Donnerstag, 30. September 2010

Rosa Welt

So, damit niemand Panik hat, dass ich mich wegen eines Klotzfußes hinter die Bahn geschmissen habe, kommt heute der neue Blogeintarg. Eigetnlich gab es Dienstag nichts spannendes zu erzählen und gestern ist es mir zu spät geworden.

In der Uni haben wir mittwochs so ein Projekt, dass sich Poster-Session nennt. Wir sollen eine Sache die wir mögen oder gut können vorstellen und mit dem Plakat über den Cappus laufen. Ich hab echt überlegt was ich für ein Thema nehme und bin bei "Bodybuling" gelandet. Immerhin mal was anderes.^^ Jetzt üben wir erst einmal Konversation und sind mittwochs mit Japanern zusammen und erzählen denen lustige Sachen. War echt amüsant.

Abends bin ich mit Katja nach Ikebukuro gefahren, damit wir ein Handy kaufen. Ich gehe übrigens nie mit Krücken und bin echt schnell unterwegs, mir tut nichts weh und will diese Schiene möglichst schnell loswerden. Aber bei dem Regenwetter hier, muss ich leider immer mit ner Plastiktüte über dem Bein laufen. Die Japaner denken bestimmt, dass ich mir keine Schuhe leisten kann.
In Ikebukuro mussten wir dann eine Stunde auf Katjas Freund Tac warten. Natürlich haben wir die Zeit genutzt um uns über die Leute lustig zu machen (machen wir in Deutschland auch). Und da kam er: mein Traumprinz. Mit einer megagroßen Gürtelschnalle voll mit Bling-bling. Irre. Das hat stark von seinem ziemlich hässlichen Gesicht, lag an dem arroganten Ausdruck, abgelenkt. Er hat stilvolle Klamotten an und eine Dragonball-Frisur. Also schulterlange Haare die in alle Himmelsrichtungen gegelt wurden. Wir haben uns so über ihn lustig gemacht, dass er und sein noch hässlicherer Freund es als positive Aufmerksamkeit aufgenommen haben müssen. Wir wollen in Ruhe unsere Cheeseburger verdrücken, da sprechen sie uns an "Hallo!". Wir natürlich zurück gegrüsst. Da fragen sie uns ob wir Japanisch können. Blablabla. Wir sollen mit ihnen in die Kneipe und Spaß haben. Alles klar. Aber wir warten ja leider. Ob wir ein Handy haben. Nein, dass wollen wir gleichkaufen. Oh, danach sollten wir aber weggehen.
Uah. Gut wir sind sie erstmal losgeworden. Dann kommen sie auf einmal zurück und drücken Katja ihre Handynummern in die Hand. Ihr, nicht mir, das möchte ich hier nochmal betonen. Ich hab sogut wie nichts gesagt. Ich wollte nicht mit diesen metrosexuellen Gnomen reden.
Herrlich. Da haben wir Handynummern von Ekelkerlen bekommen.
Für die Leser, die die Großstadtkultur in Japan nicht so gut kennen: das waren Hosts. Kerle die Frauen zu Spaß animieren, auf deren Kosten trinken etc. und sich stündlich bezahlen lassen. Dafür hören sie zu, machen Komplimente, gehen allerdings nicht mit ihnen ins Bett. Manche sind furchtbar beliebt und verdienen pro Stunde garantiert um die 500€. Wir haben zwar schon darüber diskutiert in einen Hostclub zu gehen und uns das mal anzugucken, aber wenn die alle so eklig sind...Nein, danke.

Dann kam Tac und wir sind Prepaidhandys kaufen gegangen. Wir warten und der Informationstyp fragt was wir wollen uns zeigt uns dann ein Handy, dass es leider aber zur Zeit nur in Pink vorhanden ist. Yeah! Ich bin begeistert und Katja hätte schreien können.


Um es kurz zu machen, wir haben jetzt beide ein Prepaishandy in pink. Ich habe natürlich gleich mein Bling-Bling, welches ich selbstgebastelt hab rangebumselt und alles komplett auf Pink eingestellt. Japan schlägt voll zu.^^
Ich hab auch schon an dem Abend meine erste Mail, auf Kanji, geschrieben. Hier in Japan ist es eher üblich Mails als SMS zu schreiben. Unser Prepaidvertrag kostet 300 Yen für 30 Tage Flatrate Mail schreiben. Das ist voll günstig. Und dann pro Minute ca. 90 Yen. Und wir können mit unserem Highteckhandy sogar fernsehen. Kostenlos.
Die Mail ging an meine japanische Freundin, die praktischerweise an diesem Tag Geburtstag hatte. Super Überraschung.

Außer stundenlanger Regen ist hier nichts Spannendes passiert. Oh, doch: Ich hab meine ec-Karte für mein japanisches Konto bekommen - mit Winnieh Pooh und Tigger drauf. Ich bin zwar definitiv kein Pooh-Fan, aber wesentlich schicker als so ne olle Sparkassencard.

