Sonntag, 31. Oktober 2010

Halloween - die Nacht der Nächte

Was für eine Nacht!
Es fing schon damit an, dass wir mein Schminken im Bad totalen Spaß hatten. Neben dem Ausmalen des Abends -wer mit wem und warum und wer wie betrunken mit welchem Lied- kamen dann noch die normalen Frauangespräche auf: "Meine Nase, ich bin so blass, deine Augen sind so schön katzenhaft". Hab ich noch nie gehabt so ne Sotuation, fand ich lustig. Und auch als man dann schon im Kleidchen und mit ner Tonne Schminke im Gesicht im Bad für das letzte Zurechtzuppeln stand und die Chinesinnen einen gesehen haben. Denen sind die Augen aus dem Kopf gefallen. Und die eine hat sich erschrocken, dass ich mir schon wieder was getan habe. Jaja, lebensechte Kopfschusswunde.
Mit Yoann an der Spitze sind wird dann gemeinsam nach Ikebukuro um uns mit den anderen zu treffen. Es war sooo herrlich im Ikebukuro-Bahnhof. Da der sehr groß ist und wir einige Meter zu dem Treffpunkt laufen musste, haben viele Japaner die Gelegenheit gehabt uns zu bewundern. Die Mädels haben Yoann bewundert und so einige Salarymen sind fast gegen Säulen gerannt, weil sie und herausgeputzten Mädchen sahen. Hat schon was, vor allem wenn sie nicht weggucken wenn man sie ansieht und mit einem strahlenden Lächeln beschenkt. Ja, mein Selbstbewusstsein an dem Abend war ein wenig höher als sonst.
Beim Treffen haben wir dann fetsgestllt, dass wir als einzige verkleidet waren. Naja, die Mädels, ich nicht. Ich hab mir nur ne Schußwunde gegönnt.
Nach einigem warten kam noch Yuki, mit blauen Augen und Eckzähen, und kurz darauf kam dann Kwonhee. Er hatte doch tatsächlich ein Ganzkörper Winieh Poo Kostüm an. Echt schnuckelig. Sah vor allem später beim Singen verdammt lustig aus,
Als dann alle da waren sind wir ab zum Purikura machen. Hm...in so ein Zwei-Mann-Automat haben wir uns dann mit 12 mann reingequetscht. Hat geklappt und die Fotos sind auch lustig.
Draußen kam dann noch Ryota dazu udn wir sind dann ins Karaoke. Was für ein schicker Laden. Edelholz, große Räume, super Qualität, Alkohol all-you-can-drink.
Nori kam ein paar Minuten später und mit Mädchenperücke. Und wie es immer so ist, muss er geärgert werden und hat den ersten Song singen müssen: Livin la vida loca. Allerdings die japanische Fassung. Nicht schlecht Herr Specht. Nori hat es echt drauf.

Gleich danach muss natürich die Internationalität des Abends betont werden und Moskau wurde angespielt. Tja, aber wer singt? Keiner wollte, klar logisch, keiner hatte was getrunken, man schämt sich. Aber als das Lied dann anfing hab ich mich dann hingestellt und den Song gesungen. Ich mag ihn zwar nicht aber alle haben gesagt, dass ich ne super Stimme hab (ja, die Karaokemaschien verzerrt auch wunderbar) und meine Performance soll allgemein auch immer gut gewesen sein. Der Hüftschwung machts.^^
Naja, man hat lustig gesungen und getrunken, nicht allzu viel aber man hatte nen angenehmen Pegel.
Weil auch Ryotas Geburtstag war, war ich an dem Tag seine Sklavin. Das war mein Geschenk an ihm, meinen Sklaven. Ich hab ihn befächert und die Jacke ausgezogen -mit Freuden- und ihn massiert. Ich weiß nicht warum, aber er fing an sich das Hemd aufzuknöpfen. Naja, warum auch nicht. Lustig ist nur, dass zu solchen Anlässen sämtliche Kameras gezückt werden.
Überhaupt hab ich viel Blödsinn gemacht. Und die Jungs gingen, im Gegensatz zu den Gelegenheiten an der Uni, ein wenig auf Tuchfühlung und dann hieß es schonmal häufiger "Ach, komm her" wenn sie paschamäßig mit ausgebreiteten Armen auf der Couch saßen, wenn man dann aber schmelzend das Bein über den Schoß geschwungen hat, dann waren sie allerdings von der Forschheit überrascht. Mir hat das Überraschen Spaß gemacht...natürlich musste das Ganze nochmal für die Kamera gestellt werden.

Mal kurz meine Songliste des Abends: "Slipknot- Duality" "System of a Down- Chop Suey" "Lost Prophets- Last Train home" "Disturbed- Down with the Sickness". Zuerst gab es eine allgemeine Überraschung bezüglich der Songwahl, aber zusammen mir Ryan, einem Amerikaner, haben wir dann nachher immer zusammen geschrien und gegrunzt und auch Yasu hat sich für ein Duett angemeldet.

