Freitag, 15. Oktober 2010

Alles hat ein Ende...

Eine neue und hoffentlich letzte Etappe der Krankenhaushorrorgeschichte ist sendebereit.
Na gut, gruselig ist es nicht, aber Sachen die gruselg sein sollten und es nicht sind, sind eigentlich nur nervig.
Heute Morgen, an dem Morgen an dem ich hätte ausschlafen können, weil der Unterricht ausfällt, bin ich mit meinen unbenutzten Krücken in der Hand ins Krankenhaus marschiert. Diesmal rechtzeitig zu meinem angegebenen Termin. Ich habe meinen Krankenhauspunktekarte (ja, man bekommmt auch hier Treuepunkte) unter die Selbstbedienungsmaschine gehalten und eine Nummer bekommen. Mit dieser Nummer habe ich mich an die Rezeption gestellt und sie der netten Dame gegben, zusammen mit meinen japanischen Versicherungskarte. Die Dame hat mir gesagt wo ich hin soll und ich fragte wo ich die Krücken loswerde. Das habe ich dann auch verstanden (bisher fehlerfreier Durchlauf), aber dann fragte ich, ob ich erst die Krücken wegschaffen soll oder zu meinem Doktor gehen soll. Jaaa, da haperte es dann mit der Kommunikation und eine englischsprachige Dame wurde zur Rate gezogen, die mir die Teile einfach abgenommen hat. Ich möge sie rufen, wenn ich durch bin. Klar, danke, mach ich.
Also ab in meinen Bereich. Dort setz ich mich dann hin udn warte. Sowie letzes Mal. Allerdings fällt mir auf, dass alle ihre grünen Umschläge an der Rezeption für diesen Bereich abgeben. Warum hat mich die Dame nicht aufgehalten udn das haben wir letztes Mal aber auch icht gemacht. Also Umschag abgegeben und nach 5 Minuten unter Singsand (Rihitasa~n!) zurückbekommen. Das ist einfach. Dann brüllt der Lautsprecher dass ich in Raum 2 kommen soll. Jo, wird auch gemacht.
Dort fragt der Doc ob alles in Ordnung ist. Ja, na klar." Dann machen Sie mal ihren Fuß nackig! ~ Tut das weh? Und das? Und wie ist das?" "Ah, hier ist es ein wenig unangenehm" Naja, das ist normal, weil der Fuß drei Wochen zur Regeneration braucht und mir dazu noch 2 Tage fehlen. Ich soll also noch 2 bis 3 Tage warten und dann kann ich machen was ich will: laufen, hüpfen, schwimmen....*hust* Okay, ich warte noch ^^ Fünf Minuten Untersuchung udn ich darf gehen. Das ist dochmal schön, das läuft hier echt schnell.
Also ab zur Kasse. Dort gebe ich mei grünes Teil ab - ich scheine das System durchschaut zu haben- und winke Yamada-san zu mir, die englischsprechende Helferin. Sie sagt mir nur, das sich warten soll, sie ruft mich. Okay. Aber ich höre dann nur "Thank you for waiting!" Englisch? Da kann nur ich gemeint sein. Also ab zur Kasse und ich bekomme meine 4000 Yen Pfand zurück. Allerdings muss ich noch meine heutige Gebühr bezahlen. Aber anstatt dass ich das an der Kasse mache, kommt Yamada-san rum, mit einem Zettel in der Hand, und geht mit mir zum Selbstbezahlautomaten -System doch nicht durchschaut- Dort scannt sie den Code von meiner Rechnung ein: 710 Yen. Lächerlich. Das zahl ich dann, bekomm eine Quittung und kann gehen. Was ich nicht verstanden habe: Warum hab ich das letzte Mal an der Kasse persönlich bezahlt, bekomme jetzt persönlich Geld zurück, muss aber den Rest an der Maschine bezahlen? Naja, ganz ehrlich, ich hab jetzt nicht unbedingt Lust das System weiter zu durchschauen.
Yamada-san meinte, sie könne sich sogar noch an mich erinnern, wie ich angehumpelt kam. Das sah ja so bösartig aus. Ist denn jetzt alles in Ordnung? Wow, ich bin echt eine Berühmheit. Ja, ich hab sie beruhigt, alles ist prima. Wenn das so grausam aussah, was sieht sie dann im Krankenhaus? Vielleicht hab ich meinen Zynischen, aber irgenwo muss der Verstand doch auch noch bleiben.

