Mittwoch, 14. April 2010

Kampf der Titanen



Es war endlich soweit: Kampf der Titanen läuft. Ein Film auf den ich mich sehr gefreut habe, weil es griechische Mythologie und Special Effects vereint. Zwar liebe ich die uralt Herkules-Filme oder Sindbad, aber ein absolut moderner Film in 3D ist auch ne Erfahrung wert.

Fangen wir mit den guten Sachen an: Die Effekte waren sehr cool. Super animiert und absolut lebensecht. Kampfszenen sind durch die Handkamera super in Szene gesetzt und meines Erachtens warend die Kostüme auch realistisch. Außerdem fand ich die Darstellung der meisten Wesen sehr interessant und kreativ. Zum Beispiel die stygischen Hexen, rechts in dem Bild.
Und damit war's dann auch schon mit Lob. Wer den Film noch sehen will oder ihn gut fand, sollte hier am besten aufhören zu lesen.

Die tollen Effekte und Animationen sind leider durch die 3D-Technik zerstört worden. Während des Kampfes gegen Riesenskorpione habe ich die Brille absetzen müssen, da es für mich so aussah, als würde der Skorpion in weiter Ferne stehen und die Krieger direkt vor meiner Nase. Und dann sind sie alle umgefallen, weil das weit entfernte Monster sie getroffen hat. Es hat rein gar nicht von der Perspektive gepasst. Man merkt stark, dass der Film ursprünglich nur für 2D gedacht war. So hätte ich ihn ursprünglich auch gesehen, aber es wird ja nur in 3D gezeigt.
Sam Worthington habe ich in "Terminator- Die Erlösung" und "Avatar" als hervorragenden Schauspieler kennengelernt. Hier war ich leider von ihm (oder seiner Rolle?) sehr enttäuscht. Es fing mit seinen untrainierten Käsebeinen als Fischer an und hörte mit seiner mittleren schauspielerischen Leistung allgmein auf. Er hat selber gesagt: "Man ist nur so gut wie sein Gegenüber" (Einfach gut aussehen. 04/2010) und von daher schließe ich darauf, dass er mit vollanimierten Gegnern in der Bluebox nicht agieren kann. Schade.

Außerdem ist der Film in sich nicht schlüssig gewesen, was dadurch kommt, dass sie viele viele griechischen Mythen zusammengebastelt haben, um was actionreiches zu kreiren.
Und hier liegt mein Hauptkritikunkt: Was zum Geier haben sie aus den wunderbaren griechischen Vorlagen gemacht?
Da der Film ein Remake von dem "Kampf der Titanen" aus dem Jahr 1981 ist, habe ich mir die Story des originals angesehen. Die ist zwar auch nicht perfekt nach den Mythen, aber jedoch wesenlich enger daran, als das jetztige Hollywoood-Desaster.

Ich versuche einzelne Aspekte näher zu beleuchten:

1. "Kampf der Titanen". der Titel spricht von Titanen. Soweit wir Bescheid wissen sind diese die Geschwister der Götter und von diesen nach einem Aufstand in die Unterwelt gesperrt worden. Unter ihnen befand sich unter anderem Kronos oder Koios, Hyperion, Phoibe oder Thethys (nicht zu verwechseln mit Thetis, der Muter von Achill). Keine dieser Personen taucht auch nur namentlich in dem Film aus. Warum also dieser Titel? Vielleicht weil die Menschen gegen die Götter einen Auftsand proben? Wer weiß.

2. Perseus: Perseus ist ein bekannter Held der griechischen Welt und seine bekannteste Tat ist das Köpfen der schlangenköpfigen Medusa und das Retten der nackten angeketteten Andromeda. Gut, das hat er in dem Film auch gemacht. Auch ist er als Kind von einem Fischer aus einer Kiste im Meer gerettet worden. Aber da hört die Ähnlichkeit auch wieder auf. Perseus wurde laut Mythos von Danae geboren, die von Zeus schwanger wurde. Sie war so schön, dass sie von ihrem Vater, der Angst hatte, dass Zeus sich an ihr vergeht, in einen Turm gesperrt. Dort ist der Gott jedoch in Form von goldenem Regen hineingelangt und vergnügte sich mit ihr. In dem Film ist die Mutter auch Danae, jedoch ist sie verheiratet mit dem Anführer des Menschenaufstandes und Zeus lag bei ihr in Form ihres Mannes um damit eine Warnung zu an die Menschen zu geben. (Exkursion "Percy Jackson": In diesem Film, bzw. der Bücherreihe, ist Percy, Reinkarnation von Perseus der Sohn von Poseidon.)
Weiterhin hat Perseus in dem Film die ganze Zeit seine halbgöttliche Abstammung verleugnet. Er wollte als Mensch gegen die Götter und dem Krake kämpfen. Im Mythos war ihm immer bewusst Halbgott zu sein und er arbeitete damit und war kein bockiger Fischer.