Wie es sich über die letzen Tage angedeutet hat, hab ich dann auch noch zwei Strips bekommen. Fragt mich nicht wie meine grße Klappe mich wieder in diese Situation gebracht hat, aber genossen hab ich es schon. War jetzt nichts Schlimmes, nur ein wenig Nippel und Hüftschwung in Gesichthöhe (die Sessel waren sehr niedrig). Lecker, lecker. Und wie vorher, wenn man dann die Hand aussreckt zum Anfassen und einem auch die muskelbepackte Brust entgegen gestreckt wird (unglaublich aber wahr: eine durchtrainierte Japanerbrust), man dann mit den Nägel ein wenig drüberkratzt und gleichzeitig *rrrrrrrrrrr* macht, dann schrecken japaner zurück. Ich habe mir die ganze Zeit die Frage gestellt warum? Das ist doch die Reaktion die die haben wollten oder nicht? Ich glaube es liegt daran, man redet sich ja gerne was ein, die Japaner können dieses Geräusch nicht machen und kennen es auch nicht.

Was kann ich über den Abend noch sagen, außer das sich danach von meinen eigenen Hormonen ausgeknockt wurde?
Nicole ist als Polizistin übelst gut angekommen und musste regelmässig jemanden die nicht vorhandenen Handschellen anlegen. Sind Japaner alle devot? Sophia hatte die Ehre Yasu mit meinem Federfächer den Hintern zu versohlen.
Katja hat die internationalen Kontakte zu Korea ausgebaut, indem sie die ganze Zeit mit Kwonhee herumgeblödelt hat. Endlich bin ich auch mal in den Genuß gekommen mit ihm zu sprechen. Aber während irgendwelche besoffenen Amerikaner ins Mikrofon brüllen, kann man einfach nichts verstehen. Schade. Aber ausbaufähig.

Insgesamt hört sich das wie ein Gelage an, oder? Aber eigetlich alles im jugendfreien Rahmen.
Um 6 uhr morgens sidn wir dann endlich nach hause gekommen. Es war schon hell und der Schlaf dauerte für mich auch nur bis 12 Uhr. Aber dafür war er erholsam. Das wird nochmal gefeiert.
Und im Nachhinein haben sich soviele neue Informationen ergeben, die meinen Sonntag erhellt haben. Erst verdüstert, aber als ich dann mit Yoann und später Katja, zusammen gekocht habe -er ist echt ein Küchengott- hat sich ein komplett neues Bild bezüglich der Clique mit seinen Informationen gebildet. Wir sind das perfekte Lästerpaar. Naja, wir nutzen die Informationen um alles in die richtigen Bahnen zu lenken^^.

Samstag, 30. Oktober 2010

Präsentieren einmal anders

Endlich war es soweit, bzw. es war SCHON soweit.
Ich musste meine Poster-Präsentation halten. Seki-sensei lässt uns Poster machen, zu einem Thema das wir mögen oder wo wir gut drin sind. Mit diesen sollen wir an den Kulturtagen an der Uni auf dem Campus rumlaufen Japaner anquatschen und denen dann das Blaue vom Himmel erzählen.
Und damit wir das dann vorher geübt haben, sollen wir das vor allen Ausländern und deren Sprachpartnern vorstellen. Eigentlich sollte das am Mittwoch pasiert sein, aber weil wir so viele sind, bon ich auf Freitag verschoben worden. Kein Ding.

Freitagmorgen. Ich komme in den Raum und habe so überhaupt keine Lust irgendwelchen Leuten was über "Bodybuilding" mein selbst gewähltes Thema, zu erzählen. Aber was soll's. Freiwillig hab ich auch gleich als Erste ehalten. Zum Glück waren eigetnlich nur die Ausländer da. Das heißt Gen und Yusuke, meine Sprachpartner können sich nicht über mich lustig machen. Aber Shreck, da sitzt Yuki mit drin. Was soll das denn? Yuki ist mein "Sportschüler" im Trainingsraum, er will wie Daniel Craig aussehen. Hohes Ziel, aber ich helfe natürlich gerne.
Und dann fang ich an. Da geht die Tür auf, und: Ryota und Nori kommen rein. Na toll, den ganzen Haufen an coolen Jungs im Raum, schön, wenn sie mich nicht grundsätzlich verarschen würden.
Also stotter ich meinen Vortrag mehr oder wenigere runter. Ich erzähle von meiner Wette mit Phillip wer stärker ist (naja, ich hab es als Wette getarnt, weil verletzter Stolz wohl auf japanisch zu schwer wäre zu erklären), ich erzähle von Splittraining, zeige Muskeln, erkläre muskelaufbauende Ernährung und erwähnd mein Idol Yukio Mishima -beizeiten müsste ich einen intrag über ihn schreiben-.
Das Tolle ist, an sich dürfen wir auf unser Manuskripft schauen, aber wie ich das ja immer mache, roll ich das Papier, was ich in der Hand halte, zusammen, sodass ich nicht draufschauen kann. Also improvisier ich mehr oder weniger. Die Vokablen kenn ich ja schließlich.
Puh. Endlich vorbei. Am Mittwoch gab es keine Fragen, weil wir Ausländer sind ja alle nett und halten uns zurück. Aber was passiert: Yuki und Ryota melden sich. Na geil!
"Wieviel Protein sollte man denn essen?" Jaaaa, erklär mal, dass pro Kilo ewicht ca. 3gr gut wären. Naja, ich hab einfach gesag, dass ein 100 Kilo-Mann 300g essen sollte. "Ist Joggen vor dem Training gut?" Wenn interessiert denn das? Ja, ist okay als Warm-up. Ich hab die Fragen nie verstanden, aber mein Verständnis ist schon immer schlecht gewesen.
Boah, man war ich froh durch zu sein. Seki-sensei meinte am Ende, dass ich gerne einige Wörter weggenuschelt hab, aber alles sonst gut war. Immerhin.

