Mittwoch, 22. September 2010

Just another day

Der zweite Tag an der Uni. Auch nicht viel spannender.
Aber heute war der erste Japanischunterricht. Wir Hallenser sind alle im Mittelkurs. Unsere Grammatik sei schlecht, meinte die Lehrerin über die Tests, aber das macht nichts. Überhaupt wird das kein Grammatikunterricht sonder eher was Interaktives. So sollen wir nächste Woche ein Poster basteln, wo wir irgendwas was wir mögen vorstellen und damit, da bin ich mir unsicher, auf den Campus stellen und Fragen von Japanern beantworten. Klar, kein Ding, so findet man Freunde, aber ich bin mir nicht sicher was für ein Thema ich wählen soll. Mir schwirrt die ganze Zeit "Body Building" im Kopf herum. Oder "Gebrauchte Schlüppis", aber ich denke, dass ist definitiv nicht so toll^^.
Das Japanisch von Frau Seki ist super zu verstehen, bisher auch alles billig, aber es war j aauch erst die erste Stunde.
Danach hatten wir "Culture and Society" mit Brian, der auch Beauftragter für uns Ausländer ist. Endlich war der Kurs mal richtig voll und zur Hälfte mit Japanern besetzt. Das wird ein Spaß. Es geht hauptsächlich um Krieg und Frieden, Darstellung in Geschichtsbücher, Yasukuni-Schrein und ein klein wenig über Soft Power. Das ist zwar das spannenste Thema, aber immerhin behandeln wir es.
Und danach hatten wir gleich "Japanese History 1950-1952" mit Brian. Das ist weniger spannend, weil Geschichte echt langweilig ist. Ich denke, ich werde es rausschmeißen. Ich seh mir das noch eine Woche an, aber die Karten stehen schlecht. Er sagte auch, dass es sich inhaltlich mit Culture überschneidet, also verpass ich nichts. Ich denke der "test" am Anfang ist Schuld daran. Um zu sehen wo wir geschichtlich stehen, sollten wir Zeitalter sortieren und Premierminister nennen. Ich kenne vielleicht zwei. Echt peinlich wenn man bedenkt das Halle sehr auf Geschichte achtet. Dumdidum! Meine Verteidigung: mein gewähltes Politikfach hat sich eher mit Religion beschäftigt. Da bin ich jetzt eher ein Profi in Buddhismus und Schamanismus. Hier saßen ganze sage und schreibe zwei japanische Jungs drin.
unsere Kurse gehören der Fakultät East Asia Studies an, und anscheinend haben die nicht soooo viel Zulauf, da gerade diese Fächer auf Englsich sind, und nun ja, Japaner haben es damit ja nicht so unbedingt. Also besuchen hauptsächlich wir Ausländer sie, zumal, welcher Japaner hhört sich was über Japan an?

Danach hat uns ein er der Jungs aus dem Kurs an die Hand genommen, damit wir mal in die Kurse schnuppern können. Ich möchte vielleicht mal Kyudo ausprobieren. Das ist japanischen Bogenschießen. Und dazu natürlich mein Fitnesstudio. Da war ich dann auch, ohne Japaner, um mir einen Termin für die "Orientation" geben zu lassen. Die muss ich machen, damit ich allein sporten kann. Naja, der Herr an der Rezeption war nett und konnte englisch -macht noch einiges leichter- und ich mach Freitag die Einführung mit, allerdingss mit jemanden der kein englisch kann^^ Schaffe ich. Ich brauch sie theoretisch eh nicht, weil ich die 15 Geräte die das stehen eh kenne. Den Freihantelbereich erklären sie mir nicht, sagte er. Gut, macht nichts. Ich hab auch gefragt was das höchste an Gewicht ist, was sie haben: 10 Kilo. Wie schön, dass ich schon mit 15kg arbeite. Also kann ich mir meinen Plan umstellen. An dieser Stelle: Liebe Grüße an mein geliebtes Fitti in Halle!!!
Also am Freitag endlich wieder sporten, es kommt mir länger als zwei Wochen vor.

Danach passierte mal wieder nichts mehr zu Hause. Außer dem Tod von zwei weiteren Kakerlaken. Wir haben mittlerweile Pestizide ausgelegt. Aber nicht im Aufenthaltsraum. Laut der Indonesierin sind die im Winter dann weg. Gut zu wissen, aber ich will sie schon jetzt nicht mehr haben. Es ist zwar nicht mehr so schlimm wie am Anfang, sie sind ja auch nicht böse und hässlich auch nicht, aber ich erschreck mich immer, weil die so schnell sind.

