den Herren und bin dann morgens um halb 5 oder so wieder ins Zelt gekrochen, um erneut eine eisige Nacht zu verbringen. Damn, im Nachhinein weiß ich immer noch nicht wie wir die Nächte überlebt haben.

Am Samstag konnten wir uns auch absolut nicht aufraffen aus dem Zelt zu kriechen. Wir sind nur kurz raus um zu pinkeln, was ich nebenbei immer auf den ekligen vollgepissten Dixies erledigen musste. Unser Problem am Samstag war zum Einen, dass es die Nacht durchgeregnet hat und der Platz nur aus Matsch bestand und zum anderen, dass es auch heftig windete. Da eh keine bombastische Band spielte, haben wir bis um 18 Uhr gedöst und gepennt. Ich möchte nebenbei bemerken, dass unsere Schlafmontur aus Jeans, Socken, Shirt und Pulli bestand und wie trotzdem gezittert haben. Auf dem Weg zur Hauptbühne kamen uns dann schon Leute entgegen die nicht hineingelassen wurden, weil sie zu schmutzig waren. Naja, bei von Kopf bis Fuß voll Matsch, aber so richtig, kein Wunder.
"Alestorm" hat dann trotz der Kälte oben ohne gespielt, wo mir allein beim Ansehen noch kälter wurde. Aber so sind sie die schottischen Pirate Metaller. Garantiert sturzbesoffen gewesen und haben jeden Spaß mitgemacht. Die sind auch voll abgegangen. Ich fand diese spaßigen Bands zwischen den Schreiern echt ganz angenehm.
Denn danach kam auch schon "Sepultura". Ich kann mich noch daran einrinnern, wie ich damals ein Video von ihnen bei VIVA 2 gesehen hab, und dachte, was für ein kranker Scheiß. Naja, ich revidiere meine Meinung, es gibt noch Schlimmeres und live rocken die echt so richtig. Die haben Spaß gehabt und ich kannte auch zur Abwechslung mal was. Der Sänger ist ein schwarzer Hühne mit Haaren bis zum Arsch und einer der tiefsten Stimmen übehaupt. Sehr symphatisch.
Ein weiterer Headliner war dann noch "Six Feet Under". Sehr bekannt und allseits beliebt, aber ich muss sagen, nichts o ganz meine Richtung. Ich schieb es auf das falsch eingestellte Mikrofon und die Kälte. Sie haben mich nicht gänzlich gerockt, aber das kann ja mal passieren. Immerhin können sie gut covern. Wer erkennt den Song?

Zum Aufwärmen ging es noch kurz in den Hangar, aber das hat uns auch nicht umgehauen. Damit war der musikalische Teil des Festvals beendet. Ich bin noch kutz zu meiner neuen Gang und habe mich über den Grill gefreut, der die letzten Kohlen verbrannt hat, sodass ich an dem Tag noch irgendwie zur Wärme kam. Aber da wir alle sehr früh dann am Sonntag weg wollten, die Männer sind 6 Stunden nach Kiel gefahren, hat sich das um Mitternacht aufgelöst und ich habe mit meinen Jungs im Zelt geklönt. Die haben sich dann noch ihren Met bei den Nachbarn abgeholt, während ich versucht habe zu pennen. Naja, das war nicht wirklich sehr erfolgreich, sodass wir alle drei morgens um 8 unsere Zelte abgerissen haben und um halb 12 wieder in Halle waren.

Ich habe als Platz- und Zeitgründen nicht alles was wir erlebt haben, neben den Musikacts, erzählt, weil an das zum Teil garnicht in Worte fassen kann. Aber als Endfazit kann ich sagen: Hätte mich wer direkt nach dem Aufstehen gefragt, hätte ich "NEIN, nie wieder" gesagt, aber jetzt im warmen Zimmer, satt und glücklich (mit einem komplett schmerzendem Körper und vielen blauen Flecken) "Jo, das machen wir nochmal!"!