Als Belohnung für den Vortrag dufte ich dann in der Mensa Armdrücken. Hahaha, sehr schön, da verlier ich doch auch immer. Also gegen Ryota angetreten, der Judoka. Ich hab echt gut gegengehalten, aber natürlich hat er mich geschlagen. Gegen Yuki hatte ich auch keine Chance. Ich denke aus Mitleid dufte ich nochmal mit links gegen Ryota antreten. Das ist seine schlecht Seite, und der Sieg war wirklich sehr einfach. Er sagte gerade noch vorher: "Wenn ich gewinne, wirst du ab sofort mein Sklave sein, Yvonne." Anscheinend gefällt ihm aber seine Position *muaharhar*
Es solten noch andere kämpfen, aber die hatten Angst (Ryotas Aussage -geb ich aber nicht soviel drauf^^) Und warum auch immer heiraten Yuki und ich, ich heiße dann Ashida mit Nachnamen und unsere Kinder können in eine deutsche Schule gehen. Gut, wir wollen beide keine Kinder also ist das geklärt.
Ich hatte eiegntlich die ganze Lunchpause über auf Yoann gewartet mit dem ich dann sporten gegangen bin. Hab mein Programm durchgezogen, aber irgendwie lief es nicht so. Kommt vor. Am Ende hab ich Yoann beim Butterfly zugesehen und dachte: "Mensch, hast du schon lange nicht mehr gemacht die Maschine, nur immer Freihantel. Mal schauen wie stark du geworden bist!" Ja, ich will nicht angeben, aber ich habe 5 Stufen mehr als Yoann geschafft (bin nicht sicher ca. 22-25 Kilo mehr) und dann wollte David mithalten. Aber er ist nochmal 2 Einheiten zurück gegangen. Irgendwie schäm ich mich dafür so stark zu sein. ...Quatsch.

So, nette Klönschnak mit Nutella-Bananen-Toast in der Küche und der nächste Tag, der Tag der Halloween-Party ist angebrochen. Stilecht mit nem Taifun. Das wird ein Spaß.

Freitag, 29. Oktober 2010

Klatsch aus der Woche

Eine weitere Woche nähert sich dem Ende. also eine Arbeitswoche ...
Mittwoch habe ich Katja genötigt noch mal mit mir nach Ikebukuro zu gehen. Mir fehlen noch zwei, drei kleine Sachen für men Kostüm und da die Feier am Samstag ist und ich vorher nicht gerade viel Zeit habe, muss ich vorher gehen.
Im Endeffekt ging alles schnell, alles gefunden und dann auch wieder nach Hause. Aber warum erzähl ich das? In Ikebukuro werden viele Taschentücher verteilt. Die dienen hier als Werbeträger und damit man sich die nicht kaufen muss, nehm ich sie gerne an. Aber in diesem Stadtteil haben die Verteiler leider die Gewohnheit uns Ausländern nicht mit Taschentücher zu beglücken. Sinnlose Zettel und Zeitschriften mit Adressen von Host kriegen wir, aber keine Taaschentücher. ich "ärger" mich schon so lange darüber und sage immer, dass ich das nächste Mal einfach stehenbleiben werde und bittend die Hand aufhalt. Naja, diesmal hab ich das doch tatsächlich getan. Das Mädchen guckt mich mit großen Augen an, was ich denn will und ich halte mein Hand auf, da gibt sie mir vorsichtig das Päckchen und ich bedake mich mit einem Zuckerlächeln. Yeah, wieder ne Japanerin verwirrt.
Und ich hab mir endlich Schuhe gekauft. Meine alten sind ein wenig löchrig geworden, was bei dem Wetter nicht so vorteilhaft ist, aber die Schuhpreise, abgesehen von den Damengrößen und der Mode, sind ziemlich heftig. Mindestens 50€ muss man hinblättern. Aber all die schlichten Sachen die mir gefallen kosten dann auch schon mal gleich 100€. Bis auf ein Paar K-Swiss. Boah, Markenproll! Naja, umgerechnte haben die mich nur 36€ gekostet und ich hoffe mal, dass ne Marke Qualität bedeutet (aufgescheuerte Hacken haben sie zumindestens schon mal verursacht).
In Deutschland brauch ich mindestens ein halbes Jahr, bis ich einen Schuh gefundenhab, der mir gefällt, passt und günsig ist.

Am Donerstag war Julä zu Besuch in der Uni. Todesmutig hat sie sich den langweiligsten Tag ausgesucht um das klassische Unialltagsleben auszuprobieren. Angefangen hat es mit East Asia Business. War mal wieder spaßig. Danach dann gleich die Mittagspause wo sie ein paar der Auländer kennengelernt hat, und dann haben wir zusammen in Yokokawas-senseis Unterricht gepennt. Naja, ich hab gepennt, Julä konnte sich unverständlicherweise wach halten. Den Abschluß hat dann International Relationship gebildet. Auch der Unterricht war wieder locker, vor allem wenn man bedenkt, dass Julä hinter mir saß. Wer sie kennt weiß Bescheid.