Dienstag, 21. September 2010

Game Start!

Der offizielle Unitag beginnt. An sich nichts spannendes, aber in Japan so allein unter Japanern ist das dann schon ziemlich lustig.

Erste Stunde: TOEFL. Dieser Kurs ist ein Vorbereitungskurs für den Internationalen Englischtest. Kann nicht schaden. Das Level dürfte auch nicht zu hooch sein, also rein da. Wir waren zu neunt. Vier Japaner und fünf Deutsche. Die Lehrerin hat nicht schlecht gestaunt als sie uns dort sitzen sah, aber hat uns herzlich auf englisch willkommen geheißen. Unsere Konversation war auch kein Problem. Sie hat uns den Ablauf erklärt und dass wir uns ein TOEFL-Buch kaufen sollen (für läppische 32€). Und zur Einstimmung haben wir uns alle auf englisch vorgestellt. Erst war ein Japaner dran und dann ich. Ich hab nicht wirklich was an Stichpunkten vorbereitet und aus dem Stehgreif irgendwas erzählt (woher, warum, wie die Ferien waren). Ich habe auch gefragt, ob ich zu schnell rede, weil die Herren ein wenig konfus wirkten. Als Antwot kamen dann nur Blicke aus großen braunen Mandelaugen. Die Herren selber haben im Gegensatz zu uns sehr leise und verhalten gesprochen, zudem haben sie ihren Text komplett abgelesen. Ja, gut. So machen wir Deutsche das auch in Japanisch. Aber wenn man bedenkt wie lange sie eigentlich schon englisch lernen, ist das doch schon verwunderlich. Und die Lehrerin hat uns für komplett doof gehalten. Bei den einfachsten Sachen bezüglich Japan hat sie uns alles erklärt. Zum Beispiel: Kennen Sie den Fujiyama? In Japan fahren wir auf der linken Seite.

Naja, soweit sogut. Dann wollten wir das spottgünstige Buch bestellen. Ja, gut dass ich in dem Momnet komplett alles vergessen habe und die Dame kein englisch kann. Sie hat dann einen Dolmetscher besorgt, der verdammt gut englisch kann und sich dafür immer entschuldigt hat -er sei so schlecht- Kurz und knapp: in zwei Wochen ist das Buch da.
Danach hatten wir frei und haben und im Bereich der Kokusai, also der Abteilung für Ausländer, herumgetrieben. Wir mussten eh unsere Kursanmeldungen abgeben, außerdem gab es da eine Klimaanlage. Zum Mittag hatten wir uns eigentlich mit Natsumi, die momentan in Halle studiert, zum Eesen verabredet, aber sie kam nicht. Also ist die eine Hälte zum Konbini gegeangen und Katja und ich saßen auf dem Campus und haben Japaner angeguckt und die uns. Es ist krass wie wir angestarrrt werden auf dem Campus. In der Stadt weniger, aber hier, wo wir uns nur aufhalten werden ist es viel extremer. aber halb so schlimm. Natsumi ist doch noch aufgetaucht udn wir haben dann kurz was gegessen.
Dann ging es zu "International Political Economy". Der Herr Yokokawa hat im Ausland studiert, was man seinem Englisch anmerkt, doch ist das Thema jetzt nichts o megahammerinteressant. Ich hab es gewählt und werde es auch wohl behalten, weil wir in Halle zu wenig über politische Dinge gelernt haben, zumal im wirtschaftlichen Zusammenhang noch weniger los war bei uns. Die obligatorische Selbstvorstellung von uns Ausländern musste natürlich gemacht haben. Hier waren ganze zwei Japaner anwesend. Unter anderem mein Dolmetscher.
Nach diesem Unterricht hatte ich "East Asia International Relations". Der Prof ist ein Amerikaner und erzählt sehr gerne und viel. Aber es macht Spaß ihm zuzuhören, Er ist voller Sarkasmus, was den Kurs, bestehend aus, ratet mal, ja, uns Ausländern, gefällt. Ich habe zwar immer noch keine Ahnung von Politik, aber hier scheinen Tabu-Themen besprochen zu werden. Was es gut die Atombomben zu werfen? Was wird den Amerikanern darüber gelehrt oder wie sehen die Deutschen das?
Doof an diesem Unterricht ist, dass wir nicht eineinhalb Stunden machen wie überall, sondern 2 und meistens sogar 3 Stunden am Stück. Wie schön, damit haben wir dieses Fach 4mal die Woche. Aber ich denke ich werde es trotzdem behalten^^.
Dann war Schluß. Schnell noch was im Office im Wohnheim geklärt (das wird ne fette Überraschung^^) und eigentlich sollte ich nach Shinjuku, aber durch die Verspätung hatte ich kein Bock zu hetzen und bin sowieso so geschafft, weil das Wetter mal wieder volle Pulle dabei ist. Kurz noch Nicole wegen des PCs, der natürlich am ersten Tag kaputtgehen musste, geholfen und nun sitze ich hier und überlege tatsächlich schon um 19:15 Uhr ins Bett zu gehen.
Zum Glück hab ich schon die Hausaufgaben gemacht.