Montag, 27. September 2010

Racergirl Yvo


Also dann: Um 8 wurde mir ein Taxi besorgt. Zum Glück kamen Tac und Katja mit ins Krankenhaus. Ohne Tac und seinen sehr guten Englischkenntnissen wäre ich verdammt aufgeschmissen gewesen.
Lustigerweis etut mir mein Knöchel heute kaum weh. Aber das heißt ja nicht, dass ich nichts hab. Also ab zur Rezeption wo wir, ich mit Tacs Unterstützung, Formulare ausfüllen dufte. Allergien, Operationen etc. Dann ab zum Bereich, wo man kaputte Füße untersucht. Nach nicht allzu langer Wartezeit bin ich dann aufgerufen worden (auf Japanisch, und ich hab es sogar verstanden^^) Der Arzt war echt nett, hat mir alles auf englisch erklärt udn was er nicht wusste hat Tac mir dann erklärt. Aber erstmal musste mein Super-Tape-Bomben-Verband ab und ich war belustigt wir geschwollen mein Knöchel war,als hätte man ein Ei drauf geklatscht. Er drückte mal hier und mal da und auf ein schüchternes "Itai!" von mir stand der Beschluß fest: Rollstuhl muss her (warum?) und ab zum レントゲン, der Japanischlesende wird schmunzeln, für den Unwissenden schreibe ich es um: Rentogen. Kommt da ein Verdacht auf? Ja, genau, dass Wort stammt von Röntgen ab. Mein Arzt hat auch Deutsch lernen müssen, hat er erzählt, nur kann er nichts mehr.
Mit Katha als Highspeedperson hinter dem Rollstuhl, sind wir dann ans andere Ende des Krankenhauses gedüst und ich habe mich rückwärts eingeparkt. Auch wenn das jetzt böse ist: aber Rollstuhl fahren macht Spaß. Also selber fahren. Geschoben werden ist wieder so eine Abhängigkeit, die ich nicht mag.
Ab unter die Kamera, vier Positionen, kein Problem und ab zurück zum Fußdoktor. Der sagte mir dann, dass er ältere Frakturen sieht und ich nun wieder nen angebrochenen Knöchel hab. Interessanterweise wusste ich nichts von den älteren Frakturen. Mir tat mal der linke Knöchel weh, so nach nem Umknicken, aber nie länger als ein Tag und Laufen ging auch immer. Schlußfolgerung: um das richtig verheilen zu lassen soll ich nun 2 Wochen lang einen Möchtegern-Gips tragen, also eine Art harte Binde und dann noch eine Woche Tape. Ihr könnt euch sicher denken wie ich mich gefreut hab.
Aber was soll man machen. Um dann aber bei dem Sauwetter mit den Binden rausgehen zu können, hat man mir neue Krücken gegeben und diesmal Zwei. Mit dem Rollstuhl ging es flott wieder Richtung Röntgen und dort gegenüber hat man mir nagelneue Krücken gegeben (bin halt eine außergewöhnlich Große ^^) Udn wir wärenja nicht inJapan, wenn ichd ann nicht och schnell einen Einweisungskurs gekomen hätte. Gehen, Treppe rauf udn Treppe runter. Passt schon und ab in die Freiheit.
Ja ne, noch nicht ganz. Ich muss erstmal meine Rechnung bezahlen. Dazu legt man den tollen Umschlag, in dem alle die man zwischendurch besucht eine beschreibung dessen was sie getan haben hineingelegt haben, auf denTresen, die rechenn alle sdurch udn man wird aufgerufen um Geld loszuwerden. Zuerst habe ich 4.000 Yen Pfand für die Krücken hinterlegt (gibt es also wieder) und dann hab ich frische 7.420 Yen für den Rest bezahlt. Nicht schlecht, oder?

Mit dem Taxi ging es dann zur Uni, wo ich mit meinen neuen Gehhilfen und Katja mit meiner alten, viel zu spät in den Japanischkurs gekommen sind und damit den Kanjitest verpasst haben (oh, oh). Nach ner kurzen Erklärung ging der Unterricht auch normal weiter und es war Pause, dei ich im nächsten Unterrichtraum verbracht hab, wo wir dann Geschichte hatten.
Nach der Uni hab ich mir wieder ein Taxi kommen lassen. Mit einem Umweg bei den gestrigen "Ärzten", um meine Krücke zurückzugeben und die Gebühr (160 Yen)zu zahlen, bin ich dann nach Hause. Für die Taxifahrten hab ich dann auch nochmal insgesamt rund 4.500 Yen bezahlt. Nach Adam Riese hab ich dann heute bereits 16.080 Yen ausgegeben, sprich so grob umgerechnet 150-160€. bkomm ich ja alles wieder...irgendwann.

Meine Officelady hat mich natürlich gefragt wie alles lief und ich hab versucht nachzufragen wie es ist, wenn ich nun täglich in die Uni muss. Das sind ja schon 15-20 Minuten Fußmarsch, also 35 Minuten jetzt mit Handicap (Footicap?). Sie fragt wie gut ich mit den Krücken kann. Naja, mir tun die Hände weh, weil sie so viel Körpergewicht tragen müssen -soviel zum Thema ich wollte trainieren- aber theoretisch geht es. Also möge ich nach Möglichkeit bitte zu Fuß gehen. Wenn ich aber Schmerzen hab, soll ich ein Taxi rufen. Ooookay, ist ja alles nachvollziehbar, mach ich. Aber wenn es regnet ist es dann echt spannend wie ich mit zwei Krücken nen Schirm halten soll. Lassen wir uns überraschen!