Aber damit war mein megalangweiliger Tag ja noch lange nicht zu Ende. Ich hab mich dummerweise für nen Talk angemeldet. Das heißt einenhalb Stunden lang irgendwas Langweiliges hören. Vorher sind wir aber mit Brian, einem unserer Profs, Ramen essen gegangen. Tja, man denkt eigenlich, dass er an unser Partemonaie denkt, aber diesmal hat er es nicht. Dafür war das Essen auch verdammt gut. Und wir hatten viel Spaß. Julä ist noch mitgekommen und wenn sie dabei ist, halte ich mit meinen Sprüchen garnicht mehr zurück. Die armen Jungs um uns herum. Aber wir hatten Spaß. Vielleicht sollte man nicht unbedingt sagen "I like the hot feeling inside my mouth!" Das nur die leichte Schärfe nach dem Essen gemeint ist, war in dem Moment nicht unbedingt herauszuhören. Tja, Chris versteht mich auf alle Fälle gut. Und es ist kein Wunder, dass ich den Spitznamen "Hentai" (Perverse) bekommen habe.

Julä hat uns dann leider verlassen und wir sind weiter zum Talk. Plötzlich wusste ich im Regen wo wir waren, aber das wollte mir keiner glauben. Bäh. Ich hatte doch Recht, als alle staunend vor dem Tokyo Tower standen.
Der Talk selber ging um...ich weiß es nicht so genau, laut Titel um Japanisch-Amerikanische Beziehung. Ich habe von Anfang an den roten Faden nicht mitbekommen und habe ihn auch nicht finden können. Also bin ich im Kopf meine Präsentation für den nächsten Tag durchgegangen. Am Ende meinte Brian, der Amerikaner ist, dass er den Talk auch nicht verstanden hat. Na toll, wie sollen wir Nicht-Muttersprachler dass dann machen.
Gut,was lernen wir daraus? Gehe nicht zu einem langweiligen Talk, wenn du den Kopf mit anderen Sachen voll hast.

Dienstag, 26. Oktober 2010

Kamakura

Auf ein Neues nach Kamakura.
Diesmal bin ich mit Julä und ihren Eltern mehr oder weniger spontan am Sonntag nach Kamakura, der alten geschichtsträchtigen Stadt in der Nähe von Yokohama, gefahren.
Nach einer langen Suche nach einem ATM, Bankautomaten, bei dem die Eltern Geld abheben können, ging es dann durch die Einkaufsstraße Richtung Tempel Nummer 1. Es ist echt unglaublich, wie wenig Automaten deutsche Karten akzeptieren. Zum Glück funkioniert das jetzt bei mir und das auch mit recht niedrigen Gebühren (Siehst du, du olle Sparkasse! Alles gaaanz einfach!).
Tempel Nr. 1 ist jener Tempel, dessen Namen ich mir immer noch nicht merken kann, bei dem ich mit Katha und Stephan im Frühjahr schon war. Nur ist mittlerweile der heilige 1000jährige Baum gefallen. Das ist an meinem Tag der Abreise im Frühling passiert. Zum Glück war es kein böses Omen.
Bis auf eine Hochzeit und dem immer noch andauernden Shichi-Go-san, ist da auch nichts Neues gewesen.
Weiter geht es zum Daibutsu. Dem Großen Buddha. Auch den kenne ich schon, aber trotzdem geht man da gerne hin. Es ist immer wieder imposant, wie man im 12. Jahrhundert einen so großen, hohlen Bronzebuddha bauen konnte. Da Wochenende war, war es diesmal recht voll bei dem Daibutsu und viele Schulkinder liefen herum, die Ausländer auf Englisch gefragt haben, wo sie herkommen und ob sie das mit einer Unterschrift bestätgen können. So lernt man englisch. Wenn das die Jungs im TOEFL-Vorbereitungskurs auch mal gelernt hätten...



Weiter soll es zum Geldwäsche-Schrein gehen (jaja, mein Heiligtümer-Namens-Gedächtnis). Mike, Julä Vater, hat auf seiner Karte eine Art Trampelpfad gefunden. laut Schildern ist das ein Wanderweg gewesen. Laut meines erschöpften Körpers ist das der Wehg zur Hölle gewesen, nur himmelwärs. Nein, so schlimm war es nicht. Aber wenn man nicht auf einen so steilen, unbefestigten Anstieg, mit Stufen aus Wurzeln, vorbereitet ist, dann kann das schon sehr abschreckend sein.
Aber eigentlich eine tolle Erfahrung. Man hat nicht die langweile graue Stadt gesehen, sondern Grün inmitten einer grauen Stadt. All die Wanderer hinter uns, die uns überholt haben, und die uns entgegen kamen, haben gegrüßt. Das ist auch viel freundlicher als dieser doofe unpersönliche Touristenkram. Leider, leider fing es im letzten Dritel an zu regnen. Naja gut, sieht man den Schweiß nicht, aber mit nur einem Shirt bekleidet und ohne Schirm ist das dann nicht ganz so schön. Außerdem wurde es auch schon langsam dunkel, was sich im Wald nicht so gut macht. Aber da war er dann ja schon, der Geldwäsche-Schrein.