3. Adler: Zeus flog in dem Film häufig in der Gestalt seines Tieres, des Adlers umher. Lustigerweise war dies ein Weißkopfadler, welcher nur in Amerika und Kanada vorkommt. Für Griechenland oder allgemein den mediterranen Raum hätte ich einen Steinadler gewählt.




4. Jinns: Während des Kampfes in der Wüste mit den Riesenskorpionen kommen den Helden Jinns zu Hilfe. Sie sollen halbe Menschen und halbe Holzirgendwas sein. Wenn ihnen etwas stirbt, dann ersetzen sie es durch Holz. Mir war diese Mythenwesen überhaupt nicht aus der griechischen Welt bekannt und habe recherchiert. Jinns im griechischen Raum sind sie, wie fast überall, geisterartige Wesen und Formen von Dämonen. Jedoch sind sie nicht sichtbar und in unerklärlichen Dingen wie Blätterrauschen, Alterung etc. zu finden. Wie kann ein körperloses Wesencauf einmal ein Wüstenbewohner mit Magiekenntnissen und selbstexplodierenden Herzen werden?


5. Io: Eine meiner liebsten Mythen. Io war laut Überlieferung eine wunderschöne Nymphe, die natürlich von Zeus genommen wurde, das sah Hera und wollte sie umbringen. Jedoch hat Zeus Io in eine schneeweiße Kuh verwandelt. Nach Jahren wurde sie wieder zurückverwandelt, aber konnte nur noch muhen. Da sie nach einer langen Reise in Ägypten war, blieb sie dort und wurde später als Göttin vereht. In dem Film hat sie den Zorn eines Gottes, wer weiß man nicht, auf sich gezogen une sie wurde mit ewiger Jugend bestraft. Sie folgt Perseus auf seine Reise und kämpft an seiner Seite. Was für ein Blödsinn. Natürlich ist sie in dem größten Augenblick der Romantik gestorben, um am Ende des Films wiederzukehren.

6. Pegasus: In der Mythologie kämpft dieses geflügelte Pferd an der Seite, bzw. unter, Bellerophon gegen die Chimäre und Amazonen. In dem Disneyfilm ist es ein Freund von Herkules und in diesem Film ist es das Pferdchen von Perseus. Er trifft auf einer Wiese eine Herde weißer Pegasusse (ist es nicht eigentlich ein einmaliges Pferd?) und sieht auch diesen Black Beauty mit Schwingen. Nach dem Tod Ios kommt Pegasus angeflogen und zusammen fliegen sie zum Krake, um ihn zu töten. Das Pony hat hier nichts verloren. Abgesehen davon, dass Reiten eine Erfindung in späterer Zeit ist (in der Illia wird erwähnt, dass Amazonen reiten und dies den Kriegern noch nicht bekannt ist. Die Illia spielt vor Perseus).


7. Medusa: In dem Film wird die Vorgeschichte Medusas erzählt. Sie sei so schön gewesen, dass sich Poseidon in sie verliebte, aber sie wollte nicht und bat im Tempel Athenes um Hilfe. Doch sie wurde nicht erhört und in dem Tempel von Poseidon vergewaltigt und weil Athene dass so eklig fand in ein Mischwesen aus Mensch und Schlange verwandelt. Nur der Oberkörper und der Kopf sid menschlich, Körper und Haare sind schlangenhaft. Ihr Blick lässt Männer zu Stein erstarren. Jedoch kann sie Frauen nichts antun. Nun lebt sie in der Unterwelt.
Laut Mythos ist Medusa die einzige sterbliche und menschenähnliche Gorgone unter ihren zwei Schwestern. Weil sie so schön war, hat sich Poseidon in sie verliebt und sie hatten ein Techtelmechtel, dummerweise nur im Tempel der Athene, die sie zur Bestrafung in die Gestalt ihrer Schwestern verwandelt hat (Schlangen als Haare) und ihr Blick lässt Männer zu Stein werden. Wo sie wohnt ist nicht näher beschrieben. (eine der Hesperiden -Wächterinnen des Goldenen Apfels- heißt ebenfalls Medusa).

Mehr will ich nicht in die Thematik des Films und der Mythologie reingehen. Aber das sind die Sachen, die mir während des Filmes aufgefallen sind.