Ansonsten haben alle Dozenten mich mitleidig gefragt ob alles okay ist und was passiert ist, außer Brian, dem hatte ich vorsichtshalber ne Mail geschrieben, damit immerhin einer weiß was passiert ist. Und die japanischen Kommilitonen achten jetzt noch mehr auf mich Ausländer, weil ich auch noch so doof bin mir weh zu tun, dass ich Krücken brauche. Also lern ich jetzt ale nötigen Vokabeln für die Erklärung des Missgeschickes und ich bin aus dem Schneider und kann neue Leute kenenlernen.^^

Sonntag, 26. September 2010

Hauptsache ...versichert!

Yeah! Ein wunderschöner Sonntag scheint morgens ins Zimmer und voller Vorfreude stehe ich auf, überlege krampfhaft was ich anziehe und dann mache ich mich auf den Weg in die Küche, wo ich eine Wohnheimmitarbeiterin und andere Studenten treffe.
Zusammen geht es in den Besprechungsraum, wo einge rote Mänteludnein blauer Mantel liegen. Mir ewar sofort klar, dass ich den blauen bekomme. Man hatt anscheinend nichts Rotes in XL finden können und ist auf Männermode ausgewichen. Ach, ich hab micch ja nicht so. Allerdings ist dieser Mantel gerade so weit, dass sich die Enden mit Ach und Krach vor meinem Bauch berühren. Von den Brüsten will ich garnicht erst reden. Gürtel udn Täschchen bekomm ich später.
gebündelt machen wir usn auf den Weg zum Schrein, denn ein Matsuri staht an. udn das Schöne an diesem ist, dass ein Mikoshi getragen wird. Das ist ein kleiner Schrein, eine sogenannte Göttersänfte, die von Japanern unter auten Rufen durch die Stadt getargen wird. Udn einige aus dem Wohnheim sind eingeladen daran teilzunehmen. Yvonne konnte ja natürlich nicht "Nein" zu dieser einmaligen Chance sagen.
Vor dem Schrein waren viele Japaner in roten und blauen Mänteln versammelt und auch viele Kinder hüpften aufgeregt umher.


Da ich nun der auffälligste Gaijin war, der eine japanische Tracht an hatte, hab ich mich mit meiner Neugierde zurückgehalten. Man hat mir einen Gürtel besorgt und um 10 Uhr begann die Zeremonie, von der ich leider sehr wenig mitbekommen habe.
ls erstes sind dann die kleinen Kinder losgezogen udn hatten an einem seil einen großen Bollerwagen dabei, auf dem eine Trommel stand. danachkamen die größeren Kinder mit dem ersten Mikoshi und direkt danach die Erwachsenen mit dem großen Schrein. Es fingen die Männer an. Während des Laufens riefen sie immer Wa-shoi. Die Frage nach der Bedeutung ist im Laufe des Tages leider abhanden gekommen. Ich schätze das nach 15 Minutene eine Pause gemacht wurde, wo alle verköstigt worden, auch diejenigen, die nur mitgelaufen sind und rhythmisch geklatscht haben.
Die nächste Runde haben die Träger gewechselt und das gleiche Spiel begann. Hier wurd eich dann schon angesprochen, dass man selber gerade aus England gekommen ist udn der Sohn vorne mitträgt, dass ich bitte ind er nächste Runde bei den Frauen dabei sein soll. Sehr nett die Leute hier.
Jut, die nächste Runde ist meine Runde. Der Schrein ist an sich nicht schwer, aber diese Auf und Ab geht stark auf die Schulter. Denn wenn die Herren auch noch rütteln ist es noch stärker, besonders wenn ich als Größte das meiste Gewicht hatte. Das rhytmische Wa-shoi Rufen hat einen angenehmen Einfluß auf die Konzentrazion gehabt, man war irgendwie in Trance und hat die Anstrengung nicht gespürt. Schon wunderbar mystisch, bis....
Yvonne an der Kante des Fußweges umgeknickt ist udn gestürzt ist. Erstmal kein problem, aber die Tränen kamen, hielten sich aber noch zurück und das einzige was ich auf die ganzen Fragen sagen konnte war "Chotto matte!" (Wartet!) und dann "Itai!" (Aua) Unsere Mitarbeiterin aus dem Wohnheim hat sich sofort um mich gekümmert und von allen Seiten kamen Männer und haben Eis gebracht und Kühlpflaster und dann haben sie diskutiert und mich viele Sachen gefragt die ich einfach mal nicht verstanden habe. Kurz: Man hat mich mit dem Auto zu nem Arzt gefahren, der für mich wie ein Masseur wirkte, weil dort Frauen auf den Liegen lagen und massiert worden sind. Naja, die haben sich das angeguckt, nachdem ich meine tolle japanische Versichertenkarte gezeigt habe (ein Glück dass ich sie doch habe) und dann haben wir versucht zu diskutieren. Ich hatte kein Bock auf zwei Wochen Fußruhe weil ich studieren muss, Sport werde ich wohl überleben müssen, aber wie komme ich zur Uni? Und dann haben sie versucht mir zu erklären was ich hab. Sie schätzen auf eine Verstauchung. Da das Krankenhaus aber am Sonntag zu hat (!) muss ich morgen erst zum Röntgen. Dann gab es eine Krücke (Verdammt, warum nur eine?). Mit der kann ich aber nicht arbeiten und hüpf lieber auf einem Bein, das tut weniger weh. Auf jeden Fall soll ich täglich vorbei kommen und es anschauen lassen.