Im Wohnheim bin ich dann gleich zu meiner Officelady, um den Versicherungskram zu erledigen. Um das mal zu kürzen: ich bekomme pro Krankenhausbesuch 2000 Yen. Egal wie hoch die Kosten waren. Insgesamt würd ich dann 8000 Yen bekommen, hätte aber noch rund 5800 Yen offen. Sie sagt, ich solle häufiger hingehen und mir das anrechnen lassen. Aber was soll ich im Krankenhaus, wenn es mir gut geht? Ich hab definitiv was besseres zu tun.
Ob den restlichen Teil denn nicht meine japanische Versicherung zahlt? Ne, die ist nur zu Regierungszwecken da. Aha, ich bezahle monatlich Geld (bisher noch nichts) damit die Regierung beruhigt ist? Gut, dann frag ich nochmal meine deutsche Versicherung. Ich hatte zwar schon vor 2 Wochen angefragt, aber die haben noch nicht genatwortet. Deutsche Bürokratie...
Und Tanka-san aus dem Büro im Wohnheim sagte., dass alle Leute um das Wohnheim herum immer wieder fragen "イヴォンは大丈夫?" (Yvonne ha daijôbu? Ist Yvonne wieder gesund?). Er hat echt gesagt, das sich hier in Kotake (unser "Viertel") eine Berühmtheit bin. Und dann hat er mich wieder angelacht. Ich betone das Anlachen, weil es für mich immer wie ein Auslachen rüberkommt. Ich lach einfach mit, wie in Deutschland ^^
Soweit von meinem Vormittag. Mittag/Nachmittag hab ich gepennt und der Abend wird auf der Bowlingbahn verbracht, davon erzähl ich bestimmt das nächste Mal^^.

Montag, 11. Oktober 2010

Z-End, my love!


Wohoooo!
Es ist der 11.10. und das heißt es ist ein Feiertag. Das hat man schon daran gemerkt, dass man früh von dem nebenan liegenden Kindergarten geweckt wird. Es war irgendein Sportfest unf ein Mann har irgendwas in einer Lautstärke erzählt und dann haben gaaaanz viele Kinder gesungen. Ist ja putzig, aber nicht wenn man halbwegs ausschlafen kann. Denn ich musste trotz Feiertag in die Uni. Wir hatten aber nur Japanisch und es zog sich wieder hin.
Der Sprachunterricht gestaltet sich folgendermaßen: Kanjitest über die letzten ca. 30 Kanji (lesen und schreiben), dann Rückgabe des letzten Testes und Austeilung der Liste bis zum nächsten Mal. Die Vokabeln der Liste werden ausführlich auf japanisch erklärt -man versteht es tatsächlich- und dann wird in der restlichen Zeit, so rund 40 Minuten, ein wenig Grammatik gemacht. Aber die ist Erstens nicht so anspruchsvoll und Zweitens versteh ich nie was Seki-sensei von uns will.
Das machen wir jeden Montag und Freitag, der Mittwochunterricht ist für die Poster-Session mit den Japanern reserviert.

Nach der Uni wollten wir zu dem Straßenfest in Ekoda, weil unser geliebter Jiendo, oder wie wir herausgefunden haben, "Z-End" geschrieben, wieder da ist. Ihr erinnert euch? Das ist der lustige Flammenkopf, mit dem Yo und ich uns haben fotografieren lassen. Wir haben ein wenig recherchiert wer das ist und ich bin voll zum Groupie geworden, Nicole auch ein bisschen.

Z-End ist ein 16-Jähriger, der sich in diesen Flammenkopf verwandeln kann und die Welt vor dem Bösen rettet. Er hat auch Partner, Void, Albane, Nekuroman und Cosmo. Jeder von ihnen hat auch einen eigenen Manga. Z-Endo hat schon vier und die anderen ein bis zwei. Ich muss nicht sagen, das sich mir die früher oder später noch zulegen werde, oder? Ich bin abgegangen wie ein Zäpfchen, als Nicole mir ihren frischgedruckten Manga unter die Nase hielt.