Es gibt aber noch eine ungeantwortete Frage: Was soll diese Eule eigentlich? Sie wird kurz von Perseus in die Hand genommen und er fragt: "Was das ist?" Die Eule flattest mechanisch mit den Flügeln und rollt die Augen. Er legt sie zurück und sie taucht nicht mehr auf. In dem alten Film jedoch, wird diese Eule von Hephaistos hergestellt und sie kämpft an Perseus' Seite. Ein Hinweis auf den alten Film? Ein misslungener Lacher? Oder geschnittene Szenen?


Kurz und knapp ein Resüme: Wer Action und guten Sondtrack haben will, sollte bei 2D reingehen. Wer griechische Mythologie mag sollte es lassen.

Sonntag, 21. März 2010

Leipziger Buchmesse


Es war mal wieder so weit: die Leipziger Buchmesse fand am Wochenende statt. Natürlich musste ich als Libriphile dort hin und mich informieren, was es denn tolles Neues gibt. Außerdem war es auch wieder Zeit, sich über Cosplayer lustig zu machen.
Vorab für alle Cosplayer: Ja, ich stehe nicht auf Verkleiden. Es ist okay, wenn ihr das macht, manche haben auch Stil und Können, aber der Großteil leider nicht.

Meine WG ist am Samstag hin und ist schon in der Bahn mit einigen komisch gekleideten Menschen zusammengestossen. Ich dachte, weil wir am Nachmittag hinfahren, werden wir nicht so viele Cosplayer (Costume Play, Darstellung von Charakteren aus Spielen und Manga) treffen. Aber Nachzügler gibt es immer. Uns hat es nicht verwundert, dass die beiden jemanden aus Naruto dargestellt haben. Naruo ist DAS Modecosplay, basierend auf einer erfolgreichen Mangaserie, deren Animeauskopplung in Deutschland bis zur Unendlichkeit geschnitten wurde.

Voller Vorfreude auf den Buchgenuss haben wir vor der Halle schon unsere erste Lektüre in die Hand bekommen "Ist Gott tot?". Yeah! Das wollte ich schon immer mal wissen.

Auf der Messe haben wir vier uns getrennt und ich bn mit Klemens los. Wir haben alle Hallen durchforstet, hauptsächlich nach den Verlagen Heyne, Lyx und Co. Und was wir nicht Tolles gefunden haben "Katholischer Buchverband", "Greenpeace Verlag" und sogar "Hallenser Verlag", ziemlich klein der Stand, da war sogar die Leipziger Universität größer.

Auffallend war, sogar im normalen Belleristikbereich, dass Vampirromane immer noch aktuell sind. Langsam reicht es. Ich lese auch gerne Yampirromane, aber ich bleibe gerne bei den klassischen Geschichten. Außerdem ist das Angebot schon wieder zu groß. In diesem Riesenangebot der Fantasyromane (wir sind mittlerweile in den Fantasy-und Mangabereich vorgedrungen) habe ich neue Literatur ausgemacht, die noch eine Nische bilden: Gargoyles (Titel "Grim") und Succubus. Beides sind Fantasiewesen die ich äußerst interessant finde. Auch sollen Zombies jetzt auf dem Vormarsch sein. Überhaupt scheinen Fantasyromane momentan stark verbreitet zu sein. Letztes Jahr sind mir Krimis aufgefallen, doch dieses Jahr gab es kaum etwas davon zu sehen. Zusammen mit dem Fantasy gehört auch das Rollenspiel. Diesmal wurde auch darauf Bezug genommen und ein Live-Rollenspiel (korrekt gespielt: man läuft als Ork verkleidet durch den Wald) vorgestellt. Dieses Rollenspiel ist für Kinder gedacht,um ihnen die Natur näher zu bringen und dabei Spaß zu haben. An sich finde ich die Idee nicht schlecht. Weg von WoW (World of Warcraft- weltweit größte Internetrollenspielgemeinschaft)zurück zur Natur.
Neben dem ganzen Bewundern und Lästern läuft man natürlich unter den Tausenden von Besuchern Freunden und Bekannten über den Weg, überraschenderweise alles Japanologen. Einige haben einen angesprungen, manche hat man gesehen und ihnen gewunken und manche hat man gesehen und gehofft, das man selber nicht gesehen wird.