Das Besondere hier ist, dass man sein Geld in dem Quellwasser wäscht, über Räuscherstäbchen annähernd trockent, und dann soll es sich auf wundersame Weise vermehren. Das muss dann auch gleich ausprobiert werden. Zack, 200 Euro in das Schälchen und waschi-waschi. Um euch die Spannung zu nehmen: noch ist da nicht mehr Geld im Portemonaie, aber es duftet gut durch die Räucherstäbchen.
Mike hat mir dann einen Miniregenschirm spendiert (bei ihm wirkt das Wunderquellwasser definitiv nicht^^) und dann ging es zurück nach Kamakura. Eigentlich sollte noch der hübsche Tempel am Hang besucht werden, aber aufgrund des Wetters haben wir das dann abgeblasen.
Also ab ins Restaurant und auf die schönste und komplizierteste Art und Weise bestellt. Tja, da denkt man, man versteht ansatzweise was, aber wenn die Kellnerin im halbenglsich ankommt, dann ist das kleinste bisschen Verständnis auch wieder weg. Hat aber geklappt und das Essen war topp!

Ne Stunde mit der Bahn zurück und dann Powerlernen für den Kanjitest. Aber der Sonntag war spaßig.

Samstag, 23. Oktober 2010

Bunte Bildchen

Zeit für nen neuen Blogeintrag:
Am Donnerstag haben wir in Business einen Gastvortrag zum Thema Japanischer Sarariman" bekommen. Wie den meisten bekannt ist, ist dieser Salaryman (hier die englische Schreibung, in den Tüttelchen ist die Japanische) ein Symbol für den japanischen Arbeiter. Er symbolisiert Arbeit, Männlichkeit und ein sicheres Einkommen. Für uns Europäer ist er hingegen die Langeweile pur, weil wir einen langweiligen Schreibtischjob damit verbinden, aßerdem sieht man keine Unterschied zwischen all den Sarariman in der Bahn. Alle haben sie nen dunklen, aber perfekt geschnittenen Anzug, die meisten mit nem schwarzen Aktenkoffer, manche mit einer schwarzen Männerhandtasche. Homogenität wohin man schaut.
Trotzdem gibt es eine Mangasparte, die man "Sarariman-Manga" nennt. Es geht um, ratet mal, ja: Sarariman. Und diese Sparte soll sehr erfolgreich sein (hauptsächlich natürlich unter Sarariman).
Unser Gastdozent hat dieses Phänomen untersucht und die Darstellung des Arbeiters untersucht. Speziell an dem Manga "Sarariman Kintaro". Und weil das natürlich zu eintönig ist, und manche Emanzen nicht einverstanden sind, hat er das noch auf die Darstellung der Frau in der Mangawelt ausgeweitet.
Wir hatten eineinhalb Studne lange einen äußerst interessanten Vortrag über einen uns bisher unbekannten Bereich der Mangawelt.
Und da soll jetzt bitte wieder einer meiner Eltern kommen und sagen "Yvonne, sag mal wie alt bist du, dass du noch Manga liest?" Tja, hier ist es absolut normal, in JEDEM Alter und jeder Position.

Hier der erste Teil des dazugehörigen Animes....wer will.

In der Woche selber ist dann nichts superspannendes passiert. Ich hab am Freitag Yûsuke trainiert und ich bin beeindruckt. Dafür dass er lange nicht mehr trainiert hat, hat er ganz schön gut mitgehalten. Respekt! Er hat mir erzählt, dass er wieder trainieren will, weil er am Bauch "puni-puni" ist. Auf deutsch wäre dieser schöne Ausdruck "schwabbel-schwabbel". Ihr könnt euch jetzt keinen dicken Japaner vorstellen? Kein Problem, er ist auch nirgends puni-puni, aber soll ich jetzt nen Japaner mental aufbauen und sagen er sei perfekt, absolut sexy und unglaublich begehrenswert? Naja, könnte ich, aber ich weiß noch nicht genau, wie das hier aufgenommen wird ^^