Montag, 20. September 2010

Wenn es um die Wurst geht...

Wie angekündigt erzähl ich euch von meiner Toilette, wenn ich nichts besseres zu berichten weiß. Da ich davon ausgehe, dass euch mein 400-Zeichen Aufsatz nicht interessiert, zeig ich euch die Wunderwelt der Technik.


Hier seht ihr einmal die Sitzfläche. Was nicht zu sehen ist, ist, dass sie gewärmt ist. Noch hab ich nicht herausgefiunden wo man die Temperatur runterstellt, weil bei dem ekligen Wetter hier möchte man nicht noch einen verbrannten Hintern haben. Wenn man sich drauf setzt, dann macht sie leise Spülgeräusche. Das soll wohl die Pinkelgeräusche übertönen. Tut es aber nicht^^. Den Deckel kann man einfach fallen lassen, der fällt ganz leise und langsam runter, sodass niemand von seinem Schläfchen auf dem Nachbarklo aufwachen muss. Gefällt mir. Doof nur, dass ich in nem Männerhaushalt gewohnt habe und mir das Deckelrunterklappen abgewöhnt habe. Wobei, die anderen Mädchen hier anscheinend auch.

Kommen wir zu den Special effects. Auf dem Bild könnt ihr Zahlen von 1 bis 4 sehen und A, B, C, D und E. Also solltet ihr, ansonsten einmal auf das Bild klicken und vergrößern.


1: Das ist der Stopp-Knopf. Hier stoppt man alle tollen Sachen die man vorher angeklickt hat.
2: Dieser Knopf, der おしり heißt, ist eine Popo-Dusche. Wenn man darauf drückt wird ein Wasserstrahl auf den Allerwertesten gerichtet. Mit A kann man die Stärke des Strahls beeinflussen. Wer es lieber sanfter mag, drückt auf demn Pfeil nach unten und wer es lieber härter mag, dementsprechend nach oben. Mit B kann man die Höhe des Srahls verstellen, falls die Toilette daneben zielt.
3: やわらか ist im Grunde genommen dasselbe, nur insgesamt ein wenig weiter gestreut und weicher. Also wem die niedrigste Stufe von 2 noch zu hart ist, der kann den Knopf hier nutzen.
4: ビデ heißt Bidet. Bis vor kurzem war mir die Funktion eines Bidets noch nicht klar, aber jetzt. Dieser Knopf sorgt für eine saubere "Mumu". Wieder ist der Srahl nach Höhe und Intensität einzustellen. Um irgendwelchen Fragen zuvorzukommen: Soweit kommt der Strahl nicht nach vorne um Spaß zu machen.^^
C: Dieser Knopf der 乾燥 geschrieben wird ist dafür da, die tollen Spielerei mit den Wasserstrählen trocken zu machen. Also pustet irgendwas einen untenrum wieder trocken (ich persönlich nehme dann doch lieber das saugstarke einlagige Papier dafür). Das ist echt irritierend und bei unseren Klos auch ein wenig zu warm eingestellt. Meine Meinung. Nichts gegen einen heißen Atem dort unten, aber es sollte schon ein Atem sein und kein Pustestrahl aus dem Klo.
D: Das hier soll "Massage" sein und war das erste was ich ausprobiert hab. Aber leider passierte nichts. Aber gerade eben als ich mal wieder herumgespielt habe, da habe ich festgestellt, dass man vorher den Wasserstrahl anhaben muss. Und jetzt pulsiert der. An, aus, an, aus, an, aus. Total unnütz, ich persönlich finde den konstanten Srahl besser.
E: Bis gerade eben konnte ich auch nicht rausbekommen wofür E ist. Aber jetzt: Die Lüftung. Hört sich zumindestens danach an.
Fazit: Es kann einem nicht langweilig werden auf einem japanischen Klo.
Für die Putzteufel unter euch: eine Klobürste findet man hier nicht. Das Wasser ist so "tief", da hinterlässt nichts ne Spur.