Im Jungendbereich war es sehr voll. Und größtenteils sind die Jungendlichen verkleidet gewesen. Bitte, sollen sie. Aber bitte, verkleidet euch euer Figur entsprechend. Ich weiß, ich bin auch nicht gerade mit einem Traumkörpper gesegnet, aber ich würde mich nicht für ein Sailor-Moon-Kostüm wie eine Presswurst anziehen. Oder in Strapsen rumlaufen, nur weil sich alle verleiden und es nicht auffällt, wenn man mal über die Strenge schlägt. Manchmal musste man sich echt schämen. Aber mal abgesehen von den "falschen" Kostümen, hat man eigentlich immer nur dieselben Kostüme gesehen. Alle haben sich ihren Lieblingscharakter aus Naruto und Bleach nach ausgesucht. Ich dachte, wenn man cosplayt, will man einzigartig sein? So wie meine Freundin, die den Maskenmann aus Zelda darstellt (oder so, sorry, ist nicht meine Welt).
Interessant und schlicht war dieses Kostüm eines Umbrellasoldaten. Umbrella ist die Genetikfirma aus der Resident Evil-Reihe. Ich halte das Kostüm für absolut gelungen.

Nach drei Stunden sind wir dann kaputt nach Hause, Es war echt nicht lange dort, aber die Massen sind echt anstrengend. Ich dachte erst: Juchu, Massen wie in Japan, das geällt mir. Aber Deutsche wissen sich nicht in Massen zu benehmen.

Wie letztes Mal habe ich mich wieder gefragt, was ich da eigentlich verloren habe. Ich wusste, dass es nicht wirklich viele Leseproben und Gratisexemplare gibt und mich die Cosplayer aufregen. Aber da waren so viele Bücher. Das lohnt sich immer.

Donnerstag, 18. März 2010

Alice im Wunderland

Kaum in der Heimat geht es auch schon wieder ins Kino. Aber auf diesen Film habe ich mich schon lange gefreut: Alice im Wunderland.

Ich bin ein großer Tim Burton-anhänger, habe auch nichts gegen Johnny Depp und mag das Märchen von Alice auch recht gerne. Ich muss sagen, dass ich es noch nicht original gelesen habe und auch den Disneyfilm nicht ganz kenne, aber trotzdem mag ich Alice. Es gab schon mal eine Realverfilmung, die sehr gut war.
Kurz zur story: Alice ist erwachsen geworden und kehrt ins Wunderland, oder auch Unterwelt zurück. Allerdings hat sie vergessen, dass sie als Kind schon mal dort war und redet sich die ganze Zeit ein, dass alles ein Traum ist. Die Rote Königin hat die Herrschaft über Unterwelt übernommen und lässt reihenweise Köpfe rollen (während ihrer der größte ist). Nach der Prophezeihung besiegt Alice als Kämpferin in der Rüstung den Jabberwooky (Drache) der Roten Königin, erkämpft somit die Krone für die Weiße Königin und alle sind glücklich. Aber das geht leider nur, sobald Alice weiß,. dass alles real ist.
Es kommen alle bekannten Wesen vor: der verrückte Hutmacher (Johnny Depp), der Märzhase, komplett verrückt. Und die Grinsekatze, die mir ein wenig melancholisch erschien. Natürlich noch der Schwerenöter, der Bube, und die Weiße Hexe die extrem feenhaft im Verhalten war.

Insgesamt ein netter Film, natürlich in 3D gesehen. Aber er hat mich nicht überzeugt. Ich habe mehr Düsterheit von Burton erwartet. Zwar ist die Welt kringelig und farbenfroh, wie man es kennt, doch fehlt der morbide Touch. Johnny Depp hat für mich auch nicht überzeugend gespielt. Er ist der verrückte Hutmacher, da kann man an sich nichts verkehrt machen, aber es kam lächerlich rüber. Auch ist der Charaketr der Alice in meinen Augen unausgereift. Sie erinnert mich in ihrer Ahnungslosigkeit stark an Effi Briest, und die konnte ich den ganzen Tag nicht ausstehen. Alice verneint die ganze Welt und Zack, dann beschließt sie alle zu retten, obwohl sie nicht existieren. Am Ende findet siecnatürlich sich selbst und rettet Unterwelt. Ein wenig platt.
Am besten gefiel mir der Charakter der roten Königin, gespielt von Helena Bonham Carter. Ihre Wechsel zwischen bösartige Herrscherin udn Frau die nur Anerkennung sucht, war ausgezeichnet. Und meine persönlichen Favouriten waren die komplett animierten Wesen Grinsekatze und Märzhase.
Tricktechnisch ist auch nichts auszusetzen. Die sich auflösenede Grinsekatze oder allgemein irgendwelche Nebenschwaden sind super in Szene gesetzt worden. Das mehr als die Hälfte animiert war, war zu erwarten und auch in Ordnung.