Am Freitag hab ich dann mit Katja zusammen Julä und Karsten in Ikebukuro getroffen. Ich wollte eh shoppen, Halloween steht an, und Julä ist für ein paar Wochen im Land. Das muss man kombinieren. Wohooooo!
Kurz: gekauft hab ich nicht das was ich für's Kostüm brauche, aber Proteinshakes (endlich!) udn zwei Manga. Wir mussten ja natürlich ins Book Off und billige Bücher anschauen. Ich hab mir zwei Pokemonmanga mitgenommen, weil sie so putzig waren. Jetzt hab ich gerade gesehen, dass sie für die Junior-High geeignet sind, das heißt ein wenig simpleres Japanisch haben. Ich könnte mich wegschmeissen so lustig ist der Manga.
Nach einen Purikura mit uns vieren hat Katja uns im Book Off verlassen, weil sie zu ner Party wollte. ch denke darüber wird sie in ihrem Blog irgendwann schreiben.
Zu dritt haben wir dann "Sushine City" eine Einkaufs-Mall in Ikebukuro unsicher gemacht. Schnick-Schnack hier und dort, Disneyland, Totoro-Laden und Hello-Kitty-Shop dort drüben. Herrlich. Was es nicht für unsinnigen Blödsinn gibt. Als Karsten dann auch weg ist, haben Julä und ich und auf die Suche nach etwas Essbaren gemacht. Yvonne ist wieder ein wenig pingelig was das Geld angeht und wir sind ziemlich lange herumgeirrt.
An der Stelle wo Katja und ich unsere erste Begegnung mit einem Host hatten, stand doch tatsächlich wieder Mr. Bling-Bling-Gürtel. Der Typ würde mir immer wieder auffallen. Wir gehen an ihm vorbei und hören ein leises "Hallo, hallo!" Wir haben und umgedreht, seinen Flyer genommen und auf seine Frage "Trinken?" mit Nö geantwortet und weiter. Glück gehabt.
Ja, ne. Doch nicht wirklich, weil an der nächsten roten Ampel wieder zwei Host ankamen. Die sahen besser aus, aber auf unseren deutlichen Hinweis, dass wir zu zweit was Essen und nicht Trinken wollen, haben sie nicht reagiert und gesagt, wie seien hübsch blablabla schnulz schleim. Ein Glück ist die Ampel irgendwann auch wieder blau geworden (in Japan sagt man "Die Ampel ist blau" weil die Farbe wirklich eher einem Blauton ähnelt) und wir sind einfach rüber gegangen. Julä hatte danach dann auch einen gehörigen Respekt vor den Männern mit den unmöglichen Frisuren.
Endlich haben wir uns dann in ein Fischrestaurant gesetzt, in einen Tatamiraum, also ein Raum, wo man an den niedrigen Toschen kniet oder im Schneidersitz sitzt und uns mit Sashimi verwöhnt. Es waren noch ein paar Sarariman in dem Raum und Julä sagte, dass die immer sehr interessiert aufgeschaut haben, als ich auf Japanisch bestellt habe. Naja, sooo gut ist mein Japanisch jetzt nicht, dass man darüber staunen müsste. Wenn die Herren nach dem Klogang dann den Raum wieder betreten haben, hatten sie immer einen schönen Blick in mein Dekoltee (man sitzt ja auf den Boden) und haben ihn genutzt (dazu ist er ja da), und ich hab mich aber die ganze Zeit gefragt, wann die werten Herren dann mal Eier in den Hosen haben und uns ansprechen, betrunken waren sie ja schon und sie wussten das wir Japanisch verstehen. Nicht, dass ich da megascharf drauf gewesen wäre, aber wer starrt....

Und als wir unsere Sashimi-Platte, verziert mit einem Fisch bestehend aus Gräte und Kopf, aufgegessen hatten, hat uns die Kellnerin erklärt, dass der unvollständige Fisch noch essbar ist und das sehr lecker ist. Es ist ein Service des Hauses. Was? Ihr versteht den Zusammenhang nicht ganz? Macht nix, sah bei mir genauso aus. Da es aber ein Service war, hab ich die Frau machen lassen und hab den Fisch komplett frittiert serviert bekommen. Also den zerschnippelten Dekofisch von der Sashimi-Platte. Naja, ich hab da ja keine Hemmungen und udn hab ihn dann komlett mit allem Drum und Dran gegessen. War echt gut!
Noch ein Purikura zu zweit und dann ab nach Hause.


Dort war es dann auch schon Mitternacht und Sophia, Tabea und ich haben Nicole zum Geburtstag gratuliert.

Heute ging es dann für sie nach Harajuku, Geburtstagpurikura machen. Fabian war auch mit von der Partie. Meines Erachtens ist es Selbstmord am Samstag nach Harajuku zu gehen, aber was macht man nicht immer für die Geburtstagskinder.^^
Aber vorher schauen wir noch an dem Meijischrein vorbei. Ein absolutes Muss für jeden Besucher in Tokyo. Zu unserem Glück war heute das Shichi-Go-San-Fest (auf deutsch (7-5-3). Das heißt das jedes Kind in dem Alter von 7, 5 oder 3 gefeiert wird. Und die kleinen Mädchen sine so hübsch herausgeputzt worden für den Schreinbesuch, wo sie eine Tüte mit Geschenken bekommen haben. Ich wollte jetzt nicht so dreist sein und sie einfach fotografieren, deshalb hab ich versucht eine Hochzeit festzuhalten. Danach ging es in die Einkaufsmeile.
Nach endlosen Schauen in den Läden haben wir auch zu fünft die bunten Bilder gemacht und haben das Daiso gestürmt. Das ist der größte 100-Yen-Shop den ich kenne. Es gibt größere, aber der hier hat schon 4 Etagen.
Damit ich dann auch günstig Essen mit in die Uni nehmen kann,hab ich mir dann endlich wieder eine Bentobox (Lunchbox) mit passenden Stäbchen gegönnt. Superschicke Box für nur einen Euro. Da können unsere Popel-1-Euro-Läden nicht mithalten.
Irgendwie hatten wir es aber nicht drauf zusammen zu shoppen, haben endlos aufeinander gewartet und weil mir die Füße wehtaten und ich noch viele Hausaufgaben machen musste (morgen bin ich auch wieder unterwegs), bin ich nach dem leckeren Crepe, diesmal mit Blaubeeren, mit Fabian nach Hause gegangen.

Lecker Essen in der Küche und noch leckeren Kuchen zum Geburtstag runden den Tag ab.