Samstag, 1. Mai 2010

Das Bildnis des Dorian Gray



Ein weiterer Film, den ich mir diese Woche gegönnt habe ist: Das Bildnis des Dorian Gray, basierend auf dem Klassiker von Oscar Wilde.
Ich habe das Buch nicht gelesen und bin von den düsteren Trailern gelockt worden. Ich mag düstere Filme aus dem alten London und gegen gruselige Sachen habe ich auch nichts, und wenn ein recht ansehnlicher Kerl mitspielt habe ich erst recht nichts dagegen. Aber mein Fazit ist: ziemlich langweilig.
Story: Ein junger, reicher Schönling kommt das erste Mal nach London und seine Naivität wird von älteren "Freunden" beeinflusst, sodass er glaubt alles erleben zu müssen und zum Teil unmoralische Dinge tun muss.
Das verhindert auch seine Liebe zu einer schönen Schauspielerin, die nach der Trennung (er wollte einfach noch keine Kinder- versteh ich nicht warum das eine Hochzeit verhindert) Selbstmord begeht. Das greift sein zartes Wesen an und um den Gefühlen zu entkommen tauscht er mit einem Bildnis von sich die Seele. Das heißt, das Bild altert und zeigt seine verkommene Seele, während der Herr Gray ewig jung und begehrenswert aussieht.
Naja, er nimmt jede Sünde mit, vornehmlich Sex, probiert sämtliche Sachen aus, aber er geht an seiner schwarzen Seele zu Grunde, da er sie anhand des Bildes immer vor sich hat.
Schlussendlich: Er verliebt sich neu (in die Tochter seines alten Freundes die schon 25 Jahre alt ist, sie war aber noch nicht auf der Welt, als Gray für längere Zeit verreiste) und da der Freund hinter das Geheimnis kommt ergibt es sich so, dass Dorian Gray "reiner Seele" stirbt.

Ja gut, die Stor ist ganz nett und wie gesagt ein düsterer Film, der thematisch auch gut zur Story passt. Auch der Schauspieler ben Barnes (Narnia- Prinz Kaspian) ist meines Erachtens eine recht gelungene Wahl. Er kann sowohl die naive Art am Anfang, also auch den verruchten Verführer sehr gut spielen. Allerdings hat mich seine Miene und seine Art zu Spielen konstant an Timothy Olyphnat erinnert (Hitman, Die Hard 4.0), aber das macht es nicht schlechter.
Da ich nicht genau weiß, wie dicht der Film an dem Buch ist, kann ich nichts zur Verfilmung direkt sagen, auch kenne ich die alten Verfilmungen nicht, aber ich denke nicht, dass die Sexszenen so ausführlich beschrieben werden. Nicht das ich solche Szenen nicht mag, aber die waren ziemlich lächerlich. Das Bild ist leicht verschwommen und die Musik grottig gewesen. Es hat stark ein französische Vox-Pornos erinnert. Pluspunkt: Man hat auf der Haut der entkleideten Mädels Abdrücke der Corsagen gesehen: sehr authentisch.
Ingesamt ist aber leider auch der Wandel des Dorian ein wenig zu kurz gekommen. Zwar war es sehr deutlich, wie es von dem Naivling zum Genießer der Lüste wurde, aber es ist nicht deutlich geworden, wie ihn die Liebe zu der Tochter seines Freundes bekehrt hat.
Vor dem Film habe ich schon von anderen gehört, dass der Film soooo gruselig sein soll, das das Bildnis des Dorian Gray fürchterlich aussieht und das auch Schwulenszenen drin sind. Gruselig: Nein. Fürchterliches Bild: Nein, es macht nur komische Geräusche. Schwulenszenen: Ja gibt es, na und? Ich bin jetzt nicht so der große Fan von.
Insgesamt, nett für Zwischendurch, nett für`s Auge, aber nichts was man sich als DVD kauft, dafür hat es zu sehr in die Länge gezogen.