Burtonfans sollten sich den Film ansehen, und wer ein Bildermeer von Farben sehen will, dem sei er auch empfohlen. Tiefgründige Geschichte ist aber nicht geboten.

Freitag, 12. März 2010

Sehnsüchte

Tadaima!!!
Ich bin wieder im Lande. Und ich dachte eigentlich, dass ich das auch wollte, aber jetz will ich doch wieder in Japan sein.
Am Mittwoch Abend sind Stefan und Katha schon gefogen und ich habe sie zusammen mit ein paar Japanern zum Bus gebracht. Es flossen Tränen und letzte Geschenke wurden verteilt. Wir haben von unseren Gastgebern Fotoalben bekommen, wo die ganzen Gruppenfotos drin sind und von unseren Freunden kleine Briefe. Das hat uns allen gefallen.

Der Mittwoch ist sonst nicht weiter eewähnenswert. Ich habe nur meinen Kofer gepackt. Oh, doch. Morgens um 9, ich konnte an dem Tag ausschlafen, ging auf einmal meine Tür auf und jemand wollte in mein Zimmer. Die Tür ging wieder zu und wieder auf. Ein zaghaftes "Ohayo" (Morgen!) wurde gesagt und die Tür wieder geschlossen. Und dann klopfte es. Ich habe mich dann aufgerappelt und bin verschlafen an die Tür getorkelt. Das war Herr Ikeda, unser House Manager. Er dachte, dass niemand in dem Zimmer ist, da kein Name an der Tür klebte. Tja, den hat man mir am dritten Tag schon geklaut. Er hat sich tausendmal entschuldigt und ich habe gesagt, dass es okay ist. Abends bei der Zimmerabnahme hat er sich nochmal entschuldigt.
Am Donnerstag ging es dann um halb 7 aus den Federn. Ich habe mein Zimmer leer geräumt und bin nach Hiyoshi. Ich hatte schon Befürchtungen, dass ich mit dem Koffer in die Rushhour komme, aber das ging gut. In Yokohama habe ich dann meine Fahrkarte für den Bus gekauft und auf Rio gewartet, da ich es so verstanden hatte, dass sie mich noch verabschiedet. Wenn nicht, wäre das nicht so schlimm gewesen, ich bin schon ein großes Mädchen, dass alleine Bus fahren kann. Da sie 10 Minuten vor Abfahrt noch nicht da war, bin ich dann zum Bus. Da kam sie angerannt. Wir haben noch zwei, drei Worte gewechselt. Unter anderem hat sie erzählt, dass der 1.000 jährige heilige Baum in Kamakura gestürzt ist. Kein gutes Omen, habe ich gedacht. Und dann bin ich in den Bus gestiegen. Und da kamen sie, diese kleinen Mistviecher die ich hasse: Tränen.
Ich habe bestimmt die erste Viertelstunde geweint. Ich wollte Japan nicht verlassen, obwohl ich wusste, dass ich in einem halben Jahr wieder da bin.
Es war schönstes Wetter und der Bus fuhr über die Rainbow-Bridge von wo aus man einen Superblick auf mein geliebtes Minato Mirai hatte. Ich hätte fast übersehen, dass der Himmel so klar war, dass man hinter den Hochhäusern den Fuji-san gesehen hat. Er hat sich die ganzen 3 Wochen nicht geziegt, aber jetzt zum Abschied: ein gutes Omen.