Parallel zu diesen Transformerklos gibt es noch das klassiche Hinhock Klo, das meistens in Bahnhöfen zu finden ist. Ich hab da kein Problem mit, aber ich frag mich, wie das 1. Besoffene, 2. Frauen mit hohen Schuhen machen und 3. was wenn man "groß" muss?

Soweit von der japanischen Kultur.

Sonntag, 19. September 2010

Hoch hinaus

Endlich mal ausschlafen, wobei, wenn man das bedenkt, ist es echt rätselhaft warum ich so fertig und müde bin.

Ans sich sollte das ein Gammeltag werden und ich hatte überlegt nach Shibuya zu fahren um mal im Daiso vorbeizuschauen (100 Yen-Shop auf 4 Etagen), aber da die Mädels geplant hatten nach Shinjuku zufahren, um dort sich im Touristencenter Pläne jeglicher Art zu besorgen, bin ich einfach mal mit.
Die Fahrt ist unspektakulär, aber der Weg von der Sation zum Rathaus war echt gigantisch. Ich schätze den Weg von uns zur Uni haben wir dort unterirdisch zurückgelegt. Aber dafür hatten wir auch keinerlei Orientierungsprobleme.
Dort im Rathaus angekommen sind wir erstmal zur Aussichtsplattform hoch. Da kommt man umsonsthin und soll der Aussicht im Tokyo Tower sehr nahekommen. Lustigerweise sind auf dem Weg nach oben die Taschen kontrolliert worden und eine aus unseren Reihen ist aussortiert worden, weil sie in Messer dabei hatte, welches wir gerade gekauft haben. Aber kein Problem, ohne Messer, dafür mit einen Abholschein ging es dann hoch.
Und die Aussicht ist echt sehr gut. Es war trotz gutem Wetters wieder diesig, sodass wir den Fuji nichts sehen konnten, genauso wenig wie den Rand von Tokyo, aber es war gigantisch.


Besondere Aufmerksamkeit hat dann der Souvenirverkauf auf sich gezogen. Es gab jawohl jeden Scheiß dort. Von dicken Katzen über Hello Kitty zu Lollis mit bekannten Gemälden zu Figuren auf deren Gesichter man sein eigenes setzen konnte. Natürlich gab es auch ein Purikura (Passfotoautomat mit Spaßfaktor), welches wir nutzen musste. Sophias Gesicht ist rausgeschnitten worden, dass sah lustig aus, aber wir konnten sie wieder herzaubern^^.



Auf dem Weg nach unten haben wir auch die besagten Pläne gefunden. Eine Touristenstelle hat für jedes Viertel Pläne ausgelegt, zum Teil sogar auf deutsch, und jedes Viertel ist in einer 3D-Collage dargestellt worden. Einige konnten wir sofort auf Anhieb erkennen. Shibuya zum Beispiel an dem Hund oder Akihabara an den Techniksachen.


Auf dem Gebäude des Zweiten waren wir und das lustige Gebäude im Ersten ist das Nikko-Gebäude

Da wir Hunger hatten sind wir zurück zur Bahn, in der Hoffnung was zu Essen zu finden, aber im Endeffekt haben wir in Ekoda, sprich zu Hause gegessen. Zwei, drei Einkäufe, weil morgen Feiertag ist und nun sitz ich wieder hier und könnte einschlafen. Ich weiß echt nicht warum. Mein Kreislauf lief heute auch nicht so rund wie sonst. Sportmangel? Zuckermangel? Jetlag? Egal, morgen ist es wieder super!