Zum heutigen Tag: nachdem wir den Ort des Geschehens gesucht und auch gefunden haben, dachten wir erst, dass es nur ein Flohmarkt mit Aufführungen von Nachwuchstalenten im Ballett ist. Es gab auch schon einen Z-End-Stand, aber da konnte man nur Merchandise kaufen. Da es tierisch heiß war heute, haben wir kurz die Ballerinas betrachetet und wollten wieder in den Schatten, da haben wir Z-End an dem Stand gesehen. Mein Herz hat wie wild angefangen zu klopfen und es trieb mich in seine Nähe.
Schüchtern haben wir aus der Ferne (und dem Schatten) beobachtet was abgeht. Die Staff-Leute haben Folien hochgehalten, die 500 Yen kosten und die signiert werden. Man kann aber auch Sticker- und Button-Sets für das Geld kaufen. Aber wir wollten so gerne ein Poster signiert haben (500 Yen). Während wir da standen, haben Arukubein (links in grau) und Kurosudaiba (rechts in bunt) posiert. Aber das ist ja langweilig, wir wollten Z-End.
Ich bin dann todesmutig zu dem Stand und habe nach einem Poster gefragt "Kostet das wirklich 500 Yen? Und signiert Z-End das dann?" Ja, genau, welches ich denn möchte -natürlich dass Portrait von meinem Held^^. Ob ich dann auch ein Foto von ihm machen darf? "Ja." "Ja, aber auch mit mir zusammen?" "Naja, das kostet nochmal 500 Yen." Das war mir dann zu teuer und ich hab angewunken. ABER: was wäre denn mein Held für einer, wenn er das nicht mitbekommen hätte. Natürlich darf ich ein Foto mit ihm machen: kostenlos!
Ist das nicht toll? Und weil ich das Poster gekauft habe, hab ich noch eine Sammelkarte geschenkt bekommen. Alle haben so nen doofen anderen Held bekommen, aber Nicole und ich haben Z-End bekommen. Yeah! Also schnell Poster signieren lassen und dann Fotos machen. Hach! Wie schön das war. Naja, alle drumherum haben mitfotografiert, wie schon auf dem Straßenfest vor drei Wochen.

Ich dufte dann auch seine Hand schütteln und er hat mich auf dem Kopf getätschelt. Gut, das war jetzt nicht sooo toll, weil ich auch fast so groß war wie er, aber er durfte das. Garantiert bin ich älter als er (wenn der Schauspieler jetzt wirklich ein 16jähriger ist). Und um mein Zimmer komplett im Feuerstyle einzurichten, werde ich morgen bei einigen Geschäften nachfragen, ob ich das Poster, was das heutige Event angekündigt hat, bekommen kann. Das wär perfekt.

Oh, oh. Japan macht mich echt fertig. Jetzt bin ich ein Groupie von einem Kerl von dem ich die "Funktion" noch nicht einmal kenne. Egal.

Sonntag, 10. Oktober 2010

Bier Party

Wider Erwarten war die Englisch-Party oder auch Bier-Party genannt, verdammt langweilig.
Wer die Erwartung hatte Kontakte zu Studenten zu knüpfen, der hatte Pech. Es waren hauptsächlich alte Absolventen der East Asia Studies da und die die jetzt gerade studieren waren zu schüchtern um mit uns zu reden. Zum Glück waren Ryota und Nori da, da hatten wir wenigstens Spaß und mussten uns nicht nur mit dem verdammt guten Sushi abgeben.
Das Bier, wonach es ja Bierparty genannt wurde, war leckeres Asahi-Bier. Meines Erachtens schmeckt es wie Kölsch, also süffig und schnell weg^^.
Ich hatte zum Glück schon genug intus, dass ich die obligatorische Selbstvorstellung auf Japanisch flott hinter mich bringen konnte. Und der anschließende Klön mit den älteren Herren ließ sich ertragen. Rushelle tat mir leid, dadurch dass sie schwarz und aus Jamaica ist, ist sie von den aufdringlichsten Herren bedrängt worden. Und sie ist im Anfängerkurs und versteht kaum Japanisch.

Um den angefangenen Tag sinnvoll zu beenden, sind wir zu acht ins nächten Izakaya (Kneipe) und haben Spaß gehabt. Günstiges Bier und andere günstige Sachen liessen die Stimmung kochen. Nori war als einziger Japaner dabei, weil Ryota leider arbeiten musste. Aber er hat sich gut geschlagen und Themen wie "Wie viele Ex-Freundinnen?", "Wo zum Teufel kann man gebrauchte Schlüppis verkaufen?" und dergleichen ertragen. Er hat auch etliche "Schläge" von den Franzosen eingesackt. Anscheinend ist es dort so üblich. Dafür hat er sich bei mir ausgetobt und mich geboxt. Mit Mäuschenfäusten. Bitte, nur zu.^^
An sich haben wir die gleiche Vorstellung von Beziehungen, aber in einem Punkt kamen wir auf keinen Nenner: In Japan scheint es so zu sein, dass wenn man ein Paar ist, dass das Mädchen nicht allein weg geht. Auch nicht so wirklich mit Freundinnen. Zusammen ist okay, und wenn ich es richtig verstanden hab, der Mann allein ist auch okay. Ich verstehe die Argumentation der Japaner, dass sie Angst haben, dass das Mädchen fremdgeht, aber ganz ehrlich...wo ist denn da das Vertrauen? Ich hab versucht zu erklären, dass das bei uns okay ist und der Mann genau so nen Mist bauen kann, wenn er allein unterwegs ist. Nori hat das nicht verstanden, ich habe seinen Punkt nicht verstanden. Die Lösung: Beziehungen sind dämlich und zu kompliziert.