Interessant ist dann hier die Frage mit dem Bezahlen. In Japan bezahlt man nach der Behandlung bar und bekommt es von der Versicherung zu 70 oder 80% erstattet. n meinem Fall bekomm ich es komplett erstattet, weil dass Ganze über das Fest und deren Versicherung lief. Allerdings muss ich halt alles bezahlen und bekomm das dann in ungefähr 4 Wochen zurück. Besser als garnicht. Und ich kann mir da sogar Taxis rausleiern. Zumindestens für morgen zum Arzt und Uni. Das erspart mir dann viele Schmerzen.
Zuhause hat man mich auf meinZimme rverwiesen. Hey, an sich hab ich kein Problem damit den leiben langen tag im bett rumzugammeln udn Filem zu schauen, aber ich will mich bewegen, ich werde wahnsinnig.Also hab ich gerade schon Nicole terrorisiert und bin dann in die Küche gekrochen/ gekugelt/ ... Ich sollte ja nicht runter und ich weiß jett auch warum. Es gibt keine elegantere Möglichkeit als auf den Hinter runter zu rutschen. Und nachher auch wieder hoch. Wie gut, dass ich das jetzt und nicht erst morgen herausgefunden habe.
In der Küche hatte ich dann auch gerade einen herrlichen Lachflash, als Nicole meinte, dass als der Umzug nochmal am Wohnheim vorbeikam, ich ja hätte winken können. Bei dem gedanken, kam der Gedanke, dass ich dann nochmal umgekippt wäre, wie ein Käfer auf dem Rücken läge, die Hände gen Himmel heben würde um zu rufen "Warum?" Ein herrliches Bild in meinem Kopf. Dann erheitere ich mich solange, bis ich mir gleich Schmerztabletten einwerfe und schlafen gehe.
Lustigerweise haben die anderen Mädels auch mittragen dürfen, ich hab übrigens noch nen Bluterguss auf der Schulter, und die waren offiziell nicht versichert, weil sie nicht auf der Liste standen. Gut, dass es mich getroffen hat. Über die Theorien, warum es mich traf, will ich nicht reden.

Es freut mich euch einen interessanten Blog über das Gesunsheitswesen in Japan bieten zu kkönnen. Geplant war nur meine Einzigartigkeit bei den Traditionen in Japan uns sein Glanz, aber die kami (Götter) haben es wohl nicht gewollt.

Samstag, 25. September 2010

Go Jiendo!!!

Um 9.30 Uhr haben wir Mädels und mit dem Professor Brian und Leuten die Bock darauf hatten in Nagatacho getroffen. Brian bietet einmal im Monat an eine Wanderung durch Gebiete von Tokyo zu machen. Das Wetter war eigentlich so beschissen, dass ich fast zu Hause geblieben bin. Aber da Karsten extra eine Stunde gefahren ist um mit uns Spaß zu haben, bin ich natürlich hin. Brian hat uns durch Chiyoda-ku geführt, das Viertel, wo die Gebäude der Parteien stehen, das Theater von Tokyo und dann ging es weiter zum Kaiserpalast. Gut, den kannte ich schon, aber es ist trotzdem immer wieder cool ihn zu sehen.
Langsam klärt sich das Wetter dann gegen 11 Uhr auf. Pünktlich zum Essen. Endlich, endlich hab ich meine geliebten kalten Soba (Nudeln) bekommen. Ich liebe es, die Nudeln in die Sauce zu tunken und zu schlürfen (man eignet sich die tollsten Sachen in Japan an).
Im warmen Sonnenschein sind wir kurz noch durch die Bücherstraßen von ich weiß nicht wo geschlendert. Im warmen Sonnenschein sind wir kurz noch durch die Bücherstraßen von ich weiß nicht wo geschlendert. Wir hatten uns alle in Gruppen aufgeteilt und wir waren mit Yota und Nori unterwegs. Nori ist heute 21 geworden und er ist der erste Japaner von dem ich gedacht habe, dass er älter ist. Er und Yota haben, zu unserem Glück, auf englisch gesprochen. Yota hat es gelernt weil er schon (einige?) ausländische Freundinnen hatte. Er ist auch endlich mal ein großer Japaner, der offen ist und ganze Wichtig: er kennt Sarkasmus! Nori auch.^^


Ein ereignisreicher und verdammt genialer Tag.