Am Fughafen lief auch alles, noch nicht mal Sprengstoffalarm.
Im Flugzeug hatte ich eine 19jährige Japanerin neben mir. Wir sind aber erst am Ende warm miteinander geworden und haben und die letzten Stundne unterhalten. Sie flog nach München. Also konnte sie auch tatsächlich zwei, drei Wort deutsch, aber wir haben uns auf Japanisch unterhalten.
Das Fernsehprogramm war eher mau. Es sollte "New Moon" laufen oder "Hachiko". Toll, dachte ich, leckere Vampire und eine klassische Hundestory aus Japan, von der ich immer geredet habe und jetz kann ich es endlich sehen. Ne, lief nicht in unserem Flugzeug. Dafür habe ich den Kinderfilm "Where the wild things are" gesehen. (dt: "Wo die wilden Kerle wohnen"). Den wollte ich sowieso sehen, der sah knuffig aus. Dafür das das eine Kinderbuchverfilmung ist, finde ich die Story ziemlich heftig. Aber er war gut.
Essen war auch super, es gab diesmal mehr japanische Sachen wie O-Nigiri und O-Soba. Lecker!
In Kopenhagen lief auch alles (auch kein Sprengstoffalarm) und der kurze Flug nach Deutschland rüber war dunkel und ruhig. Es ist erschreckend zu sehen wie immer mehr Schnee auftaucht. Warum ist das in Deutschland noch so? Obwhol es wärmer ist als ich erwaret habe.
Tja, und meine Mutter war auch schon da um mich abzuholen. Zusammen mit meinem Koffer, der tatsächlich ein Kilo leichter geworden ist in Japan (bei mir weiß ich es noch nicht, ich gehe gleich zum Training und wiege mich dort) sind wir dann nach Lübeck.
Ich war langsam echt fertig. Insgesamt war ich 25 Stunden wach und unterwegs. Aber trotzdem habe ich nicht lange geschlafen. Naja, was soll`s.
Mit der Mitfahrgelegenhet ging es auch gleich schon mittags zurück nach Halle und jetzt sitze ich hier und schreibe meinen letzten offiziellen Japaneintrag. Alles ist ausgepackt, die ersten Mitbringsel verteilt und ich überlege, wie ich meine Stimmung beschreiben soll:
Ich bin schon froh in Halle zu sein, ich habe mich gefreut meine Jungs zu sehen und den Geruch meiner Wohnung zu riechen, aber ich möchte auch gerne nach Japan, wo ich neue Freunde gefunden habe und wo mich das Land fesselt.
Und das werde ich dieses Jahr auch wiedersehen. Garatiert!

Dienstag, 9. März 2010

Die Hölle ist zugeschneit

Den ganzen Tag schifft es ohne Ende in Japan und gegen Abend wo ich nach Shibuya bin um mit Stefan seine Freunde zu treffen, da fängt das doch tatsächlich an zu schneien. Ist mir soweit eiegnlich egal gewesen, aber parallel dazu ist esnatürlich auch verdammt kalt geworden, das ist mir dann nicht merh egal. Vor vier Tagen wollten wir uns schon an den Strand legen.
Das Treffen war total lustig. Die Freunde von Stefan, die wir getroffen haben,waren die, bei denen er in Niigata war. Unter anderem war auch eine Deutsche dabei. Herrlich! Im Grunde genommen haben wir uns fast nur in Fäkalsprache unterhalten, weil die eine Japanerin sich sowas gemerkt hat ("Geil!" "Scheiße!").
Ayu war auch dabei. Ayu hat ein Jahr in Halle studiert und wir haben einiges unternommen. Und jetzt ist sie auf Jobsuche und hatte einen superschönen Anzug an. Das steht ihr total gut. Japanische Studenten werden entweder von direkt von ihrer Universität abgeworden oder sie müssen extrem um einen Job kämpfen. Da sie an einer nicht allzu bekannten Uni ist, muss sie kämpfen.

Das Essen war mal wieder lecker, es gab Yakitori (Geflügelspieße) in sämtlichen Varianten, u.a. mit einer Pflaumensauce darauf. Sehr interessant. Und es gab Natto, diesmal in der Variation mit Lauch und Fisch(?). Ich habe es todesmutig wieder probiert, ich es ja alles, aber es schmeckt mir immer noch nicht. Tut mir ja fast Leid!^^
Auf dem Nachhauseweg hat es dann richtig geschneit und alless war matschig. Prima, da sind wir doch schon schön für Deutschland vorbereitet. In Hiyoshi ging es auch richti ab, wettertechnisch gesehen. Aber das hat uns nicht davon abgehalten noch ein Eis zu essen.

Und vor dem Wohnheim haben wir dann festgestellt, dass unser Hölle zu gefroren ist. Jetzt ist alles aus! Das Jüngste Gericht kommt.