Cris, der Ami, und Yoann wollten noch nach Roppongi weiter Party machen, aber ich wollte nicht mit, wiel es Erstens teuer ist, und Zweitens mit meinem Fuß kein Bock hatte (an dem Abend hab ich die Schiene abgebaut). Nori hat so gebettelt das wir mitkommen, aber Katja und ich haben uns auf dem Weg nach Hause gemacht. Er hätte ehrlich gesagt auch nach Hause gemusst, nach nur zwei Stunden Schlaf in der Nacht. Wie ich gehört hab, war es noch ein sehr lustiger Abend.

Den Sonntag hab ich dann sinnvoll mit 6 Stunden Skypen verbracht (4 Stunden mit Franzi ins Argentinien ^^ und zwei mit meiner Mom). Referat ist vorbereitet, Aufsatz fast fertig geschrieben und Vokabeln gelernt. Gutes Resümee des Wochenendes.

Freitag, 8. Oktober 2010

Kämpfe um Land und Bälle

Heute war mal wieder lustig.

Nachdem ich es geschafft habe eine Stunde zu früh aufzustehen und auch im Glauben rechzeitig da zu sein früher in die Uni bin, hab ich mir an die Stirn gefasst wie doof ich doch bin.
Was mach ich mit der "gewonnenen" zeit? Nachdem ich erstmal allein auf dem Campus gefrühstückt hab und mich der einzige Japaner dort angesprochen hat, weil ich ihn kenne -immer wieder unglaublich- bin ich dann in die Frendsprachenbibliothek gegangen, um die 100 Seiten zu letzter Woche "International Relationship" nachzuholen. War ganz nett und ich hab die deutsche Abteilung gefunden. Da stehen Sachen wie "Lyrik aus dem 16ten Jahrhundert",und "Volkslieder" "Friedrich Dürrenmatt". Whoa. Meine Idee sich was für die abendliche Lesestunde auszuleihen schwand dann ein wenig. Aber mal schauen was sich da noch finden lässt.

Eine megaspannende Stunde Japanisch.

Und auf dem Weg zur Bahn haben Nicole, Katja und ich im Mister Donut die Wiedereröffnung genutzt und Donuts für 100 Yen gekauft. Es war gerammelt voll und vor dem LAden war ein Stand an dem man bei einem Kauf von 600 Yen eine Sache aussuchen dufte. Es war alles für Knder, aber wir haben dann die Bons zusammengelegt (wir hatten jeder maximal 500 Yen) und Katja hat sich eine kreischgelbe Regenjacke für Kinder ausgesucht. Wenn sie nicht atmet passt sie auch^^

Da diese Woche "International Relationship" ausfiel, sollten wir ins Yûshukan, dem Museum am Yasukunischrein, besuchen. Das haben wir heute erledigt. Wir waren schon dort, aber diesmal sind wir an einer anderen Haltestelle ausgestiegen und sind den Karten gefolgt. Das die alle immer wieder was anderes darstellen haben wir nicht eingeplant und nach einer dreiviertelstündigen Odysee haben wir es dann auch geschafft. Min Fuß fing an zu streiken. Nicht das er weh tut, aber dadurch, dass er in dem Verband noch immr eingesperrt ist und ich mein Gewicht verlagern muss, geht es auf ungewohnte Muskeln.
Das Museum selber ist eher kontrovers, genauso wie der Schrein. Da es aber um internationale Beziehungen geht, eignet sich dieses Museum hervorragend. Es geht um Japans Kriegsgeschichte. Der Samuraikodex, Verbindungen zum Ausland, Kolonievisionen und natürlich die Weltkriege.
Interessant ist es nun, dass ich nur japanische Opferzahlen gefunden hab. Zwar sind die Angriffe von japanischer Seite erwähnt worden, aber in stark verharmloster Form. Das stark diskutierte Thema "Massaker von Nanking", wo China von 300.000 Opfern spricht, ist in dem Museum zwar erwähnt, aber dermaßen verharmlost worden, dass wenn man davon nie etwas gehört hätte, nie als Massaker oder Wendepunkt im Krieg verstanden hätte. Ebenso der Angriff auf Pearl Habour, gut von amerikanischer Seite stark gepusht, aber hier nur als erfolgreicher Schachzug erwähnt. Es wurden Briefe der Soldaten an die Familie übersetzt: die an die Eltern sind voller Stolz auf das Soldatendasein, die an die Frau sind voller Liebe und Sorge um die Kinder.
Ganz ehrlich, dass kann mir keiner erzählen. Es ist bekannt, dass auch Kamikaze-Flieger Angst hatten, außerdem denke ich persönlich, dass die Ehemämnner sich kaum um ihre Frau gekümmert haben, da arrangierte Ehen Standart waren.
Obwohl dieses Museum recht einseitig war, war es jedoch gut.