Samstag, 18. September 2010

Papa ROACH

Wer jetzt aufgrund des Titels denkt: "Hey, Yvo hat Papa Roach in Japan gesehen!" den muss ich leider enttäuschen. Was kann ich denn dann meinen?
Ja, genau. Meinen gestrigen Abendbesuch der mein Herz ein wenig zum Klopfen gebracht hat. Ein heißer Kerl? Nein, die sind hier doch verboten.
Unschuldig wie ich bin (ja, das bin ich^^) sitz ich gestern auf meinem Bett und mach keine Ahnung wer was, da schau ich zur Tür und sehe wohl die fetteste Kakerlake die ich bisher gesehen hab. Sie sitzt neben derTür udn läuft die Wand runter. Uah! Gut, dass ich mich kontrolieren kann und ich muss nicht schreien, ist ja auch nicht meine Erste. In dem Pizzaservice wo ich mal gearbeitet hab, waren wesentlich mehr, Allerdings die kleinen Amerikanischen und nicht dieses Montervieh von ca. 13 cm (ohne Fühler).
Wie kill ich also dieses Ungetüm? Um nicht die Eier von der Leiche als Fluch auf mich zu laden, wollte ich es erst mit einer leeren Flasche verhauen, aber das erchien mir ein wenig unsinnig, also hab ich doch meinen Schuh genommen und das Minigodzillavieh zermalmt. Um meinem Manager zu beweisen, dass mich die Revolutionärengewinner heimgesucht haben, hab ich die Leiche liegen lassen. Den Schuh hab ich dann gewaschen und erstmal Katja unter Zittern gesagt, was gerade passiert ist.
Ich hab echt überhaut keine Probleme mit Insekten, ich liebe Junikäfer im Haar und Motten auf der Hand, aber das war echt gruselig.

Heute war ansosnten ziemlich langweilig: Um halb 10 eine Einführung in unser Wphnheim. Dabei hat usn Herr Tanak eine Studne langmit verdammtschnelen Japanosch zugetextet. Aber es ging. bezüglich meiner nächtlichen Freundin Roachie sagte er, dass es sein kann,weilich direkt gegenüber des Bades bin udn es ein heißer Somemr ist. Wenn das nochmal passiert, gibt er mir Pestizide. Es scheint also nichts ungewöhnliches zu sein.
Um von weitern Mistinsekten zu erzählen: Mücken. Die sind wesentlich fieser als unsere. Man hört sie nicht, man sieht sie nicht, weil sie kleiner sind und sie sind erbarmungslos. Ich seh aus, als hätte ich Windpocken. Sie stechen am hellichten Tag und am Anfang dachte ich, dass die Stiche nicht sooo schimm sind und sich nicht so stark entwickeln wie in Deutschland, aber das dachte ich auch nur. Die Dinger jucken wesentlich mehr und dadurch kratzt man sich alles auf.

In der Uni haben wir von Brian, einem Professor, noch schnell eine Rede bekommen, von wegen und auch. Also alles was wir schon wussten. Und danach haben wir eine "Fude"-Party gemacht. Das wird jetzt nicht "Fiud" oder "Fadsch" ausgesprochen, sondern so wie es geschrieben wird, denn es heißt auf deutsch "Pinsel". Wir sollten ein schönes Kanji und unseren Namen in Kanji (was nur nach der chinesischen Art und Weise funktioniert) aufschreiben. Naja, Jûji (links) und Yûta (logischerweise dann rechts) haben das ein wenig verpeilt, also die beiden Japaner bei Katja und mir, und wir haben zwei recht simple Kanji gemalt. Meins war 菊 was kiku gelesen wird und Chrysantheme bedeutet. Das mit dem Namen haben wir dann auch mal mitbekommen und bei mir ist das machbar meinen Nachnamen auf Japanisch zu schreiben. Richter heißt auf Japanisch 裁判所 saibansho. Ist doch auch hübsch, oder? Nebenbei haben wir uns sehr gut mit den beiden unterhalten.
Dann war Schluß und wir konnten nach Hause.

Mehr ist nicht passiert.