Die letzten Tage

Lang, lang ist es her, dass ich meinen Blog geschrieben habe. Aber es ist auch wirklich nicht so viel Spannendes passiert. Nur hauptsächlich Sachen die mich hier auf dem Teller drehen lassen. Aber die gehören hier nicht hin.
Am Samstag, dem 06.02. war ich mit Martina, einer der hallenser Doppelmasterinnen hier in Tokyo, mit der man sich die letzten Tag sehr gut angefreundet hat, in Jugoaka und habe dort ein wenig die Gegend erkundet. Das Gebiet haben wir auf Nakameguro ausgeweitet und jetzt bin ich um zwei japanische Romane reicher. Ich sag ja, Book off, ein Laden für gebrauche Bücher, ist in Deutschlamd dringend notwendig.^^
Am Sonntag sind wir Kurzstiepndiaten und zukünftige Langzeitstpendiaten von unserem Professor zum Essen eingeladen worden. Es ging in ein italienisches Restaurant. Und das war wirklich italienisch. Für japanische Verhältnisse war es in dem Lokal laut und das Essen hat auch so geschmeckt, wie man das erwartet. Es war eine sehr gesellige und lustige Runde. Nebenbei hat man zwei, drei organisatorische Dinge geklärt, aber zum Glück war das nicht so dominant. Nach dem Essen sind wir auch noch einen Kaffee trinken gegangen, wo sich Herr Oberländer dann irgednwann verabschiedet hat ("Also bei dem Tham Piercings kann ich jetzt nichts mehr dazu beitragen, da kenne ich mich nicht aus!")
Nach einer lustigen und teuren Fotosession meiner Wenigkeit bei einem Passbilautomaten sind wir auch nach Hause und haben eine weitere lustige Runde in der Küche eröffnet.
Montagmorgen um 9 Uhr stand dann ein Treffen an der Musashiuniversität an um viele organisatorische Dingezu klären. Nähere Informationen zu dieser Begebenheit werde ich demnächst geben. Aber ihr glaubt nicht wie glücklich war, als uns die Sportklubs der Uni gezeigt wurde. Ich stehe hier absolut unter Entzug. Nicht nur, dass wir hier in Japan nur am Essen sind, ich kann mich nicht ausgleichend bewegen, und das, wo an meinem Balkon eine super Aussicht zu dem hauseigenen Trainingsraum ist. Aber da dürfen nur Sportstudenten hin. Hmpf!
Da Katha gestern Geburtstag hatte (süße 19) und nicht im Wohnheim vergammeln wollte, ist sie mitgekommen, damit wir nach dem Treffen noch kurz durch Harajuku bummeln können. Sie musste noch letzte Einkäufe erledigen. Na klar. Ist ja ein Geburtstag, da lase ich das über mich ergehen. Ich war auch schon in dieser Straße, aber die Läden in die sie mich mit hineingezogen hat, kannte ich noch nicht. Gothic-Lolita-Stil, Emo-stil und Cosplay (Costume-Play). Okay, muss man gesehen haben. Ich habe dann auch noch eine Runde Purikura gesponsort.
Da ich auch noch eine kleine Erledigung machen musste, sind wir auch schnell zum Meijischrein gehüpft und danach nach Hause.
Abends stand dann um 19 Uhr ein Treffen mit Japanern und deutschen Leuten an, um Katha zu feiern. Nach einem Zwschenstopp ging es dann in eine Karaokebar, mit 12 Leuten. Und das hat auch funktioniert. Wir haben Bacstreet Boys, Bon Jovi, Jet, Slipknot, Manfred Mann und für mich unbekannte japanische Lieder gesungen. Das war echt lustig. Aber nach zweieinhalb Stunden mussten wir wechseln, da wir eine Minderjährige dabei hatten. Da auch schon bezahlt wurde und Stefan kein Geld dabei hatte, habe ich für ihn bezahlt und war blank. Also konten wir diese Singsession nicht weiter vertiefen. Schade eigentlich. Ich hätte auch Geld gehabt, wenn die Bank nicht am Montag geschlossen gewesen wäre, das war sehr merkwürdig.
Nach einer Runde Taikotrommeln ging es zurück. Aber: Dort wartete noch Kuchen für Katha. Sie hat immer diese wirklich verführerischen Erdbeersahneschnitten angehimmelt und da mussten wir zum Geburtstag welche kaufen (was sie natürlich nicht wusste). Um Mittenacht gab es also noch ein wenig Süßes. Sind schon nicht schlecht die Schnitten, aber unbezahlbar.
Tja, ich hatte dann noch einiges zu klären und habe mich um 5 nach 12 verabschiedet, um dann eine halbe Stunde später mit einem Wutanfall bei den anderen wieder auzutauchen. Aber da gehört wie gesagt nicht hierher. Der zieht sich auch noch auf den heutigen Tag hin.