Für den Abend war dann eien kleine Party in einem englischen Pub geplant. Rushelle, eine unserer Briten, hatte Geburtstag, udn sie hat alle eingeladen im Pub was zu trinken und danach in einen Club in Shibuya zu gehen. Katja, Nicole und ich sind in den Pub mit und haben eigentlich viel Spaß gehabt. Wir haben da einen echt leckeren Drink getrunken. Milch mit nem Likör (nicht Likör 43) und da Happy Hour war, absolut günstig. Und endlich mal konnten wir und mit den anderen Ausländern unterhalten. Chris, dem Hawaiianer, hab ich versucht dass Alter zu entkitzeln. Mit Ryan hab ich mich über Manga und Anime unterhalten (und Chris' Alter erfahren, aber ich darf nicht petzen) und mit Marus über Kriegserben und Entschuldigungen. Hört sich langweilig an, aber nebenbei lief dann noch Fußball: Japan gegen Argentinien. Da ich "Verbindungen" nach Argentinien hab, war ich zwiegespalten.
Man musste aber für Japan sein, bei jeder Annäherung an das argentinische Tor sind die Japaner übelst abgegangen. Und der Pub war ganz schön voll zum Spiel. Natürlich hat Japan ein Tor geschossen und alles hat gejubelt. Sogar eine Vuvuzela war zu hören. Wir Deutschen waren von dieser Begeisterung bei jedem Schuß recht gelangweilt, aber das Feeling war trotzdem herrlich. Da kann man häufger hingehen. Die letzten 10 Minuten haben wir nicht mehr gesehen, aber ich gehe stark davon aus, dass es bei 1:0 für Japan blieb.

Rushelle und die anderen wollten dann in einen Club. Angeblich ist der Eintritt vor 11 Uhr für Frauen frei, aber da ich mein Fuß so überanstrengt habe und auch nicht unbedingt auf Clubs stehe, bin ich mit Nicole nach Hause. Katja schafft das auch allein! Es war schön, die anderen kennenzulernen. Bisher waren die Beziehungen zwischen den unterschiedlichen Wohnheimen ja eher kühl.
Mal schauen, was dann morgen auf der nächsten Uniparty abgeht (von 15 bis 17 Uhr -soviel wird das wohl nicht sein^^)

Entschuldigt, dass ich nicht soviele Fotos beisteuer, aber es ist doof, jede Kleinigkeit festzuhalten.

Mittwoch, 6. Oktober 2010

Still alive

Unglaublich wie schnell sich so ein Alltag bilden kann. Morgens aufstehen, zur Uni, Unterricht, zurück nach Hause, Hausaufgaben, Einkaufen, Essen, zu Bett Gehen.

Das war's im Großen und Ganzen schon. Gut, ich könnte was zu dem Arzttermin am Montag sagen. Der Arzt sagte:"Komm nächsten Montag wieder!". Die Kassierein sagte:"Den Zettel bringen Sie nächstes Mal mit!". Gut, also bin ich mit Zettel am Montag nach der Uni hin. Da ich keine Peilung hab, was ich auf dem Selbstbedienungsterminal tippen soll, hab ich die Information gefragt. Die macht, zu schnell für mich langsamen Europäer, und Tadaaaaaa: ich hatte nen Termin um halb 10. Schön, dass mir das niemand gesagt hat. Den hab ich dann gekonnt verpasst. Nach einigem Hin udn Her, die Informatin hat mit der Bein-Aua-Abteilung gesprochen, und mich gefragt, wann ich dann zu den Sprechzeiten des einen und keinen anderen Arztes kann. Ich hab ihr meinen Stundenpan hingelegt, weil sie mich eh nicht verstanden hätte (mein Japanisch ist noch so ausgereift und ihr Englisch auch nicht). Da mein Arzt glücklicherweise nur vormittags da ist, hab ich freudigerweise nächste Woche Freitag erst nen Termin, ich muss ja auch zur Uni. Also trag ich das ranzige, zerfetzte, blaugefärbte Bandagenteil noch zwei Wochen. Oh, welch Freude! Ich hoffe inständig, dass das Teil vorher an meinem Bein verrottet und abfällt. Die Chancen stehen gut, ich hab die Binden schon fast durchgescheuert.^^