Kick-Ass



Eines der tollsten und brutalsten Filme lief in Deutschland an. Ich persönlich denke, dass er sogar das Zeug zum Film des Jahres hat: Kick-Ass
Eine große Story gibt es nicht. Ein Teenager, Loser in allen Lagen, beschließt sich ein Neopreanzug zu kaufen und einen auf Superheld zu machen. Durch (un-)glückliche Gegebenheiten hat er sogar halbbwegs Erfolg und durch YouTube wird er eine große Berühmtheit, die das Auftreten von anderen Möchtegern Superhelden nach sich zieht. Die haben allerdings mehr drauf, da es sich um ein Ex-Cop und seine kleine waffenliebende Mördertochter handelt.
Zusammen gehen sie gegen eine Gangsterfamilie vor und alle sind glücklich.
Mehr wird nicht verraten, sonst wird hier gespoilert.
Besonders schön finde ich, dass dieser Film, basierend auf einem Comic, Superhelden auf meines Erachtens amüsante Art verarscht. Es ist aber keine schlechte Art und Weise wie Superhelden-Movie, sondern wesentlich subtiler.

Ebenfalls sehr schön finde ich die Brutalität. Ja, ich weiß, das hörts ich jetzt ziemlich eigenartig an, aber wenn man mal überlegt wie harmlos Gewaltszenen eigentlich immer dargestellt werden, in dem der Böse immer stundenlang redet und redet aber nichts unternimmt, so ist das hier wesentlich realitischer. Die Bösen hauen richtig mit den Fäusten oder Baseballschlägern zu, mitten in die Eiern und kleinen Kindern ins Gesicht. Das kann nicht jeder ab und meine Begleiter, die lediglich den Trailer kannten haben es auch nicht werwartet. Dank dem Blogeintrag von MTV Game-One war ich hervorragend vorbereitet und blutdürstig ins Kino gegangen. Mir wurde definitiv nicht zu viel versprochen.
Wer auf Comic-Verfilmungen steht, Gewalt nicht abgeneigt ist und sowieso einen schrägen Humor hat, sollte sich den Film ansehen.
Ein kleiner Kritikpunkt taucht vonmeines Seite her auf: Der Hauptdarsteller Aaron Johnson ist zwar ein unbekannter Schauspieler, was für mich den Film immer interessanter macht, aber leider sehe ich in nicht als Loser. Zwar wurde ihm die Nerd-Brille aufgesetzt und eine Wuschelhaarfrisur verpasst, aber das hat leider nicht seine durchtrainierte Figur und hübsche Gesicht überdeckt. Es wäre in meinen Augen realistischer gewesen, wenn sie wirklich einen hagerer Nerd mit Pickel zum Superhelden genommen hätten. Hätte zwar die Ästhetik der Bilder gestört, aber den Fim einen Punkt besser gemacht. Aber garantiert stehe ich, auf Seiten der weibliche Zuschauer, mit dieser Meinung allein.

Mittwoch, 14. April 2010

Kampf der Titanen



Es war endlich soweit: Kampf der Titanen läuft. Ein Film auf den ich mich sehr gefreut habe, weil es griechische Mythologie und Special Effects vereint. Zwar liebe ich die uralt Herkules-Filme oder Sindbad, aber ein absolut moderner Film in 3D ist auch ne Erfahrung wert.

Fangen wir mit den guten Sachen an: Die Effekte waren sehr cool. Super animiert und absolut lebensecht. Kampfszenen sind durch die Handkamera super in Szene gesetzt und meines Erachtens warend die Kostüme auch realistisch. Außerdem fand ich die Darstellung der meisten Wesen sehr interessant und kreativ. Zum Beispiel die stygischen Hexen, rechts in dem Bild.
Und damit war's dann auch schon mit Lob. Wer den Film noch sehen will oder ihn gut fand, sollte hier am besten aufhören zu lesen.

Die tollen Effekte und Animationen sind leider durch die 3D-Technik zerstört worden. Während des Kampfes gegen Riesenskorpione habe ich die Brille absetzen müssen, da es für mich so aussah, als würde der Skorpion in weiter Ferne stehen und die Krieger direkt vor meiner Nase. Und dann sind sie alle umgefallen, weil das weit entfernte Monster sie getroffen hat. Es hat rein gar nicht von der Perspektive gepasst. Man merkt stark, dass der Film ursprünglich nur für 2D gedacht war. So hätte ich ihn ursprünglich auch gesehen, aber es wird ja nur in 3D gezeigt.
Sam Worthington habe ich in "Terminator- Die Erlösung" und "Avatar" als hervorragenden Schauspieler kennengelernt. Hier war ich leider von ihm (oder seiner Rolle?) sehr enttäuscht. Es fing mit seinen untrainierten Käsebeinen als Fischer an und hörte mit seiner mittleren schauspielerischen Leistung allgmein auf. Er hat selber gesagt: "Man ist nur so gut wie sein Gegenüber" (Einfach gut aussehen. 04/2010) und von daher schließe ich darauf, dass er mit vollanimierten Gegnern in der Bluebox nicht agieren kann. Schade.