Freitag, 17. September 2010

Feel free for taking them

Und weiter geht es mit der Orientierung an der Uni.
Um bloss nicht unpünktlich zu sein, sind wir eine Stunde vor dem Termin losgegangen, für den Fall, dass wir uns verlaufen. Aber Mutti-san, sprich ich, hab uns im gemütlichen Schritt zur Uni gebracht. Wir brauchen tatsächlich nur 15-20 Minuten.
Dort haben wir dann unsere Campustour bekommen. Obwohl die Gebäude auf dem ersten Blick ziemlich ranzig aussehen ist der Campus echt schick. Wir haben sehr viel Grün auf dem Campus und es ist alles schick gestaltet. Wir haben Sportanlagen, ein Bächlein, einen Coop, also einen kleinen Laden, wo man Stifte etc und Nahrungsmittel kaufen kann, falls man einen Zuckerschock erleidet.
Am interessantesten war für mich das Clubgebäude, wo die ganzen Clubs und Sportvereine drin sind. ir haben dort dem Kendoclub zugesehen und die schreien verdammt viel rum und machen mit ihren Stöckern noch mehr Lärm (Kendo: siehe Wikipedia). Aber das hat mich ja nicht so interessiert, ich wollte mir den süßen kleinen Fitnessraum ansehen. Er ist größer als ich in Erinnerung habe, allerdings konnte ich kaum freie Hanteln entdecken. Naja, noch hat er nicht wieder geöffnet. ABER: der Zutritt ist kostenlos und für Jedermann. Man muss sich nur einer Einführung unterziehen *schnarch* Aber das allerbeste daran ist, man kann die Duschen dort kostenfrei nutzen. Der aufmerksame Leser horcht auf, denn ich habe im letzten Eintrag geschrieben, dass die Benutzung der Wohnheimduschen 100 Yen kostet. YEAH! So soll das sein.
Weiter ging es mit einer Einführung in die Kurse außerhalb der Sprachkurse. Das wird zum Teil ein wenig kompliziert, weil die Beschreibungen auf Japanisch sind, aber egal. Das Essen was wir nebenbei gegessen haben, war auch gut. Ein HotDog-Brötchen mit gebratenen Nudeln gefüllt. Interessant und lecker.


Gut gefüllt ging es dann zum "medical check". Wir wussten, dass wir geröngt werden. Nur war die Frage im welchen Bereich und welche Piercings raus müssen. Ich bin nicht die einzige die irgendwelche zusätzlichen Löcher hat (nur die meisten^^). Wir Mädchen waren als letzes dran und wir Hallenser sowieso. Da das solange gedauert hat, haben wir uns schon die tollsten Horrorgeschichten ausgedacht. Von wegen, als eine Kreissäge ertönte, dass wir uns ja anpassen müssen, größentechnisch, und dementsprechend ein paar Zentimeter Bein hergeben müssen... aber das war nicht der Fall.
Als ich dann mit Tabea abgeholt worden bin, immer schön pärchenweise, mussten wir unsere BH ausziehen und haben dafür ein formschönes braunes Jäckchen bekommen. Das Tolle: Die Japanerin hat sich verschämt zur Tür gedreht und bloss nicht hingesehen wie wir mit unseren ausgewachsenen Brüsten uns oben rum umgezogen haben. Herrlich. Gut, dann schnell das Foto vom Inneren gemacht und wieder anziehen. Danach mussten wir ankreuzen, ob wir irgendwelche Krankheiten haben oder Medikamnete nehmen. Jaha, da wurde es dann komplizierter. Da ich wegen meiner Schilddrüse Tabletten nehme, aber dummerweise mir nicht herausgesucht habe, wie die Viecher auf englisch oder japanisch heißen, musste ich dann erklären, dass ich Hormone nehme, weil ich zu wneig produziere. Nach Minuten war das klar, also so halbwegs. Und dann war die große Frage wo ich dann die Medikamente herbekomme. Das ich die mitgebracht habe schien zu einfach zu sein. Die Ärztin sagte dann auch total verständnisvoll, dass wenn ich dann robleme habe, ich zu ihr kommen soll. Ja, natürlich. Voll putzig alle.
Und dann kam der große Test für den ich NIX gelernt habe. Aber das hat mal überhaupt nichts ausgemacht. Der war so pischieinfach, da können wir nicht durchgefallen sein. Wie sich nachher herausgestellt hat, stand sowieso von vornherein fest, dass wir in den Mittelkurs kommen und nur der genaue Stand abgefragt wurde. Auch das Interview war ganz cool. Wir sind zu zweit rein und haben uns eigentlich nur vorgestellt. Man hat uns die Hausaufgaben erklärt und was uns grob erwartet und fertig. Die Lehrerin ist toll, man konnte sie super verstehen und sieht auch nicht megastreng aus.