Udn dann auf dem Nachhauseweg, auf dem ich vor Ärger fast nicht mehr an mich halten kann -das liegt nur daran, das sich zu wenig Sport treibe momentan- hat mein Gemüseverkäufer keine Grapefruits für mich. Heute, am Mittwoch, hat er immer noch keine. Was ist denn das? Ich hab mich an meine beiden täglichen Vitaminbomben gewöhnt. Am Montag war die Welt gegen mich.

Gestern haben wir nach dem TOEFL-Untericht, ein Zuckerschlecken, unsere Alien Registration Card in Nerima abgeholt. Wir waren uns alle unsicher ob wir ohne Führung das Gebäude finden, aber ich muss mich selber loben: mein Orientierungssinn ist 1A. Ohne Zweifel sind wir ans Ziel gekommen. Udn die karten gab es auch ohen Probleme. Aber was machen wir mit der überschüssigen Zeit? Ich hatte erst in zwei Stunden wieder Untericht und die anderen schon Schluß. Also ab ins Book Off. Ich sage es gerne nochmal: ich liebe diesen Laden. Gebrauchte Bücher zum Spottpreis.
Und voller Reue habe ich mir sieben Manga gekauft. Ich nenn den Preis nicht, denn so günstig das auch war, das ist Luxus. Aber ich werde an denen garantiert ein Monat sitzen bis ich sie ausgelesen hab.

Der Unterricht ist dann nicht mehr erwähnenswert. Aber es ist toll über den Campus zu laufen, mit nem Japaner Handynummern auszutauschen und danach noch von einer weiteren niedlichen Japanerin gegrüßt zu werden die mich noch kennt und die ich noch kenne (gut, der Name ist weg, immer immerhin).

Heute hatten wir wieder interaktiven Sprachunterricht mit japanischen Partner für unsere Postersession. Diesmal durfte ich meinem Partner Gen mehr über Bodybuilding erzählen. Ich mag dieses Wort nicht, aber jeder weiß damit was gemeint ist. Wir haben zwischendurch auch mit der Nachbargruppe kommuniziert, weil das alles so "unglaublich" war,w as ic erzählt hab. Der Kumple von Gen, Yusuke aus der Nachbargruppe, geht nämlich auch in den Fitnessraum und ich hatte erzählt, dass mein Rekord im Bankdrücken bei 80 Kilo liegt. Tja, seiner nur bei 70 *muaharhar* Und das ich das in nur einem Monat geschafft habe, hat ein großes "Eeeeeee?" hervorgezaubert. Lustig, lustig.
Nach dem unsere Gruppen vergrößert wurden, wurde ich nach den dazugestossenen Japanern, auch wieder Yusuke, nach meinem Trainingsplan gefragt. Tjahahaha, also ich hab mittlerweile die Namen der Muskeln drauf, aber wie erklär ich bitte Splittraining mit unterschiedlicher Muskelbelastung? Ich hab Splittraining erklärt. Wenn ich ihn beim Sport treffe, darf er sich den Plan selber ansehen.^^
Eigentlich haben wir dann nur noch rumgeblödelt, aber das ist doch ein gutes Zeichen. was sagte Richard Rottenburg? "Man ist erst in eine Kultut integriert, wenn man über die Witze lachen kann." Dann hab ich das ja wohl schon geschafft.