Mit einem leckeren Maccha Frapucchino (Maccha ist grüner Tee. Viele Europäer mögen es nicht, ich mag es-logisch) ging es dann weiter zum Yasukuni-Schrein. Da war ich auch schon mal, aber diesmal hab ich ihn näher betrachtet. Wir haben dort auch eine traditionelle Hochzeit gesehen, bzw. das Brautpaar. Schick, schick.
Der Schrein gerät andauernd in die negative Presse wenn der Premierminister in besucht. Er huldigt dort den Kriegsopfern. Schöne Sache, nur sind dabei auch die Kriegsverbrecher bei und China, Korea und ich denke noch einige andere Länder sehen das dann nicht so gerne, zumal Japan im Zweiten Weltkrieg auch nicht unbedingt der netteste Feind war.



Weiter ging es nach Iidabashi (getrennt gesprochen:I-idabashi). Dort, so hat Brian es erklärt, sind die Straßen so klein und verwinkelt, wie im alten Kyoto. Jupp, so verwinkelt, dass er dreimal in die Falsche gelaufen ist. Aber eine sehr hübsche Gegend.
Zum Abschluss zeigte er uns noch einen Laden, wo es zwei, drei Waren aus der Heimat gibt. Hm, ja, gibt es tatsächlich, aber zu einem Preis, das ist unglaublich. Ein Glas Nutella, von dem Inhalt von ca. 100gr (ein Viertel von den deutschen Gläsern), kostet mal eben 4€. Ich hab einfach mal nichts gekauft. Ich hab noch keine Sehnsucht nach der Heimat. Sorry, Leute.
Der Tag war bisher sooo lustig. Die Sonne schien, alte Freunde und sarkastische Japaner. Besser kann es doch nicht kommen. Dachten wir....

Zurück im Wohnheim haben uns die schmerzenden Füßen nicht davon abgehalten nochmal nach Ekoda zu gehen. Dort sollte ein Geschäft alles für 100 Yen verkaufen. Klamotten, Taschen etc. Also hin, Yoann ist auch mit, obwohl das ja eigentlich so eine Mädchensache ist.
Wie sich herausgestellt hat, ist das so eine Art Flohmarkt gewesen. Die Mädels haben bei den Klamotten und so geschaut, aber das war mir zu doof, ich passe ja eh nicht rein und wollte draußen warten. Da schnakt mich eine Japanerin an, ich soll mit Svarowski-Steinen was Hübsches basteln. Ich trag aber kein Bling-bling-Schmuck und ein Handy hab ich auch nicht, wo ich was ranhängen kann. Also hab ich Kekse und Lotus-Tee bekommen. Sehr lecker. Und weil sie alle so nett waren, hab ich doch gebastelt. Wir haben uns auf Englisch unterhalten und die ältere Dame neben mir hat meine zwei, drei Sätze gelobt und sich gewundert, dass ich so schnell mit dem Basteln fertig war. Ein paar Perlen auf fädeln ist jetzt auch nicht mein Problem gewesen. Da kamen die Mädels zurück und ZACK! alle, zuerst lustigerweise Yoann, sollten auch Basteln. Also saßen wir da und haben mit Perlen gespielt. Wir haben so herumgeblödelt, dass Yoann und ich nun „best friends“ sind, weil wir die gleichen Perlen genommen haben und wir lieben Bling-bling ja soooo sehr. Eien andere ältere Dame, die einfach nur zum tee trinken gekommen ist, hat mir, warum auch immer, Ein Anhänger von ihrem Handy geschenkt. Sei hat nur Japanisch gesprochen und mir war zwar klar, was sie will,a aber es war mir unangenehm. Im Endeffekt hab ich es dann nach dem gehörigen Abweisen doch genommen. Ich weiß echt nicht warum, aber es hat mich gefreut.
Auf der Straße war noch echt viel los und da dachten wir uns, schauen wir mal nach, was so abgeht. Anscheinend war ein Straßenfest im Gange und überall wurden Sachen, hauptsächlich Essen angeboten. Wir sind da entlang gewandert und dann kamen sie, die Kostümmenschen. Diese armen Menschen, die als Hasen und Mangagirls herumgelaufen sind. Uh! Wie ich es liebe mich zum Affen zu machen., und Yoann anscheinend auch. Also haben wir jede Puppe gefragt, ob es okay ist, dass wir ein Foto machen. Das war so lustig. Am Ende haben nicht nur unsere deutschen Mädels geknipst,sondern auch alle Japaner drumherum, die fasziniert von uns bekloppten Gaijins (eigentlich ein Schimpfwort für Ausländer) sind.
Am Ende der Straße gab es eine Band die gespielt hat. Ohne Sänger, aber trotzdem nicht schlecht. Die Mangamädchen die uns gefolgt sind haben dazu Luftgitarre gespielt. Naja.
Auf dem Rückweg haben wir doch noch tatsächlich Figuren gefunden, mit denen wir noch kein Foto gemacht haben. Irgend so wein Power Ranger Verschnitt. Lustig. Und dann haben sie uns zu dem Ober -Supermann-Ranger-Hero geschickt. Natürlich hat er mit uns Ausländer Fotos gemacht und alle Japaner waren so begeistert. Herrlich.
Nicole, die meine Kamera benutzt hatte, wurde die Hand entgegen gestreckt und sie dachte er will das Foto sehen, bzw. Geld dafür kassieren. Aber er wollte nur mit ihr ein Foto machen. Also hab ich die Kamera geschnappt und sie fotografiert. Aber vorher hat der Mister Power Man seinem Gehilfen was ins Ohr geflüstert. Ganz ehrlich: für mich sah es aus,wie „Hey, sorg dafür , das die Kleine in mein Zimmer kommt!“ Ich denke, im Endeffekt war es nur, dass der Gehilfe uns Sticker schenken sollte (Juchuuu!) und uns erzählt hat, dass es am 11.10. eine Live Action Show in Ekoda geben soll. Jetzt wollen wir erstmal googeln wer die überhaupt sind (der Feuermann heißt Jiendo und der andere Kurosudaiba) und dann werden wir höchstwahrscheinlich dorthin gehen. Fette Sache.