Dann war noch der Handymann da, der uns ein Sauperangebot gemacht hat. Um das Ganze mal abzukrüzen: für rund die Hälfte der Deutschen ist das Angebot unnutzbar, weil wir über keine Kreditkarte verfügen und das nur über Kreditkarte geht. Tja, Pech. Der hat auch nichts über den Tarif erzählt, sondern nur nen Zettel ausgeteilt. Super Akquise, das üben wir noch mal.
Dann ab nach Hause. Während der Zubereitung von Nudeln (mit kostenlosem heißen Wasser) hab ich dann mit den Melanesiern und Indonesierinnen geklönt und einiges herausgefunden. Der Torschluß soll zwar schon um 22 Uhr sein, aber nur für den Mädcheneingang. Man kann noch über den Haupteingang reinkommen. Aha! Schön, dass das nicht in den Hausregeln steht. Das haben wir heute aber noch nicht ausgetestet, als wir uns um 20 Uhr noch mit Yoann getroffen haben. Das ist eine arme Sau. Er ist der einzige Kerl aus unserer Ausländergruppe, der mit uns hier im Rikko Kaikan wohnt. Und dementsprechend auch als einziger auffälliger Ausländer unter den Jungs. Alle seine französichen Freunde sind im anderen Wohnheim.
Zusammen mit Nicole haben wir die Gegend erkundet. Und jetzt sitz ich wieder hier und überlege, ob ich jetzt noch nen Absatz über die tollen Toiletten schreibe. Das wird aber lieber ein Thema für einen Tag, wo ich nichts spannendes habe.
Es sei hier auch angemerkt, dass wenn ich dann richtig studiere garantiert auch nicht täglich schreiben wwrde. Noch hab ich Hausaufgaben in geringen Ausmassen, aber ab nächster Woche könnte das schon rundgehen.
Solange genießt meine literarischen Auswüchse und bewundert meine künstlerischen Werke, die sich Fotos nennen. Ich hab es nie erwähnt, aber wenn ich auf die Bilder klickt werden sie groß. ^^
was den Titel angeht: eine der Professoren hat einen Bekannten der für eine Rasiererfirma arbeitet und hat uns Rasierer mitgebracht, für Kerle und Mädels. Ich hab drei mitgenommen, hab mich halt frei gefühlt und gegen einen Wilkinson quattro hab ich garantiert nichts.

Donnerstag, 16. September 2010

Ich wünsch, ich wär Dagobert Duck

Mein neues Zuhause, zumindestens für ein Jahr:
Wir Hallenser Studenten wohnen alle, bis auf Caro, die wohnt bei ihrem Freund, in Rikko Kaikan. Zwar hat das die geringste Miete, aber dafür bezahlt man sonst sehr viel.
Grundmiete 47.000 Yen und dann ein Key Money von rund 40.000 Yen am Anfang (zusammen ungefähr 790 Euro). Das Praktische an diesem Wohnheim: wir können zu Fuß zur Uni und sparen und somit den langen zeitaufwändigen Weg und damit Zeit und rund 6.000 Yen Bahnkosten pro Monat. Aber dafür bekommen wir kein Frühstück und kein Mittag, das heißt Selbstversorgung, die verdammt teuer in Japan ist, wenn man sich nicht gerade nur von Onigiri (Reisbällchen) ernähren will. Außerdem kostet hier die Benutzung von Herd und Mikrowelle Geld, zwar nur 10 Yen, was 10 Cent sind, aber auf Dauer läppert sich das.
Umsonst dagegen ist heißes und gekühltes Wasser und der Toaster, aber das ist kein Toaster, sondern eher so ein Miniofen. Also will ich mich ja nicht beschweren.
Duschen kostet dann wieder etwas: 100 Yen für 7 Minuten. Doof wenn man Sport machen will- und das täglich. Außerdem verbrauche ich nie 7 Minuten. Ich stand darunter und hab extra zweimal die Haare gewaschen und noch mal das Wasser genossen und hab trotzdem nur maximal 5 Minuten verprasst. Den Rest hab ich jemanden überlassen. Ich sollte mit den Deutschen abklären wann wer duschen will, damit man das Geld teilen kann.
Wäsche waschen kostet 150 Yen pro Maschine. Bei einmal die Woche vertragbar. Trockner dann 100 Yen pro 30 Minuten. Je nachdem was man hat, muss man 200 investieren. Aber dafür hab ich im 100-Yen-Shop mir ne kleine Wäscheleine und Wäscheklammern gekauft, die vor dem Fenster hängen. Im Sommer kann ich also ein wenig sparen.
Strom muss ich auch zahlen, aber ich weiß erst am Ende des Monats wieviel. Da ich aber die Klimaanlage nicht nutze, dürfte das noch human sein.
Soviel zu den Kosten im Wohnheim, weitere folgen gleich. Aber ich möchte nochmal anmerken, was wir für tolle Regeln haben: Nicht im Schlafzeug über den Flur gehen! Hey, das Bad ist bei mir gegenüber (das ist ein Gemeinschaftsbad mit 3 Klos, 3 Duschen und 4 Waschbecken für rund 25 Zimmer -alles Mädchen), da zieh ich mir doch nichts neues über. Männer sind in unserer Etage verboten! Wir haben einen Franzosen hier, aber ich hab mal keine Ahnung wo der wohnt, theoretisch hier im Haus, aber wer weiß. Don't be noisy! Naja gut, das ist nachvollziehbar, vor allem ab 22 Uhr. ABER: ab 22 Uhr ist hier auch Aus- und Eingangssperre. Wer es nicht rechzeitig nach Hause schafft, hat Pech gehabt. Das ist mein persönlicher Favourit. In der Woche ist es mir egal, aber am Wochenende ist das schon Hardcore.