Schön, jetzt hab ich unsinnigen Kram gecshreiben, euch mit langweiligen Details genervt und könnte noch meine Referatsthemen erzählen: In "Internationale Beziehungen": Das Nankingmassaker. In "Business" sofern sie es mir morgen absegnet: die Vermarktung deutscher Produkte auf dem deutschen Markt anhand von den Automobilmarken Audi und BMW (Motorrad). Hört sich so gewaltig an, weil es auch ein Hausarbeitsthema wird. Außerdem schreib ich Reaktionen zu den Museumsbesuchen, zum einen das vom Sonntag und am Freitag geht es ins das nächste.
Oh, ich höre euch vor Spannung zittern. Ich hoffe das hübsche Bild hat euch von dem Inhalt abgelenkt.^^

Sonntag, 3. Oktober 2010

Haniwa und Dogu

Nach einem verdammt ruhigen Samstag sind wir dann heute zum Tôkyôkokuritsuhakubutsukan gefahren. Ich liebe dieses Wort. Auf Deutsch ist es das National Museum in Tokyo, Ueno.

Pflichtmässig sollen wir für unsere Vorlesungen eh viele Meseen besuchen, zudem war heute der kostenlose Tag für Ausandsstudenten. Also mussten wir das nutzen. Ich war zwar schon drin, hab aber nur das Hauptgebäude begutachtet, sodass ich jetzt auch die archäologische Ausstellung sehen konnte. Vielleicht findet sich hier ja etwas für mien Forschungsthema Schamanismus?

Mit Karsten, den wir nach 15 Minuten Verspätung getroffen haben, weil wir zu doof waren, den richtigen Ausgang bein Bahnhof zu finden, ging es los. In dem "Löwengebäude" das uns wie schon im Frühjahr an das Löwengebäude in Halle erinnert, haben wir uralte Sachen aus verschiedenen Ländern, wie Indien, Ägypten und Korea gesehen. Lustigerweis eist in dem Museum insgesamt das Fotografieren erlaubt gewesen, jedoch nur bei Einzelstücken nicht. Komisch, aber gut für den Blog^^.

Im Hauptgebäude haben wir dan "den Weg des Buddhismus" entdeckt und seinen Spuren gefolgt. Da diese Religion eine sehr lange Geschichte in Japan hat, prägt sie natürlich auch die Kunst und Traditionen. Wandgemälde, Paravents und Schriftrollen spiegeln buddhistische Geschichten wieder. Ob das auch auf Kimono zutrifft weiß ich nicht genau, aber die sind definitv auch sehr spannend.



Mein persönliches Highlight an dem Museum war die archäologische Sammlung, wo man Dogu und Haniwa findet. Aha, denkt ihr jetzt , du mich auch. Dogu sind Tonstatuen, die in den ältesten Zeitaltern japans, Jomon-, Yayoi- und Kofunzeit (insgesamt 10.000 v. Chr. - 600 n.Chr.) als Grabbeigaben in Gräber gelegt wurden, Sie sollen Wächter sein. Besonders berühmt ist diese Figur mit der "Taucherbrille". Mit den Haniwa ist es ähnlich. Allerdings ist man ihrer Bedeutung nicht direkt klar, weil sie meist kaputt gefundee worden sind. Man geht also davon aus, dass sie, in Form von Pferden und Menschen, als Symbole der Kraft und Fruchtbarkeit erschaffen wurden sind, und als Symbol der Wiederauferstehen zerschlagen und ums Grab vertreut wurden. Oder vertu ich mich gerade mit beiden Figuren? Egal. Die Grundidee ist klar, denke ich.


Insgesamt hab ich allerdings nichts zu Schamanismus gefunden. War ja irgendwie klar. Dazu war das Ganze zu sehr auf Kunst ausgerichtet.

Nach dem Museum gab es dann endlich mein ersten Crepe. Mjam. Aber darüber hab ich vor langer Zeit ja schon zu genüge berichtet. Und der anschließende kleine Marsch durch Ueno hat uns kleine Motorradläden (mit einer heißen 1250 Bandit in schwarz) gezeigt und meinen Knöchel langsam erschöpft. Diese ewige langsame Gehen ist echt nervig und anstrengender als so mancher Sprint, finde ich.