Auf dem Rückweg haben wir schon rumgesponnen, dass wir durch die ganzen Fotos die Berühmtheiten von Ekoda werden und und überall Sachen geschenkt werden und alle Fotos mit uns wollen. So einfach ist das!

Dieses Straßenfest ist toll gewesen. Die Leute sind uns gegenüber viel offener gewesen. Ich hoffe das wird sich nicht wieder ändern.
Es gibt zwar auch Straßenfeste oder Dorffeste bei uns, aber dass hier ist viel intimer und kultivierter gewesen. Damit mein ich nicht, dass wir keine Kultur haben, sondern, dass wir viel zu undiszipliniert sind, um die Stimmung (ohne Alkohol) so beizubehalten. Irgendjemand würde sofort über die Stränge schlagen, aber hier war alles perfekt.
Ich freu mich schon auf morgen. Wo ich euch hoffentlich -Nicole, mach bitte gute Fotos- überraschen werde. Das wird eine einmalige Sache an die man als Ausländer so schnell nicht rankommt. Ich freu mich schon tierisch.

Freitag, 24. September 2010

Verbeugen für die Gesundheit

Woho, das Wochenende naht. Aber vorher muss noch der Freitag überlebt werden.

Der Lichtblick: meine Orientation in den Trainingsraum. Nach einer recht angenehmen Stunde Japanisch und einer kleinen Führung durch die Esslokale in Ekoda hab ich endlich die Chance wieder Sport zu machen.

Also ab in die Umkleidekabine. Hm, hier stehen Spints, allerdings ohne Schloss Tippcode. Zum Glück hängen überall Bedienungsanleitungen. Zu meinem Glück auch nur in Japanisch. Aber langsam hat man den Dreh raus und ich kann erraten was gemeint ist. Die Bilder helfen sehr.
Prima, nachdem ich umgezogen bin geh ich in den Trainingsraum, ziehe meine Schuhe drußen aus und drinnen meine Sportschuhe an. Man erkennt mich sofort (komisch, komisch). Da es erst 10 vor ist und die Führung um voll beginnt soll ich noch warten. Ja, na klar. Gut, dass ich um 10 vor da sein sollte. Also warte ich, schau mir interessiert das Anmeldeformular an, merke mir, was man machen muss, wenn man trainieren will und um Punkt 15 Uhr geht es dann los. Auf komplett Japanisch. Wenn mir jemand was erklärt krieg ich schon mit was er von mir will. Und nun ja, 80% der Geräte kenn ich eh schon. Lustig ist unter anderem die Bauchmaschien dort. In Deutschland setz ich mich in das Gerät, klemm die Beine hinter nen Puffer und "zieh" mit den Händen über den Kopf Oberkörper und Beine zusammen. Hier Hat man Puffer vor der Brust udn muss sich "verbeugen". Ziemlich cooles Gefühl, allerdings quetschen die Puffer die Brust ziemlich stark.
Ich mag auch die Ausdaueregräte, die sind so Hightech, da weiß man garnicht was man drücken soll. Aber doch eigentlich simple, wenn man die Kanji minutenlang hynotisiert.
Mein Favourit: der Freihnatelbereich. Also der Bereich in dem ich in Deutschland am meisten unterwegs bin. Die Hantel sind hier maximal 10 Kilo schwer, huhuuuu. Ich kann mir aber welche zusammenbasteln meinte er. Allerdings fehlen mir durch Bänke etc die Möglichkeiten viele Übungen zu machen.
Nach der Einführung hab ich zwei, drei Geräte gemacht und dann bin ich duschen (for free), weil wir um 16.10 Uhr noch eine Einführung in den Computerraum hatten. Bei den Damenduschen gibt es drei kleine Kabinen in denen eine kleine Dischkabine ist. Da der Raum sonst keinerlei Ablagemöglichkeiten hatte und ich mich auch nicht unbedingt nackt zeigen wollte, wenn die sich so schämen, hab ich mich in dem kleinen Vorraum umgezogen. Trottelkind Yvonne kommt dabei mit dem Ellenbogen an so einen Knopf, der für Notfälle gedacht ist un dein komisches Summes ertönt. Ich hätte nie bemerkt, dass ich ihn gedrückt hab. Ausmachen konnte ich es auch nicht. Daher hab ich ganze 5 Minute gewartet bis jemand kam dem ich erzählen konnte, dass es ein Versehen war. 5 Minuten! Wär wirklich was passiert, dann wär das verdammt langsam. Das nur zu meiner Verteidigung.