Montag, 18. Oktober 2010

Like at home

So, alle Sportmuffel werden wieder genervt:

Für heute hatte ich mich mit meinem Sprachpartner Gen und seinem Kumpel, bzw. meinem zweiten Sprachpartenr Yusuke zum Sport verabredet. Da ich ja immer von Bodybuilding rede, müssen die das ja mal live erleben. Spontan hab ich mir dann noch Yuki rekrutiert, der Muskel aufbauen will.
aber so schön einfach wie sich das jetz anhört, war das natürich nicht.
Wir hatten verabredet, dass wir usn nach de 2ten Studne im Trainigsraum treffen. Also grob 12:12 Uhr. Ich war da und wartete. Da ich für meine Poster-Präsentation noch meine Übungen ins Japanische übersetzt haben wollte, hab ich einfach mal die Trainerin gefragt, ob sie mir helfen kann, ich war eh die Einzige dort. Na klar. also hab ich ihr die Übungen vorgemacht und sie hat sie mir auf Japanisch aufgeschrieben. Das lief echt gut. 3 Übungen wusste sie namentlich nicht,aber hey, in dem Fall absolut egal.
aber wo bleiben meine Jungs? Ich bin kurz in die Umkleide gehüpft um mein Handy zu holen, wer weiß, vielleicht trauen sie sich doch nicht. Yusuke hatte verpennt. Okay, passiert. Aber wo war Gen? Ich weiß es nicht, aber er kam dann nach der Mail, wo er bleibt. Und Yuki kam eh später, das wusste ich.
Aber dummerweise war nach der Mittagspause Unterricht im Trainingsrauim, sodass wir eineinhalb Studnen vor der Tür gewartet haben. Yuki ist irgendwo hin, Gen ist auch weg und ich hab mich dann die ganez Zeit mit Yusuke unterhalten. Auf Japanisch natürlich. Ganz ehrlich, das lief echt super. Er meinte auch, dass mein Japanisch besser geworden ist. Ein Glück, ich hatte das Gefühl mich zurückzuentwickeln. Die Themen waren auch allesamt sehr unterschiedlich. Von Backpacking ging es über Mücken zu Nebenjobs und das Englisch schwer ist. HipHop und Metal und warum er überhaupt uns doofen Ausländern bei der Prääsentation hilft. War lustig.
So, dann durften wir endlich sporten. Aber: da Yusuke und Gen ihre Trainingsraumkarten nicht mehr hatten, musste sie neue machen und durften dann heute nicht trainieren. Hm. David, einer der Franzosen, kam auch noch dazu, aber er muss noch die Einführung mitmachen. Na toll.
Aber Yuki war noch da. Ein Glück. Ein Lämmchen zum betreuen :D
Und das toll. Ich bin es ja schon mehr oder weniger gewohnt in Halle meine neuen Leute dort anzutrainieren, also mach ich das gleich hier in Japan auf englisch. Japanisch wird schwierig, aber am Freitag (da wollen Yusuke, Gen, David und ich es nochmal probiren) muss ich es dann machen.
Yuki will Muskeln aufbauen und will dementsprechend meinen Plan machen. Allerdings wollte er auch immer meine Gewichte nehmen. Jaa, davon hab ich ihm abgeraten, da er solange Pause hatte. Wir hatten komplett Freihantel heute (3-Tages-Splittraining) und er hat sich die Übungen von mir zeigen lassen und dann zu schwereren Gewichten gegriffen. Ist ja nicht so, dass ich ihm nicht den männlichen Stolz lassen will, aber er hat sich definitiv überschätzt.
Grundsätzlich muss ich leider sagen, dass ich korrigierend eingreifen musste. Zum Beispiel konnte er grundsätzlich nie seine Handgelenke gerade halten, oder hat einfach keine Spannung gehabt. Einmal hab ich ihm komplett das Gewicht gehalten, weil es erstens kein leichteres Gewicht gab und zu schwer war und zweitens, weil er die Bewegung nicht nachmachen konnte.
Aber es war voll lustig, weil er einfach alles aufgesogen hat an Informationen. Nori ist zwischenzeitlich auch dazu gestossen, aber er hat sein eigenes Training gemacht und wollte nichts neues machen.
Nach 20 Minuten ausdauer hab ich dann auch kapituliert und wieder die "nette" Waage gefragt. Gewicht ist okay, aber mein Fettgehalt. Das Mistvieh lügt ununterbrochen ^^

Die Trainerin hat mich gelobt. Ich denek, ich hab nur das Wichtigste mitbekommen, nämlich, das ich häufig komme und hohe Gewichte stemme und dass ich ein guter Trainer bin (ich bin sensei genannt worden *wohooo*). Sie hatte das zu Yuki und Yusuke gesagt.

Dann noch schnell geduscht und ab nach Hause.

Eigentlich sollte hier der Eintrag über ds gestrige Judômatch stehen, aber ich versuche einen fundierten Bericht von einer Gastschreiberin zu bekommen. Also...Geduld, bitte.

Samstag, 16. Oktober 2010

Bowling & BBQ

Das wird ne lange Geschichte..
Am Freitagabend ging es wie angekündigt zum Bowling. Lustigerweise war Karaoke geplant und Nori hatte dann Katja ne Mail geschrieben "We change from Karaoke to boring!" Aha, boring. Langweilig. Was meint er damit? Sitzen wir gelangweilt im Kreis und schweigen uns an? Nach einigen Mails kam dann raus, dass Nori Bowling meint und einfach nur die japanische Schreibweise "Bo-ringu" umgeschrieben hat.
Wir haben uns gegen halb 7 abends getroffen, aber weil einige Laute verloren gegangen sind sind wir dann erst um Viertel nach 7 los. Mit 12 Mann haben wir dann in zwei Teams gebowlt.
Da ich jetzt nicht unbedingt jedes Match ins Detail beschreiben will, hier die Highligfhts: Bowlingist definitiv kein französischer Nationalsport. Alle Franzosen habenmehr oder weniger abgeloost. Die Wurftechnik war auch allerliebst. In dem Video seht ihr Shain. Udn da war er gerade mal "normal".