Samstag, 6. März 2010

Im Taumel der Gefühle

Gestern waren wir wieder ohne Begleitung, aber da man ja irgendwie noch Frende in Tokyo hat, trifft man sich mit denen. Es war geplant, dass wir (Stefan, Katha und ich) uns mit Hannah, einer Freundin von mir aus Halle, in Higashi-Ikebukuro treffen und uns Tempel, Schreine und Friedhöfe in Zoshigaya ansehen. Wir sind auch pünktlich dort und warten artig, bis wir sie dann anrufen. Mist, sie hat eine Mandelentzündung und liegt im Bett. Sie hatte es mir auch per Facebook geschreiben, aber da habe ich morgens nicht mehr reingesehen. Schade! Also sind wir alleine losgezogen.
Nach einer Orientierung auf einere Karte sind wir auch gleich die Nächste links rein und draufslos marschiert. Aber alles war so ruhig, sauber und nicht richtig für die Umgebung eines Tempels. Aber das machte nichts, weil es uns so gut gefallen hat. Vielleicht lag das auch nur an dem Wetter, weil wir um die 20 Grad hatten und der Himmel auch richtig blau war. Irgendwann haben wir einen recht kleinen Schrein gefunden und dort unser übliches Programm abgezogen. Er schien für seine Größe recht berühmt zu sein, da Fotos von einem matsuri, Fest, aushingen, wo die Männer so einen tragbaren Schrein trugen.

Nebenan war auch in kleiner Friedhof, aber wir wollten zu dem großen. Also weiter. Irgendwann haben wir auch den Friedhof gefunden und sind mit Vogelgezwitscher empfangen worden. Echtem Vogelgezwitscher, nicht so einen aus dem Lautsprecher. Es mag sich echt böse anhören, aber der Friedhof war echt schön. Das Wetter, die Vögel, die Umgebung. Ich bin echt berührt worden. Ich befürchte, dass der Buddhismus mich irgendwie erreicht hat. Es war traumhaft dort.

Dann haben wir erstmal beschlossen wieder zur Karte zurückzugehen und dort beschlossn wir zu dem Gokokuji-Tempel zu wandern. Meines Erachtens haben sich die Kartenschreiber mit der Entfernung ein wenig vertan, aber egal. Wir sind an der Straße entlang, haben ein paar Obdachlose unter der Brücke schlafen sehen udn haben den Tempel dann auch gefunden. Der war auch wieder sehr schön. Er gehört nicht zu den größten in Tokyo, aber ich fand ihn sehr edel und harmonisch. Ich glaube das Wetter hat ordentlich zu dieser Empfindung beigetragen. Dort haben wir uns auch auf die Bank gesetzt und Kindern beim Spielen zugesehen.

Und dann ging es noch mal kurz nach Hause. Abends wolten wir uns wieder mit Stefans Tandempatner Judai und seiner Freundin treffen. Also ab nach Shibuya und weil alle irgendwie Hunger hatten, sind wir in ein Restaurant. Wie letztes Mal habenwir wieder alle irgendetwas bestellt und alle haben davon gegessen. Ich wollte amaebi haben ("süße Garnelen") und sie sind wieder mit Augen gewesen. War echt keine Absicht, denn auf Sushi haben sie keine mehr. Lecker waren sie trotzdem. Genau wie das japanische Bier. Wir haben auch eine Delikatesse bestellt: Kartoffelsalat. Naja, für das Geld ein weig mickerig, aber schmeckt wie in Deutschland. Wir befürchten, der wurde importiert.
Wir haben einen riesen Spaß gehabt und bekloppte Fotos geschossen. Es gibt auch eine hübsche Geschichte um Katha, aber ich habe versprochen, nichts darüber zu schreiben. Wir waren schon böse genug zu ihr (obwohl sie uns nachher glaube ich doch dankbar war^^).

Danach sind wir noch in einen Gamecenter, Purikura machen. Schicke Bilder. Und danach mussten wir ja mal wieder moch eine Runde Taiko (Trommelspiel) spielen. Juliane hatte dieses Spiel fr die Playstation gefunden, aber da war nur eine Trommel drin, das macht überhaupt keinen Sinn.
Und weil es wieder spät wurde sind wir zur Bahn, haben Geschenke ausgetauscht und ab nach Hause. Weil wir aber so einen Spaß hatten, haben Juliane, Katha und ich noch Schnaps gekauft (ab wieviel Prozent spricht man von Schnaps? Zählen ganze 4% schon?) und habn uns bei Juliane einen koreanischen Film reingezogen. Erst war er voll lustig, und dann voll kitschig. Uns ist allen Dreien schlecht geworden^^. Weil es dann schon halb 2 war, dachte ich, dass ich keinen Blog mehr schreibe. Dafür habe ich ausgeschlafen und werdeh eute ein wenig die Gegend erkunden. Katha ist in Harajuku shoppen, Stefan in Nigata und Juliane forscht. Ich denke nicht, dass es dann groß was zu erzählen gibt.