Außerdem ist der Film in sich nicht schlüssig gewesen, was dadurch kommt, dass sie viele viele griechischen Mythen zusammengebastelt haben, um was actionreiches zu kreiren.
Und hier liegt mein Hauptkritikunkt: Was zum Geier haben sie aus den wunderbaren griechischen Vorlagen gemacht?
Da der Film ein Remake von dem "Kampf der Titanen" aus dem Jahr 1981 ist, habe ich mir die Story des originals angesehen. Die ist zwar auch nicht perfekt nach den Mythen, aber jedoch wesenlich enger daran, als das jetztige Hollywoood-Desaster.

Ich versuche einzelne Aspekte näher zu beleuchten:

1. "Kampf der Titanen". der Titel spricht von Titanen. Soweit wir Bescheid wissen sind diese die Geschwister der Götter und von diesen nach einem Aufstand in die Unterwelt gesperrt worden. Unter ihnen befand sich unter anderem Kronos oder Koios, Hyperion, Phoibe oder Thethys (nicht zu verwechseln mit Thetis, der Muter von Achill). Keine dieser Personen taucht auch nur namentlich in dem Film aus. Warum also dieser Titel? Vielleicht weil die Menschen gegen die Götter einen Auftsand proben? Wer weiß.

2. Perseus: Perseus ist ein bekannter Held der griechischen Welt und seine bekannteste Tat ist das Köpfen der schlangenköpfigen Medusa und das Retten der nackten angeketteten Andromeda. Gut, das hat er in dem Film auch gemacht. Auch ist er als Kind von einem Fischer aus einer Kiste im Meer gerettet worden. Aber da hört die Ähnlichkeit auch wieder auf. Perseus wurde laut Mythos von Danae geboren, die von Zeus schwanger wurde. Sie war so schön, dass sie von ihrem Vater, der Angst hatte, dass Zeus sich an ihr vergeht, in einen Turm gesperrt. Dort ist der Gott jedoch in Form von goldenem Regen hineingelangt und vergnügte sich mit ihr. In dem Film ist die Mutter auch Danae, jedoch ist sie verheiratet mit dem Anführer des Menschenaufstandes und Zeus lag bei ihr in Form ihres Mannes um damit eine Warnung zu an die Menschen zu geben. (Exkursion "Percy Jackson": In diesem Film, bzw. der Bücherreihe, ist Percy, Reinkarnation von Perseus der Sohn von Poseidon.)
Weiterhin hat Perseus in dem Film die ganze Zeit seine halbgöttliche Abstammung verleugnet. Er wollte als Mensch gegen die Götter und dem Krake kämpfen. Im Mythos war ihm immer bewusst Halbgott zu sein und er arbeitete damit und war kein bockiger Fischer.

3. Adler: Zeus flog in dem Film häufig in der Gestalt seines Tieres, des Adlers umher. Lustigerweise war dies ein Weißkopfadler, welcher nur in Amerika und Kanada vorkommt. Für Griechenland oder allgemein den mediterranen Raum hätte ich einen Steinadler gewählt.




4. Jinns: Während des Kampfes in der Wüste mit den Riesenskorpionen kommen den Helden Jinns zu Hilfe. Sie sollen halbe Menschen und halbe Holzirgendwas sein. Wenn ihnen etwas stirbt, dann ersetzen sie es durch Holz. Mir war diese Mythenwesen überhaupt nicht aus der griechischen Welt bekannt und habe recherchiert. Jinns im griechischen Raum sind sie, wie fast überall, geisterartige Wesen und Formen von Dämonen. Jedoch sind sie nicht sichtbar und in unerklärlichen Dingen wie Blätterrauschen, Alterung etc. zu finden. Wie kann ein körperloses Wesencauf einmal ein Wüstenbewohner mit Magiekenntnissen und selbstexplodierenden Herzen werden?