Dummdidumm. Naja, ich muss noch eine Karte abstempeln lassen und ein Foto drauf pappen und dann kan nich soviel sporten wie ich will. Also Montag bis Samstag von 11 bis 19 Uhr oder so. Besser als nichts. Vielleicht komm ich ja noch in den Kyudo-Club.

Noch zwei, drei Wort zu der Computereinführung. Nein, eins reicht: Langweilig. Ich weiß echt nicht wozu wir das machen sollten. Ich glaube, wir sollten nur was unterschreiben.

Heute geht es früh ins Bett, weil ich Kopfschemrzen hab -bloss nichts Brian sagen, sonst hab ich die ersten Anzeichen von Kulturschock^^- außerdem geht es morgen früh auf eine lustige Wandertour irgendwo durch Tokyo.

Mittwoch, 22. September 2010

Just another day

Der zweite Tag an der Uni. Auch nicht viel spannender.
Aber heute war der erste Japanischunterricht. Wir Hallenser sind alle im Mittelkurs. Unsere Grammatik sei schlecht, meinte die Lehrerin über die Tests, aber das macht nichts. Überhaupt wird das kein Grammatikunterricht sonder eher was Interaktives. So sollen wir nächste Woche ein Poster basteln, wo wir irgendwas was wir mögen vorstellen und damit, da bin ich mir unsicher, auf den Campus stellen und Fragen von Japanern beantworten. Klar, kein Ding, so findet man Freunde, aber ich bin mir nicht sicher was für ein Thema ich wählen soll. Mir schwirrt die ganze Zeit "Body Building" im Kopf herum. Oder "Gebrauchte Schlüppis", aber ich denke, dass ist definitiv nicht so toll^^.
Das Japanisch von Frau Seki ist super zu verstehen, bisher auch alles billig, aber es war j aauch erst die erste Stunde.
Danach hatten wir "Culture and Society" mit Brian, der auch Beauftragter für uns Ausländer ist. Endlich war der Kurs mal richtig voll und zur Hälfte mit Japanern besetzt. Das wird ein Spaß. Es geht hauptsächlich um Krieg und Frieden, Darstellung in Geschichtsbücher, Yasukuni-Schrein und ein klein wenig über Soft Power. Das ist zwar das spannenste Thema, aber immerhin behandeln wir es.
Und danach hatten wir gleich "Japanese History 1950-1952" mit Brian. Das ist weniger spannend, weil Geschichte echt langweilig ist. Ich denke, ich werde es rausschmeißen. Ich seh mir das noch eine Woche an, aber die Karten stehen schlecht. Er sagte auch, dass es sich inhaltlich mit Culture überschneidet, also verpass ich nichts. Ich denke der "test" am Anfang ist Schuld daran. Um zu sehen wo wir geschichtlich stehen, sollten wir Zeitalter sortieren und Premierminister nennen. Ich kenne vielleicht zwei. Echt peinlich wenn man bedenkt das Halle sehr auf Geschichte achtet. Dumdidum! Meine Verteidigung: mein gewähltes Politikfach hat sich eher mit Religion beschäftigt. Da bin ich jetzt eher ein Profi in Buddhismus und Schamanismus. Hier saßen ganze sage und schreibe zwei japanische Jungs drin.
unsere Kurse gehören der Fakultät East Asia Studies an, und anscheinend haben die nicht soooo viel Zulauf, da gerade diese Fächer auf Englsich sind, und nun ja, Japaner haben es damit ja nicht so unbedingt. Also besuchen hauptsächlich wir Ausländer sie, zumal, welcher Japaner hhört sich was über Japan an?

Danach hat uns ein er der Jungs aus dem Kurs an die Hand genommen, damit wir mal in die Kurse schnuppern können. Ich möchte vielleicht mal Kyudo ausprobieren. Das ist japanischen Bogenschießen. Und dazu natürlich mein Fitnesstudio. Da war ich dann auch, ohne Japaner, um mir einen Termin für die "Orientation" geben zu lassen. Die muss ich machen, damit ich allein sporten kann. Naja, der Herr an der Rezeption war nett und konnte englisch -macht noch einiges leichter- und ich mach Freitag die Einführung mit, allerdingss mit jemanden der kein englisch kann^^ Schaffe ich. Ich brauch sie theoretisch eh nicht, weil ich die 15 Geräte die das stehen eh kenne. Den Freihantelbereich erklären sie mir nicht, sagte er. Gut, macht nichts. Ich hab auch gefragt was das höchste an Gewicht ist, was sie haben: 10 Kilo. Wie schön, dass ich schon mit 15kg arbeite. Also kann ich mir meinen Plan umstellen. An dieser Stelle: Liebe Grüße an mein geliebtes Fitti in Halle!!!
Also am Freitag endlich wieder sporten, es kommt mir länger als zwei Wochen vor.

Danach passierte mal wieder nichts mehr zu Hause. Außer dem Tod von zwei weiteren Kakerlaken. Wir haben mittlerweile Pestizide ausgelegt. Aber nicht im Aufenthaltsraum. Laut der Indonesierin sind die im Winter dann weg. Gut zu wissen, aber ich will sie schon jetzt nicht mehr haben. Es ist zwar nicht mehr so schlimm wie am Anfang, sie sind ja auch nicht böse und hässlich auch nicht, aber ich erschreck mich immer, weil die so schnell sind.