Freitag, 1. Oktober 2010

Freunde

Freitag, endlich der letzte Tag der Woche,
Nach einer recht langen Nacht, die ich natürlich nicht ausnutzen wollte udn vorher aufgewacht bin, ging es zum 5 minütigen Vokabeltest in die Uni. Nach einer langen Stunde Unterricht, die zog sich heute extrem in die Länge weil keiner mitarbeiten wollte, hatte ich bin halb 5 frei. Ich wollte endlich sporten gehen. Hab also erstmal Mittag gegessen -Reis mit Furikake, Gewürze die man auf den Reis streut, voll lecker-. Während ich da so auf der Bank saß haben mich doch tatsächlich bekannte Japaner gegrüßt. Das war Gen, der mein Partner von Mittwoch war und ich hab seine Kumpels kennegelernt. Lustige Typen. Die Essenz: der Klienste hat ein Tattoo, obdas nicht Yakuza ist? Nein, dass ist ein westliches. Und er wird Yuka-chan gerufen, also Yukachen, was zu dem bösen, bösen Tattoo nicht passt. Das sind so Gespräche die sich entwickeln wenn man auf das Nasenpiercing angesprochen wird (das Zungenbandpiercing ist dann der Schockfaktor schlechhin^^)
Nach dem Mittag bin ich dann ins Fitnessstudio und hab einen 2-Tages-Split so umgearbeitet, dass ich die Übungen hier machen kann und die Beine auslassen kann. Ach, war das herrlich. Erst war ich allein, dann waren wir zu dritt. Und die Waage war auch nett. Auf Ausdauer hab ich dann wohlweislich verzichtet. Dafür hab ich dann ausgiebig geduscht. Wenn es umsonst ist und ich megaviel Zeit hab, muss ich dass doch nutzen.
Danach hab ich mir dann ein Eis gegönnt, in der Hoffnung, dass da viel Eiweiß drin, Natürlich nicht. Aber es war lecker.
Hab ne Stunde Zeit tot geschlagen und dann gab es eine Welcome Party für und Ausländer. Der ultimative Kick: wir durften uns vor ca. 200 Japanern auf Japanisch vorstellen. Ohne Vorankündigung. Aber ist alle smachbar. So häufig wie wir usn vorgestellt ahben...
Danach haben wir uns vor Interessaneten nicht mehs halten können. Kaum ein Gespräch beendet, kam der Nächste. Ich kann mir bei aller Liebe und trotz meines recht guten Namensgedächtnis die ganzen Namen nicht merken. Es tut mir auch echt leid drum. udn da waren echt tolle gespäche dabei. Der eine Japaner, Yuki, kennt eine Studentin aus Halle, die letztes Jahr hier war, udn er liebt den Film "Inglourious Basterds", erständlich, udn ich weiß nicht wie wir darauf gekommen sind, aber er hat das Wort "Schwanz" gelernt. Er dachte aber, dass das so ungefähr "Schlampe" bedeutet, wir haben uns auf englisch unterhalten. Da musste ich ihm dann erklären, dass das nun doch etwas anderes ist. Sein entgleistes Gesicht war soooo herrlich. Ich musste so lache und ihm war das sooo peinlich. Ich hab auch erklärt, dass es jetzt nicht so schlimm ist. Dazu meinte Ryota, der Sarkasmusjapaner, dass ich ein Comedian bin. So genau hab ich das jetzt nicht verstanden, aber die können mir Themen hinwerfen und ich reagiere auf alles und kann mich dazu unterhalten. Ich hab es mal als Lob aufgegriffen.

Weil die Party nur zweieinhalb Stunden ging, also bis 18 Uhr, hat Yoann, unser Franzose aus dem Wohnheim, es mit Hilfe von den Japanern organisiert, dass die die wollen, also die meisten, in ein Izakaya gehen. Also eine Kneipentozur, Für 2300 Yen konnten wir Non-Stop trinken und auch essen. Das hat sich gelohnt, wenn man beseite lässt, dass der Alkohol wie Wasser geschmeckt hat.^^ Aber das ist ja nicht das Wichtige gewesen, sondern, dass wir uns mit Japanern unterhalten haben und neue Kontakte geschlossen haben und damit auch Handynummern sammeln konnten (ich ticker schon den ganzen Tag mit Deutschen aus Deutschland, die mir Mails schicken ^^).
Wir haben uns über Filme, Männertypen und Pokemon unterhalten. es ist amüsantz, dass Mdchen Pokemon kenne, die Kerle aber nicht. Außerdem sind die Namen der Viecher in Deutsch und Japanisch fast alle unterschiedlich (bis auf Pikachu, Togepi, Mew ...)
Es war ein absolut gelungener Abend und man hat echt viel Kontakt gefunden, auch mit den anderen Ausländern. Ich hatte mich schon bei Yoann "beschwert", dass die Franzosen uns Deutschen komplett nicht grüßen. Er ist die einzige Ausnahme, was wohl aber daran liegt, dass wir imselben Wohnheim wohnen. Aber das nur nebenbei.

So, das war ein spannender Tag ohne Fotos (obwohl viele von uns gemacht worden uns^^) Mal gespannt was uns das für die Zukunft gebracht hat.