So, zu den heutigen Ereignissen:
Wir sind abgeholt worden und sind zur Ekoda City Hall und haben unsere Alien Registration Card beantragt. Die brauchen wir, wenn wir für längere Zeit in Japanl eben, Sozusagen der Perso dort für Ausländer. dazu, um zu wissen, dass wir wirklich einen bekommen, haben wir einen Wisch für 300 Yen bekommen.
Weiter ging es mit dem zur Gesundheitsabteilung. Dort sollten wir eine Versicherung unterschreiben. Laut Nachfrage in Deutschland müssen wir das nicht. Wollte ich auch nicht, da ich schon, dank meiner 25 Jahre, meine eigenen deutsche Krankenversicherung bezahle, die mir in Japan nichts bringt, aber ich sie brauche, weil ich sonst exmatrikultiert werde, und sowieso eine Reiseversicherung habe.
Wie habenauchnachgefragt, ob wir das müssen. Ja, müssen wir, Da sind wir ja mittleprächtig angepisst, weil die uns natürlich Geld kostet. Nicht wirklich viel, aber trotzdem. Der Franzose musste das nicht, weil er eine internationale Versicherung hat, also das, was wir auch haben, verstanden hat das aber niemand.
Dann weiter zur Uni um eine Orientierung zu bekommen. Dort haben wir gegen ein Entgeld von 6000 Yen Papiere bekommen, eine Art Versicherung für das Wohnheim abgeschlossen und einen Namensstempel bekommen. Ich kann jetzt überall リヒター hinstempeln (also "Rihitaa", wie "Richter" mit dem japanischen Alphabet geschrieben wird). Lustigerweise müssen die Leute aus dem anderen Wohnheim nur 1100 Yen blechen. Das liegt aber an dem Wohnheim. Toll!
Naja, ansonsten haben wir die nächsten Tage besprochen -morgen ist eine ärzliche Untersuchung mit Röntgen, ich will meine Piercings nicht rausnehmen^^- und ein japanischen Bankkonto beantragt. Und zwar an der Mitsubishi Bank. Ob es Kontoführungskosten gibt weiß ich nicht, online banking wohl auch nicht.
Morgen soll uns eine Handyfirma dann noch ein Handyvertrag aufschwatzen, aber den will ich nicht. Was interessieren mich internationale Gespräche für eine Grundgebühr von ~40 €. Da hol ich mir lieber was eigenes.
Naja, aber nebenbei haben wir dann noch die anderen Austauschstudenten kennengelernt. Wir Deutschen sind mit 8 Mann in der Überzahl, dann 6 Franzosen, 2 Briten und 2 Amerikaner.Also alles recht überschaubar. allerdings muss ich feststellen, dass wir Deutschen im Gegensatz zu den Franzosen ein scheiß Japanisch können. Aber trotzdem noch besser als das der Amis. Mal schauen was der Test morgen ergibt.

So, das mag sich alles böse und megateuer angehört haben und gefängnismässig noch dazu (hey, ich habe ganze 8 m² mit Bett, Tisch, Schrank und Stuhl), aber trotzdem fühle ich mich hier wohl. Auch wenn ich heute morgen um 4 hellwach war. Geliebter Jetlag!