5. Io: Eine meiner liebsten Mythen. Io war laut Überlieferung eine wunderschöne Nymphe, die natürlich von Zeus genommen wurde, das sah Hera und wollte sie umbringen. Jedoch hat Zeus Io in eine schneeweiße Kuh verwandelt. Nach Jahren wurde sie wieder zurückverwandelt, aber konnte nur noch muhen. Da sie nach einer langen Reise in Ägypten war, blieb sie dort und wurde später als Göttin vereht. In dem Film hat sie den Zorn eines Gottes, wer weiß man nicht, auf sich gezogen une sie wurde mit ewiger Jugend bestraft. Sie folgt Perseus auf seine Reise und kämpft an seiner Seite. Was für ein Blödsinn. Natürlich ist sie in dem größten Augenblick der Romantik gestorben, um am Ende des Films wiederzukehren.

6. Pegasus: In der Mythologie kämpft dieses geflügelte Pferd an der Seite, bzw. unter, Bellerophon gegen die Chimäre und Amazonen. In dem Disneyfilm ist es ein Freund von Herkules und in diesem Film ist es das Pferdchen von Perseus. Er trifft auf einer Wiese eine Herde weißer Pegasusse (ist es nicht eigentlich ein einmaliges Pferd?) und sieht auch diesen Black Beauty mit Schwingen. Nach dem Tod Ios kommt Pegasus angeflogen und zusammen fliegen sie zum Krake, um ihn zu töten. Das Pony hat hier nichts verloren. Abgesehen davon, dass Reiten eine Erfindung in späterer Zeit ist (in der Illia wird erwähnt, dass Amazonen reiten und dies den Kriegern noch nicht bekannt ist. Die Illia spielt vor Perseus).


7. Medusa: In dem Film wird die Vorgeschichte Medusas erzählt. Sie sei so schön gewesen, dass sich Poseidon in sie verliebte, aber sie wollte nicht und bat im Tempel Athenes um Hilfe. Doch sie wurde nicht erhört und in dem Tempel von Poseidon vergewaltigt und weil Athene dass so eklig fand in ein Mischwesen aus Mensch und Schlange verwandelt. Nur der Oberkörper und der Kopf sid menschlich, Körper und Haare sind schlangenhaft. Ihr Blick lässt Männer zu Stein erstarren. Jedoch kann sie Frauen nichts antun. Nun lebt sie in der Unterwelt.
Laut Mythos ist Medusa die einzige sterbliche und menschenähnliche Gorgone unter ihren zwei Schwestern. Weil sie so schön war, hat sich Poseidon in sie verliebt und sie hatten ein Techtelmechtel, dummerweise nur im Tempel der Athene, die sie zur Bestrafung in die Gestalt ihrer Schwestern verwandelt hat (Schlangen als Haare) und ihr Blick lässt Männer zu Stein werden. Wo sie wohnt ist nicht näher beschrieben. (eine der Hesperiden -Wächterinnen des Goldenen Apfels- heißt ebenfalls Medusa).

Mehr will ich nicht in die Thematik des Films und der Mythologie reingehen. Aber das sind die Sachen, die mir während des Filmes aufgefallen sind.

Es gibt aber noch eine ungeantwortete Frage: Was soll diese Eule eigentlich? Sie wird kurz von Perseus in die Hand genommen und er fragt: "Was das ist?" Die Eule flattest mechanisch mit den Flügeln und rollt die Augen. Er legt sie zurück und sie taucht nicht mehr auf. In dem alten Film jedoch, wird diese Eule von Hephaistos hergestellt und sie kämpft an Perseus' Seite. Ein Hinweis auf den alten Film? Ein misslungener Lacher? Oder geschnittene Szenen?


Kurz und knapp ein Resüme: Wer Action und guten Sondtrack haben will, sollte bei 2D reingehen. Wer griechische Mythologie mag sollte es lassen.