Dienstag, 21. September 2010

Game Start!

Der offizielle Unitag beginnt. An sich nichts spannendes, aber in Japan so allein unter Japanern ist das dann schon ziemlich lustig.

Erste Stunde: TOEFL. Dieser Kurs ist ein Vorbereitungskurs für den Internationalen Englischtest. Kann nicht schaden. Das Level dürfte auch nicht zu hooch sein, also rein da. Wir waren zu neunt. Vier Japaner und fünf Deutsche. Die Lehrerin hat nicht schlecht gestaunt als sie uns dort sitzen sah, aber hat uns herzlich auf englisch willkommen geheißen. Unsere Konversation war auch kein Problem. Sie hat uns den Ablauf erklärt und dass wir uns ein TOEFL-Buch kaufen sollen (für läppische 32€). Und zur Einstimmung haben wir uns alle auf englisch vorgestellt. Erst war ein Japaner dran und dann ich. Ich hab nicht wirklich was an Stichpunkten vorbereitet und aus dem Stehgreif irgendwas erzählt (woher, warum, wie die Ferien waren). Ich habe auch gefragt, ob ich zu schnell rede, weil die Herren ein wenig konfus wirkten. Als Antwot kamen dann nur Blicke aus großen braunen Mandelaugen. Die Herren selber haben im Gegensatz zu uns sehr leise und verhalten gesprochen, zudem haben sie ihren Text komplett abgelesen. Ja, gut. So machen wir Deutsche das auch in Japanisch. Aber wenn man bedenkt wie lange sie eigentlich schon englisch lernen, ist das doch schon verwunderlich. Und die Lehrerin hat uns für komplett doof gehalten. Bei den einfachsten Sachen bezüglich Japan hat sie uns alles erklärt. Zum Beispiel: Kennen Sie den Fujiyama? In Japan fahren wir auf der linken Seite.

Naja, soweit sogut. Dann wollten wir das spottgünstige Buch bestellen. Ja, gut dass ich in dem Momnet komplett alles vergessen habe und die Dame kein englisch kann. Sie hat dann einen Dolmetscher besorgt, der verdammt gut englisch kann und sich dafür immer entschuldigt hat -er sei so schlecht- Kurz und knapp: in zwei Wochen ist das Buch da.
Danach hatten wir frei und haben und im Bereich der Kokusai, also der Abteilung für Ausländer, herumgetrieben. Wir mussten eh unsere Kursanmeldungen abgeben, außerdem gab es da eine Klimaanlage. Zum Mittag hatten wir uns eigentlich mit Natsumi, die momentan in Halle studiert, zum Eesen verabredet, aber sie kam nicht. Also ist die eine Hälte zum Konbini gegeangen und Katja und ich saßen auf dem Campus und haben Japaner angeguckt und die uns. Es ist krass wie wir angestarrrt werden auf dem Campus. In der Stadt weniger, aber hier, wo wir uns nur aufhalten werden ist es viel extremer. aber halb so schlimm. Natsumi ist doch noch aufgetaucht udn wir haben dann kurz was gegessen.
Dann ging es zu "International Political Economy". Der Herr Yokokawa hat im Ausland studiert, was man seinem Englisch anmerkt, doch ist das Thema jetzt nichts o megahammerinteressant. Ich hab es gewählt und werde es auch wohl behalten, weil wir in Halle zu wenig über politische Dinge gelernt haben, zumal im wirtschaftlichen Zusammenhang noch weniger los war bei uns. Die obligatorische Selbstvorstellung von uns Ausländern musste natürlich gemacht haben. Hier waren ganze zwei Japaner anwesend. Unter anderem mein Dolmetscher.
Nach diesem Unterricht hatte ich "East Asia International Relations". Der Prof ist ein Amerikaner und erzählt sehr gerne und viel. Aber es macht Spaß ihm zuzuhören, Er ist voller Sarkasmus, was den Kurs, bestehend aus, ratet mal, ja, uns Ausländern, gefällt. Ich habe zwar immer noch keine Ahnung von Politik, aber hier scheinen Tabu-Themen besprochen zu werden. Was es gut die Atombomben zu werfen? Was wird den Amerikanern darüber gelehrt oder wie sehen die Deutschen das?
Doof an diesem Unterricht ist, dass wir nicht eineinhalb Stunden machen wie überall, sondern 2 und meistens sogar 3 Stunden am Stück. Wie schön, damit haben wir dieses Fach 4mal die Woche. Aber ich denke ich werde es trotzdem behalten^^.
Dann war Schluß. Schnell noch was im Office im Wohnheim geklärt (das wird ne fette Überraschung^^) und eigentlich sollte ich nach Shinjuku, aber durch die Verspätung hatte ich kein Bock zu hetzen und bin sowieso so geschafft, weil das Wetter mal wieder volle Pulle dabei ist. Kurz noch Nicole wegen des PCs, der natürlich am ersten Tag kaputtgehen musste, geholfen und nun sitze ich hier und überlege tatsächlich schon um 19:15 Uhr ins Bett zu gehen.
Zum Glück hab ich schon die Hausaufgaben gemacht.