Chris als Amerikaner hat natürlich alle angezogen und der Zweikampf zwischen Katja und Nori entbrannte in einem höchstsspannenden Ende, das jemals nur um 5 Punkte entschieden wurde. Yuki hat so viele "Pudel" geworfen. Wenn er getroffen hat, dann war er echt gut, aber trotzdem so gerne daneben. Ich hab ihm schon Prügel angedroht, da hab ich dann ein "It's my pleasure!" zurückbekommen. Oh!
Und Marius war in der ersten Runde der Schlechteste, dafür aber Sieger in der zweiten. Ich selber bin beide Male in meiner Gruppe die Zweite gewesen.

Der ganze Spaß hat uns 1350 Yen gekostet. Das ist defintiv teurer als in Deutschland, aber kann man sich mal erlauben.
Der anschließende Izakayabesuch, naja, gehörte dazu. Da alle aus dem Asakawohnheim um 12 zurück sein mussten (oder morgens um 4 Uhr) waren wir mit Yoann, Katja, Chris (der mal wieder in Roppongi Party machen war), Katja, Nori, Yuki und mir zu sechst. Weil wir Hunger hatten sind wir in in Fischrestaurant. Ich kenn die Kette schon von meinem ersten Besuch und bin im rohen Fischhimmel gewesen. Nichts geht über Sashimi (roher Fisch) und Sushi. Dazu noch frittierte Calamaristentakel...mjam. Natürlich haben die Jungs wieder Alkohol ins sich geschüttet.
Und die Themen: herrlich! Es ging von Fetisch, über Sex in der öffentlichen Toilette zur Beibringung von dem elementaren Vokabeln ;)
da wir unsere letzte Bahn nehmen wollten, sind wir gegen halb 12 aufgebrochen, udn haben Chris mit Nori und Yuki nach Roppongi ziehen lassen. Knapp, aber wirklich knapp haben wir die letzte Bahn bekomme udn konnten gegen eins ins Bett.

Allerdings endete die Nacht mit einer Mail ggen 7 Uhr: "Bist du schon wach, ich brauche jemand mutigen" Whoa. Ich durfte eine noch zuckende Kakerlake beseitigen. Kein Ding, im Halbschlaf mach ich das ohne Probleme. Schlafen konnte ich dann aber nicht mehr wirklich.
Um 10 Uhr hieß es dann Treffen in Ikebukuro um von dort aus weiter zu irgendeinem Ort mit 5 Kanji im Namen. Das war echt schön dort. Die Sonne bratzte, ein Springbrunnen war da und als wir dann zu dem Grillplatz gekommen sind, war das irgendwie cool. Es scheint hier so zu sein, dass man zu einem festen Grillplatz geht, dort einen Grill mietet und grillt. Hat was für sich. Um uns herum wurde überall gegrillt und das Wetter genossen. Monstertauben haben die Fleischreste gegessen und für und floss der Alkohol auch. Chris hat durchgemacht uns natürlich auch weitergemacht. Ich habe keinen Überblich wie viele wir waren. 20? Ausländer und Japaner. Allerdings nur bestimmte, die sich "Campus-Maites" nennen. Nori und Yuki wollten auch mit,aber sie durften nicht. Herrscht hier ein Beliebtheitsswettbewerb um uns?


Die ersten Fuhren Fleisch waren Fett mit Fleisch dran. Jetzt so überhaupt nicht mein Ding. Aber naja, probiert hat man es. Die zweite Fuhre war dann mariniertes Rind. das war leckerer, aber mein Favourit waren die Yakisoba, gebratenen Nudeln. Nudeln, mit Weißkohl, Sojasprossen und Gewürz. Nur lecker. Nebenbei hat man sich unterhalten, auf Deutsch, Englisch und ein wenig Japanisch.
Und wie immer wurde ich gefragt ob das Piercing wehtat. Nein tat es nicht. "Ja, manche haben auch eins in der Zunge." Also hab ich die Zunge rausgetreckt. Und dann angehoben. Das Gekreische und Aufgestöhne war so herrlich. "Das muss doch wehtun!" Nö. Und dann ob ich noch eins hab. T-Shirt hochgehoben. Eeeehhh? Oh Man, selten so ein Spaß gehabt Leute zu schocken.
Nach dem Essen und einer neuen Fuhre Schnaps (das was man hier so nennen kann) ging es dann gleich nebenan ans Meer. Ich wusste nicht, dass wir so dicht dran sind. Ich liebe das Meer. Und man konnte von einer Brücke die auf eine Düne (?) führte sogar Dysneyland sehen. Wohooo. Und die Regenbogenbrücke bei Yokohama. Geil.! Ich hätte da Stunden sitzen können und bin auch mit den Füßen ins Wasser. Herrlich. Eine fremde Japanerin hat mir eine gedrehte Muschel geschenkt. Juchu!



Aber jeder schöne Tag geht mal zu Ende. Und jetzt bin ich echt fertig. Kurze Nacht, lecker Essen, langes Stehen, Meer, Sonne und ein leichter Sonnenbrand.
Das müssen wir nochmal machen.