Sonntag, 21. März 2010

Leipziger Buchmesse


Es war mal wieder so weit: die Leipziger Buchmesse fand am Wochenende statt. Natürlich musste ich als Libriphile dort hin und mich informieren, was es denn tolles Neues gibt. Außerdem war es auch wieder Zeit, sich über Cosplayer lustig zu machen.
Vorab für alle Cosplayer: Ja, ich stehe nicht auf Verkleiden. Es ist okay, wenn ihr das macht, manche haben auch Stil und Können, aber der Großteil leider nicht.

Meine WG ist am Samstag hin und ist schon in der Bahn mit einigen komisch gekleideten Menschen zusammengestossen. Ich dachte, weil wir am Nachmittag hinfahren, werden wir nicht so viele Cosplayer (Costume Play, Darstellung von Charakteren aus Spielen und Manga) treffen. Aber Nachzügler gibt es immer. Uns hat es nicht verwundert, dass die beiden jemanden aus Naruto dargestellt haben. Naruo ist DAS Modecosplay, basierend auf einer erfolgreichen Mangaserie, deren Animeauskopplung in Deutschland bis zur Unendlichkeit geschnitten wurde.

Voller Vorfreude auf den Buchgenuss haben wir vor der Halle schon unsere erste Lektüre in die Hand bekommen "Ist Gott tot?". Yeah! Das wollte ich schon immer mal wissen.

Auf der Messe haben wir vier uns getrennt und ich bn mit Klemens los. Wir haben alle Hallen durchforstet, hauptsächlich nach den Verlagen Heyne, Lyx und Co. Und was wir nicht Tolles gefunden haben "Katholischer Buchverband", "Greenpeace Verlag" und sogar "Hallenser Verlag", ziemlich klein der Stand, da war sogar die Leipziger Universität größer.

Auffallend war, sogar im normalen Belleristikbereich, dass Vampirromane immer noch aktuell sind. Langsam reicht es. Ich lese auch gerne Yampirromane, aber ich bleibe gerne bei den klassischen Geschichten. Außerdem ist das Angebot schon wieder zu groß. In diesem Riesenangebot der Fantasyromane (wir sind mittlerweile in den Fantasy-und Mangabereich vorgedrungen) habe ich neue Literatur ausgemacht, die noch eine Nische bilden: Gargoyles (Titel "Grim") und Succubus. Beides sind Fantasiewesen die ich äußerst interessant finde. Auch sollen Zombies jetzt auf dem Vormarsch sein. Überhaupt scheinen Fantasyromane momentan stark verbreitet zu sein. Letztes Jahr sind mir Krimis aufgefallen, doch dieses Jahr gab es kaum etwas davon zu sehen. Zusammen mit dem Fantasy gehört auch das Rollenspiel. Diesmal wurde auch darauf Bezug genommen und ein Live-Rollenspiel (korrekt gespielt: man läuft als Ork verkleidet durch den Wald) vorgestellt. Dieses Rollenspiel ist für Kinder gedacht,um ihnen die Natur näher zu bringen und dabei Spaß zu haben. An sich finde ich die Idee nicht schlecht. Weg von WoW (World of Warcraft- weltweit größte Internetrollenspielgemeinschaft)zurück zur Natur.
Neben dem ganzen Bewundern und Lästern läuft man natürlich unter den Tausenden von Besuchern Freunden und Bekannten über den Weg, überraschenderweise alles Japanologen. Einige haben einen angesprungen, manche hat man gesehen und ihnen gewunken und manche hat man gesehen und gehofft, das man selber nicht gesehen wird.

Im Jungendbereich war es sehr voll. Und größtenteils sind die Jungendlichen verkleidet gewesen. Bitte, sollen sie. Aber bitte, verkleidet euch euer Figur entsprechend. Ich weiß, ich bin auch nicht gerade mit einem Traumkörpper gesegnet, aber ich würde mich nicht für ein Sailor-Moon-Kostüm wie eine Presswurst anziehen. Oder in Strapsen rumlaufen, nur weil sich alle verleiden und es nicht auffällt, wenn man mal über die Strenge schlägt. Manchmal musste man sich echt schämen. Aber mal abgesehen von den "falschen" Kostümen, hat man eigentlich immer nur dieselben Kostüme gesehen. Alle haben sich ihren Lieblingscharakter aus Naruto und Bleach nach ausgesucht. Ich dachte, wenn man cosplayt, will man einzigartig sein? So wie meine Freundin, die den Maskenmann aus Zelda darstellt (oder so, sorry, ist nicht meine Welt).
Interessant und schlicht war dieses Kostüm eines Umbrellasoldaten. Umbrella ist die Genetikfirma aus der Resident Evil-Reihe. Ich halte das Kostüm für absolut gelungen.

Nach drei Stunden sind wir dann kaputt nach Hause, Es war echt nicht lange dort, aber die Massen sind echt anstrengend. Ich dachte erst: Juchu, Massen wie in Japan, das geällt mir. Aber Deutsche wissen sich nicht in Massen zu benehmen.

Wie letztes Mal habe ich mich wieder gefragt, was ich da eigentlich verloren habe. Ich wusste, dass es nicht wirklich viele Leseproben und Gratisexemplare gibt und mich die Cosplayer aufregen. Aber da waren so viele Bücher. Das lohnt sich immer.

Donnerstag, 18. März 2010

Alice im Wunderland

Kaum in der Heimat geht es auch schon wieder ins Kino. Aber auf diesen Film habe ich mich schon lange gefreut: Alice im Wunderland.

Ich bin ein großer Tim Burton-anhänger, habe auch nichts gegen Johnny Depp und mag das Märchen von Alice auch recht gerne. Ich muss sagen, dass ich es noch nicht original gelesen habe und auch den Disneyfilm nicht ganz kenne, aber trotzdem mag ich Alice. Es gab schon mal eine Realverfilmung, die sehr gut war.
Kurz zur story: Alice ist erwachsen geworden und kehrt ins Wunderland, oder auch Unterwelt zurück. Allerdings hat sie vergessen, dass sie als Kind schon mal dort war und redet sich die ganze Zeit ein, dass alles ein Traum ist. Die Rote Königin hat die Herrschaft über Unterwelt übernommen und lässt reihenweise Köpfe rollen (während ihrer der größte ist). Nach der Prophezeihung besiegt Alice als Kämpferin in der Rüstung den Jabberwooky (Drache) der Roten Königin, erkämpft somit die Krone für die Weiße Königin und alle sind glücklich. Aber das geht leider nur, sobald Alice weiß,. dass alles real ist.
Es kommen alle bekannten Wesen vor: der verrückte Hutmacher (Johnny Depp), der Märzhase, komplett verrückt. Und die Grinsekatze, die mir ein wenig melancholisch erschien. Natürlich noch der Schwerenöter, der Bube, und die Weiße Hexe die extrem feenhaft im Verhalten war.

Insgesamt ein netter Film, natürlich in 3D gesehen. Aber er hat mich nicht überzeugt. Ich habe mehr Düsterheit von Burton erwartet. Zwar ist die Welt kringelig und farbenfroh, wie man es kennt, doch fehlt der morbide Touch. Johnny Depp hat für mich auch nicht überzeugend gespielt. Er ist der verrückte Hutmacher, da kann man an sich nichts verkehrt machen, aber es kam lächerlich rüber. Auch ist der Charaketr der Alice in meinen Augen unausgereift. Sie erinnert mich in ihrer Ahnungslosigkeit stark an Effi Briest, und die konnte ich den ganzen Tag nicht ausstehen. Alice verneint die ganze Welt und Zack, dann beschließt sie alle zu retten, obwohl sie nicht existieren. Am Ende findet siecnatürlich sich selbst und rettet Unterwelt. Ein wenig platt.
Am besten gefiel mir der Charakter der roten Königin, gespielt von Helena Bonham Carter. Ihre Wechsel zwischen bösartige Herrscherin udn Frau die nur Anerkennung sucht, war ausgezeichnet. Und meine persönlichen Favouriten waren die komplett animierten Wesen Grinsekatze und Märzhase.
Tricktechnisch ist auch nichts auszusetzen. Die sich auflösenede Grinsekatze oder allgemein irgendwelche Nebenschwaden sind super in Szene gesetzt worden. Das mehr als die Hälfte animiert war, war zu erwarten und auch in Ordnung.

Burtonfans sollten sich den Film ansehen, und wer ein Bildermeer von Farben sehen will, dem sei er auch empfohlen. Tiefgründige Geschichte ist aber nicht geboten.